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Mein Leben wird zu einer Sackgasse..

Miitterknachtst?raum2x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ich brauche gerade einfach ein Ventil, eine Möglichkeit mich auszudrücken.. und hoffentlich ein wenig aufmunterndes Feedback.. vielleicht ein Stoß, der mir weiter hilft..

Zu mir: Ich bin 20 Jahre alt und habe eine posttraumatische Belastungsstörung.. das ganze hat angefangen als ich 14 war.. meine Mutter hatte mich auch zu einem Psychiater genommen, ich war in einer Kinder und Jugendpsychiatrie wegen Suizidgefahr.. habe mich aber nie geöffnet.. Nie erzählt, was ich habe. Da wurden erst nur Depressionen diagnostiziert.. Ich kam eine Weile lang ganz gut "klar".

Ich hab alles in mich herein gefressen, meine Gefühle nicht nach außen gelassen.. aber als ich 17 wurde kam eine Trigger Situation.. Und ich war am Boden. Ich hatte Traumatherapie, Kinesiologische Therapie.. Antidepressiva, Pflanzliche Mittel.. Nach einer dunklen Phase hab ich mich wieder aufgerappelt, hab meinen Realschulabschluss sehr gut bestanden, habe ein FSJ gemacht und danach eine Ausbildung zur Bürokauffrau angefangen.. Lief alles super. Bis ich dann wieder Schlafstörungen bekam, Angstzustände.. Regelrechte Paranoia.. Ich hab mich also wieder selber in eine Akutpsychiatrie eingewiesen.. da war ich 19 Jahre alt.. Dort bin ich 2 Monate geblieben, habe mich dann aber wieder selbst entlassen, weil ich der Meinung war, mir würde es wieder bestens gehen und wenn nicht, dann würde ich mich halt ablenken, so wie immer.

Ich bin also umgezogen. Wieder einmal. Das war mein 18. Umzug. Ich blieb weiterhin krank geschrieben - bis jetzt. Habe meine zweite eigene Wohnung, war bei der Caritas Jugendhilfe, was ich jetzt auch nicht mehr bin.. weil ich mich seit ca September komplett von allem abkapsel.. Erst wollte ich nur ein wenig Zeit für mich.. Aber die Tage, Wochen und mittlerweile Monate sind nur so an mir vorbei gerast..

Nachdem zwei Wochen rum waren habe ich mich nicht mehr getraut meine Betreuerin anzurufen.. Auch nicht meine Mutter oder meinen Vater. Ich habe Angst, weil ich nicht weiß, was ich sagen soll.. Was von mir erwartet wird.. In Stunden wie diesen, nach dem ich stundenlang wach gelegen und geweint habe, weiß ich das ich dringend Hilfe brauche, weil mein Leben mich überfordert und ich lernen muss mit dieser Erkrankung umzugehen..

Aber sobald es hell wird.. Ich Ablenkung habe.. Sind diese Gedanken meistens kurzweilig weg.. Weil ich mir einrede, das schon wieder alles wird.. Ich habs ja immer geschafft.. Bis jetzt gab es auch immer einen signifikanten Absturz.. An dem ich gemerkt hab es geht nicht mehr.. Jetzt bin ich aber glaube ich schon lange darüber hinweg..

Und ich glaube das ich kurz davor bin alles zu verlieren.. Wenn ich mir jetzt vornehme, ich gehe zum Arzt und lasse mich einweisen.. Fallen mir wieder tausende Gründe ein, warum das jetzt noch nicht geht.. Zum Beispiel, dass ich vorher noch Wäsche waschen müsste.. Ich hätte ja gar keine Tasche für die ganzen Klamotten.. Mein Kühlschrank ist ja noch voll.. Oder es ist ja bald Weihnachten und Silvester. Obwohl ich Weihnachten eh nicht feiern und allein sein würde..

Ich hab das Gefühl, unnormal zu sein. Nicht fähig dieses Leben zu führen.. Gleichzeitig aber auch voller Tatendrang.. In meinem Kopf habe ich alles perfekt im Griff.. Und Leute die mich in meinen guten Phasen kennen würden jetzt denken ich wäre ein anderer Mensch.. Ich wurde immer als zielstrebig, sehr reif, wortgewandt beschrieben.. Bin ich alleine damit? Ich weiß das ich es eigentlich nicht bin, aber ich fühle mich so.

