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Es ist alles so langweilig

m~arMtin#_32A3


Meistens macht man sich selbst das Leben unnötig schwer. Als bestes Beispiel finde ich hier das "Problem" der Beliebtheit unter Teenagern.

Teenager sind sehr soziale Wesen, denn in dieser Entwicklungsphase lernt man viel über das soziale Umgehen miteinander. Das Ziel eines jeden Teenagers ist es also, beliebt zu sein, oder zumindest 'normal' zu sein. Deswegen folgen sie auch fast allen Trends und sind sehr leicht mit gezieltem Marketing zu beeinflussen.

Ein beliebter Teenager weiß meist nicht, warum er beliebt ist. Er ist einfach so wie er ist. Ein unbeliebter Teenager jedoch versucht beliebt zu sein und analysiert deswegen ständig den beliebten Teenager, mit dem Ziel herauszufinden was denn diese "Beliebtheit" ausmacht. Unbeliebte Teenager wissen also mehr über Beliebtheit als beliebte Teenager. (der Kinofilm "American Mistress" geht ein bisschen auf dieses Thema ein, sehr empfehlenswert)

Ich glaube, dass nach diesem Schema vieles beim Menschen funktioniert. Der Gesunde zum Beispiel nimmt seinen Körper einfach so hin wie er ist. Der Kranke macht sich unnötige Sorgen und weiß oft mehr über Gesundheit als jeder normale, Gesunde Mensch.

Nach einem ähnlichen Schema glaube ich, dass du sozusagen "auf dem Schlauch stehst". Wenn du dich zu sehr darauf fokussierst, was alles langweilig ist, verlierst du schnell den Bezug zum realen Leben. Das Leben ist nämlich sehr langweilig: wir atmen, reden, essen, schlafen. Ab und zu waschen wir uns und gehen aufs Klo. Die Frage ist: was machen wir daraus?

Das Leben ist das, was sich außerhalb deines Zuhauses abspielt. Vor allem die Interaktion mit anderen Menschen ist das, was uns so sehr kennzeichnet, als soziale Wesen. Wir haben nicht diese extrem ausdrucksstarke Sprache entwickelt, um zuhause zu versauern, sondern um ihr mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren, genauso wie unsere Muskeln dazu da sind, von uns benutzt zu werden, um nicht zu verschwinden.

In dieser Welt gehört es dazu, dass man auch mal ausgelacht oder beleidigt zu werden. Es ist nicht schön, aber andere Menschen haben nun mal ihre eigenen Meinungen über dich. Wenn es öfters passiert, dann musst du dir halt überlegen, was der Grund sein kann: wenn es wegen deines Aussehens ist, dann kannst du dafür ja nichts und musst dir halt bewusst sein, dass sie dich nur deswegen beleidigen, weil sie über ihr eigenes Aussehen unsicher sind. Wenn es wegen deinen Aussagen ist, musst du diese halt verändern.

Tut mir Leid, aber daran glaube ich nicht. Ich bin Optimist, aber sehe keinen Grund warum dem so sein sollte. Das setzt eine gewisse Grundfairness in der Verteilung der Fähigkeiten voraus, die es einfach nicht gibt.

Das sehe ich nicht so. Es gibt da die relativ bekannte 10,000 hour rule von Malcolm Gladwell. Seine Theorie ist, dass man, wenn man nur stets fleißig übt und etwas Glück mit den gesellschaftlichen Umständen hat, man Experte in allem werden kann, und dass der Unterschied zwischen Amateur und Meister nur darin besteht, wie viel Übung man bekommen hat.

Natürlich gibt es Leute, die einfach von Natur aus besser sind als andere. Ich bin zum Beispiel nicht besonders sportlich, muss ich ehrlich zugeben. Aber ich glaube auch, dass wenn ich genügend Zeit investiere, ich auch relativ gut in einer Sportart werden kann (momentan versuche ich mich im Billiard). Die Wahrscheinlichkeit, dass ich ein weltberühmter Biliardspieler werden kann ist sehr gering, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich besser als alle meine Freunde werden kann ist durchaus realistisch.

Ich hoffe, ich konnte dich wenig motivieren. Ich glaube jeder junge Mensch hat mal so ne "katastrophenphase", in der man alles Hinterfragt, und diese Text ist (zusammengefasst) das Resultat von meiner.

sdch@neckeF19x85


Ich werde beides zeitgleich machen. Sonst habe ich im Zweifel ja noch mehr Tage verloren

Den Ansatz finde ich zum Beispiel schon ausgezeichnet :)^ :)=

Zur Therapie: Erwarte keine Wunderlösungen in wenigen Wochen. Sich selbst zu ändern ist verdammt harte Arbeit und manchmal ein Kampf um wenige winzige Aspekte der Selbstbestimmtheit. Dann wiederum hat man richtige Aha-Momente und geht große Schritte.


Allgemein fällt mir eine sehr kompetitive Haltung bei dir auf. "Entweder ich bin im Spitzenfeld, oder ich mache gar nichts!". Ich frage dich: Tut dir diese Haltung denn gut? Ich glaube nicht, denn nach meinem Eindruck kannst du nichts genießen, was nicht mit äußerlich hoher Anerkennung verknüpft ist. Das sehe ich z.B. als wichtigen / zentralen Punkt für eine Therapie an.

