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Antriebslosigkeit von Klein auf, die nicht verschwindet

SGo8llFwert hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich war schon immer eher faul, gemütlich und antriebsarm. Mit 20 als ich anfing zu studieren merkte ich dann erst wie schlimm es wirklich ist, weil ich mich immer öfter nicht aufraffen konnte um zur Uni zu gehen oder um zu lernen.

Ich suchte mir dann Hilfe, die Diagnose lautete immer Depressionen. Es folgte dann eine gut 8 Jahre andauernde Behandlung mit 2 Psychotherapien von 1 und 3 Jahren, einem Klinikaufenthalt und unzähligen Psychopharmaka.

Gebracht hat das aber alles gar nichts. Im Gegenteil. Ich hatte oft das Gefühl, dass es mir durch die Medikamente deutlich schlechter geht.

Tja nach ewigen Bummelein und Schummeln habe ich dann auch mein Studium geschafft, aber danach war ich nie wirklich arbeiten, weil ich mich einfach nicht aufraffen kann und dadurch so unzuverlässig bin, dass ich nie lange einen Job behalten habe. Oder ich mache nur Dienst nach Vorschrift, aber keinen Schritt mehr als nötig.

Auch Dinge wie Sport, Freunde treffen, etc. würde ich gerne mehr tun, aber mir fehlt der Antrieb dazu.

Ich weiß nicht, kann man einfach genetisch bedingt total faul sein? Meine Eltern waren auch unglaublich faul. Man könnte sogar sagen, dass sie letzten Endes an ihrer Faulheit gestorben sind, da sie sich auch dann nicht zu Bewegung aufraffen konnten als die Ärzte dringend dazu geraten haben.

Ich wäre sehr gerne anders. Denn im Grunde machen mir total viele Dinge ja richtig Spaß, aber mir fehlt dann eben der Antrieb diesen Dingen auch nachzugehen. Ich wäre auch gerne lebhaft, sportlich, redselig, etc. vor allem auch emotional, denn ich empfinde nur ganz selten mal Emotionen und anderen Menschen gegenüber sowieso nie, aber leider bin ich das alles nicht und kann es auch irgendwie nicht ändern, so gern ich das täte.

Ich bin so ein richtiger Nichtsnutz, der unter normalen Umständen vermutlich schon längst von der Natur aussortiert wurden wäre, aber dank unserer modernen Gesellschaft noch irgendwie mitversorgt wird obwohl es gegen die Natur ist.

Geht es noch anderen so?

Kann man dagegen denn gar nichts tun?

LG

Antworten
TFhis T2wilighbt $Gardxen


Erstmal müsste man ja rausfinden, ob es eine psychische oder körperliche Ursache dafür gibt.

Bei 2terem kann es sein,

das eine Schilddrüsen Unterfunktion vorliegt,

ein Mangel an Vitamin D3/B12/ Ferritin da ist... das macht nämlich alles sehr müde.

Bist du denn Tagsüber sehr müde?

Wie ist deine Tagesstruktur (wann stehst du auf,wieviel Std schläfst du, wie ist dein Schlaf, was ißt du, bewegst du dich etc.)

S7chwaprJz66x6


ich war schon immer eher faul, gemütlich und antriebsarm.

Ah, das ist also die mysteriöse Krankheit aus

[[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/714770/ Unverständnis im Freundeskreis für lange Arbeitslosigkeit]]

S#ollowerxt


Tagsüber müde bin ich überhaupt nicht. Ich wache zwischen 8 und 11 Uhr auf, gehe zwischen 22 und 1 Uhr ins Bett, schlafe aus meiner Sicht wunderbar, aus der Sicht mancher Ärzte aber überhaupt gar nicht, ich ernähre mich weitestgehend gut, auch wenn mir natürlich der Antrieb zum Kochen fehlt, aber um eine Tüte Tiefkühlgemüse in die Pfanne zu tun reicht es dann doch, für Sport fehlt mir wie gesagt der Antrieb, bestenfalls schaffe ich es 2-3x die Woche ins Fitnessstudio oder zum Schwimmen und von Klein auf gehe ich ca. 3 Stunden am Tag spazieren. Außerdem mache ich notgedrungen jeden Abend meine Übungen gegen meine Rückenprobleme.

Tbhis TwiMlightJ Gardexn


[...]

Tagsüber müde bin ich überhaupt nicht. Ich wache zwischen 8 und 11 Uhr auf, gehe zwischen 22 und 1 Uhr ins Bett, schlafe aus meiner Sicht wunderbar, aus der Sicht mancher Ärzte aber überhaupt gar nicht,

Erstmal toll, dass du ausreichend schläfst und fit bist. Warum meinen die Ärzte, dass du nicht gut schläfst? Und wer sind die alle?

Wenn du den ganzen Tag also fit bist, was machst du dann?

Ich frage, weil ich z.B. unter starker Tagesmüdigkeit leide und wenig Energie habe und mich deswegen zu allem möglichen aufraffen muss. Also keine Faulheit sondern ein Energiemangel der noch nicht erklärbar ist. Denn wenn man fit und gesund ist, kribbelt es einem meistens in den Findern was zu machen, produktiv zu sein...

für Sport fehlt mir wie gesagt der Antrieb, bestenfalls schaffe ich es 2-3x die Woche ins Fitnessstudio oder zum Schwimmen und von Klein auf gehe ich ca. 3 Stunden am Tag spazieren. Außerdem mache ich notgedrungen jeden Abend meine Übungen gegen meine Rückenprobleme.

du gehst mehrmals die Woche ins Fitnesstudio und 3 std. am Tag raus... das IST Sport!

Darf ich fragen, welche Krankheit du hast?

E8hemalige]r Nutzper 5(#57S8042)


An " Antriebslosigkeit " scheint es Dir offensichtlich doch wohl nicht zu mangeln, denn wenn du antriebslos wärst könntest Du Dich vermutlich nicht dazu aufraffen und hier fast nahezu zeitgleich - wie auch schon richtigerweise von einem anderem Teilnehmer bemerkt ! -zwei Thread's posten, die eigentlich mehr auf Deine Faulheit als auf Deine angebliche Antriebslosigkeit hindeuten.

Und ich bin mir fast sicher, dass bei Streichung Deiner H4-Bezüge seitens der Behörde Deine angebliche Antriebslosigkeit ganz schnell beendet wäre.

SEnowWhDite1x982


Du bist nicht Antriebslos sondern einfach nur faul. Darf ich fragen von was du lebst ?

EEhedmaligeTr Nutvzer% (#B578042x)


Sollwert lebt von H4-Bezügen.

Das hat Sollwert in seinem Parallelthread " Unverständnis im Freundeskreis für lange Arbeitlosigkeit " entgegen seiner enorm grossen Antriebslosigkeit genauestens erläutert.

SfnowWh~ite1x982


naja unter dem Deckmantel Antrieblosigkeit lässt es sich doch schön leben.

Findest du dieses "vor sich hinvegetieren" dermaßen lebenswert dass dich wirklich nichts dazu antreibt diese Situation zu ändern? Willst du nicht mal die Welt sehen ? Wundervolle Länder bereisen, Familie gründen? Ich lebe auch nicht für die Arbeit und es gibt genug Tage wo ich lieber im Bett bleiben würde als im Dunkeln zur Arbeit zu fahren...aber ich weiß wofür ich es tue um mir meine Lebensträume verwirklichen zu können.

S]oCllwxert


Die Ärzte meinen, dass ich nachts zu oft wach werde. Aber ich merke davon absolut nichts, sodass ich denke, dass es nur an der Situation im Krankenhaus lag, wo eben zu viel Lärm war oder das Bett unbequem. Mit die alle meine ich halt ein paar Ärzte bei denen ich war.

Wenn du den ganzen Tag also fit bist, was machst du dann?

