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"Posttraumatische Belastungsstörung"

HRonneyp91_mkit_cMinni13 hat die Diskussion gestartet


Seufz ich weiß gar nicht recht wo ich anfangen soll... Vielleicht am besten so:

Einige von euch kennen mich sicher, wer nicht, mal ein kurzer Überblick über die psychische Krankengeschichte:

- ich hatte eine agoraphobie seit ich 10 war, mittlerweile kann ich damit aber umgehen

- SVV ab 12, aufgehört mit 16, wenige Rückfälle, ab 20 komplett "clean"

- bulemie zwischen 12 & 14, kleinere Rückfälle bis heute.

Und jetzt zu der "Geschichte" um die es eigentlich geht:

Wie einige sicher wissen habe ich im Juli diesen Jahres ein sternenkind in der 20. ssw geboren - das Kind war krank, für ihn war es besser, darum soll es jetzt nicht gehen - seitdem kann ich kaum noch schlafen, schlecht essen (hab immer Magenschmerzen), verkrieche mich.

Eine Woche später folgte auf die Geburt eine Ausschabung, weil noch plazentareste in der Gebärmutter waren, bei der ich aufgrund des enormen blutverlustes 3 Tage auf die Intensivstation musste.

Ich hab Anfang Oktober wieder angefangen zu arbeiten (halbtags eigentlich, aber so viele Überstunden dass ich auf 30-40h/ Woche kam statt wie im Vertrag auf 15) weil ich dachte dass es mir gut tut, wieder raus zu kommen... Naja pustekuchen. Denn zu dem psychischen Stress, den ich noch nicht verarbeitet habe, kam jetzt noch der körperliche dazu und ich bin nach knapp 2 Monaten zusammen gebrochen...

Ich weiß momentan einfach nicht mehr weiter!

Meine Ärztin hat mich wegen einer PTBS krank geschrieben, zusätzlich meint sie ich hab eine depressive Phase und soll mich an einen Psychologen wenden - seit 3 Wochen versuche ich auch einen Termin zu bekommen, hab mittlerweile 13 Psychologen in der Umgebung abtelefoniert, mehrfach auf den AB gesprochen, 2 haben sich gemeldet dass ich ab nächstes Jahr August bzw bei dem anderen ab Oktober einen Termin haben kann %:|

Da brauch ich ihn dann auch nicht mehr...

Jetzt zu meinen Problemen:

- ich schlafe sehr schlecht (Albträume bzw "gedankenkarusell" wenns ans einschlafen geht), meistens so 2-3 Stunden nachts, versuche daher tagsüber mich nochmal hinzulegen wenn mein Kind (2) in der Kita ist

- essen ist wie gesagt ein Thema, mir macht alles Bauchweh, ich hab allgemein keinen Appetit ... Ich zwinge mich aber zu essen weil ich weiß dass man essen muss... Leider erbreche ich aufgrund der Bauchschmerzen auch gelegentlich. Organisch ist alles okay, ultaschall und Blutbild wurden gemacht, Diagnose: psychosomatisch

- gelegentliche panikattacken, die ich aber gut im Griff habe

- Selbstvorwürfe und allgemein depressive Verstimmung

- ich möchte gerne nächstes Jahr ab August eine Umschulung anfangen, leider befürchte ich bis dahin keinen psychologentermine zu bekommen bzw ich weiß nicht wie ich es schaffen soll bis dahin wieder "fit" zu sein und das macht mich echt wahnsinnig!

Was zum teufel kann ich tun / machen um da wieder raus zu kommen ???

Ich möchte mich nicht gehen lassen, aber mir fällt momentan jeder verdammte Handschlag den ich mache schwer.

Bitte versteht mich nicht falsch, äußerlich versuche ich mich gegenüber meinem Kind zusammen zu reißen, für ihn läuft alles wie immer, er wird in keiner Weise vernachlässigt oder so... Ich weine nicht vor ihm, lache mit ihm - und komischer weise fällt mir das gar nicht schwer! Zum Lachen bringt er mich täglich mehrfach! - alles eben ganz normal.

