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Schlafen und Lärm

b6astiG2x00 hat die Diskussion gestartet


Hi Leute,

bin durch eine Googlesuche auf den Beitrag gestoßen [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/653067/]]

wollte aber keine Leichen schänden.

es ist inzwischen sehr schlimm geworden. Wir wohnen mit unseren Kindern seit 9 Jahren in der absoluten Lärm-Hölle. Damals haben wir gerade noch eine bezahlbare Wohnung bekommen, inzwischen ist es unmöglich mit unser beider Einkommen eine andere Wohnung zu finden, ausser wir ziehen mehr als 200km weit weg in die Pampa, was dann beruflich wieder sehr schwierig wird. (Wir zahlen derzeit 900 kalt, was mehr als 50% unseres Netto-EK darstellt. Aktuelle Mietpreise hier für 2.5 - 4 Zimmer sind bei 1100-1500 kalt)

Wir leben in einer extrem schlecht isolierten Wohnung, man hört die Nachbarn buchstäblich reden, und von draussen auch alles. Draussen ist seit jeher Lärm von industriellem Ausmaß, Baustellen, Betriebe, Hauptverkehrsstraße, Flugschneise, etc.

Jetzt wurde es, wie schon erwähnt, noch schlimmer, wir haben neue Nachbarn mit Kleinkindern. Die Kinder rennen ab morgends 5:30 schreiend und polternd durch die Wohnung, manchmal durchgehend 12h am Stück, dazu werden Sachen auf den Boden geworfen etc.

Wir sind ja selber Eltern und verstehen das in gewissem Maße, aber wir sagen unseren Kindern auch, dass sie leise sein sollen.

Unverständlich ist noch mehr, dass diese Eltern teilweise 3h lang morgends mit den Kindern im Elternschlafzimmer "liegen bleiben" und lärmen, anstatt mal was frühstücken zu gehen. Noch unverständlicher ist mir, dass die Eltern den Kinder dabei laut vorsingen, damit die Kinder nachsingen, wobei man wissen muss, was "singen" bei 1-3 Jährigen bedeuten (=Katzengejaule).

Dann kommt es zu "Kettenreaktionen", lärmt es morgends früh draussen, wachen die Kinder der Nachbarn auf und lärmen mit.

Auf unsere sehr freundliche Bitte, den Kinders evt. Hausschuhe anzuziehen, einen günstigen Teppich zu legen o.ä. Maßnahmen zu überlegen, wurden wir sehr hochnäßig abgewiesen, nach dem Motto "wir dürfen das". Seither klopft es morgends auch mal auf die Heizung aus dieser Richtung.

Ich habe schon alles durch, ziemliche alle(!) Ohrenstöpselprodukte die es gibt, über die Jahre bestimmt mehr als 500€ allein dafür hingeblecht. Nicht nur dass die Schalldämmung nicht ausreicht, ich bekomme auch dauernd entzündete Ohren davon.

Seit 2 Jahren auch medikamentös, 15mg Mirtazapin abends, dazu bei Bedarf Diazepam 10mg, was beides nicht wirklich hilft. Lärm weckt mich einfach auf, egal wie "zugedröhnt" ich bin. Und wenn er mich erstmal geweckt hat, kann ich auch nicht einfach wieder einschlafen, vorallem nicht, wenn es 5:45 ist und ich eigentlich eh um 7:00 aufstehen muss. Ich hab ja Verantwortung und Arbeit, ich kann nicht einfach wieder ins Bett liegen, wenn ich grad lustig bin.

Mehrfach wurden hier schon die Zimmer umgeräumt, ich hab Teppich gelegt in unserem Schlafzimmer, dicke Vorhänge, die üblichen Tipps, aber es bringt einfach nix. Der Vermieter lügt sich nur dreist durch die Gegend, meint es gäbe hier keinen Lärm, alles Einbildung. Inzwischen formieren sich zum Glück mehrere Nachbarn gegen die schlechte Isolierung der Wohnungen.

Trotz allem bin ich inzwischen am Ende, es ist ja nicht nur der Alltag, wo man eh aufstehen muss, sondern jeden Tag, mit den neuen Nachbarn auch Feiertags, Wochenende, Urlaubstage, ganz zu schweigen von Krankheit. Eben erst ne Bronchitis gehabt mit Fieber, dazu so ein Lärm, man wird wörtlich verrückt.

Ich habe keine Kraft mehr übrig und auch keine Idee mehr.

Antworten
rsoom1lesskplzacxe


Dann mußt du umziehen. Was anderes soll es sonst geben?

Ich höre es immer wieder und kenne es aus eigener Erfahrung, dass wenn man Mieterlärmopfer ist, einem keiner hilft. Es interessiert weder den Vermieter noch sonstwen, und Anwälte mögen solche Fälle auch nicht besonders, denn Erfolg haben auch die in dieser Sache nicht.

Da hilft nur Umzug "in die Pampa"!

