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Fürchterliches Zeitmanagement und dessen Auswirkungen

StciaJro hat die Diskussion gestartet


Ich stelle fest, dass mein Zeitmanagement miserabel ist. Hier mal mein tagtägliches Dilemma:

Aufstehen so zwischen 6 und 7 Uhr. Ins Bad, dann Frühstück, anziehen, zur Arbeit bis spätestens 9 Uhr (Gleitzeit). Arbeiten bis mindestens 16 Uhr, oft wird es irgendwas zwischen 16:30 und 17:30 Uhr wegen vieler Überstunden zur Zeit. Dann manchmal einkaufen, danach nach Hause, essen (was kochen, was "Fertiges" zubereiten, Essen vom Vortag aufwärmen). Damit bin ich dann bis ca. 18 Uhr durch. Dann habe ich noch etwas mehr als eine Stunde, um die Seele baumeln zu lassen. 19:30 Uhr geht's los zum Vereinssport. Da bin ich bis 22:30 Uhr. Danach Tiere füttern, duschen, Zähne putzen, schlafen. Vor 23:30 Uhr ist an Schlaf nicht zu denken, manchmal bin ich durch den Sport so "aufgepietscht", dass ich nicht sofort einschlafen kann. Manchmal geht's aber auch, wenn ich total erschöpft vom Sport bin. In all der Zeit ist kein Haushalt drin. Die Wäsche türmt sich, ich schaffe das Bad nicht mehr, ohne meinen Freund "abzukommandieren", es sind noch zahlreiche Vorkehrungen für Weihnachten zu treffen. (Hauptsächlich Plätzchen und Testkochen des geplanten Menüs) Und dann versuche ich, wieder früh (gegen 6 Uhr) aufzustehen, um nicht zu spät auf Arbeit und damit auch nicht zu spät zuhause zu sein, da das ja wieder bedeutet, dass ich ab Feierabend kaum Zeit für mich habe.

Also zusammengefasst - ich finde in den letzten Wochen keine wirklich effektive Zeit für mich. Ich bin unausgeruht, tagtäglich müde - in der Vorweihnachtszeit durch die Vorbereitungen sogar am Wochenende, da ich es unter der Woche nicht schaffe! Ich fühle mich unglaublich gestresst. In der Berufsschule bin ich zwar weniger lange außer Haus, kriege mich aber zum Lernen nicht motiviert, da ich eben irgendwie Zeit für mich suche. Habe die letzten Wochen nachmittags meinem Freund viel beim Zocken zugesehen und bin dann auf der Couch eingepennt. Sehr produktiv...

Habe vieles im Kopf, was ich schaffen möchte. Neben den genannten Dingen müsste ich auch meine Schulhefter mal wieder auf Vordermann bringen, meinen überquillenden Bücherschrank dringend aussortieren und ich würde so gern mal wieder 2, 3 Stunden lesen mit Spaß, ohne dass mir nach 15 Minuten die Augen zufallen, weil ich Schlaf brauche. Hauptproblem ist, dass ich fett bin und z.B. meinen Sport liebe und brauche. Es gibt keine andere Sportart bislang, die mich so erfüllt und einfach nur Spaß macht. Ich bin gefangen in Widersprüchen und mir fehlt der Wille, auf irgendwas zu verzichten, weil ich alles haben will.

Ich kriege mein Leben nicht organisiert und werde von Woche zu Woche ein Stück unglücklicher. Manchmal wünsche ich mir mal 1, 2 Monate Urlaub am Stück... Aber das geht natürlich nicht.

Ich habe mir auch schon Listen geschrieben, was ich heute oder morgen schaffen möchte. Auch Sportpläne zwecks Muskelaufbaus, weil ich das unbedingt ergänzend zum Verein machen sollte. Aber ich schaffe es einfach nicht. Und Uhrzeiten als fest angeben geht auch schlecht, weil ich ja jeden Tag anders abeite und mein Pensum schaffen muss.

Im Moment ist somit das Einzige, was mich noch richtig mit Glück erfüllt, Essen. Sex mit dem Partner gibt es auch kaum noch, weil ich halt keine Zeit dafür finde und in meinem Stress gar keine Ruhe und Lust auf sowas habe... Ach, es ist einfach zum Kotzen alles derzeit. Meine Eltern waren am Wochenende da und haben auch wieder mal die Stimmung versaut... Ich mache in letzter Zeit so viel für andere, aber nichts für mich. Andererseits ist das Beschenken anderer für mich auch ein Quell der Freude.