Nur sobald er im Bett ist und ich wieder Zeit habe zu "grübeln" geht alles wieder von vorne los.

Fakt ist: ich brauche Hilfe!

Aber wen? Wie? Was kann ich verdammt nochmal tun?

Danke an alle, die sich bis hier her durchgekämpft haben, ich weiß dass der Text ziemlich "durcheinander" und zusammengewürfelt ist, leider weiß ich nicht wie ich es besser hätte zusammen schreiben können, ohne etwas zu vergessen.

Wenn Fragen bestehen, dann bitte stellen @:)

Danke fürs zu"hören" @:)

Antworten
EKhemakligerd Nut(zer P(#469x485)


Oh je Mini,

das hört sich nicht gut an. Tut mir wirklich leid für Dich. Hättest Du denn jemand für Deinen Sohn, so dass Du eventuell in einer Tagesklinik einen Platz bekommen könntest?

Hier bei uns auf dem Land gibt es von der Caritas einen Sozialpsychologischen Dienst. Der nimmt sich gerade für so akute Fälle immer Zeit.

Vielleicht gibt es sowas bei Euch ja auch? Ansonsten würde mir nur der Psychologische Notdienst oder wie das heißt einfallen. Ich glaube in irgendeinem Psychologiefaden mal gelesen zu haben, dass manche Psychologen für Notfälle ein paar Nottermine freihalten müssen.

Kanns Dir aber jetzt wirklich nicht sicher sagen. Meine, halt, dass ich das irgendwo in einem Faden gelesen hatte.

Ich glaube das erfährst Du am ehesten über die KK.

äHpfeRlchen


Hast du mal geschaut, ob es bei Dir in der Nähe Beratungsstellen gibt? Vielleicht genau zum Thema Sternenkinder?

Ich besuche seit knapp 1 Jahr eine (auch u.a. PTBS, aber anders), die sich auf sexualisierte Gewalt spezialisiert hat. Mich wollte kein Therapeut nehmen (zwar aus anderen Gründen) und wenn, dann wären die Wartezeiten auch so lange gewesen, dass ich wahrscheinlich gar nicht mehr hier in der Stadt gewohnt hätte oder es sich für die kurze Restzeit hier dann noch gelohnt hätte.

Eine Beratungsstelle ist zwar etwas anders als eine Therapie, aber mir gehts dadurch besser. Ich mag das sogar lieber. Klar, kommen die da auch an ihre Grenzen und "reichen" nicht aus mir helfen sie jetzt bei der Entscheidung pro-contra-Klinik und unterstützen mich, egal, wie ich mich entscheide,, aber vielleicht zur Überbrückung, bis du zu einem Therapeuten kannst?

Ansonsten könntest du noch bei der KK nachfragen, die haben da so Listen.

Und ich habe mal gehört, dass man, wenn die Wartezeit zu lang sind, auch mit Begründung zu einem Therapeuten gehen kann, der eigentlich nur Privatpatienten sind. Das stand bei mir mal zur Debatte, habe mich aber nicht weiter damit beschäftigt.

Vielleicht wissen das andere hier oder du fragst mal bei der KK nach!

Alles Gute @:) :)*

pVetit7e-vei|nardxe


Es gibt ja auch Psychologen, die aufgrund ihres Alters keine Kassenzulassung mehr haben und die man dann privat bezahlen muss, allerdings sind da leichter zu bekommen.

Wäre das vielleicht (erstmal) eine Idee?

dzanae:8x7


Ich würde an deiner Stelle bei deiner Krankenkasse anrufen und denen dein Problem schildern. Die meisten rufen dann mal für einen bei den Fachärzten an und wie durch ein Wunder bekommen die dann auch schneller einen Termin.