Mnuff oPottexr


Lärm ist in Ballungszentren ein besonders großes Problem. Ich kann die nur raten was du schon weißt: Umziehen in eine neueres, besser gedämmtes Gebäude, weg von Straße und Schiene. Schlafzimmer zur lärmangewandten Seite, wenn das geht. Flugrouten überprüfen, die Karten findet man im Netz (z.B. für [[http://www.hamburg.de/fluglaerm/3215070/detailkarten/ Hamburg]]).

BNenitaxB.


Wenn man eine gleichteure Wohnung mieten könnte, würde ich umziehen.

Was ist Dir die Gesundheit wirklich wert?

Da würde ich vielleicht auch in die Halbpampa ziehen. Und wo in Deutschland muß man überhaupt 200 km weit wegziehen, um billiger zu wohnen? Da müßte dann doch geballte Ladung zu Hause sein.

Aber nö, auch wenig verdienende wohnen stadtnah.

bXa*sti20x0


Ich würde heute umziehen, wenn uns das irgendwie möglich wäre, aber es geht einfach nicht. Wir sind finanziell am untersten Ende, die Mietpreise sind so massiv gestiegen. Wir leben nur von der Hand in den Mund. Wir schauen seit Jahren nach Wohnungen, es wird jeden Tag schlimmer mit den Preisen.

Im Umkreis von 50km wird es nicht günstiger, und ab da sind die Kosten für den Transit dann ziemlich genau die der Mietersparnis. Zu mal meine Frau im Schichtdienst arbeitet, sie muss jetzt schon um 4:45 für die Frühschicht aufstehen, ich zum Glück erst um 7:00. Wenn wir beide auf dem Land dann jeder 1,5h früher raus müssen, lößt das das Problem nicht wirklich.

Abends wirds bei uns meistens spät, vor 23:30 kommen wir nie ins Bett. Bis das letzte Kind sich entschieden hat, keinen Terz mehr zu machen, dann muss man noch die essenziellsten Sachen machen, Küche, Wäsche, etc. Die Kinder sind auch mal krank... Dann gibts die Tage, wo man liegenbleiben könnte und sich erholen, aber die anderen lärmen wie verrückt.

Ich wollte von Anfang an umziehen, aber meine Frau nicht, die fand die Gegend so schön, für die Kinder usw. Damals wäre es evt. noch gegangen. Sie hat dann immer das Argument gebracht, dass sie es nicht erträgt, wenns in der neuen Wohnung wieder so laut ist und alles für die Katz war, womit sie nicht ganz unrecht hat. Man kann das vorher kaum wissen, da reicht schon ein einziger, gestörter Nachbar der verbittert ist oder auf Bass steht. Seit ein paar Jahren gibt sie zumindest ihr ok, seit den neuen Nachbarn ist sie vollends auf meiner Seite (umziehen), weil sie jetzt auch immer geweckt wird.

b8asti$2R0x0


Was ist Dir die Gesundheit wirklich wert?

Da würde ich vielleicht auch in die Halbpampa ziehen. Und wo in Deutschland muß man überhaupt 200 km weit wegziehen, um billiger zu wohnen? Da müßte dann doch geballte Ladung zu Hause sein.

Aber nö, auch wenig verdienende wohnen stadtnah.

Ich finde die Antwort nicht sehr verständnisvoll. Ich schreibe, dass wir alles versuchen, und das ich am Ende bin. Ich kann mich demnächst einliefern lassen.

Schau dir mal die Mietpreise an im Raum München, Freiburg, Stuttgart, Mannheim, etc. Ihr Norddeutschen habt da gut Lachen, gen Osten noch mehr.

Von dem was wir hier an Miete bezahlt haben, hätte wir in Österreich ein kleines Landhaus fertig finanziert. Das ganze ist kein Wunsch von uns, auch wenn es am Anfang mal ein Traum war. Wir quälen uns durch den Tag mit unterbezahlter Arbeit und sehen keinen Ausweg.

BKeni6taB.


Aber wenn du so klagst, bleiben doch nur Lösungen wie entweder andere Arbeit, anderer Wohnort.

Sich im vorab schon alles negativ zu gestalten, wird die sich selbsterfüllende Prophezeiung nach sie ziehen.

"Es gibt hier nichts" scheinst du doch gerade zu erfüllen, Ob das die wirkliche Wahrheit des Lebens ist?

Auch in München wohnen Leute, die nur als Putzfrau arbeiten, wo der Mann auch nicht viel verdient. Oder kommen die täglich aus Sachsen angereist? Wohl kaum.

Versetz Dich in die Vorstellung eines gut bezahlten Jobs, einer angenehmen Wohnsituation. Das fördert als sich

selbsterfüllende Prophezeiung eher den Lebensweg.

Ich habe die Bose Kopfhörer, wo ich Lärm auf fast null stelle, wenn es mal dicke kommt. Hilft in der Zwischenzeit.

bPastiZ20x0


Aber wenn du so klagst, bleiben doch nur Lösungen wie entweder andere Arbeit, anderer Wohnort.

Sich im vorab schon alles negativ zu gestalten, wird die sich selbsterfüllende Prophezeiung nach sie ziehen.