Ich erlebe momentan ungeahnte Tiefen und spiele nicht zum ersten Mal damit, mich in psychologische Behandlung zu begeben. Weiß aber nicht, ob jede Krankenkasse sowas bezahlt, egal zu wem ich gehe. Eigentlich müsste ich mal nen Termin beim Psychotherapeuten machen oder zur Krankenkasse gehen, um zu fragen. Aaaaaber ja, ich finde keine Zeit. Zeit zu nix. Am Wochenende läufts natürlich besser, da ist es nur zur Zeit echt fies wegen Weihnachten.

Mir gehts richtig scheiße. Ich habe selten erlebt, dass ein versuchtes Lächeln eher wie eine verkrampfte Grimasse aussieht. Weil ich mich nicht mehr danach fühle. Lebensfreude = 10/100 im Moment. Mit leichten Lichtblicken, aber die Grundstimmung ist eine einzige Katastrophe.

Antworten
NDorNdi8x4


Du machst wirklich jeden Abend Vereinssport ? Ernsthaft ? Wenn ja dann wäre das der Punkt an dem ich ansetzen würde. Reduzier das auf 1-2x pro Woche und gönn dir ein paar freie Abende. Das Leben so durchzutakten ist einfach nicht gesund auf Dauer, das merkst du ja jetzt selbst.

Noch ein Punkt: Kannst du Morgens nicht schon um 7 anfangen und dann gegen 15 Uhr Feierabend machen ? Dann hättest du nachmittags auch wieder 1-2 Stunden gewonnen. Wenn du eh gegen 6 Uhr aufstehst müsste das doch mit etwas Disziplin einzurichten sein. Oder geht das wegen des Arbeitspensums bzw. der Geschäftszeiten nicht ?

N<otMitchaelCxaine


Habe vieles im Kopf, was ich schaffen möchte. Neben den genannten Dingen müsste ich auch meine Schulhefter mal wieder auf Vordermann bringen, meinen überquillenden Bücherschrank dringend aussortieren und ich würde so gern mal wieder 2, 3 Stunden lesen mit Spaß, ohne dass mir nach 15 Minuten die Augen zufallen, weil ich Schlaf brauche. Hauptproblem ist, dass ich fett bin und z.B. meinen Sport liebe und brauche. Es gibt keine andere Sportart bislang, die mich so erfüllt und einfach nur Spaß macht. Ich bin gefangen in Widersprüchen und mir fehlt der Wille, auf irgendwas zu verzichten, weil ich alles haben will.

Das seh ich als zentral. Ich glaub jeder Mensch hat so Phasen wie Du grad. Ich kenn das auf jeden Fall auch! Wichtig für mich: Entrümpeln von Zeitproblemen geht für mich im Kopf los. Wenn zu viel im Kopf ist kann das dazu führen, dass Du Dich durch das Kopf Karusell ständig überfordert fühlst obwohl eigentlich nichts gefordert wird.

Was hilft mir in so einer Situation konkret?

Die berühmte Liste! Ehrlich. Und ein sehr radikaler Umgang damit,den ich immer mal wieder verändere.

Sicher muss jeder da seinen eigenen Stil finden, aber ich schreib Dir mal meinen momentanen Umgang damit auf:

Wenn der Kopf mal wieder zu voll ist nehm ich mir wenn ich nach Hause komme ( weil bei mir im gehen der Kopf am aktivsten ist) einen Zettel und schreib die To do's die ich machen willauf, die ich gerade angesammelt habe. Die Liste ist bei mir aber nur voll mit Sachen, die "Extras" sind - also Sachen, ohne die ich bislang meinen Alltag auch organisiert bekam. Es passiert nichts negatives wenn ich davon nichts angehe, es würde aber was positives passieren, wenn ichs tun würde! Das mach ich so c.a 1 Woche lang jeden Abend. Es ist eine Wunschliste! Keine Mussliste!

In der Zeit erlaube ich mir überhaupt nicht irgendetwas von dieser Liste auch nur anzufangen, sondern weiss dass ich nichts von den Dingen vergessen werde, weil ichs ja aufgeschreiben habe! Ich brauch nicht mehr dran zu denken - ich kümmer mich später um die Umsetzung. Jeden wiederkehrenden Gedanken an etwas was auf der Liste steht lass ich im Kopf mit dem Verweis "ich hab mich schon darum gekümmert" los.

