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Gründe für stationäre Therapie

n2elkeb26 hat die Diskussion gestartet


Mich interessiert es, ab wann ein Psychotherapeut sagen kann, dass eine stationäre Therapie angebracht sei.

Wie schwerwiegend müssen die Symptome einer Krankheit sein, dass sie stationär behandlungsbedürftig sind?

Sollte nicht erstmal versucht werden eine ambulante Therapie durchzuführen? Und wenn die dann nicht klappt, erst der

Weg der stationären Therapie eingeschlagen werden anstatt sofort einen Patienten in die Klinik zu schicken?

Antworten
P:lüsSchbiesxt


Manche Probleme sind so schwerwiegend, dass die ambulante Therapie da nicht wirklich helfen kann.

Was würdest du als Therapeutin machen, wenn du merkst da hat jemand suizidale Absichten, oder ist eine Gefahr für die Umwelt?

a-ufJlaufxform


Zum einen "kann eine ambulante Therapie überhaupt helfen" und zum anderen vor allem, ob eine selbständige Lebensführung zuhause überhaupt noch möglich ist. Dafür ist ja auch schon eine gewisse Stabilität notwendig.

Lpac%ertexs8


Meines Wissen kann ein Psychotherapeut nur empfehlen, in eine ambulante Psychatrie zu gehen und nicht einweisen. Besser wäre einfach gleich in so eine Ambulanz zu gehen, natürlich mit der Überweisung des Hausarzt. Ich selbst habe solche Schritte begangen.

Mich haben sie damals aber nicht behalten, sondern einen "Not"-Termin bei einem niedergelassenen Psychater empfohlen, was mir mit Hilfe meines Hausarztes dann auch gelang. Natürlich bekommt man dort eher eine kurze"Krisen"-Behandlung auch mit Psychopharmaka.

10 Jahre vorher hatte ich eine 300-Stunden Psychoanalyse absolviert. Dazu bin ich erst in eine Psychologische Beratungstelle gegangen, ich hatte damals keine Vorstellung was mich erwartet. Zuerst war es eine "Krisen"- Gesprächstherapie . Dann kam meine 2. Reha in einer Neuro-psych. Klinik mit einer abschließend, eindeutigen Diagnose. Wieder zurück bekam ich dann die von der Kasse genehmigte Analyse. Sie wird immer für 60 Stunden genehmigt , mit Neuantrag usw. fortgeführt. Das war vor 25 Jahren, ich denke heute wird es ähnlich sein.

Wichtig ist und da habe ich Glück gehabt, daß der "Therapeut" sich absolut dir gegenüber "neutral" verhält. Daß du ohne wenn und aber, alles! von dir offenbarst. Zuhause schriftlich das gesprochene niederschreibst. Es ist eine Riesen Arbeit...und die Gefühle fahren mit dir Achterbahn. Wichtig auch, Vertrauen gegenüber dem Therapeuten mitzubringen. Es ist ein gemeinsamer Lernprozess.

Nur Mut !

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