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Multiple Persönlichkeiten

SHchmu3se;bubi9x1 hat die Diskussion gestartet


Hi,

Ich habe schon seit Jahren multiple Persönlichkeiten. Auf der einen Seite der brave kleine Bubi. Darin bin ich sehr infantil, rede wie ein Kleinkind und will immer mit Mama schmusen. Ich leg dann meinen Kopf auf ihren schoß und sie krault mich am Kopf (ich bin 24!). Ich bin dann jemand der beschützt werden will. Und suche mir Frauen zwischen 30 und 40 die mit mir kuscheln wollen. Wenn ich ins bordell gehe zum Beispiel.

Dann gibt es die andere Persönlichkeit. Den Beschützer. Das alpha Männchen. Der Löwe, der Wolf.. Ich suche mir dann Mädchen im Alter 16-18 und streichle diese zärtlich und sanft drücke sie an mich und sie fühlen sich bei mir geborgen. Ich hatte eine Freundin die war 17 und die war so süß... Ja..

Ich will ein mittelding finden. Ich will gleichaltrige Frauen kennenlernen und eine ausgeglichene Persönlichkeit entwickeln. Wie schaffe ich das?

P. S. Depressionen habe ich auch nehme 20mg citalopram und 5mg olanzapin (cyprexa) und habe eine Zwangserkrankung.

Antworten
a.ug2u33


Wie schaffe ich das?

Bisherige Therapie? Seit wann und welche Fachrichtung? Wer verordnet die Medikamente, wer kontrolliert deren Wirksamkeit?

fgalco pdelegrjinoidxes


Weißt du was es genau heißt Multiplepersönlichkeit? Meinst du eine Dissoziative Persönlichkeitsstörung? Das hat man früher Multiple Persönlichkeitsstörung genannt. Wer hat dir das diagnostiziert?

fxalco pRelegriznoides


Sorry, ich meinte Dissoziative Identitätsstörung.

vBampx28


Das frage ich mich auch, wer das diagnostiziert hat. Ich lese das hier ehrlich gesagt nicht aus deinem Beitrag raus. Bei einer Dissoziativen Identitätsstörung(DIS), kann man sich meistens nicht erinnern was eine andere Persönlichkeit tut/getan hat, außer man hat Co Bewusstsein, das aber eher weniger bei einer DIS auftritt. Das passiert mehr bei der "leichteren" Form, die Dissoziative Störung nicht näher spezifiziert (DSNNS). Und bei DIS und DSNNS sind die Persönlichkeiten abgespalten/Dissoziiert und hat so auch kein Bezug, Verbindung zu ihnen. Ich habe noch nie von jemanden gehört der wenn er über seine Persönlichkeiten sprach, das in Ich Form tat(Muss aber nicht heißen, das es niemanden gibt, der das tut). Also wenn ich über eine meiner Persönlichkeiten spreche, sag ich Sie tut. Oder Er tut. Weil wie es eben so ist, diese Persönlichkeiten getrennt von einander sind und ihr Eigenleben haben. Ich kann keine Verbindungen zu ihnen herstellen, daher könnte ich nie in Ich Form sprechen, falls ich mal über sie rede/schreibe. Weil es eben für mich nicht stimmig ist. Aber gut, jeder ist da ja verschieden. Und nicht immer weiß ich, was ein anderer tut, wenn er draußen ist. Ich hab denke ich viel Co Bewusstsein, bekomme mehr mit, aber nicht immer eben. Hab auch Blackouts.

Jeder Mensch hat mehrere Persönlichkeitsanteile. Ich hatte mal wo anders etwas geschrieben, was meine Therapeutin mir erklärt hatte. Den Unterschied zwischen Normal/gesund und Krank. Ich kopier den Text mal geschwind hier ein. Ist etwas länger, aber vielleicht hilft es ja:

Meine Therapeutin hat es mir so erklärt: Jeder Mensch hat verschiedene Persönlichkeiten, also im Grunde ist jeder Multipel. Jeder schlüpft im Alltag in seine Rollen, eine Frau ist während ihrer Arbeit Professionell, eine Arbeiterfrau eben. Zuhause ist sie ganz die Mutter, weil sie ein Kind hat. Zu ihrem Mann ist sie auch wieder ganz anders, da ist sie eben typisch Ehefrau, verhält sich da natürlich ganz anders als zu ihrem Kind. Es kann aber auch sein das sie noch weitere Seiten hat, das sie z.B. gerne abends ihre sex. wünsche auslebt, was man so im Alltag nicht vermuten würde, da sie eher schüchtern und zurückhaltend ist.

Der Unterschied zwischen Krankhaft(sorry mir fällt gerade kein passendes Wort ein) und normal ist, das es bei normalen Leuten so ist, das sie all diese Rollen in die sie Schlüpfen oder all ihre Persönlichkeitsanteile als ICH wahrnehmen. Sie weiß alles was sie tut und weiß das ist sie alles selber. Sie hat keine Blackouts, sie hat klare Erinnerungen daran.

Krankhaft wird es erst, wenn sie davon nur wenig weiß oder überhaupt nichts davon. Das sie zu diesen Persönlichkeitsanteilen keine Verbindung hat. Auch wenn sie weiß was sie getan hatte, kann sie es überhaupt nicht mit sich in Verbindung bringen. Oft ist es so das, man währen dieser Dinge, aus dem Körper ist, und zusieht wie jemand etwas tut oder im Körper ist, aber überhaupt keine Kontrolle über die Handlungen hat, auch nicht über die Bewegungen. Man fühlt sich wie eine Marionette oder wie ein Roboter der fern gesteuert wird. Das sind eben die Dissoziationen die eben dann dazu kommen. Später wenn man darauf zurück blickt, ist alles weit weg, es fühlt sich an wie im Traum und man hat kein Bezug zu dieser Person. Da können auch allgemein Fremdheitsgefühle der eigenen Person auftreten.