Am Wochenende nehm ich mir dann irgendwann eine Stunde Zeit und versuch realistisch dahinter zu schreiben, wieviel Zeit einzelne Posten brauchen und obs ne aufteilbare Aufgabe ist oder eine die irgendwann fertig ist. Das kann manchmal frustrierend sein und manchmal stell ich dabei auch fest, dass ich etwas aufgeschrieben habe was ich am Ende doch nicht will, sondern was ich meinte wollen zu müssen. Hinter die Kandidaten schreib ich dann die Vernunftgründe, warum ich meinte sie zu wollen, was sie wenn ich sie umsetzen würde tatsächlich positives zu meinem Leben beitragen würde und warum ich sie tatsächlich nicht will. (Keine Lust ist dabei kein Grund. Es geht um eine konkrete Begründung ). Wichtig ist mir dass ich mir hier ein Zeitlimit setze. Für mich ist c.a. eine Stunde gut. Alles was ich bis dahin noch nicht kommentiert habe hat Zeit bis nächstes Wochenende.

Wenn das gemacht ist nehm ich mir eine einzige Aufgabe daraus vor und schliess die Liste anschliessend weg. Welche Aufgabe ich aussuche mach ich davon abhängig was sonst grad so los ist und wie viel Spass sie mir macht, wie wichtig sie mir ist und so weiter. Die geh ich an und solang bleibt die Liste in der Schublade. Immer wenn ich wieder an etwas von der Liste denke was ich momentan nicht mache, sag ich mir, dass ich das notiert habe, das es aber momentan nicht dran ist. Bei mir entleert sich der Kopf mittlerweile relativ schnell, weil ich das System schon länger für mich anpasse. Es geht wirklich darum kreativ für dich selbst damit umzugehen.

Manche Aufgaben die ich angehe verlieren stark an Bedeutung wenn ich anfange sie umzusetzen, bringen vielleicht doch nicht das was ich mir erhofft habe und so weiter. Die beende ich dann indem ich aufschreibe warum ich sie beende. Dann ist der nächste Punkt der Liste dran. Und so weiter.

Wichtig ist, dass die Liste mir helfen soll! Sie soll mich nicht unter Druck setzen sondern ihre Aufgabe ist es mich zu unterstützen. Sie ist meine externe Festplatte, damit mein Ramspeicher nicht so voll ist ,). Deshalb der ganz strikte Umgang damit - immer nur eine Aktion davon umzusetzen.

Angewöhnt habe ich mir erste Schritte dieser Idee gegen Ende des Studiums (zu viele Ideen was ich statt Prüfungslernen tun wollte und keine Zeit das umzusetzen ;-) ). Das hatte da den Vorteil dass ich die realistische Planung mit einer Freundin zusammen machen konnte die ähnliche Probleme hatten. Mir fiel das leichter.

Das aber nur als Idee.

Um den Kopf zu entrümpeln hilft natürlich auch Meditation.

R/alp4h_HxH


Aufstehen so zwischen 6 und 7 Uhr. Ins Bad, dann Frühstück, anziehen, zur Arbeit bis spätestens 9 Uhr (Gleitzeit). Arbeiten bis mindestens 16 Uhr, oft wird es irgendwas zwischen 16:30 und 17:30 Uhr wegen vieler Überstunden zur Zeit. Dann manchmal einkaufen, danach nach Hause, essen (was kochen, was "Fertiges" zubereiten, Essen vom Vortag aufwärmen). Damit bin ich dann bis ca. 18 Uhr durch. Dann habe ich noch etwas mehr als eine Stunde, um die Seele baumeln zu lassen. 19:30 Uhr geht's los zum Vereinssport. Da bin ich bis 22:30 Uhr. Danach Tiere füttern, duschen, Zähne putzen, schlafen. Vor 23:30 Uhr ist an Schlaf nicht zu denken,

Ja.. Whow! Was erwartest Du? Du verbringst 3 Stunden täglich mit Sport, duschen kommt zu Hause dazu. Wo soll die Zeit herkommen?

Wenn es Dir wichtig ist, dass zu Hause der Haushalt gemacht ist, die Bürosachen ordentlich sind und die Weihnachtsvorbereitungen gemacht werden, dann mach Dir klar: Das kostet Zeit. Zeit ist begrenzt, 24 Stunden am Tag. Wie Du die verbringst, entscheidest Du allein. Wäre meine Frau täglich 3h beim Sport und ich müsste den Haushalt schmeissen, würde ich ihr was husten!

Der Job ist nicht sonderlich lang, da arbeiten andere länger. Ein 8 Stunden Tag plus Pausen dauert ohne Überstunden grob von 9-18 Uhr, mit 1h Fahrzeit 8-19 Uhr. Da bist Du also noch ganz harmlos dabei.