Beispiel Zeichnen: Ich hatte immer die fixe Idee, dass begabte Menschen einfach so ihre Bilder (in 1-2 Stunden) runterreißen. Deshalb habe ich auch gar nichts probiert, weil bei mir 1-2 Stunden vielleicht für die Grundidee reichen, aber insgesamt für ein DIN-A4 Bildchen (Bleistift) locker zehn Stunden drauf gehen (manchmal mehr, manchmal auch weniger). Mit Gouache (Wasserfarben) ist es noch mehr...

Ich will darauf hinaus, dass neben dem Problem des permanenten Wettstreits auch eine Problematik in Hinblick auf die Wahrnehmung der Realität / des Durchschnittsmenschen besteht. Man hat eine Vorstellung/Imagination davon, wie es den anderen wohl geht, aber diese Vorstellung entbehrt zum Teil jeglicher Realität. Wie solltest du auch eine realistische Sicht auf andere haben, wenn du in deinem Schneckenhäuschen lebst?

Auch da liegt ein logischer Widerspruch drin.

Ich habe z.B. mit zunehmendem Alter erkannt, dass 80% aller Menschen mit 20 komplett andere Lebenspläne hatten im Vergleich zu ihrer Lebensführung mit 40, 50, 60... usw.. Trotzdem lebt ein Großteil dieser Menschen mit verzwirbelter Biographie durchaus glücklich. Das liegt daran, weil sich Schwerpunkte, Meinungen, Werte eben immer und immer wieder ändern - gewollt oder ungewollt. Fakt ist: Du willst etwas kontrollieren (nämlich dich selber, dein Leben), worüber du im Grunde immer nur eingeschränkte Kontrolle haben kannst. Und an dieser Dichotomie zerbrichst du. Eine Therapie kann dir dabei helfen, dieses Gegensatzpaar händelbar zu machen.

E-hemaJliger lNutzeIr (#875x46)


Ich denke, der Grund für die negativen Reaktionen in der Außenwelt ist nicht, dass Du seltsam aussiehst, Auffälligkeiten oder sowas an Deinem Körper hast, sondern dass Du seltsam aussiehst.

Lass es mich mal so probieren: wenn 20 Kinder über den Schulhof gehen, die keine Freunde bei sich haben und da gerade alleine sind und Opfer von Mobbing werden - da sucht man sich nicht den Hässlichen oder Dicksten oder Blödsten aus. Sondern man nimmt gezielt den, der schon mit eingezogenen Schultern geht und ängstlich blickt und am meisten Angst zeigen wird.

Als Erwachsener hast Du Dich weiter entwickelt und versuchst vielleicht bewusst, nicht zu zeigen, dass Du Doch unwohl fühlst - aber man merkt Dir das trotzdem an.

Und die ganzen Deppen, die durch die Straßen gehen und durch einen flotten Spruch Anerkennung von ihren Jungs kriegen oder vor Frauen rumprahlen wollen, dass sie alleine Kraft ihrer genial starken Ausstrahlung Leute verunsichern können - die nehmen dann direkt Dich aufs Korn von allen Leuten, die da rumstehen oder vorbei gehen.

Das Problem ist also nicht, dass Du irgendwie komisch aussiehst. Wenn es danach ginge, könntest ohne Probleme weiter rausgehen.

Der Knackpunkt ist, dass Du "Tritt ruhig auf mich, ich weiß, ich habe es verdient" auszustrahlen scheinst. Das kenne ich von anderen Leuten mit extrem geringen Selbstwertgefühl, die strahlen sowas aus, werden Mobbing-Opfer und fühlen sich darin bestärkt, dass mit ihnen was nicht stimmt und sie komisch und scheiße aussehen.

Und wenn sie sich noch mal unter Menschen wagen, weil sie jemand bestärkt hat oder weil sich dieser Gang aus dem Haus nicht vermeiden lässt, dann ernten sie wieder so eine Reaktion und fühlen sich darin bestätigt und die Tendenz verstärkt sich.

Ein Teufelskreis, aus dem man nur mit professioneller Hilfe wieder rauskommt.

Aber bei einem Therapeuten aufkreuzen und von seinem Leben und seinen Erfahrungen erzählen, das ist beängstigend, also lieber direkt einreden, dass es nichts bringt. %-|

Das kenne ich auch von meinen Leuten mit wenig Selbstbewusstsein und Sozialphonie und Dysmorphophobie: die haben noch viel mehr Angst vor dem, was in ihrem Inneren ist, und deswegen reden sie sich mit Plattitüden oder aus dem Zusammenhang gerissenen Statistiken oder einseitigen misinterpretierten Zeitschriftenartikeln ein, dass es eh nichts bringt, verschanzen sich hinter ihrer (Pseudo-)Argumentation und verharren reglos in ihrem Elend.

