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Platz in der Gesellschaft finden....

E?lz Pixntor hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich weiß weder ein noch aus, ich weiß nicht wo ich mit meinem Leben hin will. Meine Motive scheinen mir nicht zugänglich zu sein. Das Problem ist, in der Außenwelt finde ich wenig was mich begeistert bzw. was mich anspricht. Vieles langweilt mich und wenn man einmal versucht hat zu verstehen wie die Welt funktioniert und meint es verstanden zu haben ist man ernüchtert. In einer Welt in der es letztlich nur darum geht Profit anzuhäufen. Alles unterliegt letztlich diesem Prinzip und das im zunehmenden Maße, das ist ermüdend. Von Menschen umgeben zu sein, die versuchen irgendetwas zu sein. Sie dürsten nach Status, Anerkennung, Macht, Geld, Erfolg. So ist man im Normalfall sein Leben lang damit beschäftigt besser zu sein als der andere. Einmal im Hamsterrad drin kommt man so schnell nicht wieder heraus. Die Alternative scheint auch nicht gerade vielversprechend zu sein. Denn außerhalb der allgemeinen Geschäftigkeit mag die Zeit vielleicht etwas langsamer fließen, gleichzeitig umweht einen das Gefühl des abgehängt sein. Auch Langeweile macht krank und führt zum Verdruss. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Das Gefühl so viele mögliche Leben nicht gelebt zu haben, so viele Chancen da draußen die man nicht genutzt hat. Das suggeriert einem die Werbung tagtäglich. Dabei sollte jeder Mensch das Recht haben so integer wie möglich zu Leben ohne dabei in moralische Konflikte zu kommen. Das was mich im Leben derzeit so plagt sind zahlreiche Zielkonflikte und Dilemmata denen ich mich ausgesetzt fühle. So viele Widersprüche die mich lähmen und eine klare Richtung vermissen lassen. Die Akrasia tut noch ihr übriges. Vielleicht ist so etwas ja auch normal und die Idee eines geradlinigen Lebenslaufes muss verworfen werden. Die Idee jeder Mensch hätte klare, kohärente Ziele vor Augen die ihn motivieren bestimmtes zu tun bzw. zu unterlassen. Darüber hinaus sind alle Ziele die es gibt in einen gesellschaftlichen Kontext eingebunden d.h. sie in der Hand von diversen Institutionen und unterliegen bestimmten Regeln Formalitäten. Erfolgreich in Erreichung dieser Ziele ist derjenige, der Spielregeln dieses System durchschaut hat und weiß wie man sich am besten anzupassen hat. Effizienz und preußische Tugenden werden belohnt. Nun wohin also? Im Prinzip gibt es 3 Wege in Anlehnung an die Verhaltensweisen von Tiere welche sich in Gefahr befinden. Angriff, Flucht oder Starre. Ich befinde mich seit längeren in letzteren Zustand, zumal mir Möglichkeit eins als ein nicht enden wollender Kampf erscheint. Ferner erscheinen mir die Früchte die man erntet es nicht wert zu sein. Möglichkeit 2 scheint auch keine echte Alternative. Die Flucht suggeriert einen von etwas entkommen zu sein aber eben nur temporär. Ich wäre sehr dankbar für Denkanstöße, jedoch habe ich mich gedanklich in viele Lebenswege versucht hineinzuversetzen aber viele scheinen nicht passgenau zu sein.

Antworten
N9ordIix84


Vielleicht würde es helfen wenn du deine Ziele mal ganz direkt und klar, ohne Ausschweifungen, aufschreibst. Denn ich werd aus deinem Text nicht ganz schlau was du für dich jetzt genau willst. Sicher hat man tausend Optionen aber willst du z.B. Frau, zwei Kinder und Haus oder willst du Millionär werden oder willst du dich als Lebenskünstler durchs australische Outback schlagen ? Wenn du das nicht sagen kannst dann liegt dein Problem am Ende nämlich genau darin das du deine Ziele und Wünsche nicht festlegen kannst.

