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Körperliche Krankheit, Angststörung, Depression?

P4et^er19x77 hat die Diskussion gestartet


Vorgeschichte:

Seit Ende 2012 habe ich -damals 35 Jahre und bis dahin eigentlich gesund und sehr sportlich- mit massiven Erektionsstörungen zu kämpfen. Ohne Pille war und ist Sex seitdem nicht mehr möglich, aber selbst mit Pillen ist eine verlässliche Wirkung nicht immer zu erzielen. Der Urologe kam gleich mit der "Psycho-Schiene"....ich wäre doch noch so jung, könnte keine körperlichen Ursachen haben. (erst drei Jahre später wurde ich schlauer....die eigentliche Ursache ist körperlich: Nerven-/Gefäßschädigungen durch Radsport).

Jetzt zum Problem (als wenn das oben nicht schon genug wäre):

Natürlich nahm/nimmt mich die ganze Sache sehr mit. Seit der Zeit der Unsicherheit, bzw. auch jetzt drehen sich meine Gedanken von morgens bis abends um meine Erkrankung (wirken die Tabletten heute/gibt es Alternativen etc.). Meine Freundin macht mir übrigens keinen Druck, sondern ich mir.

Ab Anfang/Mitte 2013 ging es mir plötzlich allgemein viel schlechter. Phasen von Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Benommenheit, Gefühl ohnmächtig zu werden, Muskelschmerzen-/Zuckungen, morgens glasige Augen/Augenringe, Frieren, Übelkeit.... Es gibt immer Phasen wo es mir besser geht, aber Müdigkeit und Muskelschmerzen sind quasi immer da. Dann kommen wieder Phasen stärkerer Symptome....kribbelnde Hände, Füße, Gefühl umzukippen, besonders Probleme bei längeren Autobahnfahrten etc....

Ich dachte was hab' ich denn nun noch?! Diverse Arztbesuche, alle ohne Befund, ein Arzt meinte reaktiviertes EBV (aber über einen so langen Zeitraum?!).

Wenn ich meine Symptome "Google" könnte man eine "generalisierte Angststörung" in Betracht ziehen?!

Kann es sein, dass ich mich in die -tatsächlich körperlich vorhandene- Krankheit so hineingesteigert habe, dass ich nun auch eine psychische Störung entwickelt habe?

Wie kann diese sicher diagnostiziert werden? Müssten nicht, wenn mir ein Arzt z.B. Valium verschreiben würde die Symptome verschwinden? Dann wüsste ich ja sicher, dass es psychisch wäre !?

Und: Gibt es für mich wenn es so wäre überhaupt Behandlungsmöglichkeiten? Antidepressiva würde ich niemals nehmen, da diese ja meiner ohnehin nicht mehr vorhandenen Potenz den Rest geben würden!

Antworten
B,rombeIerküchlxein


Kann es sein, dass ich mich in die -tatsächlich körperlich vorhandene- Krankheit so hineingesteigert habe, dass ich nun auch eine psychische Störung entwickelt habe?

Eindeutig Ja.

Wie kann diese sicher diagnostiziert werden? Müssten nicht, wenn mir ein Arzt z.B. Valium verschreiben würde die Symptome verschwinden? Dann wüsste ich ja sicher, dass es psychisch wäre !?

Termin beim Facharzt - sprich Psychiater - der kann das sicher diagnostizieren. Valium ist quatsch. Das gehört zu den Benzos und macht hoch abhängig. Bitte nur kurzzeitig und als sogenanntes "Notfallmedikament" benutzen. Besser ein gut wirksames Antidepressiva nutzen wenn nötig. Die sind für den Langzeitgebrauch. Aber erstmal die Diagnose abwarten - vielleicht brauchst du garkeine Medis.

Und: Gibt es für mich wenn es so wäre überhaupt Behandlungsmöglichkeiten? Antidepressiva würde ich niemals nehmen, da diese ja meiner ohnehin nicht mehr vorhandenen Potenz den Rest geben würden!

Valium würde dem aber auch den rest geben. ;-)

Behandlungsmöglichkeiten gibts einige - der beste weg wäre die so genannte Verhaltenstherapie. Richte dich aber auf lange Wartezeiten ein - bis zu 6 Monaten beim Therapeuten. ;-)

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