» »

Nach dem Suizidversuch....

s9chne%cke1M9x85


Danke, Juley :)_

Ich muss sagen, dass mich diese Gleichgültigkeit, das nicht-ernst-nehmen erheblich retraumatisiert hat. Schon von Kindheit an wurde ich nicht gesehen, wurde alles weggedrückt, musste ich mein Ich verstecken und verdrängen. Sonst war Mutter traurig und ich war schuld! (Inklusive Liebesentzug und Zusammenfalten von all meinen Geschwistern, Erniedrigung).

Ich konnte es nicht direkt sagen: "Ich brauche Psychiatrie", aber ich habe es immer wieder versucht zu sagen. Unter anderem mit den Worten "Ich kann die Verantwortung für mein Leben nicht mehr selber tragen.". Reagiert wurde von meinem Therapeuten / Psychiater darauf NULL. Er verbuchte es unter Borderline-Spielchen. Dass ich nach jeder Sitzung am Fluss neben der Klinik saß und runterspringen wollte, das sah er nicht.


Mit meiner späteren Therapeutin und der späteren Psychiaterin habe ich da wesentlich bessere Erfahrungen gemacht. Ich wurde ernst genommen und mit dem Vertrauen konnte ich auch Forderungen in Bezug auf mich besser artikulieren. Das klappte dann eigentlich ganz gut.

v-amxp28


Wenn ich alleine leben würde, also keinen Freund hätte und auch an keinen Selbstschutzvertrag(Meine Therapeutin mag das Wort: Non-Suizid-Vertrag nicht ;-D ) verpflichtet wäre, würde ich auch nicht in die Notaufnahme fahren oder zum Arzt. Ich würde es selbst so gut es geht versorgen. Ich finde selbst meine Wunden auch nicht schlimm. Ich mag es auch überhaupt nicht wenn die genäht werden. Weil die dann zu sind, das ist dasselbe irgendwie, wie wenn ein Mund zugenäht wird und der kann nicht mehr schreien.

Nein ich mache das nicht als Hilfeschrei, nur jeder kennt das Gefühl doch auch. Etwas ist offen und man kann wieder atmen, der Druck entweicht und wenn sie wieder zu sind, dann ist alles wieder eingesperrt. Kann es nicht so gut beschreiben. Also das ist schon ein Grund wieso ich am liebsten gar nicht zu Ärzten oder ins Krankenhaus möchte. Aber wenn ich es nicht tue, ist die Therapie vorbei und mein Freund würde das auch so nicht mitmachen auf langer Sicht.

Früher hab ich die auch immer selbst versorgt, bis ich dann in Psychiatrien landete und dort kann man so etwas nur schlecht verheimlichen. Ich denke auch dass ich langsam auch so weit bin, Verantwortung über mein Handeln zu übernehmen und sie wenigstens ärztlich versorgen zu lassen. Bin aber auch schon sehr lange in Therapie. Hatte auch Stationär wie auch ambulant lange DBT Therapie gemacht. War aber nicht so nützlich wie die Traumatherapie die ich jetzt ambulant mache. Ich denke es wird irgendwann besser, bei manchen schneller, bei manchen wiederum sehr langsam oder gar nicht. Ich hoffe auch noch, das es besser wird. ;-D

v<amp2x8


@ schnecke1985

Das ist schlimm, dieses nicht ernst genommen werden. Kann verstehen dass es extrem triggert, geht mir auch so. Wobei ich zumindest in der Hinsicht meistens gute Erfahrungen gemacht hatte mit Ärzten und Therapeuten. Manchmal sogar zu Gute, also fand die Reaktionen mehr als übertrieben und oft will man einfach nur seine Ruhe haben. Zumindest geht es mir so.

Aber finde es einfach heftig von Therapeuten und Ärzte dass die Probleme und Sorgen runterspielen. Aber auch in dem Beruf gibt es Menschen mit null Einfühlungsvermögen. Überall gibt es solche Arten von Menschen leider. :-( :(v

Phrom3tdheuxs


Nabend,

ich kann nur aus entfernterer Sicht meinen Senf dazu geben. 2 meiner engeren Bekannten hatten versucht sich das Leben zu nehmen und haben sich regelmäßig "geritzt". Selbst nach einer Einweisung und Behandlung hatten sich die meisten Merkmale nicht gebessert und jetzt hängt der eine davon immernoch sehr depressiv zuhause und geht nicht mehr in die Arbeit. Es ist für die Angehörigen und Bekannten, wie in meinem Fall, sehr schwer damit zurechtzukommen, da man helfen möchte, aber nicht unbedingt einen richtigen Rat weiß, außer dieser Person eben professionelle Hilfe anzubieten und alles zu versuchen

- Prom3theus

JAulexy


Ich weiß nicht warum, aber für mich war es erst "gut", wenn ich zum nähen musste. Alles andere war "nicht richtig" für mich. Außerdem hatte ich kein Bock drauf, zu verbluten. Klingt jetzt vielleicht etwas krass, aber ja, manche meiner Wunden waren superheftig. Außer natürlich, ich habe es in suizidaler Absicht gemacht. Dann war es mir egal. Aber in der Regel sahen meine Suizidversuche anders aus & ich hab mich aus anderen Gründen geschnitten. Klar war mir das peinlich im KH, aber ich konnte das einfach nicht selbst adäquat versorgen.

