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Menschen Vertrauen - nein danke!

R%atlLos23


Von daher vertraut man lieber nicht und schützt sich damit und kann so auch ganz gut leben.

Ich könnte ohne Vertrauen bspw. keine Beziehung führen da das für mich einer der Grundpfeiler ist... in sofern wäre dann die einzige Möglichkeit immer Single zu bleiben. Und das fände ich schon traurig, denn eine feste, schöne Beziehung zu haben bedeutet für mich echtes Glück.

ich würde immer zwischen gewachsenem Vertrauen und vorschnellem, blinden Vertrauen unterscheiden... die meisten fallen doch dann auf die Nase wenn sie jemandem wahllos oder total schnell vertrauen (klar gibt es auch anders).

pXaint-eit-Scolou)rfuxl


Juli-Sonne,

Ich hasse die Menschen, ihre Verlogenheit, die Scheinheiligkeit, das "ach ich bin so lieb und nett" Getue vor Anderen.

Wenn es nicht einen einzigen Menschen in deinem Umfeld gibt, dem du vertrauen kannst oder der nicht verlogen oder scheinheilig ist, solltest du dir mal überlegen, woran oder an wem es liegt. Dein Pauschalurteil bringt dich auf jeden Fall nicht weiter.

Du kennst doch deine Mutter und da wunderst du dich, dass du ihr nicht vertrauen kannst? Das Verhältnis zwischen euch ist - jedenfalls deinen eröffneten Fäden nach - kaputt und da ist es doch logisch, dass kein Vertrauen herrschen kann. Das solltest du doch eigentlich aus deiner Erfahrung mit deiner Mutter auch wissen.

Auf mich wirkst du wie ein Mensch, der nur das Schlechte in allem sieht, dem allein nur alles Schlechte passiert und von dem kein einziger positiver Gedanke ausgeht. Das ist auf Dauer auch für dein Umfeld anstrengend zu ertragen.

Wie geht es euch? Habt ihr mehr Glück?

Ja, und dafür bin ich sehr dankbar. Aber das beruht auch auf Gegenseitigkeit und ich bin froh, dass ich Familie und Freunde habe, denen ich vertrauen kann und sie mir.

mrnef


Arthanis, doch, ich mache es wohl wie du. Wenn man sogar von den nächsten Verwandten, Bekannten, "Freunden" nur belogen und ausgenutzt wirst, dann ist es für mich die logische Konsequenz, mich von den Menschen fern zu halten, um nicht wieder enttäuscht zu werden.

Nein, der Weg ist einfach genauer hinzuschauen. Nicht jeder Freundin, mit der man seit n paar Wochen gerne Kaffee trinkt, gleich das halbe Leben erzählen zum Beispiel. Nicht von jedem Freund auch erwarten, dass man ihm auch sein Leben in die Hände legen könnte.

"Vertrauen" ist so gesehen erstmal Definitionssache. Zu 100% vertrauen würde ich auch nur wenigen Personen; liegt in der Natur der Sache, dass einem nicht massig Menschen sehr nahe stehen können. Und dann kommt es eben auch drauf an, in was man vertraut - wenn man da schon bei Pillemalle in jedem das Böse vermutet und von Menschenhass spricht, ist es überzogen,

o$l)die4x8


Ich war so naiv und habe meiner eigenen Mutter vertraut und wurde wieder enttäuscht.

Juli_Sonne

Also, eine Ent-Täuschung sehe ich zunächst als Lernschritt. Ich habe mich ge-täuscht und werde nun mit der Realität bekannt gemacht. Der Lernschritt ist, die eigene Erwartungshaltung anzupassen.

Ich hasse die Menschen, ihre Verlogenheit, die Scheinheiligkeit, das "ach ich bin so lieb und nett" Getue vor Anderen.

Schlecht für dich, denn wir haben nur "diese" Menschen. Wenn du zulässt, dass Menschen eine gewisse Bandbreite haben an Güte und Boshaftigkeit, kommst du viel entspannter durchs Leben.