Und welchen "Lebensweg" hast du bisher beschritten ? Bist du mit 15 ohne Abschluss von der Schule und hockst seitdem Zuhause rum, hast du Abi, hast du ein abgeschlossenes Studium ?

Was interessiert dich ? Woran hast du Spaß ? Kannst du dir vorstellen aus deinem Job Erfüllung zu ziehen oder holst du dir die eher in der Freizeit und machst nen Job der dich langweilt aber deine Freizeit gut finanziert ?

Ganz ehrlich, solange du nur so schwammig und nebelig schreibst (und denkst ?) wie dort oben kann dir recht schwer geholfen werden.

EFl5 Pint]or


Hi,

danke für die antwort nun mein Fall ist wohl etwas komplizierter ich muss kurz ausholen.

Ich bin 26, habe Abitur aber stehe quasi mit leeren Händen da. Ich habe Chemie studiert mit dem damaligen Ziel mich in Richtung Toxikologie/Umweltchemie zu spezialisieren. Ich hatte während dieser Zeit immer das Gefühl ständig ein Dissonanzgefühl, da die Diskrepanz zwischen IST und SOLL unermesslich hoch zu sein schien. Also auf der einen Seite dieses recht hochgesteckte Ziel und auf der anderen Seite das was man tatsächlich leistet. Ferner hatte ich nicht das Gefühl das zu machen was ich wirklich will sondern ein Leben zu leben welches irgendwie nicht meines war. Es war als ob mich der Strom des Lebens mitgerißen hätte und ich nicht mehr in der Lage war das Tempo zu bestimmen.

Dann war ich mir meiner Identität nicht ganz klar. Unter den Chemikern habe ich nicht irgendwie nicht zugehörig gefühlt, unter Freunden die etwas anderes studiert haben war ich dann der Chemiker.

Wie auch immer, vor ca 3 Jahren musste ich das Studium dann abrechen da ich eine schwere depressive Episode durchmachen musste.

Ich habe in dieser Zeit schwerlich meine Aufgaben verrichten können und habe heute auch noch Mühe mich länger zu konzentrieren.

Das ganze ist logischerweise sehr frustierend weil ich das Gefühl habe mein Leben nicht richtig zu nutzen.

Jedenfalls weiß ich jetzt nicht so recht wo ich will, ungeachtet der Tatsache dass ich mit meinen Lebenslauf nicht erwarten kann Karriere zu machen.

Was interessiert dich ? Woran hast du Spaß ? Kannst du dir vorstellen aus deinem Job Erfüllung zu ziehen oder holst du dir die eher in der Freizeit und machst nen Job der dich langweilt aber deine Freizeit gut finanziert ?

Ich bin wohl nicht der Typ der in Arbeit Erfüllung findet, ich weiß nicht was das sein sollte. Ich interessiere mich für verschiedenes, Psychologie, Philosophie, Sport, Musik, Verhaltensweisen von Menschen, Geschichten von Menschen. Manchmal ist es auch ganz heilsam durch die Innenstadt zu laufen und das bunte Treiben zu beobachten. Ich weiß aufjedenfall was mich nicht interessiert. Eigentlich interessiert mich fast mehr nicht als dass es das tut.

Ich kann das um ehrlich zu sein auch gar nicht richtig beantworten. Interessen so scheint mir das manchmal ist etwas was dem Menschen inhärent ist.

z)ep


Weißt du, die Welt ist gar nicht sooo schlecht und starr wie du dir das in deiner momentanen Überforderung zusammenbastelst. Es wird dir nicht weiterhelfen die Gesellschaft als solche oder die Menschen die besser zurechtkommen als du abzuwerten. Schau lieber genauer auf dich und deine Befindlichkeiten. Hast du denn eine Idee was der Auslöser für deine Depressionen sein könnte? Zieht es dich lebenstechnisch in irgendeine Richtung die du bisher vielleicht nicht in Erwägung gezogen hast?

MUr. Fqore5skixn


Wie auch immer, vor ca 3 Jahren musste ich das Studium dann abrechen da ich eine schwere depressive Episode durchmachen musste.

Ist die Depression behandelt und geheilt worden?

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