Y[tongx11


Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut ;-) !

Einfach mal ein bischen relaxter rangehen, sich auch mal ein paar Stunden Faulheit ohne schlechtes gewissen genehmigen und vor allen Dingen das Leben entrümpeln (man braucht nicht alles, was man gerade hat oder tut und kräftig Zeit frisst)....dann kommt auch die innere Ruhe wieder ;-) !

C[omraxn


Vereinssport

Tiere füttern

Testkochen des geplanten Menüs

überquillenden Bücherschrank

Das liest sich nach vielen Zwängen. Kannst du nicht da anfangen, dein Leben mal zu entrümpeln, anstatt zu versuchen einen 24h-Tag mit 20 Stunden vermeintlicher Pflichten vollzustopfen?

Und was die anderen Dinge angeht, die wirklich sein müssen: deinen Freund musst du nicht abkommandieren, sondern er sollte freiwillig genauso viel Zeit in die gemeinschaftlichen Pflichten investieren.

Mal dir mal einen Graphen mit zwei Gitterachsen: horizontal nach rechts kommt die "Wichtigkeit", nach oben die Achse ist dein "Spaßfaktor". Dort trägst du mal alles irgendwo an die richtige Position ein, was du an ständigen Tätigkeiten ausführst. Die Position ergibt sich aus Dringlichkeit und Spaßfaktor. Und dann fängst du mal mit Streichungen an, und zwar angefangen links unten am Nullpunkt, wo die wenigste Dringlichkeit und der wenigste Spaß enthalten sind. Und arbeitest dich langsam in die Außenbereiche, solange du es noch vertreten kannst.

Und beobachte dich unbedingt mal einen Tag, wie oft du aus reinem Zeitvertreib auf's Handy schaust.

mQelin8ka


Vieles wurde ja schon gesagt. Hauptpunkt ist vermutlich, Prioritäten zu setzen und sich vor allem von eigentlichen Freizeitbeschäftigungen nicht unter Druck setzen zu lassen. Wenn Plätzchenbacken und Menü-Probekochen dich stressen, dann lass es doch einfach. Du musst doch keine Plätzchen backen und du musst auch kein Menü kochen.

Neben den genannten Dingen müsste ich auch meine Schulhefter mal wieder auf Vordermann bringen, meinen überquillenden Bücherschrank dringend aussortieren (...)

Das sind Dinge, die ich auf einen extra Zettel schreibe mit der Überschrift "Was bei Regenwetter/Langeweile/akutem Beschäftigungsdrang erledigt werden kann" - sollte mal getan werden, ist aber nicht prioritär, sondern kann dann in Angriff genommen werden, wenn Zeiten mit Leerlauf auftauchen, in denen du nichts mit dir anzufangen weißt.

19:30 Uhr geht's los zum Vereinssport. Da bin ich bis 22:30 Uhr.

Täglich? Du sollst es nicht lassen, wenn es dir etwas gibt. Wenn es dir allerdings deine Kräfte raubt, statt dir Energie zu spenden, solltest du das reduzieren.

Dann habe ich noch etwas mehr als eine Stunde, um die Seele baumeln zu lassen.

Was machst du in dieser Zeit?

h]euGte_9hicexr


Hi Scaro,

man muss den Tag nicht so voll packen.

Andere machen es vielleicht, aber du brauchst dich mit denen nicht vergleichen. Eine Kollegin von mir weiss mit freier Zeit nichts anzufangen. Da frage ich mich auch ... wie geht sowas?

Jetzt stehen die Feiertage an. Wie wäre es, sie mit viel Gelassenheit anzugehen. Perfektion macht keinen Spaß für alle Beteiligten.

Alle Menschen sind gestresst von Schule, Arbeit oder anderem.

Da ist eine ungestresste Atmosphäre wirklich eine Erholung.

Nur so eine Idee ;-)

Y\el4iza


In all der Zeit ist kein Haushalt drin. Die Wäsche türmt sich, ich schaffe das Bad nicht mehr, ohne meinen Freund "abzukommandieren", es sind noch zahlreiche Vorkehrungen für Weihnachten zu treffen.

Ja und nu? Wie kriegt ihr das geregelt, wer macht denn was bei euch im Haushalt?

Klingt so als ob der Tagesablauf jetzt erst seit kurzem so voll gepackt ist? Also der Vereinssport jetzt neu dazugekommen ist?

da ich eben irgendwie Zeit für mich suche.

Wieso drei Stunden Sport am Tag, das ist doch Zeit für dich. Auch die eine Stunde Seele baumeln lassen, nach dem Essen.