Wie geht es euch? Habt ihr mehr Glück?

Ich habe oft kleine Betrügereien, aber mindestens ebensooft kleine, unerwartete Hilfeleistungen erlebt, mein Menschheitsbild ist ausgeglichen.

So ist zum Beispiel ein neuer Hund mehrmals ausgebüxt. Wenn man Tasso liest (Organisation zum Wiederfinden von Haustieren), darf man auf keinen Fall eine Adresse oder Telefonnummer am Halsband anbringen, da wäre man ja erpressbar. Eine anonyme Tasso-Nummer ist das einzig Wahre. Die setzten dann Hebel in Bewegung und manchmal ist das Tier nach einigen Wochen wieder da.

Ich habe trotzdem die Handynummer am Halsband und konnte das Tier mehrmals nach einer halben Stunde in der Nähe abholen.

Ndord1i8x4


Eine anonyme Tasso-Nummer ist das einzig Wahre. Die setzten dann Hebel in Bewegung und manchmal ist das Tier nach einigen Wochen wieder da.

Lass mich raten: Und das gegen eine unfassbar geringe Aufwandsentschädigung, was ? ;-D

Ich stelle mir hier aber immer noch die Frage um welche Art Vertrauen es geht. Das Urvertrauen zu den Eltern ? Das Vertrauen zum (vermeintlich) besten Freund / besten Freundin ? Das Vertrauen zu Bekannten ? Das Vertrauen zu Arbeitskollegen ? Das Vertrauen zu fremden Menschen auf der Straße ?

M^onikax65


Ich stelle mir hier aber immer noch die Frage um welche Art Vertrauen es geht.

Die Frage habe ich mir auch gestellt, das war so ein Rundumschlag.

N:urMarihhyxon


@ Juli

Wenn du Menschen so scheiße findest, dann stell dich schonmal langsam aber sicher darauf ein, dass du alleine sein wirst, wenn sich der Deckel über dir schließt.

Doch, ich verstehe dich. Ich finde Menschen auch allgemein scheiße. Ich vertraue auch keinem, der mir nicht vorher beweist, dass ich ihm/ihr vertrauen kann. Ich bin mir aber auch bewusst, dass sich sowas kein normal tickender, gesunder Mensch antun wird. Warum auch? Von einer neuen Bekanntschaft für scheiße befunden zu werden, bis man das Gegenteil beweist? Wer sich das antut, der hat noch einen größeren Schaden als ich.

Welche Option bleibt uns beiden also? Entweder alleine bleiben und das akzeptieren, sich dann aber bitte nicht permanent beschweren, denn immerhin hat man es sich selbst so ausgesucht. Oder eben das Risiko eingehen, jemandem einen Vertrauensvorschuss zu geben und offen an eine neue Bekanntschaft zu gehen. Klar kann man dabei auf die Schnauz fallen, aber was ist die Alternative? Genau, alleine bleiben.

Ich für meinen Teil habe ich dazu entschieden, lieber an mir zu arbeiten und nicht mehr darauf zu warten, dass alle anderen an sich arbeiten. Vor allem bringen diese ganzen selbsterfüllenden Prophezeiungen doch nichts. Klar sind dir Leute feindlich gesinnt, wenn du es ihnen bist. Daran bist dann aber "auch" du selber schuld.

Mein Tipp: Arbeite an dir.

MSon[ika6x5


Ich vertraue auch keinem, der mir nicht vorher beweist, dass ich ihm/ihr vertrauen kann.

Wie könnte denn so ein Beweis aussehen??

Nlur_a1rihxyon


Wie könnte denn so ein Beweis aussehen??

Genau. Das ist die Frage, richtig? Es gibt, wenn ich ehrlich bin, keinen sinnvollen Vertrauensbeweis, den eine neue Bekanntschaft im voraus leisten könnte. Das ist einfacher, als sich selber einzugestehen, dass man einfach Angst hat und nicht mit seiner Umwelt klar kommt. Außerdem kann man dann immer schön sagen: "Ha, siehst du? Ich wusste doch, das er/sie/es doof ist." Damit wäre man wieder bei der selbsterfülleden Prophezeiung. Es ist letztendlich einfach nur eine Mauer, auch wenn sie nicht sehr stabil ist.