B'or+lag


Du beschreibst ja hier, dass du nicht mehr raus gehst, weil du von vielen Leuten ein gewisses (beleidigendes) Feedback bekommst. Also kannst du die umgekehrte Wirkung (ein Mensch sagt dir immer und immer wieder, was deine Chancen, Stärken und Handlungsoptionen sind) nicht abstreiten. Entweder der äußerliche Einfluss funktioniert (was du in beleidigenden Situationen ja durchaus für dich annimmst) oder er funktioniert nicht und damit wäre auch deine Begründung für das Meiden von Sozialkontakten futsch! Ergo: Deine Argumentation kann entweder in Bezug auf die therapeutischen Ergebnisse oder auf die verletzende Wirkung der Außenwelt nicht stimmig sein. ;-) nicht gleichzeitig jedenfalls ;-)

Meine Frage bezog sich ja auf folgenden Beitrag:

Mit Verlaub ,Borlag sollte zu einen Therapeuten gehen und mit Ihm das Problem bereden ,das ist erstmal die einzige Lösung.

Gut zureden oder Ihm sagen was er machen könnte ,wird glaube ich ,nicht viel bringen?!

Ich wollte damit also nicht sagen, dass ein Therapeut nicht hilft, sondern nur zeigen, dass ein Therapeut zum Teil genau das tut, was hier in diesem Faden getan wird. Ich habe also die Kritik kritisiert :-)

ja ich habe kleine erfolge, aber ich vergleiche nicht, jeder kleinste erfolg bedeutet für mich mehr lebensqualität u ein gutes gefühl.

Und diesen Erfolg mit diesem Effekt suche ich bis dato vergebens.

Meistens macht man sich selbst das Leben unnötig schwer. Als bestes Beispiel finde ich hier das "Problem" der Beliebtheit unter Teenagern.

Teenager sind sehr soziale Wesen, denn in dieser Entwicklungsphase lernt man viel über das soziale Umgehen miteinander. Das Ziel eines jeden Teenagers ist es also, beliebt zu sein, oder zumindest 'normal' zu sein. Deswegen folgen sie auch fast allen Trends und sind sehr leicht mit gezieltem Marketing zu beeinflussen.

Ein beliebter Teenager weiß meist nicht, warum er beliebt ist. Er ist einfach so wie er ist. Ein unbeliebter Teenager jedoch versucht beliebt zu sein und analysiert deswegen ständig den beliebten Teenager, mit dem Ziel herauszufinden was denn diese "Beliebtheit" ausmacht. Unbeliebte Teenager wissen also mehr über Beliebtheit als beliebte Teenager. (der Kinofilm "American Mistress" geht ein bisschen auf dieses Thema ein, sehr empfehlenswert)

Ich glaube, dass nach diesem Schema vieles beim Menschen funktioniert. Der Gesunde zum Beispiel nimmt seinen Körper einfach so hin wie er ist. Der Kranke macht sich unnötige Sorgen und weiß oft mehr über Gesundheit als jeder normale, Gesunde Mensch.

:)z :)^ :)=

Nach einem ähnlichen Schema glaube ich, dass du sozusagen "auf dem Schlauch stehst". Wenn du dich zu sehr darauf fokussierst, was alles langweilig ist, verlierst du schnell den Bezug zum realen Leben. Das Leben ist nämlich sehr langweilig: wir atmen, reden, essen, schlafen. Ab und zu waschen wir uns und gehen aufs Klo. Die Frage ist: was machen wir daraus?

Das Leben ist das, was sich außerhalb deines Zuhauses abspielt. Vor allem die Interaktion mit anderen Menschen ist das, was uns so sehr kennzeichnet, als soziale Wesen. Wir haben nicht diese extrem ausdrucksstarke Sprache entwickelt, um zuhause zu versauern, sondern um ihr mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren, genauso wie unsere Muskeln dazu da sind, von uns benutzt zu werden, um nicht zu verschwinden.

In dieser Welt gehört es dazu, dass man auch mal ausgelacht oder beleidigt zu werden. Es ist nicht schön, aber andere Menschen haben nun mal ihre eigenen Meinungen über dich. Wenn es öfters passiert, dann musst du dir halt überlegen, was der Grund sein kann: wenn es wegen deines Aussehens ist, dann kannst du dafür ja nichts und musst dir halt bewusst sein, dass sie dich nur deswegen beleidigen, weil sie über ihr eigenes Aussehen unsicher sind. Wenn es wegen deinen Aussagen ist, musst du diese halt verändern.

Das ist alles schon richtig, nur dürfen die negativen Erfahrungen die Positiven nicht zahlenmäßig übertreffen. Was genau hilft es mir zu wissen, dass sie wegen ihrer eigenen Unsicherheit beleidigen? Sofern ich den Grund nicht ändern kann bleiben die Kommentare. Die Kommentare sind wichtig, nicht die Personen hinter den Kommentaren.

Das sehe ich nicht so. Es gibt da die relativ bekannte 10,000 hour rule von Malcolm Gladwell. Seine Theorie ist, dass man, wenn man nur stets fleißig übt und etwas Glück mit den gesellschaftlichen Umständen hat, man Experte in allem werden kann, und dass der Unterschied zwischen Amateur und Meister nur darin besteht, wie viel Übung man bekommen hat.

Davon habe ich auch schon gehört, allerdings:

Natürlich gibt es Leute, die einfach von Natur aus besser sind als andere.

Wird dieser naturgegebene Vorteil glaube ich häufig unterschätzt. Der Körper schränkt manche Menschen ein. Sei es im Sport oder im Denken. Teilweise so massiv, dass reine Zeitinvestition nicht zum gewünschten Resultat führen wird.

Auf den durchschnittlichen, gesunden Menschen trifft die 10,000 hour rule zu. Aber nicht auf jedes Individuum.

Ich hoffe, ich konnte dich wenig motivieren. Ich glaube jeder junge Mensch hat mal so ne "katastrophenphase", in der man alles Hinterfragt, und diese Text ist (zusammengefasst) das Resultat von meiner.

Danke :)z

Man merkt womöglich, dass ich nicht leicht zu motivieren bin. Aber ich bin der Meinung, dass ich etwas finden muss für das ich geeignet bin. Es gibt soviele Möglichkeiten im Leben, da muss doch irgendwas zu finden sein.

Den Ansatz finde ich zum Beispiel schon ausgezeichnet :)^ :)=

Zur Therapie: Erwarte keine Wunderlösungen in wenigen Wochen. Sich selbst zu ändern ist verdammt harte Arbeit und manchmal ein Kampf um wenige winzige Aspekte der Selbstbestimmtheit. Dann wiederum hat man richtige Aha-Momente und geht große Schritte.

Ja, ich habe zwar nur eine grobe Vorstellung wie so eine Therapie aussehen kann, aber an "Ich lasse mich mal fix austherapieren" habe ich sowieso nicht gedacht.

Allgemein fällt mir eine sehr kompetitive Haltung bei dir auf. "Entweder ich bin im Spitzenfeld, oder ich mache gar nichts!". Ich frage dich: Tut dir diese Haltung denn gut? Ich glaube nicht, denn nach meinem Eindruck kannst du nichts genießen, was nicht mit äußerlich hoher Anerkennung verknüpft ist. Das sehe ich z.B. als wichtigen / zentralen Punkt für eine Therapie an.

Es tut mir nicht gut. Die Frage ist nur, ob die Alternative besser wäre?

Ich glaube kaum, dass ein Mensch komplett ohne Anerkennung von Außen zufrieden sein kann. Wenn man schon eine gewisse Basis an Selbstvertrauen durch besagte Anerkennung in der Vergangenheit aufgebaut hat vielleicht. Aber seit jeher und für immer ohne? Ich weiß ja nicht...

Beispiel Zeichnen: Ich hatte immer die fixe Idee, dass begabte Menschen einfach so ihre Bilder (in 1-2 Stunden) runterreißen. Deshalb habe ich auch gar nichts probiert, weil bei mir 1-2 Stunden vielleicht für die Grundidee reichen, aber insgesamt für ein DIN-A4 Bildchen (Bleistift) locker zehn Stunden drauf gehen (manchmal mehr, manchmal auch weniger). Mit Gouache (Wasserfarben) ist es noch mehr...

Ich will darauf hinaus, dass neben dem Problem des permanenten Wettstreits auch eine Problematik in Hinblick auf die Wahrnehmung der Realität / des Durchschnittsmenschen besteht. Man hat eine Vorstellung/Imagination davon, wie es den anderen wohl geht, aber diese Vorstellung entbehrt zum Teil jeglicher Realität. Wie solltest du auch eine realistische Sicht auf andere haben, wenn du in deinem Schneckenhäuschen lebst?

Auch da liegt ein logischer Widerspruch drin.

Auch wenn ich wüsste wie sie es schaffen heißt das nicht, dass ich es plötzlich auch selbst schaffen könnte.

Wenn wir beim Thema Zeichnen bleiben wollen: Was ich nie verstanden habe ist wie Menschen 'aus dem Kopf' heraus detaillierte Werke erschaffen können. Ich habe viele zeichnerische Talente genau darauf angesprochen und es kam immer wieder die Antwort:

"Ich weiß es nicht, ich kann das eben. Ich sehe das, was ich zeichnen will vor mir."

- "War das schon immer so?"

"Ja."

Da kann ich doch nur zu dem Schluss kommen, dass mir eine solche essentielle Fähigkeit fehlt. Und wenn niemand weiß wie man das antrainieren soll, wie soll ich das dann tun?

Ich habe z.B. mit zunehmendem Alter erkannt, dass 80% aller Menschen mit 20 komplett andere Lebenspläne hatten im Vergleich zu ihrer Lebensführung mit 40, 50, 60... usw.. Trotzdem lebt ein Großteil dieser Menschen mit verzwirbelter Biographie durchaus glücklich. Das liegt daran, weil sich Schwerpunkte, Meinungen, Werte eben immer und immer wieder ändern - gewollt oder ungewollt. Fakt ist: Du willst etwas kontrollieren (nämlich dich selber, dein Leben), worüber du im Grunde immer nur eingeschränkte Kontrolle haben kannst. Und an dieser Dichotomie zerbrichst du. Eine Therapie kann dir dabei helfen, dieses Gegensatzpaar händelbar zu machen.

