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Ausbildungsstätte für psychisch kranke Menschen

RsatmlLos91 hat die Diskussion gestartet


Hey liebe Mitglieder,

Ich leide an einer diagnostizierten dissozialen Persönlichkeitsstörung.

Eine erste Therapie fand vom 18. bis einschließlich 27. November statt.

Bis auf fünfeinhalb Dienstjahre bei der Bundeswehr habe ich nichts auf die Beine gestellt - traurig aber wahr.

Ab Januar soll ich eine stationäre Langzeittherapie beginnen.

Besteht die Möglichkeit währenddessen eine Berufsausbildung in einer Werkstatt oder Ausbildungsstätte für psychisch kranke Menschen zu absolvieren. Will in meinem Leben endlich mal vorankommen.

Vielen Dank im Voraus.

Antworten
JiulAey


Eine Ausbildung während der Langzeittherapie? Frag doch bei der Klinik nach.... Es gibt auch berufliche Rehas für psychisch Kranke.

R&atloas91


Dankeschön - wusste nicht das es soetwas wie berufliche Rehabilitation für psychisch kranke Menschen gibt @:)

JmuleXy


Heißt glaube ich RPK @:)

S5orom1axn


Besteht die Möglichkeit währenddessen eine Berufsausbildung in einer Werkstatt oder Ausbildungsstätte für psychisch kranke Menschen zu absolvieren. Will in meinem Leben endlich mal vorankommen.

Vielen Dank im Voraus.

Im Rahmen einer Therapie gibt es üblicheriweise neben anderen Therapieangeboten auch Ergotherapie-Angebote. Diese sollen Menschen mit psych. Problemen auch wieder an Arbeitsabläufe gewöhnen.

Schau mal hier rein: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Ergotherapie]]

Das ist aber keine Ausbildung in dem Sinne. Sondern eine Therapie.

Je nachdem, in welchen Bereichen und wie stark du psychisch besonders oder beeinträchtigt oder krank bist, kann es sich lohnen, erstmal Ergotherapie zu machen, damit die Grundlagen zu legen, dass eine Ausbildung mehr Erfolg hat und dann über die Ausbildung nachzudenken.

Eine freiwillige stationäre Therapie setzt gewisse Grenzen (Aufenthalt, Selbstbestimmung, Regeln, Ausgang), die für manchen Erwachsenen schwer durchzuhalten sind. Über diese solltest du vorher mit dem Krankenhaus und den behandelnden Ärzten sprechen. Und die Vor- und Nachteile gegenüber anderen Therapieformen einschätzen. Z.B. Tagesklinik, welche dir mehr Freiheit lässt.

Gleichzeitig ist eine stationäre Therapie aber auch eine gute Chance für eine intensive Therapie, die nachhaltig wirksam ist. Es mag einen für einige Monate zurückwerfen (du hast die Dauer nicht angegeben) in der Vorankommensplanung. Aber eine sinnvolle stationäre Therapie, auf die du dich auch einlassen kannst, kann einen positiven Effekt auf dein ganzes Leben und Arbeitsleben danach haben. Gerade falls deine psychische Krankheit auch organisch stoffliche Aspekte hat. Denn hier kann überwachte Medikamenteneinnahme, überwachtes Gewicht/Essen, überwachter Schlaf, überwachter Nicht-Alkoholkonsum einen wesentlichen Beitrag leisten, den andere Therapieformen in der Form nicht bieten.

Ab Januar soll ich eine stationäre Langzeittherapie beginnen.

Diese Aussage wundert mich ein wenig. "Soll ich". Möchtest du denn? Denn an sich ist der eigene Wille für eine Therapie eine zwingende Voraussetzung, die die Kliniken machen - oder anders: Patienten müssen sich für ihre Therapie einsetzen. Für den Therapieerfolg. Zumindest solange der Patient so psychisch gefestigt genug ist, dass er das selbst entscheiden kann. Also nicht "zwangseingewiesen" wird. Die Bandbreite psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf das konkrete Verhalten des Kranken ist da ja groß.

Ich würde dir raten, auch mit den Ärzten und Therapeuten zu besprechen, für welche Art der Ausbildung sie dich als geeignet empfinden und wovon sie dir eher abraten. Diese lernen dich doch kennen im täglichen Umgang.

JXulxey


Ich war mal in einer Klinik, da konnte man wählen zwischen Beschäftigungstherapie (so wie Ergotherapie, also was kreatives machen) und Arbeitstherapie. In der AT konnte man ein bisschen Geld verdienen und eben das Arbeiten üben. Aber ich war in der BT.

RBatl"os91


Ich habe mich selbst zu der Therapie entschieden. Mache sie also freiwillig. Die Ärzte im Krankenhaus haben gesagt, dass die Bundeswehr definitiv zu mir und meinem Krankheitsbild gepasst hätte und ich dort notfalls eine Ausbildung machen sollte. Möchte ich selbst aber nicht. :)D

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