N,or4di84


Das ist einfacher, als sich selber einzugestehen, dass man einfach Angst hat und nicht mit seiner Umwelt klar kommt.

Ooooh ich wollt's ja nicht sagen aber am Ende läuft es darauf hinaus. ]:D Natürlich gibt es Menschen die Aufgrund massiver Vertrauensbrüche und einem kaputten Urvertrauen Probleme im Kontakt mit anderen Menschen haben, oft ist es aber auch einfach ne "Mauer" die vor Verletzungen und Enttäuschungen schützen soll.

N0urarixhyon


Natürlich gibt es Menschen die Aufgrund massiver Vertrauensbrüche und einem kaputten Urvertrauen Probleme im Kontakt mit anderen Menschen haben, oft ist es aber auch einfach ne "Mauer" die vor Verletzungen und Enttäuschungen schützen soll.

:)z Das ganze ist ziemlich kompliziert, nehme ich an. Und es macht auch keinen Spaß, sich selbst so zu hinterfragen. Und daran zu arbeiten ist gleich dreimal nicht spaßig. Ich denke aber, dass der Schutzeffekt langfristig besser ist, wenn man an sich selbst arbeitet und der Art, wie man mit seiner Umwelt interagiert. Um bei der Mauer-Metapher zu bleiben: Lieber eine dünne Mauer mit stabilem Fundament, als eine dicke, die beim nächsten Beben in sich zusammenstürzt.

pvaintx-itY-col&ourfuxl


Vertrauen entwickelt sich doch erst im Laufe einer Beziehung bzw. Freundschaft. Und wie hier schon gesagt wurde, man erzählt doch nicht gleich Leuten, die man neu kennenlernt, seine Geheimnisse oder gibt Dinge, die persönlich sind, preis. Ich glaube, dass vielleicht jeder hier schon mal das Pech hatte, das sein Vertrauen missbraucht wurde, aber daraus zu schließen, dass alle Menschen verlogen und scheinheilig sind, halte ich dann doch für etwas weit hergeholt.

Ich habe ja kein Schild vor dem Kopf auf dem steht: man kann mir vertrauen ;-) . Das werden die Leute im Laufe der Zeit herausfinden und dann wissen, dass das, was sie mir erzählen, bei mir gut aufgehoben ist.

N8ur|ariDhyon


Ooooh ich wollt's ja nicht sagen aber am Ende läuft es darauf hinaus.

Übrigens finde ich das als kurzfristigen Schutz gar nicht mal schlecht. Und verwerflich ist es auch nicht. Aber auf Dauer schadet man sich mehr, als das man sich schützt.

Nsordix84


Naja, das mit der "Mauer" ist ja nicht neu, "The Wall" (Pink Floyd) handelt genau davon, daher auch diese Metapher. ;-D

Und ja, ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ich war auch mal der Meinung nach einem für mich heftigen vertrauensbruch und einer emotionalen Enttäuschung es wäre besser sich von anderen Menschen abzuschotten und niemanden ernsthaft an sich ran zu lassen um nicht wieder verletzt oder enttäuscht zu werden. Sicher kann sowas über ne Zeit funktionieren, auf Dauer allerdings nicht. Mal ganz abgesehen davon das man viel zuviel verpasst im Leben.

Mionika}65


Das ist die Frage, richtig? Es gibt, wenn ich ehrlich bin, keinen sinnvollen Vertrauensbeweis, den eine neue Bekanntschaft im voraus leisten könnte.

Irgendwie nicht, nein. Es sei denn, der Vertrauensbruch ist klar definiert. Also was erschüttert denn Vertrauen? Was darf sich ein Mensch denn nicht leisten? Ab wann ist der Ofen aus?

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