9 Jahre Lösungsversuche = "Sich im vorab schon alles negativ zu gestalten, wird die sich selbsterfüllende Prophezeiung nach sie ziehen." ???

"Es gibt hier nichts" scheinst du doch gerade zu erfüllen, Ob das die wirkliche Wahrheit des Lebens ist?

Auch in München wohnen Leute, die nur als Putzfrau arbeiten, wo der Mann auch nicht viel verdient. Oder kommen die täglich aus Sachsen angereist? Wohl kaum.

Versetz Dich in die Vorstellung eines gut bezahlten Jobs, einer angenehmen Wohnsituation. Das fördert als sich

selbsterfüllende Prophezeiung eher den Lebensweg.

Es gibt auch Leute die einmal Lotto spielen und dann ist alles dufte. Andere werden mehrfach vom Blitz getroffen. Was soll denn diese oberflächliche Argumentation? Derartige statistische "Ausreisser" sollen jetzt einen Regelfall belegen, oder was? Dann kauf dir bitte sofort einen Lottoschein.

Ich will echt nicht unfreundlich werden, aber was du schreibst hat für mich nicht viel mit echter Lebenserfahrung zu tun. Die Immobilienpreise steigen unaufhaltsam, der Arbeitsmarkt in Deutschland krüppelt auf einem Allzeit-Tief, Löhne erst recht. Alle Probleme, die ich schildere sind hinreichend bekannt und belasten die gesamte Gesellschaft.

Mir das ganze schön zu wünschen wird sicher die Lösung bringen, auf jeden Fall! Hast du schonmal für dein Brot arbeiten müssen? Kinder großziehen? Mal versucht Menschen ausserhalb vom Netz zu helfen?

Ich habe die Bose Kopfhörer, wo ich Lärm auf fast null stelle, wenn es mal dicke kommt. Hilft in der Zwischenzeit.

Schön für dich.

Bitte antworte mir nicht mehr, ich dachte ich wäre hier in einem Forum für Psychologie.

B%eni`taBx.


Hast du schonmal für dein Brot arbeiten müssen? Kinder großziehen? Mal versucht Menschen ausserhalb vom Netz zu helfen?

Mit meinen bald 70 Jahren habe ich reichlich gearbeitet, fast 10 Jahre sogar 80Stunden die Woche. Dazu allein erziehend, mehrmals umgezogen und ja, ich ziehe auch gerade wieder um. In der 2.größten Stadt Deutschlands.

Und glaub nicht, in Hamburg sei die Miete nun billig.....

Und ja, meine Erfahrung, sich schon das vorzustellen, was man will, hat mir schon oft im Leben geholfen.

Gerade die Psychologen kennen das mit der sich selbsterfüllenden Prophezeiung.

Ich hab mich so vom Rauchen befreit, 60 Fluppen täglich über Jahrzehnte, ich habe so meine Wohnungen gefunden (sie fielen mir immer quasi in den Schoß), das ist der größte Lebenstrick, den ich erfolgreich anwende.

ddespenxtes


Hättet ihr nicht vielleicht Chancen über den sozialen Wohnungsbau? Habt ihr einen B-Schein bzw. könntet ihr einen bekommen? Habt ihr schon mal Wohngeld beantragt?

B^enwitaxB.


Eigentlich ist das Thema egal, ob ich mir vorstelle, ich finde nen Parkplatz, weil jemand gerade zu Tante Emma muß, oder dass man einen netten Nachmieter braucht, viele Dinge klappen so.

Ich hab echt ne kleine Rente, aber ich mache Preisausschreiben mit, wo ich erwarte, dass ich gewinne (10 Reisen bisher, die teuerste für 5000 € nach Kuba und so weiter und so weiter.

Mein Entschluß, jetzt umzuziehen, kam spontan. Es war an einem Mittwoch im November. Eine Woche später hatte ich den neuen Mietvertrag unterschrieben. Ich habe einfach erwartet, dass ich eine Wohnung finde. Nicht suche, mich nicht dabei quäle, allespaßt. Tut es.

Es hat was mit der Einstellung zu tun.

Wenn es nirgends Wohnungen gibt, dazu nur teuer und sowieso werde ich mit diesen Scheuklappen auch nichts anderes sehen.

bras1ti2}00


Hättet ihr nicht vielleicht Chancen über den sozialen Wohnungsbau? Habt ihr einen B-Schein bzw. könntet ihr einen bekommen? Habt ihr schon mal Wohngeld beantragt?

Wir bekommen Wohngeld, sind aber gerade so an der Grenze, das heißt, wir bekommen nur ca. 100€ / Monat.

Sozialwohnungen sind leider Mangelware bei uns. Wir wohnen ja schon quasi "sozial", es gibt ja einen Grund, warum die Wohnungen hier deutlich billiger sind.

Auf dem Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen schütteln die "Kunden" reihenweise die Köpfe, genau wie wir.

Zitat: "Dann müssen Sie sich halt eine günstigere Wohnung suchen" - ???

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