s\chne/cke1,98x5


@ Juley

Ich wüsste jetzt ad hoc nicht, wann man zum Nähen müsste (außer bei starken Blutungen, klar). Vorsicht, Trigger! bei manchen Wunden hat es schon ziemlich geklafft und ich habe nie Rasierklingen benutzt, weil die zu wenig weh taten, sondern diese Teppichmesser

Wahrscheinlich habe ich mich deshalb auch nie wirklich tief verletzt Extremtrigger(!) außer bei meinem Suizidversuch, wo ich über ein paar Tage tiefer ging, bis ich die Pulsader wirklich erwischt habe

J=ulexy


Extremtrigger: das krasseste was ich gemacht habe ist zum Glück in der Klinik passiert. Da hing mein halber Arm auseinander und ich wurde ohnmächtig. Zum Glück hat mich die Schwester gefunden. Die hat dann später immer wieder gesagt wenn sie Dienst hatte dass ich das auf keinen Fall mehr so krass machen soll. Die war echt geschockt. Ich auch weil ich das gar nicht so heftig wollte. Und obwohl es genäht wurde ist die Narbe über 1 cm breit und geht wie gesagt über den halben Arm Bin auch zuhause oft mal umgekippt deswegen. Aber egal, die Zeiten sind vorbei! Hab das mittlerweile ganz gut unter Kontrolle. Hab zwar aktuell wieder ein SVV Problem, aber ich mache es so, dass ich mich nicht gefährde.

HVeym


":/ Ich finde es nahezu unmöglich sich durch SVV zu töten. Bisher kenne ich nur eine, die durch SVV durchaus lebensbedrohlich verletzt wurde (und wie war seeeehr extrem), aber das war nicht durch Schneiden.

Im Prinzip laufen durch den Arm gar nicht mal so viele Aterien. Wenn man die erwischt und das richtig, dann kann es schon kritisch werden, jedoch zerstört man da weeeit mehr als nur die Aterie Sehnen, Nerven; dann ist ne OP nötig,, aber selbst da.... Aterielle Blutung ist nichts schönes, aber mit Druckverband und baldiger Behandlung meist auch nicht im "Hochrisikobereich".

slchne'cke19x85


Heym, es ist ja nicht nur das Verbluten (wobei ich das in einem Chat mal live mitbekommen habe, wie ein Experiment stark daneben ging und nur durch viel Überredungskünste usw. die Rettung / Polizei durch andere User gerufen werden konnte), sondern auch Dinge wie Infektionen (Tetanus ist ja auch nicht von schlechten Eltern), Sepsis, oder, wie bei Juley, umkippen (da kann man auch mit dem Kopf wo gegen schlagen oder verbluten). Mein Partner wäre bei einem Unfall mit Handverletzung (schwerer Schnitt am Finger) beinahe verblutet (inkl. Ohnmacht, Notarzt, längerer Krankenhausaufenthalt, Notfall-Nähen, paar Liter Blutverlust).

Zumal es - wie du ja selber schreibst - nicht nur um den Tod, sondern auch um mögliche Folgeschäden geht. Wenn man einen Nerv / Sehne im Arm / Handbereich erwischt, dann ist das auch nicht dolle, egal, ob die verletzte Struktur wieder operativ repariert werden kann oder sich dauerhafte Bewegungseinschränkungen ergeben. Und diesbezüglich habe ich wirklich schon viele Geschichten gehört!

s`cehnec#kex1985


Außerdem ist SVV ja noch viel mehr als Schneiden. Hochrisiko-Verhalten gibt es ja in vielerlei Couleur.

H7exym


Ich habe mich auch nur auf SVV mittels Schneiden bezogen. Andere Sachen können bezüglich Lebensgefahr "erfolgreicher" sein.

Und Folgeschäden gibt's, ja, das habe ich nur allzugut vor Augen.

Dennoch bleib ich dabei, sich mit Schneiden in Lebensgefahr zu bringen, ist sehr selten.

H^ypeKrioxn


Hinweis

Selbstverletzenden Verhalten durch das Aufschneiden mit Messern, Klingen, Scheren, Scherben ect kann u.U. zur Lebensgefahr durch hohen Blutverlust führen, wenn die Schnitte tief gesetzt und Blutgefäße ( Arterien oder Venen) verletzt werden. Dann ist die Gefahr einer [[https://de.wikipedia.org/wiki/Blutung Verblutung]] gegeben.

Arterielle Blutungen zeichnen sich durch hohen Blutverlust aus und können mit einem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Schock_%28Medizin%29#Volumenmangelschock Hämorrhagischen Schock]] oder auch Volumenmangelschock einhergehen und müssen sofort behandelt werden.

B:oe4x4


Ich war schon oft beim

Nährn.Aber eingewiesen worden in die yklinik bin ich noch nie.Jetzt habe ich schon längere Zeit nivht geschnitten.Idt es wegen meiner Freundin die mir drohte,dass sie die Freundschaft beenden wird?Ich srlber bin jedenfalls kein bisschen stolz darauf nicht zu schneiden.Ich überlege schon irgendwo an meinem Körpervzu schneiden damit es meine Freundinn nicht dieht

foroeXschc#hxen97


Und was genau bezweckst du jetzt damit, genau das immer wieder in sämtlichen ähnlichen Fäen zu betonen? Egal in welchem Faden du diese "versteckten Hilferufe nach SVV" auch postest: Es wird dir hoffentlich niemand Tipps geben

Jxulexy


Froeschchen hat Recht. Merkst du nicht, dass da zum Glück niemand drauf eingeht?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH