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Ritzen - wie kann ich es meinen Angehörigen erzählen?

S@erenijtSyp6x16 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Es klingt vielleicht sehr blöd, aber diese Frage beschäftigt mich sehr.

Seit ca. 3 Monaten ritze ich mich und verdecke das relativ gut mit Armstulpen (dank meines Stils fällt das auch keinem auf).

Ich weiß wie dumm es ist und ich bin unter anderem auch deswegen in psychologischer Behandlung. (was auch nur 2 Menschen wissen)

Irgendwie habe ich das Bedürfnis auch mal ohne Stulpen bei meinen Freunden und meiner Familie zu sein, aber ich habe große Angst vor ihrer Reaktion. (obwohl ich 21 bin....)

Auch weil ich kurz davor bin mit einem Mann eine Beziehung einzugehen glaube ich dass dieser Schritt unausweichlich ist. (zumal ich dann doch will dass er weiß worauf er sich einlassen würde...)

Habt ihr einen Tipp wie ich das irgendwie anstellen kann ohne dass sich meine Angehörigen schlecht fühlen oder mich verachten?

Vielen vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

Liebe Grüße,

Serenity

Antworten
sWcZhnute771175


Liebe Serenity,

ich kann dich gut verstehen.... ich bin Mutter und habe anfang November erfahren das mein Sohn (15) sich ritzt.....es war schrecklich für mich weil ich es nicht verstehen kann. Aber ich liebe ihn und versuche ihm so gut es geht zu helfen!

Ich wäre froh gewesen, wenn er es mir selbst gesagt hätte und ich es nicht von seiner Cousine durch die Blume erfahren hätte....das schlimmste für mich ist das er anderen mehr vertraut als mir :°( ....vielleicht auch nur weil er mich schützen will, da ich auch an Angst und Panik leide aber das ist mir egal, denn diese ungewissheit finde ich viel schlimmer.....

Du wirst wohl immer Menschen haben die es "unnormal" finden......und da können auch Familienmitglieder bei sein, aber ich denke der erste und beste Schritt ist es drüber zu reden, auch mit deiner Familie. Ich glaube du kannst sie nicht davor beschützen das sie sich nicht schlecht fühlen, aber wenn du es irgendwie versuchst zu erklären, dann kannst du ihnen das Gefühl nehmen.

Ich wünsche dir alles liebe und gute das du davon weg kommst :)* @:)

JHulxey


Vielleicht kannst du mal eine Art Familiengespräch mit deinen Eltern und deinem Therapeuten machen? Dass eben ein "Vermittler" dabei ist...

Ich selbst weiß gar nicht mehr wie meine Angehörigen es erfahren haben. Aber meine Oma hat sehr krass reagiert damals, das weiß ich noch. Sie meinte "Wenn du dir schon das Leben nehmen willst, dann mach es richtig!" :(v

Bitte versuch mit Hilfe deines Therapeuten damit aufzuhören, denn es kann schnell zu einer (lebensgefährlichen) Sucht werden... Ich mache den Mist seit vielen vielen Jahren mit. Aber echt gut, dass du dir schon Hilfe geholt hast! @:)

Sge<re+nity[61x6


Hallo zusammen,

Ich möchte mich für eure lieben Antworten bedanken.

Meiner Mutter werde ich es wohl mal zeigen. (oder erst mal das Schweißband weglassen und schauen ob sie es merkt)

Wie ich damit anfangen soll weiß ich noch nicht, aber ich glaube dass meine Mutter das am ehesten versteht.

Die Therapie werde ich weitermachen und hoffe dass ich bald komplett darauf verzichten kann.

Liebe Grüße,

Serenity

a~ug23x3


Die Therapie werde ich weitermachen und hoffe dass ich bald komplett darauf verzichten kann.

verzichten auf was? Therapie? Ritzen?

leider etwas knapp, aber bin in Eile..

Jhul+esy


Du kannst ja auch mal hier im Psychologie-Forum ganz oben den Skills-Faden durchlesen :-) Vielleicht findest du da Alternativen zur Selbstverletzung @:)

dvapnae87


Ich glaube der erste Schritt für dich wäre dir klar zumachen das du nicht für ihre Gefühle verantwortlich bist. Es wird deine Eltern sicherlich irgendwie belasten, aber sie sind groß und erwachsen und müssen ihren Weg finden damit umzugehen und wenn sie sich Hilfe holen. Du hast mit deinen Baustellen genug zu tun, mach keine zu deinen die nicht deine sind. @:) @:)

S|eXrebnitxy616


verzichten auf was? Therapie? Ritzen?

Natürlich auf das Ritzen :-)

Ich weiß dass das der falsche Weg ist um mit den eigenen Gefühlen klar zu kommen.

Es sind jetzt eh schon 2 Wochen nach dem letzten Mal vergangen. :)

@ Juley:

danke für den Tipp, werde ich mir ansehen :)

@ danae87:

da hast du bestimmt Recht, aber bis dahin dauert es sicher noch eine Weile.

Die Schuldgefühle allem und jedem gegenüber lassen sich nach all den Jahren leider nicht so leicht abstellen.

Nochmal vielen Dank für all eure lieben Antworten. :-D

dYadnaXe8!7


Klar, aber manchmal hilft es so als spontanes Schutzschild vorher Selbsthilfegruppen und so rauszusuchen. Falls man Familie hat die dazu neigt einem ein schlechtes Gewissen zu machen...

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