Auch Sportpläne zwecks Muskelaufbaus, weil ich das unbedingt ergänzend zum Verein machen sollte. Aber ich schaffe es einfach nicht.

Wäre aber viel effizienter. Geh doch nur noch dreimal die Woche zum Verein und mach dann zweimal die Woche Muskelaufbau (das dauert auch dann nicht drei Std täglich).

Ich erlebe momentan ungeahnte Tiefen und spiele nicht zum ersten Mal damit, mich in psychologische Behandlung zu begeben.

Ich sehe da jetzt gerade zwar nicht den Kontext, aber ja das würde dir sicher helfen.

Im Moment ist somit das Einzige, was mich noch richtig mit Glück erfüllt, Essen.

Nicht gut. Ist das nicht schon länger so? Ich habe schon oft etwas von dir gelesen und bei dir dreht es sich oft um essen und abnehmen ist da mein Eindruck

S7carxo


Du machst wirklich jeden Abend Vereinssport ? Ernsthaft ? Wenn ja dann wäre das der Punkt an dem ich ansetzen würde. Reduzier das auf 1-2x pro Woche und gönn dir ein paar freie Abende. Das Leben so durchzutakten ist einfach nicht gesund auf Dauer, das merkst du ja jetzt selbst.

Das Training findet an vier Abenden in der Woche statt und macht mir große Freude. Ich hatte allerdings überlegt, es auf drei Tage runterzubrechen, dann hätte ich Montag, Mittwoch, Freitag was und immer noch vier freie Abende. Aber wenn ich mich verbessern will, ist 1 - 2 Mal echt ganz schön wenig... Aber ja, da sollte ich ansetzen. Dazu kommt, dass mir insbesondere im Winter die Motivation für andere freiwillige körperliche Betätigungen fehlt - im Sommer bin ich viel laufen gegangen, aber mittlerweile ist das für mich kaum noch vorstellbar, weils langsam echt kalt wird und ich ohnehin kaum mal zuhause bin, wenn es noch hell ist. Daher ist der Verein eine kostengünstige Gelegenheit für Bewegung, ein Ausgleich zur Büroarbeit und vor allem muss ich mich nicht dazu zwingen, sondern gehe aus freien Stücken dahin. Wie ein Zombie. Das passiert einfach, gehört mittlerweile dazu. ":/ Aber ich sollte es auf jeden Fall reduzieren, denn andererseits raubt es die Zeit, die ich so verzweifelt suche. Wenn ich mich dann mal wieder ausgeglichen fühle und nicht mehr so viel nebenher ansteht, kann ich dann auch vielleicht wieder jedes Mal hingehen. Die nächsten 2, 3 Wochen wirds eh nichts, weil die Halle weihnachtsschulferienbedingt schließt.

Noch ein Punkt: Kannst du Morgens nicht schon um 7 anfangen und dann gegen 15 Uhr Feierabend machen ? Dann hättest du nachmittags auch wieder 1-2 Stunden gewonnen. Wenn du eh gegen 6 Uhr aufstehst müsste das doch mit etwas Disziplin einzurichten sein. Oder geht das wegen des Arbeitspensums bzw. der Geschäftszeiten nicht ?

Von 7 bis 15 Uhr wäre optimal. Aber erfahrungsgemäß müsste ich dann bereits gegen 5:45 Uhr aufstehen, was ich meist durch das Training am Vorabend nicht schaffe. Leider ist die letzte halbe Stunde dort oft die beste, man ist warm gespielt und heiß aufs "Duell". ;-D Also ich stelle mir immer vorbildlich den Wecker um 6, aber wenn der klingelt, stelle ich ihn auf 15 Minuten später oder so, weil ich mich fühle wie grade zerknüllt und in den Mülleimer geworfen. %:| Nach nem halben Stündchen ist dann schon eher an Aufstehen zu denken.

@ NotMichaelCaine

Listen schreibe ich mir ständig aus Angst, was zu vergessen. Trotzdem sind die kleinen und großen Aufgaben im Hinterkopf omnipräsent und machen mir ein schlechtes Gewissen. Momentan ist ja Vorweihnachtszeit, da ist viel mehr zu erledigen als sonst hinsichtlich Plätzchen und Weihnachtsessen. Daher hoffe ich, dass es danach wieder entspannter wird.

Wäre meine Frau täglich 3h beim Sport und ich müsste den Haushalt schmeissen, würde ich ihr was husten!

