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Angst vor Psychischer Krankheit

N)e$ydro hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community ich hoffe das ihr vielleicht weiter helfen könnt. Eine Diagnose vom Arzt ersetzt es nicht. Aber mich würde mal interessieren was ihr darüber denkt.

Erstmal zu meiner Person:

18 Jahre

Männlich

1.82m

60kg

Nun zu meiner Geschichte es fang alles vor etwa einem Jahr an. Ich hatte damals sehr oft Cannabis konsumiert, 5 mal in der Woche so 5-8 gramm.

Aber seit dem letzten mal hatte sich allea verändert, ich hatte einen richtigen horrortrip alles bewegte sich, ich sah farben, alles kam mir fremd vor, und iich dachte echt jetzt sterb ich.

Ich hörte sofort auf mit dem Kiffen, danach blieb es auch ruhig. 2 Wochen später fing alles richtig an. Ich war mit freunden unterwegs und plötzlich kam mir alles so unecht vor, als träume ich. Kurz darauf bekam ich meine erste Panikattacke. Der größte fehler war danach zu Googeln und ich den Zusammenhang zwischen Kiffen und Schizophrenie laß. Danach ging alles bergab ich war 3 Monate nur zuhause Googelte jeden Tag. Und ritt mich immer weiter in die Angst, sozialer Rückzug war vorprogrammiert. Jeden tag achtete ich auf meine gedanken mein handeln um sicher zugehen das nix schizophrenes an mir sei. Dieses Jahr im Frühjahr kam ich dann in die Tagesklinik. Dazu muss ich noch sagen ich hab weder das Gefühl das mir irgendwer etwas böses möchte oder mich irgendjemand Ausspioniert, ich weis ja auch selbst das etwas nicht mit mir stimmt. Jedenfalls kam in der Tagesklinik wieder Ordnung rein. Diagnose konnte nie richtig gestellt werden zumindist wurde mir nichts konkretes genannt. Ich bekam antidepressiva SSRI. Die helfen gegen die panikattacken, aber die angst besteht immernoch. Mein Therapeut meint nur wenn Gott möchte das ich schizophren sei ist es so, nicht grad eine Erleichterung.

Ich unternehme auch relativ viel mit meiner besten Freundin. Hab auch immer die nähe zu menschen gesucht.

Dazu kommt ich hab seit demher 10 kilo abgenommen.

Weiter symptome sind:

Sehstörung.

Kopfschmerz.

Schwindel.

Nackenschmerzen.

Angstgefühle.

Tägliches grübeln was mit mir sein könnte.

Kribbeln in den armen und beinen.

Ich weis nicht ob ich es als derealisation oder gefühlslosigkeit einordnen soll.

Antriebslosigkeit.

Lustlosigkeit.

Ich Rauch seit dem her mehr.

Ganz ganz häufig Ohrwürmer.

Das schlimmste an der ganzen sache ist die tatsache das, dass Leben kein Spaß mehr macht und mir häufig unreal vorkommt.

Erwähnen muss ich auch noch das ich schon immer ein ziemlicher Schisser war.

Nachts draußen andauernd umgedreht.

Angst gehabt alleine nach Hause gehen zu müssen.

Sobald ein Auto langsam an mir vorbei fuhr leichte Panik bekommen

Meine größte angst ist die vor dem Tod wenn ich daran denke Krampf ich zusammen und bekomm heftige Angst.

In meiner Familie hatte niemand zuvor irgendwelche Psychische Störungen.

Mein Lieblings Satz ist mitnerweile; Ich möchte mein Leben zurück.

Ich denk an alte Zeiten und könnte heulen.

Man versucht alles um sich abzulenken, klappen tut es aber nicht. Meine gedanken kreisen nurnoch darum was mit mir sein könnte. Hatte kurz bevor das auch anfing einen schweren Unfall. Meine Freundin hatte mich verlassen und meine Lehrstelle verlor ich auch.

Ich hoffe ihr könnt mir sagen was ihr darüber denkt. Bin auch bereit weiter fragen zu beantworten.

Antworten
E=hema/liger NuTtzepr (#57441x3)


Hi Neyro,

ohne Arzt zu sein und nur übers Internet kann ich dir trotzdem ziemlich sicher sagen, dass du nicht schizophren bist. Wer glaubt schizophren zu sein ist das in der Regel nicht. Wahn sieht anders aus sei froh drum ;-)

Cannabis hat eine nicht zu unterschätzende halluzinogene Wirkung irgendwo zwischen psychedelisch und dissoziativ.

Psychedelische Trips (etwa LSD oder Zauberpilze) gehen neben ihrer optischen Komponente auch sehr stark in den Kopf. Es kommt zu Wahrnehmungsintensivierung, neuen Gedankenassoziationen und regelrechten Gedankenfluten (die gibts beim Kiffen auch ordentlich) und teilweise kann einen das erlebte ziemlich über den Haufen werfen.

Dissoziative Trips (wie Ketamin oder Salvia) können auch optisch wirken, dazu trennen sie das Bewusstsein vom Körper, teilweise sogar vom Ego. Das kann sehr verwirrend sein in der Regel verhindert die Wirkung der Droge aber selbst dass dem Trip mit Panik entgegenwirkt.

Nun kannst du davon eine Depersonalisierung oder Derealisierung bekommen. Du weißt nicht mehr wo oder wer du bist, irgendwie ist deine Optik verzerrt, bekommst Angst. Sowas passiert, leider können diese Erscheinungen auch noch lange nach dem eigentlichen Trip nachklingen.

Dir gehts gerade nicht gut und suchst dafür eine Erklärung. Das wirkt sich anscheinend auch psychosomatisch auf deinen Körper aus (Gewichtsverlust und Schmerzen) und kann eventuell auch hypochondrischer Natur sein. Wer psychisch angeschlagen ist bildet sich gerne noch mehr Probleme ein, das kann soweit gehen dass diese Einbildungen gesundheitlich zum Problem werden.

Ein Angsthase wird man auch eher selten durch psychische Störungen, das ist eher im Selbstbewusstsein verankert. Wer seinen eigenen Fähigkeiten nicht vertraut ist nun mal ängstlich. Wie stehst du da zu dir selbst? Ein niedriges Selbstwertgefühl macht depressiv und krank.

Wichtig ist, dass du aufhörst dich abzulenken. Du hast etwas Fürchterliches erlebt und musst nun leider damit klarkommen. Geh offen auf dieses Problem zu und stelle dich ihm. Freunde und Familie können dir bei sowas helfen und beschleunigen, deine beste Freundin wird da bestimmt viel wert sein :)

Du bist 18, klar ist die Sache mit der Lehrstelle unschön und gerade in deinem Alter begleitet einen ja immer etwas Zukunftsangst. Aber gerade weil du erst 18 bist hast du noch massig Zeit dich selbst auszubauen, mach dich da selber nicht fertig.

Sag dir nicht du willst dein Leben zurück, immerhin bist du ja noch da und irgendwas hat sich verändert. Da musst du dich jetzt drauf aufbauen, was aus dir machen und lernen. Eine Zeitmaschine gibt es leider nicht. Auch dabei sind Rückhalt durch Freunde und Familie goldwert. Natürlich solltest du ab und an auch noch Absprachen mit einem Therapeuten oder Arzt halten.

Wünsche dir viel Glück dabei, es kann nur besser werden und das wird es auch! :)_

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