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstehe. Man wird doch nicht zwangsläufig unglücklich nur weil sich die eigenen Vorstellungen ändern. Will jemand Astronaut werden und wird aber leider 'nur' Chirurg, dann ist das doch eine ganz andere Situation als die in der ich jetzt stecke.

Schafft jemand weniger im Leben als er eigentlich wollte und ist dennoch glücklich, weil sich der Wertefokus verschoben hat besteht kein Problem.

agufljauf;form


Es bringt aber auch nichts, wenn Du mental dauernd gegen Wände rennst. Jemand, der von seinem Körper bei irgendwas benachteiligt/eingeschränkt wird, und sein Lebensglück aber von dieser Fähigkeit abhänigg macht und arg frustriert deswegen ist, hat keine Chance, glücklich zu werden. Die Dinge, die man nicht ändern kann, kann man nunmal nicht ändern; da hilft es nur, die Einstellung dazu zu ändern.

BKorlxag


Ich denke, der Grund für die negativen Reaktionen in der Außenwelt ist nicht, dass Du seltsam aussiehst, Auffälligkeiten oder sowas an Deinem Körper hast, sondern dass Du seltsam aussiehst.

Lass es mich mal so probieren: wenn 20 Kinder über den Schulhof gehen, die keine Freunde bei sich haben und da gerade alleine sind und Opfer von Mobbing werden - da sucht man sich nicht den Hässlichen oder Dicksten oder Blödsten aus. Sondern man nimmt gezielt den, der schon mit eingezogenen Schultern geht und ängstlich blickt und am meisten Angst zeigen wird.

Als Erwachsener hast Du Dich weiter entwickelt und versuchst vielleicht bewusst, nicht zu zeigen, dass Du Doch unwohl fühlst - aber man merkt Dir das trotzdem an.

Und die ganzen Deppen, die durch die Straßen gehen und durch einen flotten Spruch Anerkennung von ihren Jungs kriegen oder vor Frauen rumprahlen wollen, dass sie alleine Kraft ihrer genial starken Ausstrahlung Leute verunsichern können - die nehmen dann direkt Dich aufs Korn von allen Leuten, die da rumstehen oder vorbei gehen.

Das Problem ist also nicht, dass Du irgendwie komisch aussiehst. Wenn es danach ginge, könntest ohne Probleme weiter rausgehen.

Der Knackpunkt ist, dass Du "Tritt ruhig auf mich, ich weiß, ich habe es verdient" auszustrahlen scheinst. Das kenne ich von anderen Leuten mit extrem geringen Selbstwertgefühl, die strahlen sowas aus, werden Mobbing-Opfer und fühlen sich darin bestärkt, dass mit ihnen was nicht stimmt und sie komisch und scheiße aussehen.

Und wenn sie sich noch mal unter Menschen wagen, weil sie jemand bestärkt hat oder weil sich dieser Gang aus dem Haus nicht vermeiden lässt, dann ernten sie wieder so eine Reaktion und fühlen sich darin bestätigt und die Tendenz verstärkt sich.

Ein Teufelskreis, aus dem man nur mit professioneller Hilfe wieder rauskommt.

Das kann schon sein. Wobei meiner Erfahrung nach tatsächlich immer diejenigen gemobbt wurden, die besonders schlecht in einem oder mehreren Bereichen waren. Die Opferhaltung kam dann später als Konsequenz.

Aber so eine Haltung wird ein Therapeut dann hoffentlich erkennen und behandeln können. Ich selbst bemerke sie ja nicht.

Aber bei einem Therapeuten aufkreuzen und von seinem Leben und seinen Erfahrungen erzählen, das ist beängstigend, also lieber direkt einreden, dass es nichts bringt. %-|

Das kenne ich auch von meinen Leuten mit wenig Selbstbewusstsein und Sozialphonie und Dysmorphophobie: die haben noch viel mehr Angst vor dem, was in ihrem Inneren ist, und deswegen reden sie sich mit Plattitüden oder aus dem Zusammenhang gerissenen Statistiken oder einseitigen misinterpretierten Zeitschriftenartikeln ein, dass es eh nichts bringt, verschanzen sich hinter ihrer (Pseudo-)Argumentation und verharren reglos in ihrem Elend.

So war das nicht gemeint! Der Therapeut ist derzeit meine einzige Hoffnung.

Es bringt aber auch nichts, wenn Du mental dauernd gegen Wände rennst. Jemand, der von seinem Körper bei irgendwas benachteiligt/eingeschränkt wird, und sein Lebensglück aber von dieser Fähigkeit abhänigg macht und arg frustriert deswegen ist, hat keine Chance, glücklich zu werden. Die Dinge, die man nicht ändern kann, kann man nunmal nicht ändern; da hilft es nur, die Einstellung dazu zu ändern.

