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Zwangsstörung?

hEeyheyN123 hat die Diskussion gestartet


Bin erst vor einigen Wochen darauf gekommen, aber ich denke ich leide eventuell an einer Zwangsstörung. Seit ca. 1-1/2 Jahren versuche ich mich immer und immer wieder gegen negativen Gedanken auf zu lehnen und sofort zu verdrängen. Seit einem Jahr führe ich auch sogenannte "Rituale" aus, in meinen Fall muss ich wenn ich durch eine Türschwelle gehe an etwas wahnsinnig positives denken, wenn mir das nicht gelingt gehe ich wieder zurück und wiederhole das ganze bis es klappt. Wenn ich an etwas negatives dabei denke bekomme ich starke Angst dass das eintreten könnte und auch wird. Ich kann mich überhaupt nicht entspannen/beruhigen.

Das gleiche ist beim Händewaschen oder duschen oder einfach etwas einfaches wie Vorhänge zu ziehen/ Gegenstände in Regale stellen/ mich in mein Bett legen/ mich auf einen Stuhl zu setzten usw... Bei allen Handlungen muss ich positive Gedanken behalten, sonst werde ich total unruhig und ängstlich. Insgesamt kostet mich das schon viel Energie und Zeitaufwand. Leide ich an einer Zwangsstörung? Was könnte ich in dem Fall tun? Lg

Antworten
a.ufXl<aufforxm


Ja, das klingt nach Zwangsstörung.

Was kann man da tun? Naja, Therapie.

Und sich den Mechanismus klarmachen, der dahinter steht.

a) das, was Du befürchtest, wird nicht passieren, zumindest nicht als Folge Deiner "falschen Gedanken". Man spürt, man hätte da irgendeinen "magischen" Einfluß auf Handlungen, aber den hat man nicht. Und auch widerliche, abartige Gewaltphantasien, die manchmal aufflacker (man könnte jemanden umbringen, oder sowas) wird man nie in die Tat umsetzen, es ist völlig ungefährlich, es sind "nur" Gedanken

b) mit jeder Wiederholung, jedem nachgehen der Zwangshandlung, wird der Druck stärker. Die Zwangshandlungen haben ja den Zweck, die Spannung zu mildern, was kurzzeitig klappt, aber auf Dauer das Problem hochschraubt. Also so früh wie möglich entschieden dagegen stellen ist dann eher richtig.

h]ey4hdey12x3


Schlimme Gedanken wie jemanden umzubringen habe ich nicht, schlimme Dinge zu tun auch nicht..

Es sind eben nur diese Handlungen die ich immer wiederholen muss, da ich so Angst habe dass etwas schlimmes passiert..

Meine Mutter ist vor 2 Jahren an Brustkrebs erkrankt aber wurde letztes Jahr im Herbst geheilt.. Während dieser Zeit erlitt ich eine Phase der Depression.. Könnte das die Zwangsstörung ausgelöst haben?

a}uflaufxform


Psychologisch naheliegend wäre es, wenn die Krebserkrankung bei Dir so eine Art "Angst vor dem nicht kontrollierbaren Schicksal" ausgelöst hat und die Zwänge nun ein Kontrollmechanismus sind. Zwänge werden oft als "die andere Seite der Angst"betrachtet, einen Versuch, auf "magische Art" kontrolle (und damit ein Sicherheitsgefühl) über Dinge zu bekommen, über die man in Wahrheit keine Kontrolle hat. Aber das sind auch nur Hypothesen, es gibt diverse Erklärungen dazu, Zwänge gehören eher zu den mysteriösen Dingen.

Es sind eben nur diese Handlungen die ich immer wiederholen muss, da ich so Angst habe dass etwas schlimmes passiert..

Ja, das ist typisch, nennt man "magisches denken".

h3ePyh8euy1x23


Vielen Dank für die schnellen Antworten! Dann wäre der erste Schritt mit meiner Familie zu reden und psychologische Hilfe zu suchen..

a&ufluaufforxm


Du kannst auch zusätzlich ganz radikal in Eigentherapie abrupt gegen die Zwänge angehen. Einen Vertrag mit Dir selber schließen, ab sofort überhaupt keine Zwangshandlungen mehr, die Spannung einfach ertragen.

Ich glaube, sowas ist auch viel weiter verbreitet als man so ahnt. Solange es noch auf moderatem level ist und sich gut ins Leben integrieren lässt und wenig Leidensdruck erzeugt, wird wohl kaum einer auf die Idee kommen, dass es evtl der Anfang eines handfesten psychischen Problems sein könnte.

Naja wie auch immer, gute Besserung!

h(e\yphe;yS12x3


dann werde ich das mal versuchen..

Dankeschön :)

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