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Affäre mit psychisch krankem Mann

E3heamalig$e'r {Nutqzer @(#580649x) hat die Diskussion gestartet


Ich treffe mich seit einigen Monaten ab und zu mit einem psychisch kranken Mann. Bei ihm wurde schon im Teenager-Alter Schizophrenie festgestellt. Er nimmt Medikamente. Viel mehr weiß ich aber nicht. Ich mag ihn sehr. Ich weiß, dass er eine Menge Probleme hat. Er zieht sich oft von mir zurück, dann ist er wieder sehr nett. Will mich sehen, sagt Treffen kurz vorher ab. Er fühlt sich auch schnell unter Druck gesetzt. Will mich wahrscheinlich nicht verletzen, kann aber auch nicht mehr geben.

Hat jemand Erfahrung? Denkt Ihr, es liegt an seiner Diagnose? Habe schon gelesen, dass schizophrene Menschen oft nicht in der Lage sind, überhaupt eine Beziehung zu führen, Liebe zu empfinden. Ist das so? Wie kann ich damit umgehen?

Antworten
N7ord8i8x4


Sorry aber ich sags jetzt mal direkt: Lass das !

Natürlich kann er nichts für seine Krankheit und natürlich ist es gut das er in Behandlung ist, trotzdem wirst du mit ihm nie was "normales" bzw. geregeltes haben können. Dafür ist die Chance das du dich dabei aufreibst, selbst wenn es noch nur eine Affäre ist, sehr groß. Denkst du du hättest die Kraft für zwei Menschen psychisch stabil zu sein ? Und könntest du dauerhaft mit seinem unberechenbaren Verhalten klar kommen wenn du jetzt schon Probleme damit hast ?

Von anderen Dingen wie Beziehung oder sogar Familie will ich garnicht anfangen, das halte ich bei der Diagnose und der Tatsache das er selbst unter Medikamenten noch so heftig reagiert, für unmöglich.

E/hemaliwger RNutzer (#T580h649)


Ach, ich weiß auch nicht, was daraus werden soll. Im Moment will ihn einfach nur häufiger sehen. An eine Zukunft denke ich gar nicht. Kinder sowieso nicht.

Sepi9nnerixn


Nordi, ich finde dein Urteil sehr hart und ungerecht, und, nebenbei gesagt, halte ich es für pure Spekulation. Ganz besonders dies:

trotzdem wirst du mit ihm nie was "normales" bzw. geregeltes haben können

Du kennst ihn doch gar nicht.

@ kto libo:

lass Dich nicht gleich entmutigen.

Bei ihm wurde schon im Teenager-Alter Schizophrenie festgestellt. Er nimmt Medikamente. Viel mehr weiß ich aber nicht.

Vielleicht wäre es ein guter Ansatz, mehr herauszufinden, wenn er sich denn öffnen möchte.

Schizophrenie ist eine sehr individuelle Erkrankung, die sich sehr unterschiedlich ausdrücken kann. Deswegen kann man auch fast gar nichts dazu sagen, wenn man die Person nicht kennt.

Wenn ein Betroffener medikamentös gut eingestellt ist kann er jedenfalls sehr wohl ein normales Leben führen. Ich kenne sogar Leute mit Erkrankungen im schizophrenen Spektrum, die heute OHNE Medikamente ein normales Leben führen.

Ihn in dem Sinne einfach besser kennen zu lernen wäre meiner Ansicht nach der richtige Schritt. Was genau vorgefallen ist, wie es ihm jetzt geht, wie es sein Leben beeinflusst, etc. Dann kann man immer noch sehen wie es weitergeht.

NwordiY84


Ja vielleicht muss man solche Dinge aber auch mal direkt sagen. Denn er ist ja offensichtlich entweder nicht wirklich gut eingestellt oder die Medikamente wirken nicht voll oder er nimmt sie nicht so wie er sollte, wenn alles gut wäre würde er sich mit Sicherheit nicht so verhalten. Sich emotional voll auf sowas einzulassen endet meist nicht gut, da muss man schon eine sehr sehr starke und stabile Persönlichkeit besitzen.

T%ragiscoherCl|ownxfisch


Schizophrenie ist eine sehr individuelle Erkrankung, die sich sehr unterschiedlich ausdrücken kann. Deswegen kann man auch fast gar nichts dazu sagen, wenn man die Person nicht kennt.

Wenn ein Betroffener medikamentös gut eingestellt ist kann er jedenfalls sehr wohl ein normales Leben führen. Ich kenne sogar Leute mit Erkrankungen im schizophrenen Spektrum, die heute OHNE Medikamente ein normales Leben führen.