Nicht viel das ist es ja. Ich gehe viel spazieren, schreibe an einem Buch, kucke TV, lese, spiele PC-Spiele, etc. Aber insgesamt kommt am Ende des Tages eben wenig bei raus.

Darf ich fragen, welche Krankheit du hast?

Depressionen, steht doch im Eingangspost.

TShis Tw"iligh)t Gardexn


Aber "nur" wegen der Depression bist du Arbeitslos geworden? Warst du stationär in Therapie oder nur ambulant?

Naja, nichts machen stimmt ja nicht: du gehst jeden Tag 3 std. an die frische Luft. Das ist doch schon mal gut. Das heisst du bist körperlich also fit. Freut dich das nicht? Und statt daddeln und abhängen könntest du mal überlegen, was du in deinem Leben noch machen möchtest?

Du schreibst an deinem Buch? Welches Thema? Sachbuch oder Roman?

Du scheinst ja so gesehen auch Glück zu haben, dass du nicht zwingend arbeiten musst. Das Amt lässt dich in Ruhe? Dann freu dich und mach was draus :)z

Tdhis] TwiligDht HGardxen


Sorry, bin schon müde, habe das hier überlesen

Ich suchte mir dann Hilfe, die Diagnose lautete immer Depressionen. Es folgte dann eine gut 8 Jahre andauernde Behandlung mit 2 Psychotherapien von 1 und 3 Jahren, einem Klinikaufenthalt und unzähligen Psychopharmaka.

Wie stellen sich denn die 8 Jahre zusammen? Insgesamt 4 Jahre Gesprächstherapie und vlt 3 Wochen Klinik? Und der Rest?

Nur weil jemand Antriebslos ist,heisst das noch lange nicht, dass er depressionen haben muss. Ist manchaml nur bequemer für die Ärzte...

Was sagst du denn zu meinen Fragen[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/714813/#p22003230]]

LiichtA#mHorilzoxnt


Wärest Du wirklich faul und gemütlich, würdest Du darunter nicht leiden, sondern es genießen, faul sein zu können.

bestenfalls schaffe ich es 2-3x die Woche ins Fitnessstudio oder zum Schwimmen und von Klein auf gehe ich ca. 3 Stunden am Tag spazieren.

Das ist weit mehr als die meisten anderen an Sport/Bewegung machen...

Smoll-werxt


@ This Twiligt Garden:

Naja was heißt "nur wegen Depressionen"? Wenn ich mich nicht aufraffen kann zur Arbeit zu gehen, dann ist das ein Grund für eine Kündigung. Ich habe bislang keine einzige Woche in meinem Leben gearbeitet wo ich es wirklich geschafft habe 5x die Woche zur Arbeit zu erscheinen. (Außer mal bei einer Teilzeitstelle).

Ich war ambulant in Therapie.

Ich bin körperlich absolut nicht fit. Ich habe Übergewicht und beim Joggen breche ich nach 200m zusammen. Selbst Fahrradfahren schaffe ich maximal 15 Minuten.

Und statt daddeln und abhängen könntest du mal überlegen, was du in deinem Leben noch machen möchtest?

Die Wünsche die ich habe lassen sich aber nur mit Geld realisieren. Dazu müsste ich mich erstmal zum Arbeiten aufraffen können.

Aber ja ich schreibe Bücher, sowohl Ratgeber als auch Romane. Das Jobcenter schickt mir nur gelegentlich mal zu einem Arzt, der mir bescheinigt, dass ich immer noch Depressionen habe und nicht arbeiten kann.

Die 8 Jahren sahen so aus:

2 Jahre Rennerei von einem Arzt zum Anderen.

Dann 1 Jahr Tiefenpsychologische Therapie

Dann 3 Jahre Gesprächstherapie

Dann 4 Wochen stationär in einer Psychoklinik

Zwischendurch Pausen

sNchXnec:keX1985


Wer so antriebslos ist, hätte nicht den Antrieb, sich hier siebzehnmal unter verschiedenen Namen zu registrieren und stundenlang rumzudiskutieren.

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