Was erwarte ich? Ich habe keine Ahnung.. Vielleicht irgendjemand der mir sagt, was ich tun soll.. Weil ich sonst gerade nicht weiß, wen ich fragen soll...

Antworten
BIa^mbxiene


Ganz klar brauchst du Hilfe. Wasch deine Sachen, pack eine Tasche und geh dringend zum Arzt. :)z

Du brauchst Hilfe.

Magst du erzählen woher die PMS kommt?

:)* @:)

M>ittbernascht2strau>m2x0


Wenn ich mich dazu überwinden könnte.. Ich hab schon Angst nur in den Hausflur zu gehen, Nachbarn zu begegnen.. Ich wohn nicht grade in der besten Lage und man hört quasi den ganzen Tag den Streit der Nachbarn, wie Sachen durch die Gegend fliegen..

Als ich 14 war wurde ich missbraucht.. Und ich habe wie gesagt 3 Jahre gebraucht um es überhaupt jemanden zu sagen.. Eine Therapeutin meinte aber mal, dass sich meine ptbs aus unzähligen Faktoren zusammensetzt.. wie zB auch das Verhältnis zu meinen Eltern, vorallem meiner Mutter.

Mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr wo mir der Kopf steht..

BDamnbiexne


Du schaffst das! Fang damit an, deine Sachen zu richten. Dann rufst du heute Vormittag in der Praxis an und schilderst dein Problem. Sag dubrauchst dringend Hilfe und mmöchtest in eine psychiatrische Klinik (oder so).

Lass dich von deinen Ängsten nicht komplett lähmen. :)*

MRitte5rnacohtsxtraum270


Danke für deine netten Worte.. Ich werds versuchen.. Und ich hoffe heute schaffe ich es..

N[orhdxi84


Rein von deiner Beschreibung würde ich fast in Richtung "manisch depressiv" tendieren, einfach weil diese Hoch- und Tiefphasen bei dir ziemlich ausgeprägt zu sein scheinen. Und das ist gerade das Gefährliche denn in den Hochphasen entlässt du dich aus der Psychiatrie, denkst alles wäre ok und du kämst schon irgendwie damit klar.

Deswegen kann man da eigentlich nur raten das du nicht auf dein Bauchgefühl oder ähnliches hörst sondern dich wirklich in Behandlung begibst mit dem Ziel dich zu öffnen und an deinen Problemen zu arbeiten und diese nicht bloß runter zu schlucken und zu verdrängen. Denn das machst du schon praktisch dein halbes Leben lang und mit welchem Erfolg ? Ist irgendwas besser geworden in dem du das verdrängt und dich abgelenkt hast ?

Ich frage das ganz bewusst so denn selbst wenn hier tausend Leute sagen würden das du Hilfe brauchst, am Ende kann dir nur geholfen werden wenn du es selbst willst und dich darauf einlässt.

MLit'ternacnhtosRtraxum20


Denn das machst du schon praktisch dein halbes Leben lang und mit welchem Erfolg ? Ist irgendwas besser geworden in dem du das verdrängt und dich abgelenkt hast ?

Mit null Erfolg. Besser? Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, je älter ich werde und desto öfter die Tiefphasen kommen desto schlimmer wird es. Es steht immer mehr auf dem Spiel, was mir entgleitet.. Es ist aber ebenso schwer sich das zu 100% einzugestehen, vorallem wenn man das Gefühl hat, es würde einem besser gehen..

Im Grunde weiß ich aber, dass du Recht hast..

N(or~d i84


Im Grunde weiß ich aber, dass du Recht hast..

Genau das ist das Problem, deswegen muss dein Kopf es irgendwie schaffen deinen Bauch zu überstimmen, selbst wenn du gerade das Gefühl hast es würde besser werden oder es wäre garnicht so schlimm. Ich hab da selbst keine Erfahrung mit und kann mir nur vorstellen wie schwer das ist aber rein sachlich sehe ich eben keine andere Chance auf Besserung.

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