Ihn in dem Sinne einfach besser kennen zu lernen wäre meiner Ansicht nach der richtige Schritt. Was genau vorgefallen ist, wie es ihm jetzt geht, wie es sein Leben beeinflusst, etc. Dann kann man immer noch sehen wie es weitergeht.

Spinnerin

:)^

Es ist nicht jeder Schizophrene ein Norman Bates.

Ich habe eine Bekannte mit Schizophrenie, die Lehrerin ist und verheiratet. Es geht alles...

ACcBker!wixnde


Nicht ausschließlich die "Normalität" zu suchen, kann auch sehr bereichernd sein. Ich finde es weitaus wichtiger, das gemeinsame Mensch-sein zu erleben das tiefer liegt als Diagnosen und Krankheiten, als immer alles "richtig" und der Norm entsprechend zu machen.

"Ihn in dem Sinne einfach besser kennen zu lernen wäre meiner Ansicht nach der richtige Schritt. Was genau vorgefallen ist, wie es ihm jetzt geht, wie es sein Leben beeinflusst, etc. Dann kann man immer noch sehen wie es weitergeht.Spinnerin" (Sorry, ich weiß nicht, wie man zitiert.)

Sehe ich genauso.

Eventuell könntest Du auch einen Therapeuten um Rat fragen, wie er/sie empfehelen würde in bestimmten Situationen zu reagieren, mit denen Du dir schwer tust umzugehen.

bVlacWkheartexdqueen


Ich würde Beziehungsfähigkeit auch nicht unbedingt daran festmachen, dass jemand psychisch rumdum gesund sein muss. Aber das hier..

Er zieht sich oft von mir zurück, dann ist er wieder sehr nett. Will mich sehen, sagt Treffen kurz vorher ab. Er fühlt sich auch schnell unter Druck gesetzt.

..würde mir dann doch, Schizophrenie hin oder her, zu denken geben. Dein Bekannter scheint psychisch nicht sonderlich stabil und auch nicht mit sich im Reinen zu sein. Das macht ihn zu keinem schlechten Menschen und auch nicht weniger liebenswert :-)

Aber Nordi84 hat, meinem Empfinden nach, Recht. Eine Beziehung mit einem instabilen psychisch Kranken Menschen, das kann verdammt nervenaufreibend und kräftezehrend sein. Ich bin seit Frühjahr aus so einer Beziehung raus und mir ist nach der Trennung, so weh es mir auch getan hat, einfach nur unendlich erleichtert. Eben weil ich zwar für mich ein stabiler Mensch bin, aber nicht die notwendige Kraft habe für zwei Menschen dauerhaft stabil zu sein.

Liebe kto libo, an deiner Stelle würde ich wohl versuchen mich erst einmal selbst zu sortieren. Für dich herausfinden was du willst, wie du dir dein Leben wünschst und welche deiner Bedürfnisse befriedigt sein müssen, damit du langfristig selbst glücklich und zufrieden sein kannst.

Wenn du das für dich selbst weißt, dann hast du zumindest ein stabiles Gerüst. Und entweder es ist Raum, dass dein Bekannter mehr Platz in deinem Leben einnehmen könnte, oder eben nicht. Verliebtheit oder Liebe ist oft, leider, einfach nicht genug. Weil eben auch die Rahmenbedingungen und der Rest passen müssen.

Tira3gischeruCloZw#nfixsch


Damit jemand kräfteraubend ist, braucht er keine Schizophrenie. Ich kenne so viele Leute, mit denen ich niemals in Kontakt sein würde, weil sie mir ruckruck alle Nerven kosten würden, und von denen ist keiner schizophren.

Wie gesagt, es gibt auch Schizophrene, die normal mit sich klar kommen, verheiratet sind und einen Beruf haben. Und da haben die Partner nicht unbedingt zu leiden. Klar bekommen sie die Krankheit mit, aber man kommt damit klar. Man verlässt ja auch keine Partner wegen Krebs.

Obwohl, das fände ich noch 1000 mal schlimmer. Das widerum möchte ich nie erleben müssen, dass neben mir einer an Krebs zugrunde geht.

Es ist halt alles relativ.

Zudem würde es ja ansonsten auch heißen, dass Schizophrene alleine bleiben müssen, weil sie zu anstrengend seinen. Und das ist ja nunmal Quatsch.

bKlackh#earBtedq ueexn


Zudem würde es ja ansonsten auch heißen, dass Schizophrene alleine bleiben müssen, weil sie zu anstrengend seinen. Und das ist ja nunmal Quatsch.

Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Auf der einen Seite gibt es ja nicht "DIE Schizophrenen" und auf der anderen Seite gibt es auch unterschiedlichste Lebensentwürfe, die unterschiedliche Anforderungen an die Partner stellen.

Ich selbst wünsche mir zum Beispiel eine ganz bodenständige Zukunft. Irgendwann zweidrei Kinder und vielleicht ein kleines Eigenheim mit Garten irgendwo in einer ländlichen Gegend. Dazu brauche ich aber einen zumindest halbwegs stabilen und überlebensfähigen Partner. Jemanden, der wenigstens in der Lage ist für mindestens 20-30h/Woche langfristig ein Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten. Jemanden der auch in Stresssituationen nicht komplett ausfällt und durchdreht. Jemanden, der auch mir mal den Rücken stärkt. Jemanden auf den ich mich verlassen kann und der mindestens mit einem Fuß fest am Boden steht.

Andere Menschen mit anderen Lebensentwürfen und Bedürfnissen haben, ganz bestimmt sogar, wieder ganz andere Ansprüche an einen (potentiellen) Partner. Und das ist ja auch gut so :-)

N*oIrdix84


Damit jemand kräfteraubend ist, braucht er keine Schizophrenie. Ich kenne so viele Leute, mit denen ich niemals in Kontakt sein würde, weil sie mir ruckruck alle Nerven kosten würden, und von denen ist keiner schizophren.

Ja und ? Die Schizophrenie ist eben ein zusätzlicher Faktor der enorm viel Kraft kosten kann. Wenn jemand in Behandlung und halbwegs stabil bzw. berechenbar ist mag es gehen, wenn die Behandlung aber nicht anschlägt und die Person ziemlich unberechenbar, unbelastbar und instabil reagiert dann führt das in einer Beziehung zu Problemen. Umso labiler der eine Partner ist umso stabiler muss der andere sein und das kann auf Dauer eben dazu führen das selbst der stabile Teil abstürzt.

E3hemaligXer Nu0tzer (J#5806x49)


Danke erstmal für eure Beiträge. Das klingt vielleicht seltsam, aber wir sind beide in einer Lebensphase, in der wir keine feste Beziehung führen wollen. Wir wollen beide nicht mit einem Partner zusammenwohnen, keine gemeinsamen Kinder, keine ständiges Zusammensein. Es ging von Anfang an nur darum, zusammen Spaß zu haben, ab und zu was zu unternehmen. Trotzdem hätte ich gern Zuverlässigkeit, keine plötzlichen Absagen und es belastet mich, wenn ich merke, dass er sich plötzlich zurückzieht. Jeden anderen hätte ich bei so einem Verhalten links liegen lassen. Aber bei ihm denke ich immer, er kann vielleicht nicht anders. Außerdem mache ich mir Sorgen, dass es ihm nicht gut tut. Immer wieder stelle ich den Kontakt her. Von seiner Seite kommt nicht viel.

S<pinnxerin


Hast du mit ihm schon einmal darüber gesprochen? Ihm gesagt, wie du dich fühlst?

E`hemaligerN Nutezer ((#58x0649)


Ja, hab ich. Es tut ihm leid. Er weiß nicht, was er tun kann. Es überfordert ihn. ":/ Ich weiß auch gar nicht, was ich mir hier erhoffe.

S~piYnneexrin


Muss man denn immer groß etwas erhoffen? Wenn es dich belastet kann ein offenes Ohr gut tun. :)*

Die Entscheidung, inwiefern du mit seinem Verhalten leben kannst bzw. inwiefern die Vorzüge die Nachteile überwiegen (oder auch nicht) musst du treffen. Aber dabei kannst du dir Unterstützung holen.

Ich habe eine Freundin / Bekannte, die mir auch ständig absagt. Das hatte ich mal angesprochen, weil es mich auch sehr stört, und es stellte sich heraus, dass es überhaupt nichts mit mir zu tun hat. Sie ist einfach nur total chaotisch. Und das hilft, es nicht persönlich zu nehmen. Klar ist es doof, wenn man sich den Tag freigehalten und sich drauf gefreut hat. Aber wenn man schon darauf vorbereitet ist, dass die Person nicht allzu zuverlässig ist bzw. sich eventuell kurzfristig zurückzieht, kann man sich einen Plan B zurechtlegen. So mach ich das jedenfalls. Da erspart man sich viel Ärgern und Grübeln.

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