Hloney91S_mit%_Min2i13


Danke für eure Antworten @:)

Bei der Caritas war ich, auch bei pro familia - beide sagen mir ich soll zum Psychologen gehen... Ha..ha .. %-|

Eine Gruppentherapie kommt definitiv nicht in frage! Dafür hab ich meine Gründe. Ich brauch Einzelgespräche.

Zu einer freien Psychologin gehe ich mit meinem mann - alle 5-6 Wochen, eine Stunde kostet allerdings 90€, sowas kann ich mir nicht wöchentlich oder gar mehrfach wöchentlich leisten, so wie ich es grade in der akut Phase aber bräuchte... :°(

HQonWey91s_mit_aMinxi13


Bei der KK hab ich angerufen, mein Mann arbeitet ja sogar dafür - die meinten nur die können da auch nix machen ich soll auf die Psychologen warten, die "rufen schon zurück wenn Sie Zeit haben" >:(

Tagesklinik kommt nicht infrage, zu weit weg und zeitlich mit Kind nicht machbar.

d~anwae8x7


Hast du mal die Therapeuten der gegend durch? Die können dir keine Medis verschreiben, aber eventuell wären feste Gesprächstermine mit jemandem der noch Strategien aus dem Loch kennt gut?

Hconey91 _mi]t_Mixni13


Darum geht es ja: die haben eben alle keine Zeit.

Einen Arzt der mir medikamte verschreibt hätte ich, aber das möchte ich nicht, weil es mich nicht weiter bringt.

Ich brauche das Gespräch, kein Mittel was alles nur unterdrückt was ich fühle.

Ich möchte meine Gedanken und mein Leben aufräumen, nicht irgendwelche bunten Pillen schlucken um die Gefühle ruhig zu stellen. Da könnte ich genausogut Alkohol trinken :-/

d3anaex87


Ah, ich versteh, ist immer ein wenig verwirrend mit den Berufsbezeichnungen und ich dachte du suchst einen Psychiater und hab mich schon gewohnter wo es soviele gibt wie bei dir. ;-)

Aber wenn du soviele Absagen hast, fünf hätten ja gereicht, dann kannst du auch zu privaten gehen und die Krankenkasse übernimmt das dann im Kostenübernahmeverfahren. Hat mein Freund auch so gemacht. Die Krankenkasse zahlt dann auch die Therapie ohne das der Therapeut Kassenzuslassung hat.

Hqoney91y_muit_Mini1x3


Ich habe bisher erst 2 absagen, die anderen haben sich noch nicht mal die Mühe gemacht zurück zu rufen.

Aber das mit der KK bezüglich kostenübernahme probiere ich auf jeden Fall, vielen Dank!

Da werde ich mich Montag drum kümmern, die hatten heute leider nur bis Mittag offen bei der KK :-/

ä.pfelcxhen


Und wie wäre dann eine Beratungsstelle? Für das Gespräch?

Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, habe deshalb mal allgemein geschaut und bin auf proFamilia gestoßen. Ansonsten noch auf ein Telefon-Netzwerk mit Beratungstelefon, aber vielleicht könnten die Dir sagen, wohin du Dich wenden könntest?

d2anae8x7


Also wenn die Wartezeiten so lang sind zählt das als Absage. Lass dir von denen schicken das du mindestens bis Sommer warten müsstest und dann such dir jemanden der eigentlich nur Private macht und lass die Kosten übernehmen. Viel Glück. @:)

H)oney919_mit_Mini193


Ja wie gesagt, pro familia und Caritas haben gesagt ich soll zu einem Psychologen - mehr nicht. :(v

Privat haben wir ja noch jemanden, das nächste Gespräch ist kommende Woche Freitag.

Ich versuche das über die KK hin zu bekommen dass die das bezahlen.. Danke @:) das wäre wenigstens mal etwas.

Ich möchte mir ja wirklich helfen lassen aber das ist ja echt nicht mehr normal mit den Terminen :-/

dOanDaex87


Ne, ist es auch nicht. Würde da auch zäh bleiben und auf den AB sprechen das die eine schriftliche Absage auch reicht damit du eine Kostenübernahme beantragen kannst.

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