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Auf der Suche nach einem Mutterersatz - merkwürdige Gefühle

K,arotthentö]rtc3hexn hat die Diskussion gestartet


Liebe Leser/innen,

ich bin weiblich und nun 25 Jahre alt. Mein Leben ist geprägt durch einer ziemlich merkwürdige Kindheit.

(Mutter schlug mich, verwöhnte mich, betrafte mich sinnfrei, nahm Drogen, schleppte mich gegen meinen Willen in fremde Länder ohne jegliche Impfungen, kuschelte mit mir, setzte mich nachts an der Landstraße aus, räumte mein Zimmer auf, eretilte mir Redeverbot, dann wollte sie wieder ganz viel mit mir reden, zerrte mich als Kind auf Techno-Drogen-Parties, hielt mich deswegen öfters von der Schule fern, zwang mich bei ihren ganzen Sekten-Aktionen mitzumachen, wie z.B. Asche trinken etc... die Liste is lang und in sich nicht logisch nachvollziehbar.)

(Ich habe mein Abitur wahrscheinlich nur deswegen gut geschafft, da ich zu Hause so unglücklich war, dass ich die Schule als heiligen Tempel des Schutzes betrachtete.)

Jedenfalls habe ich mich bereits als 9-Jährige "unsterblich" in eine Lehrerin verliebt (dachte ich zumindest). Mit dem Schulwechsel aufs Gymnasium verliebte ich mich erneut "unsterblich" in meine Englischlehrerin. Als diese die Schule verließ, trauerte ich mehr als 1 Jahr... . In der Oberstufe "verliebte" ich mich in die nächste Lehrerin. Wie ihr sicherlich bereits gemermkt haben solltet: es waren stets LehrerINNEN.

Als ich 17 Jahre alt war, begiff ich jedoch, dass es keine "normale" Liebe war, die ich verspürte. Ich hatte zwar die typischen Symptome "Schmetterlnge im Bauch", "weiche Knie"..ich träumte viel, aber ich konnte mir nie etwas sexuelles vorstellen. Mein erstes Mal hatte ich im Alter von 17 Jahren mit einer Frau (ebenfalls 17 Jahre). Aber als ich mit ihr schlief, stellte ich fest, dass ich daran überhaupt keinen Gefallen finde. Ein halbes Jahr später fand ich, meine große Liebe, meinen ersten Freund. Gleichzeitig schwärmte ich dennoch für meine Lehrerin..wenn auch auf einer anderen Ebene - platonisch. Woher kamen diese bizarren Gefühle für meine Lehrerinnen? Ich bin eineindeutig heterosexuell, aber dennoch war da diese Schwärmerei.. Meine Lehrerinnen waren stets um die 40 Jahre alt.

Direkt nach meinem Abitur fiel ich in ein tiefes schwarzes Loch. Ich fühlte mich elendig und einsam. Ich musste zwangsweise zur Familie meines damaligen Freundes ziehen, da meine Mutter und ich obdachlos wurden. (Sie bekam es nicht auf die Reihe die ganzen Rechnungen zu begleichen. Und so kam der Gerichtsvollzieher ins Haus.)

Trotz der aufrichten Liebe zu meinen Freund, fühlte ich mich verlassen, vermisste meine Lehrerin.

Dann zog ich in eine andere Stadt für mein Musikstudium. Die Gefühle für meine Lehrerin verschwanden allmählich. Ich wurde unbeschwerter. Dann, als ich im 3. Semester war (2012 ) , verließ mich mein Freund. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf mein Studium, die Musik und meine Freunde. Alles schön - bis ich kurze Zeit später merkte, dass ich wieder anfange für eine ältere Frau (ca. 50) zu schwärmen. Seit dem habe ich diese "Verliebtheitsgefühle" für meine Dozentin. Ich habe zu ihr auch eine gewisse Vertrauensbasis (ich studiere Musik) aufgebaut, zumal man im Einzelunterricht auch ab und zu Privates austauscht. Dennoch ist sie sehr distanziert und wirkt unnahbar.

Ich bewundere sie so sehr...ja ich idealisiere sie sogar. Ich möchte am liebsten ihre Tochter sein... bescheuert, oder? . Ich frage mich, ob ich unbewusst mich so sehr nach einem Mutterersatz sehne und alles auf meine arme Dozentin beziehe. Meine eigene Mutter ist obdachlos. Mein Vater hat seit über 13 Jahren eine "neue Familie". (Ich war nicht mal zur Hochzeit eingeladen.)

Ich fühle mich, als wäre ich schwer gestört. Das ist doch alles so abnormal. Es entwickelt sich gerade eine Beziehung zu einem Mann, für den ich wahrlich viele Gefühle habe - und auch der Sex ist unglaublich gut. Dennoch gehen diese "Mutter-Tochter-Gefühle" in Verbindung zu meiner distanzierten Donzentin einfach nicht weg. Ich habe sowohl bei ihr das berüchtigte Bauchkribbeln, als auch zu dem Mann, mit dem ich seit September "etwas am Laufen habe". Das geht soweit, dass wenn ich für Klavier übe, sogar das Parfüm meiner Dozentin in der Nase habe, obwohl sie schon längst bei sich zu Hause ist. Was soll das? Was ist mit mir nicht in Ordnung? Mich belasten diese Gefühle enorm. Sie erzählt mir oft von ihren Töchtern - und ich könnte jedes Mal weinen....

Ich verstehe mich nicht - ich habe mich noch nie verstanden.

Danke für eure Zeit und Geduld.

Liebe Grüße,

Karottentörtchen @:)

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