Die meisten Menschen suchen sich dann aber eine andere Fähigkeit aus, deren Ausbau ihnen möglich ist und von der ihre Zufriedenheit dann abhängig ist. So eine Fähigkeit muss ich bei mir erst noch entdecken. Und bis dahin dominiert der Gedanke "Ich kann nichts."

avuflauuffxorm


Naja, aber der Gedanke ist ja nun blödsinnig. Alles relativ. Jeder Mensch hat Dinge die er kann und die er nicht kann. Jede Bewertung ist komplett subjektiv. Da machst Du Dir Dein eigenes Gefängnis.

MNarikusxam


Das kann schon sein. Wobei meiner Erfahrung nach tatsächlich immer diejenigen gemobbt wurden, die besonders schlecht in einem oder mehreren Bereichen waren. Die Opferhaltung kam dann später als Konsequenz.

Aber so eine Haltung wird ein Therapeut dann hoffentlich erkennen und behandeln können. Ich selbst bemerke sie ja nicht.

Mobbing ist meiner Meinung nach ein Problem, das in der Schule am schlimmsten war. In deinem Alter ist das doch in der Regel ein wesentlich kleineres Problem, hoffe ich.

Ein guter Therapeut wird dir dabei helfen, dass du dir selbst hilfst. Du wirst Dinge tun müssen, auf die du keine Lust hast. Die Schwierigkeit der Aufgaben an dich wird immer weiter ansteigen. Und nach einiger Zeit wirst du darüber lachen, welche Probleme du hattest - diese Erfahrung durfte ich selbst machen.

Zum Sport kann ich nur sagen: In viele Sportarten muss man sich einige Zeit reinkämpfen, bis sie wirklich Spaß machen. Mit der Zeit schließt man auch Bekanntschaften und eventuell sogar Freundschaften. Aber das funktioniert nur, wenn man eine Sportart regelmäßig ausübt. Die ersten Mal ist man für die meisten noch "Luft". Personen, die einen Sport anfangen und gleich wieder aufgeben, gibt es viele. Die Leute, die den Sport länger betreiben, sind genau darauf konditioniert. "Da kommt jemand, den ich eh nie wieder sehe. Dann kann ich mir auch die Luft sparen, mich überhaupt mit der Person zu unterhalten". Erst wenn man längerfristig irgendwo hingeht, lernt man wirklich Leute kennen.

Überleg dir, was du tun möchtest. Überleg dir, was du davon erwartest. Aber am wichtigsten: Denk darüber nach, ob deine Erwartung realistisch ist. Dann wirst du feststellen, dass du viele Dinge viel zu negativ siehst. Auf Dauer können dir solche Überlegungen aber helfen.

Y9tong@11


Und bis dahin dominiert der Gedanke "Ich kann nichts."

Naja, wenns nun mal so is, isses halt so :-)! Dann tu wenigstens das, was du nicht kannst, mit Freude ;-D Nichts können und nichts wissen mit griesgrämigen Gesicht ist ja och nich schön. Für die Umwelt ;-)!

KhittEyGone_Mxad


Borlag,

zu dem Thema Selbstbewußtsein und deine Beispiele aus dem Zug schreibe ich dir, was mir dazu eingefallen ist - ich nenne das 'man drückt sich an der Hauswand entlang'... man will unsichtbar sein, nicht auffallen, man macht ALLES um ja nicht aufzufallen, und genau dieses ALLES fällt jedem Stänkerer sofort ins Auge, die riechen das förmlich, daß du nur in Ruhe gelassen werden willst und genau das tun sie nicht (und ich will da die Polizei gar nicht ausnehmen, obwohl ich sie nicht Stänkerer nennen würde, aber ein Auge für so ein Verhalten haben sie) - keine Ahnung, ob das dann unter Murphys Gesetz fällt, aber ein Naturgesetz scheint es zu sein, daß die Lebewesen, die schwach wirken, bemerke Borlag, wirken, das hat mit körperlicher Schwäche wie du sie dein eigen nennst, nichts zu tun, von starken Lebewesen kritisch beäugt werden, na und dann kommst du daher mit deinem geringen Selbswertgefühl, kein Wunder, daß du zigfaches Opfer bist von Verbalattacken.

Also mach dich wirklich an dein SelbstWERTgefühl, du bist genauso viel wert wie alle deine ach so tollen Abiturkollegen, die jetzt 'Karriere' machen - in der Heimat meiner Mutter nannte man das was du kannst, ideal, alles ein wenig können im 'Westentaschenformat', bringt einen auch sicher und gut durchs Leben :)^

BXoLrla(g


Naja, aber der Gedanke ist ja nun blödsinnig. Alles relativ. Jeder Mensch hat Dinge die er kann und die er nicht kann. Jede Bewertung ist komplett subjektiv. Da machst Du Dir Dein eigenes Gefängnis.

Wie kommst du zu dieser Aussage? Ist das nicht eher Wunschdenken?

Warum sollte jeder Mensch etwas haben, das er (gut) kann?

Und was wenn diese Begabung verhältnismäßig nutzlos ist?

Mobbing ist meiner Meinung nach ein Problem, das in der Schule am schlimmsten war. In deinem Alter ist das doch in der Regel ein wesentlich kleineres Problem, hoffe ich.

Ja, ich habe mich da auch vorallem auf die Schulzeit, in der ich übrigens glücklicherweise nie gemobbt wurde, bezogen.