Bei DIS ist es eben noch krasser, das man sich oft überhaupt nicht an das erinnern kann, einen ganzen Blackout hat. Das wäre jetzt in kurzer Beschreibung DSNNS und DIS, wobei da noch so viel mehr dazu kommt. Ach und bei beiden Formen kommen noch zusätzlich meistens Stimmen hören dazu. Muss bei der DSNNS glaub nicht unbedingt sein. Kenne mich dazu zu wenig aus. Aber man hört die Stimmen im Kopf, mehr wie laute Gedanken die man nicht kontrollieren kann. Also ist eben bei mir so. Das nimmt jeder denke ich auch anders wahr. Die Stimmen können unterschiedlich sein, von Kind bis erwachsen, männlich, weiblich usw.

Ich weiß nicht ob du die Diagnose Dissoziative Identitätsstörung(F44.81) oder Dissoziative Störung nicht näher spezifiziert (F44.9) bekommen hast oder nicht. Es war wohl auch nicht dein Anliegen, hier zu fragen, was es nun ist. Das kann hier auch niemand sagen. Wie du Frauen in deinem alter lieben kannst. Nun ja schwierig, die müssen ja nicht im exakt gleichem Alter sein. 5-6 Jahre Plus/Minus ist doch völlig Ok. Dein Problem solltest du mit genau diesem Therapeuten/Psychiater besprechen, der dir auch die Diagnosen stellte. Er kennt dich mehr und kennt auch deine Vergangenheit. Viel Ratschläge kann man hier glaub nicht geben, dazu kennen wir dich einfach zu wenig. Vielleicht magst du ja mehr über dich schreiben und deine anderen psychischen Probleme? Dann kann man sich besser ein Bild machen.

äEpfelc#hen


Für mich klingt das auch eher so, als redest du von verschiedenen Anteilen, nicht verschiedenen Persönlichkeiten im Rahmen einer DIS.

Weil das, was du beschreibst, kenne ich auch von mir. Zumindest teilweise. Ich habe eine böse und eine gute Seite. Die eine will leben, die andere sich zerstören. Dazwischen gibt es noch eine weitere, eine, die resigniert.

Die eine will sich helfen lassen, die andere boykottiert und manipuliert alles. Gleichzeitig sind nie welche da, aber sie können sich ganz stark und ganz schnell abwechseln.

Gut, manchmal weiß ich nicht so ganz genau, was passiert ist, weil ich auch Blackouts habe und manchmal dissoziiere, aber die kommen wohl eher woanders her.

Und ganz ganz selten ertappe ich mich dabei, dass ich in der dritten Person von den Anteilen rede.

Aber trotzdem würde ich mich nicht einer DIS zuordnen. Ich verliere nur den Bezug zu mir und rette mich so irgendwie.

Vamp28 hat das ganz gut erklärt.

Sagt Dir denn dissoziieren was oder hast du Blackouts?

Soweit ich weiß, agieren die verschiedenen Persönlichkeiten unabhängig voneinander. In bestimmten Situationen kommt eine in den Vordergrund, die anderen wissen aber gar nicht, was in der Zeit getan oder gedacht wird. Da findet eben regelrecht eine Abspaltung statt.

Dass du das so klar definieren kannst, wundert mich deshalb sehr. Ich kenne eine Person, die eine DIS hat und selbst nach langer Therapie war es noch relativ schwer, die alle unter einen Hut zu kriegen. Da mussten in der Therapie Treffpunkte arrangiert werden, usw.

Ich kannte irgendwann mehrere ihrer Persönlichkeiten und sie kannten mich, irgendwann war ich da mitten drin und habe das sehr nah miterlebt und das waren wirklich ganz andere Dimensionen als das, was du da beschreibst.

Hast du Diagnose jemals gestellt bekommen oder hast du Dir das zusammengebastelt?

*

Deine verschiedenen Sicht- und Denkweisen (so würde ich das wohl nennen) sprechen eher dafür, dass du vielleicht ein sehr unsicherer Mensch bist, der sich noch finden muss?

Ich versuche mich selbst "auf einen Nenner zu bringen", indem ich mit all meinen Seiten "spiele". Mir alle anhöre und versuche, einen Kompromiss zu finden, eben ein Mittelding. Ich habe erst einmal lange versucht, herauszufinden, was ich denn jetzt wirklich will: leben oder mich zerstören. Mittlerweile ist mir klar, dass ich bestimmt leben möchte und jetzt versuche ich meine destruktive Seite immer mehr an einen Punkt zu lenken, an dem das soweit passt.

Funktioniert mittelprächtig, aber ich bin immerhin so weit, dass ich nicht der bösen Seite gehorche, wenn ich sehr arg neben mir stehe (so kurz vorm Dissoziieren; also noch bedingt Kontrolle über mich und mein Handeln, aber wirklich nur sehr bedingt).

Wichtig ist wirklich, dass du erkennst, dass jeder Mensch, wirklich jeder, viele verschiedene Seiten hat: die verspielte, die nachdenkliche, die beschützerische Seite, usw.

*:)

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