Ähm, mein Freund und ich teilen unsere Begeisterung für diesen Sport und wir gehen immer zusammen hin, sofern seine Schichten es zulassen. Letzte Woche und diese Woche hatte er frei und da kommt es schon mal vor, dass ich ihn bitte (als TAGESaufgabe, während ich auf Arbeit bin), bitte doch mal das Bett neu zu beziehen oder unser 4-m²-Bad zu putzen. Und das macht er gern, weil er eh nix weiter vor hat.

sich auch mal ein paar Stunden Faulheit ohne schlechtes gewissen genehmigen

Das Schlimme ist, dass ich den Wert der Zeit nicht ganz realistisch einschätze. Wenn ich nur noch ne Stunde bis zum Sport habe, gammle ich meist vor mich her und mach nichts Großartiges, weil ich mir denke "in einer Stunde schaff ich doch eh nichts". Dummerweise beweise ich mir am Wochenende beim Wohnungsputz oder so regelmäßig das Gegenteil und bin dann erstaunt, wie viel in der angeblich "kurzen" Zeit geht. Es ist nur schwer, sich das immer wieder in Erinnerung zu rufen, wenn man sich träge und erschöpft fühlt... |-o

Das liest sich nach vielen Zwängen. Kannst du nicht da anfangen, dein Leben mal zu entrümpeln, anstatt zu versuchen einen 24h-Tag mit 20 Stunden vermeintlicher Pflichten vollzustopfen?

Na ja, Tiere füttern ist notwendig, weil die sonst sterben und so. Also ja, es ist ein Zwang. Im Moment belasten sie mich schon etwas, aber ich weiß, dass man seine Hochs und Tiefs hat und sie können nichts dafür. Also kümmere ich mich um sie wie sonst auch, mache sie zwei Mal die Woche sauber und füttere sie. Alles in allem nicht der größte Zeitaufwand von allem, was ich so tue. Aber halt schon jeden Abend ne Viertelstunde hinten rangeklatscht.

Den Sport sehe ich wie gesagt nicht als Zwang, da ich ihn gern und freiwillig mache. Sicherlich braucht mein Körper das auch seeeehr dringend, da ich viele überflüssige Pfunde habe und mir Disziplin im Allgemeinen ganz gut tut. Aber letztenendes muss ich mich da nicht "hinschleppen" oder so.

Zum Testkochen des Weihnachtsessens kann ich nur sagen, dass es dieses Jahr ein bislang einzigartiges Menü gibt. Sonst haben immer nur meine Eltern zu sich eingeladen, dieses Jahr kommen sie aber einmal zu mir und einmal komme ich zu ihnen. Deshalb probiere ich seit drei Wochen an den Wochenenden was aus. Einige Komponenten sind zusammengestellt, aber mir fehlt noch was. Und es soll richtig gut werden, damit ich nicht fürchten muss, dass sie nicht wieder kommen. Und mit Ente oder Gans ist es da aus diversen Gründen leider nicht getan... Es soll weihnachtlich sein und meine Eltern auch geschmacklich bisschen dran erinnern, ohne zu ähnlich zu sein. Schwer zu erklären. Auf jeden Fall ein überzeugendes Gericht, was zu Weihnachten passt und halt nicht nur irgendwas ist, was lecker ist (da gäbe es genug Möglichkeiten).

Tja, und das Bücherregal... Mittlerweile packe ich meine Bücher stapelweise auf den Teppich im Schlafzimmer, weil nichts mehr passt. Obwohl ich weiß, dass viele Bücher weg können. Also verkauft oder verschenkt. Und da das extrem unordentlich aussieht, halte ich es für notwendig, das Regal mal auszumisten. Schließlich fühle ich mich in einer unordentlichen oder unsauberen Wohnung extrem unwohl. Und bin letztlich auch selbst Schuld dran, also muss ich es auch beheben. So sehe ich das zumindest momentan. :-/

Mal dir mal einen Graphen mit zwei Gitterachsen: horizontal nach rechts kommt die "Wichtigkeit", nach oben die Achse ist dein "Spaßfaktor". Dort trägst du mal alles irgendwo an die richtige Position ein, was du an ständigen Tätigkeiten ausführst. Die Position ergibt sich aus Dringlichkeit und Spaßfaktor. Und dann fängst du mal mit Streichungen an, und zwar angefangen links unten am Nullpunkt, wo die wenigste Dringlichkeit und der wenigste Spaß enthalten sind. Und arbeitest dich langsam in die Außenbereiche, solange du es noch vertreten kannst.

Das klingt interessant und so, als ob es mir Spaß machen könnte! Danke, das probiere ich aus. Wenn ich Zeit habe... xD

Und beobachte dich unbedingt mal einen Tag, wie oft du aus reinem Zeitvertreib auf's Handy schaust.

Das muss ich nicht beobachten. Ich drücke vielleicht 5, 6 Mal am Tag einmal auf die Taste, um zu schauen, ob ich Nachrichten oder Anrufe habe. Wenn ich Nachrichten habe, beantworte ich sie und schalte das Display wieder aus. Wenn ich Anrufe habe, rufe ich zurück. Da ich aber nur ca. alle 3 - 4 Monate einmal kontaktiert werde, mache ich mir mittlerweile kaum noch Hoffnungen. Meistens ist das nervige Ding stumm geschaltet. Spiele habe ich mir mal vor nem Jahr geladen, die wurden aber schnell langweilig.

Sicarxo


Wenn Plätzchenbacken und Menü-Probekochen dich stressen, dann lass es doch einfach. Du musst doch keine Plätzchen backen und du musst auch kein Menü kochen.

Ich habe nicht ein einziges Geschenk für meine Familienmitglieder, weil sich niemand dazu äußert und ich ihnen keinen Firlefanz schenken will, den kein Mensch braucht... Seit drei Jahren backe ich daher jedes Jahr Plätzchen, unterschiedliche Sorten in einer Mischung, tüte sie ein oder packe sie in Dosen und verschenke bzw. versende sie an meine Lieben. Sie freuen sich immer total darüber und es ist ein Mega-Erfolgserlebnis, wenn alles über die Runden ist. Für meinen Freund und mich bleiben dann auch noch welche zu Weihnachten übrig. Klar, ich muss nicht. Aber ich will es ebenso sehr wie andere halt am Nachmittag los wollen, um ein Geschenk zu kaufen. Und ich schätze es, weil ich da all mein Herzblut reinstecken kann und weiß, dass die Kekse immer super gelingen. Und das Menü ist für mich die einzige Möglichkeit, zu Weihnachten mit meiner Familie schön zu essen, da ich das, was meine Mutter immer macht, nicht mehr essen kann. Und sie haben sich sehr über die Einladung gefreut. Außerdem fehlt mir diese Sache mit der Stimmung, den Weihnachtsliedern und so. Seitdem ich nicht mehr klein bin, haben meine Eltern das nicht mehr gemacht, weil sie zu faul geworden sind, es aber eigenen Aussagen nach gern haben. Deshalb arrangiere ich das dieses Jahr. Ich möchte alle an meinem Tisch haben und mit ihnen eine schöne Zeit verbringen. Vorbereitung ist da natürlich alles, schließlich ist wenig meiner bisherigen Festtagsideen erprobt.

Dann habe ich noch etwas mehr als eine Stunde, um die Seele baumeln zu lassen.

Was machst du in dieser Zeit?

Na ja, wie gesagt nix Produktives. ;-D Meist bin ich am Laptop, schaue mir Videos an und schreibe ein wenig. Selten lese ich mal, weil ich eigentlich gern mal länger lesen möchte und es mich traurig macht, wenn es grade so spannend ist und ich aufhören muss.

Ja und nu? Wie kriegt ihr das geregelt, wer macht denn was bei euch im Haushalt?

Normalerweise mache ich den Haushalt am Wochenende, da ich oft allein bin. Wenn mein Freund am Wochenende da ist, macht er das dafür unter der Woche, wenn ich arbeite. Irgendwie timen wir das so, dass jeder mal dran ist. Wenn wir beide da sind und nichts vorhaben (wegfahren oder Besuch kommt), dann machen wirs auch oft zusammen, der eine macht die Küche, der andere das Bad, der eine fegt, der andere saugt usw.

Wieso drei Stunden Sport am Tag, das ist doch Zeit für dich.

Neeeee, da ist mein Freund dabei und andere Leute auch. Ich steh doch nicht alleine in der Halle und spiele zwei Stunden lang den Ball gegen die Wand. :=o

Klingt so als ob der Tagesablauf jetzt erst seit kurzem so voll gepackt ist? Also der Vereinssport jetzt neu dazugekommen ist?

Nein, für den Vereinssport brenne ich bereits seit zwei Jahren. Mir macht nur Weihnachten etwas zu schaffen, da das Essen ausgeben für mich das erste Mal ist und ich ein bisschen üben muss, bevor ichs jemandem vorsetzen kann. |-o

Im Moment ist somit das Einzige, was mich noch richtig mit Glück erfüllt, Essen.

Nicht gut. Ist das nicht schon länger so? Ich habe schon oft etwas von dir gelesen und bei dir dreht es sich oft um essen und abnehmen ist da mein Eindruck

Nein, erst seit kürzerem. Ich esse wahnsinnig gern, bin eine Genießerin und Selbstkocherin und probiere gern Neues aus oder lasse mich von altbekanntem, leckeren Essen verführen. Aber ich hatte sonst noch viiiiiel mehr Freuden. Vieles würde mich jetzt auch noch beglücken, aber ich hab das Gefühl, nicht mehr dazu zu kommen wie "früher".

Coomxran


Na ja, Tiere füttern ist notwendig, weil die sonst sterben und so.

Provokativ gefragt: ich gehe davon aus, dass ihr Tiere haltet, die keine starke menschliche Bindung haben (wenn ich an eure Schicht-/Arbeits-/Vereinszeiten denke). Wäre es möglich, sich von den Tieren zu trennen?

S8caro


Provokativ geantwortet: ja, wäre natürlich möglich. Müsste sie ja nur in ner Facebook-Gruppe oder so reinstellen (Kleinanzeigen auf keinen Fall...). ;-D

Allerdings wüsste ich, dass ich es hinterher bereue, wenn ich den gröbsten Stress bewältigt hätte. Und sie sind mir immer ein großer Trost in Phasen, in denen mein Freund so arbeitet, dass wir uns kaum sehen.

Dazu kommt, dass sie nicht wirklich viel Arbeit machen. Ich plane, eine Haustierpause zu machen, wenn sie alle verstorben sind, aber das dauert noch paar Jährchen.

Bis dahin wohnen sie bei mir, ich wollte sie haben, stehe dazu und trage die volle Verantwortung. Und da werde ich sie sicher nicht abgeben, wenn es nicht zwingend erforderlich ist (Allergie oder ich bekomme plötzlich Drillinge oder so).

krleiner_mdracrhenstexrn


Nachdem du was von Berufsschule schreibst nehme ich mal an, du bist noch relativ jung und in der Ausbildung.

Das ist schon eine harte Umstellung von Schule auf Arbeit, auch wenn die Schulbelastung in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat ist das immer noch eine schwerweigende Veränderung, bei der viele Leute das Gefühl haben, dabei auf der Strecke zu bleiben, aber das ist nur die Umstellung.

Weiterhin ist mir neben dem unfassbar vielen Sport vor allen deine Einstellung aufgefallen

Wieso drei Stunden Sport am Tag, das ist doch Zeit für dich.

Neeeee, da ist mein Freund dabei und andere Leute auch. Ich steh doch nicht alleine in der Halle und spiele zwei Stunden lang den Ball gegen die Wand. :=o

Was verstehst du denn dann unter "Zeit für dich"? Zeit für einen selbst ist für berufstätige Menschen in der Regel Zeit für Dinge, die ihnen Spaß machen. Der Sport macht dir Spaß also ist das natürlich Zeit für dich, genau wie die Stunde "rumgammeln" und die 3 Stunden, die du morgens zwischen dem ersten Weckerklingeln und dem auf der Arbeit sein brauchst. Macht 5 Stunden pro Tag, das ist mehr als die meisten Leute haben.

Daher müsste dein erster Schritt sein, das auch so zu sehen, dass das eben deine Zeit für dich ist.

Weiterhin solltest du z.B. für den Haushalt fest Termine einplanen, z.B. morgens vor der Arbeit eine halbe Stunde o.ä, dann blebt nicht so viel liegen.

SKcaxro


Unter "Zeit für mich" verstehe ich Zeit, wo ich wirklich allein bin, ohne mit anderen Menschen zu interagieren. Somit kann lesen, schreiben, zeichnen, zocken oder spazieren gehen gemeint sein. Auch ein ausgedehnter Einkauf, bei dem ich mir viel Zeit lasse und alles anschaue. Klar sind andere Menschen im Laden, aber die blende ich größtenteils aus. Beim Sport muss ich sie ja beachten, ihre Aktionen durchschauen, mit ihnen nach dem Spiel abklatschen und rede natürlich auch mit ihnen zwischen den Spielen oder ganz zum Schluss. Ist ja auch alles sehr nett, aber ich bin eben nicht für mich. Ich möchte mich am liebsten wieder ganz lange nur für mich allein haben. (Ganz lange = 3, 4 Stunden reichen erstmal aus, die hol ich mir wahrscheinlich dieses Wochenende, da mein Freund da viel arbeiten muss)

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