Ein guter Therapeut wird dir dabei helfen, dass du dir selbst hilfst. Du wirst Dinge tun müssen, auf die du keine Lust hast. Die Schwierigkeit der Aufgaben an dich wird immer weiter ansteigen. Und nach einiger Zeit wirst du darüber lachen, welche Probleme du hattest - diese Erfahrung durfte ich selbst machen.

Das klingt tatsächlich vielversprechend. Jetzt muss ich nur noch einen Geeigneten finden.

Zum Sport kann ich nur sagen: In viele Sportarten muss man sich einige Zeit reinkämpfen, bis sie wirklich Spaß machen. Mit der Zeit schließt man auch Bekanntschaften und eventuell sogar Freundschaften. Aber das funktioniert nur, wenn man eine Sportart regelmäßig ausübt. Die ersten Mal ist man für die meisten noch "Luft". Personen, die einen Sport anfangen und gleich wieder aufgeben, gibt es viele. Die Leute, die den Sport länger betreiben, sind genau darauf konditioniert. "Da kommt jemand, den ich eh nie wieder sehe. Dann kann ich mir auch die Luft sparen, mich überhaupt mit der Person zu unterhalten". Erst wenn man längerfristig irgendwo hingeht, lernt man wirklich Leute kennen.

Das Kennenlernen von Leuten wird wohl das geringste Problem sein. Ich komme eigentlich immer gut mit anderen zurecht. Eventuell ist das in einem Sportverein besonders schwierig, aber diesbezüglich mache ich mir eher weniger Sorgen.

Was mir wie gesagt Sorgen bereitet ist, ob ich eine Sportart finden kann, die mir Spaß macht und für die ich geeignet bin.

Naja, wenns nun mal so is, isses halt so :-)! Dann tu wenigstens das, was du nicht kannst, mit Freude ;-D Nichts können und nichts wissen mit griesgrämigen Gesicht ist ja och nich schön. Für die Umwelt ;-)!

Dinge, die man nicht kann bereiten langfristig keine Freude. Wenn es nur schön für die Umwelt sein soll, dann kann ich gleich zu Hause bleiben.

zu dem Thema Selbstbewußtsein und deine Beispiele aus dem Zug schreibe ich dir, was mir dazu eingefallen ist - ich nenne das 'man drückt sich an der Hauswand entlang'... man will unsichtbar sein, nicht auffallen, man macht ALLES um ja nicht aufzufallen, und genau dieses ALLES fällt jedem Stänkerer sofort ins Auge, die riechen das förmlich, daß du nur in Ruhe gelassen werden willst und genau das tun sie nicht (und ich will da die Polizei gar nicht ausnehmen, obwohl ich sie nicht Stänkerer nennen würde, aber ein Auge für so ein Verhalten haben sie) - keine Ahnung, ob das dann unter Murphys Gesetz fällt, aber ein Naturgesetz scheint es zu sein, daß die Lebewesen, die schwach wirken, bemerke Borlag, wirken, das hat mit körperlicher Schwäche wie du sie dein eigen nennst, nichts zu tun, von starken Lebewesen kritisch beäugt werden, na und dann kommst du daher mit deinem geringen Selbswertgefühl, kein Wunder, daß du zigfaches Opfer bist von Verbalattacken.

Das kann durchaus ein Faktor sein. Das will ich gar nicht leugnen. Man darf hingegen nicht unterschätzen wie wichtig der körperliche Aspekt, vorallem bei Männern, dabei ist. Man kann nicht nur wie ein Opfer wirken, sondern man kann auch

leicht als solches identifiziert werden.

170cm sind schon sehr klein und 75kg schon sehr leicht. Die meisten Männer könnten sich von mir einfach das nehmen, was sie denn wollen. Ganz egal wie Selbstbewusst ich versuche zu wirken. Männer wissen was sie sich wem gegenüber leisten können und suchen sich somit körperlich Unterlegene als Ziele aus.

Was hindert solche Leute also letztlich daran einen selbstbewussten Knaben zu drangsalieren?

n3utlli'&dpries.emujt


Wie kommst du zu dieser Aussage? Ist das nicht eher Wunschdenken?

Warum sollte jeder Mensch etwas haben, das er (gut) kann?

Und was wenn diese Begabung verhältnismäßig nutzlos ist?

Ich bin auch dieser Ansicht. Es bezieht sich meiner Meinung nach auch nicht grundsätzlich auf Fähigkeiten wie tanzen, zeichnen, schreinern, kochen können oder ein Händchen fürs Heimwerken, Kinderbetreuung oder Aktensortieren zu haben. Manche Menschen sind gut darin, zuzuhören, andere lernen schnell Neues, manche sind exzellente Beobachter und wieder andere überblicken das Chaos und schaffen darin Ordnung. Das sind nicht immer Fähigkeiten, die man konkret benennen könnte und oft Dinge, die man selbst als nicht so wichtig betrachtet - oder wie du, als nutzlos. Nehmen wir mal Trivialwissen. Gibt ja Leute, die können toll aus Star Trek zitieren oder kennen vielleicht die Bedeutung sämtlicher Zeichen auf Wäscheetiketten. Klar bringt einem solch ein Wissen objektiv betrachtet nicht viel, außer man tritt bei "Der große Preis" auf oder so (gibt's das noch?). Andererseits hat man damit auch ein Gesprächsthema und könnte ein interessanter Unterhalter sein.

Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man die scheinbar negativen Aspekte umdreht und zuerst die positiven betrachtet. Ich bin überzeugt, du kannst oder weißt etwas. Das muss nichts einzigartiges sein, bei 7 Milliarden Menschen auf der Welt wäre dieser Anspruch wohl ein wenig anstrengend. Es muss auch nichts "wichtiges" sein. Vielleicht hast du ein schönes Lächeln. Bringt dir nichts, meinst du? Schreib auf, warum es gut sein könnte, ein schönes Lächeln zu haben.

hZerzwens#gute69


Klar kannst Du was, man sieht es doch hier.... Du kannst gut schreiben über Dich u Deine Gedanken ... schreib doch einfach mal ein Buch über dich, über Deine Gefühle, was Du gern tun würdest u welche Gedanken Dich daran hindern und ... vieleicht kannst Du damit auch anderen Mut machen u gleichzeitig machst Du das, was Du kannst. Fang einfach erstmal an damit :)* :)*

hYer\zen sgutex69


Übrigens finde ich toll, wie Du Deinen Faden pflegst, Du antwortest den Leuten, die Dir schreiben ... in anderen Fäden schreiben manche ihr Thema u antworten ein zwei mal u melden sich nie wieder ... wieder etwas , was Du kannst u gut machst @:)

M@ar?iusxam


Ich muss mich zuerst selbst zitieren:

Überleg dir, was du tun möchtest. Überleg dir, was du davon erwartest. Aber am wichtigsten: Denk darüber nach, ob deine Erwartung realistisch ist. Dann wirst du feststellen, dass du viele Dinge viel zu negativ siehst. Auf Dauer können dir solche Überlegungen aber helfen.

Und dann kann ich auf deinen Beitrag eingehen. Deine Erwartung:

170cm sind schon sehr klein und 75kg schon sehr leicht. Die meisten Männer könnten sich von mir einfach das nehmen, was sie denn wollen. Ganz egal wie Selbstbewusst ich versuche zu wirken. Männer wissen was sie sich wem gegenüber leisten können und suchen sich somit körperlich Unterlegene als Ziele aus.

Was hindert solche Leute also letztlich daran einen selbstbewussten Knaben zu drangsalieren?

Ist deine Erwartung realistisch? Sind 170 cm Körpergröße sehr klein und 75 Kilogramm sehr wenig? Der deutsche Durchschnitt liegt bei 178 cm. Du bist also ein paar cm unter dem Durchschnitt. Das kannst du lange noch nicht als sehr klein bezeichnen. Ich kenne viele Männer, die sie groß sind wie du. Die haben kein Problem mit ihrer Körpergröße. Und mit den 75 kg kann ich dir einen BMI von 26 berechnen. In deinem Alter gilst du demnach als leicht übergewichtig. Also bist du weit von schmächtig entfernt. (Über die Aussagekraft des BMIs möchte ich an dieser Stelle keine Diskussion beginnen).

Und zum Rest deines Beitrags: Für wie realistisch schätzt du es ein, dass du einzig und alleine wegen deiner Körpergröße auf offener Straße angegriffen oder ausgeraubt wirst? Ich weiß ja nicht, wie es mit dir da steht. Aber ich schätze soetwas auf äußerst unrealistisch ein. Orte, an denen soetwas passieren kann, sollte jeder meiden. Egal ob er 170 cm, 180 cm oder 190 cm ist. Hast du dir mal überlegt, wie Frauen den Tag überstehen, ohne von stärkeren Männern oder Frauen drangsaliert zu werden?

Du musst solche negativen Gedanken immer auf ihren Realismus prüfen. Fast immer kommst du zu dem Ergebnis, dass du falsch an die Sache heran gehst.

Was mir wie gesagt Sorgen bereitet ist, ob ich eine Sportart finden kann, die mir Spaß macht und für die ich geeignet bin.

Nur weil du 170 cm groß bist, hast du keinen großen körperlichen Nachteil. Du kannst dir da wirklich frei aussuchen, welche Sportart du machen möchtest. Erst auf hohem Wettbewerbniveau wirst du bei manchen Sportarten Nachteile zu befürchten haben. Aber da kommst du nicht hin, wenn du Mitte 20 mit einer Sportart beginnst.

Also musst du eigentlich nur noch eine Sportart finden, die dir Spaß macht. Aber das ist nicht so einfach, da sich bei manchen Sportarten der Spaß erst etwas später einstellt, wenn man die Sportart besser beherrscht.

Ich habe einen Bekannten, der spielt seit 1-2 Jahren Ultimate Frisbee. Mittlerweile würde ich ihn nicht mehr als normal/unsportlich, sondern sportlich/durchtrainiert bezeichnen. Das ist eine Sportart, bei der du dich zu Tode läufst, aber dabei Spaß hast.

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