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Posttraumatische Belastungsstörung ?

RYatBlosx91 hat die Diskussion gestartet


Ich befand mich vom 18. bis 27. November in stationärer psychiatrischer Behandlung in der psychiatrischen Abteilung des städtischen Krankenhauses. Mein niedergelassener Psychiater vermutete eine dissoziative Störung und im Krankenhaus wurde während meines zehntägigen Aufenthalts von der Psychiaterin die Diagnose "Dissoziale Persönlichkeitsstörung" gestellt. Für meinen Geschmack wurde die Diagnose viel zu vorschnell gestellt. Zu meinen Symptomen zählen: Leicht reizbar, aggressiv Verhalten, manipulativ, vor allem unter Stress neige ich zur Begehung von Straftaten, deute jegliches Verhalten von anderen Personen als feindselig, empfinde kein Mitleid oder Reue, bin unfähig aus Bestrafung zu lernen, habe nachts das Gefühl den Körper zu verlassen, nächtliches Sehen von Schatten, habe inzwischen ein schlechtes Gedächtnis, Konzentrationsschwierigkeiten, anhaltende Rückenschmerzen, die Dinge, welche ein Trauma ausgelöst haben könnten (Frühkindlich und beruflich im Auslandseinsatz als Zeitsoldat) kann ich nicht abrufen (sind wie in einer Truhe verschlossen), ich bin schreckhaft und immer in Alarmbereitschaft. Die Mutter eines ehemaligen Kameraden ist pensionierte Psychotherapeutin und hat sich die Zeit genommen mal an mehreren Tagen mehrere Stunden mit mir zu sprechen und sagte, dass sie bei mir keine dissoziale Persönlichkeitsstörung erkennen kann, sondern vielmehr eine Posttraumatische Belastungsstörung und dissoziative Symptome dahinter vermutet,, weil die PTBS auch häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einhergeht. Ich soll im Januar eine Langzeittherapie (stationär) beginnen und sollte ich den Ärzten im Vorfeld meine Bedenken bezüglich meiner Diagnose mitteilen oder kommt das komisch rüber ?

Antworten
MSonsktxi


Hallo Ratlos,

das ist schwierig zu beantworten, vor allem natürlich aus der Ferne.

Ich habe ein chronifiziertes PTBS, das mittels Paroxetin so erfolgreich therapiert wird, dass ich ein normales Leben führen kann und mir meine Umwelt i.d.R. kaum etwas anmerkt. Meine Hauptsymtome sind:

- schreckliche Alpträume mit Wiedererleben der Erlebnisse (Hauptsymtom),

- Flashbacks, in denen ich die Ereignisse aufgrund bestimmter Situationen (Gerüche, Geräusche, gewisse Konstellationen) quasi erneut erlebe und aufgrund der Intensität mitunter die Kontrolle verliere, und

- ausgeprägte Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit.

Alles andere, wie mangelnde Empathie oder mangelnde Einsicht nach klarem Fehlverhalten kenne ich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Meine Ausflipper sind für mich furchtbar. Seit gut 15 Jahren sind sie nicht mehr vorgekommen - auch dank Einzeltherapie und Therapie in Kliniken.

Nicht selten hat man aber mit einer Kombination verschiedener Störungen zu tun. Die Diagnose Dissoziale Persönlichkeitsstörung würde ich deshalb durchaus weiter im Auge behalten. Ich wünsche Dir erfahrene Therapeuten!!!

LG

aUug2x33


Geh mal davon aus, dass sich die Ärzte ihre eigene Meinung bilden und danach handeln. In vielen Fällen ist es sogar besser, wenn die vorweg keine Zuweisungsdiagnose kennen. Also hin und sehen, was als Therapie angeboten wird und dann daraus etwas machen.

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