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Tipps für Abgrenzung gesucht

T:his Twi]lighAt Gaxrden hat die Diskussion gestartet


Liebe Leute,

ich schreibe in diesem Unterforum und nicht im Erziehungsforum, weil es mir vorrangig um meine mangelnde Abgrenzungsfähigkeit geht.

Zu mir: ich habe 2 Kinder (beides Mädchen 2,5 und 8 Jahre alt). Mein Mann ist ein liebevoller Papa, unternimmt aber wenig/gar nichts mit ihnen , zuhause ist er für sie da :)z


Ich arbeite nicht, bin immer für meine Kinder da. Die Kleine geht jetzt seit September in eine Kita bis um 12Uhr, die Große bis 13h in die Schule.

Ich stehe morgens mit ihnen auf, mache die Brote, kümmere mich, bringe beide weg. Dann habe ich 3 std. für mich :-) (leider oft in dieser Zeit Termine, Arzt etc) .

Meine einzige Auszeit die ich habe... im Grunde seit 8 Jahren.


Und ich merke, wie ich langsam am Stock gehe, immer schneller ausraste, ungeduldig bin etc. denn die Kleine trotzt seit Wochen extrem, schreit bei jeder Kleinigkeit (sucht sich förmlich Gründe), schläft sehr wenig, Mittags oft gar nicht mehr, und nachts knappe 11 std... weckt mich aber wieder mit Gebrüll... sie ist eben im Trotzalter, will autonom werden und dann noch Wachstumsschmerzen. Also volltes Verständniss meinerseits.

Meine Große ist oft mürrisch oder um es bildlich zu sagen: sie zieht oft eine "Fresse", dass es einem vergeht. Aber gut, muss sie ja wissen...


Der Punkt ist: ich kann mich ganz schlecht gegenüber meinen Kinder abgrenzen, nehme jeden mürrischen Blick, jedes gebrüll persönlich. Blöd, ich weiß.

Ich will einfach nur (haha) zufriedene, gesunde Kinder. Und wenn das nicht so ist, ist es quasi mein Versagen %-| .

Da ich aber nichts ändern kann, werde ich dann wütend und so befinde ich mich in einer Dauerschleife aus Mitgefühl, Verständniss und Wut %:| %:| %:|


Was ich bräuchte wäre eine Auszeit. Da das aber aus div. Gründen nicht möglich ist (und auf lange Sicht ja auch nix bringt, da es nur das Symptom lindert, aber nicht die Ursache) möchte ich lernen, mich besser abzugrenzen.

Nur wie? Gibt es Visualisierungen, Mantras oder was weiß ich?

Danke fürs lesen

Antworten
T1aLmbo/urixn


Ich finde nicht, dass eine Auszeit nur das Symptom und nicht die Ursache lindert.

Ich habe auch ein kleines Kind (fast 3) und schaffe es nicht mich abzugrenzen, weil sie mich einfach nicht lässt. ich kann den Kindergarten kaum mehr erwarten.

Kannst du die Kleine etwas länger in der Kita lassen,so wenig Termine wie möglich auf den Vormittag legen, deinen Mann am Wochenende stärker einspannen. Wenn er nichts unternehmen will, unternimmst du eben etwas entspannendes allein und er bleibt mit den Kindern daheim.

Tuhi3s TwilOiOghtf Garden


Ich möchte das Abgrenzen lernen, damit ich langfristig was davon habe. Eine Auszeit bringt vlt eine kurzfridstige Entlastung, löst aber nicht mein Problem :)z

T$ambxourin


Das wäre für mich auch interessant. Ich kann es mir mit motzendem Kleinkind am Bein nur nicht vorstellen.

T his TwiZlig#ht Ga#rdxen


Vielleicht weiß ja jemand was... denn so Tipps wie; den Raum zu verlassen, wenn man merkt, dass man langsam genervt ist...ha, da müsste ich ja den ganzen Tag den Raum verlassen ;-D Das Fass ist einfach übervoll, schon bei den ersten Jammer,- und Nölgeräuschen der Kleinen werde ich inzwischen genervt; da ist kein Platz mehr nach oben... ich hoffe jeden Tag, das es endlich wieder ertäglicher wird... in solchen Zeiten denke ich dann immer: im nächsten Leben verzichtest du auf die Erfahrung Kinder zu haben ;-)

TKhisJ TGwilKight Garxden


Was machst du denn, wenn du genervt bist und merkst, dass du nicht mehr kannst?

T(amboMurin


Es irgendwie aussitzen. Mein Mann arbeitet lang und viel. Also bin ich meistens allein.Viel mit Kind raus gehen. Draußen ist es viel erträglicher.

Und auf einen baldigen Kindergartenplatz hoffen.

Txhis GTwilighit Garxden


:°_ :)_ :)*

Sapringxchild


Hallo ihr zwei,

rausgehen ist doch schon eine gute Sache, das hab ich auch immer gemacht wenn das Kind unerträglich wurde. Ich habe auch eine Tochter, sie ist jetzt vier.

Ich will einfach nur (haha) zufriedene, gesunde Kinder. Und wenn das nicht so ist, ist es quasi mein Versagen

Vielleicht ist das ein Punkt, an dem Du arbeiten solltest. Es ist nicht Deine Schuld, dass sie trotzt oder Wachstumsschmerzen hat etc. Du solltest da mit Dir selbst netter umgehen, geduldiger sein, Du bist auch nur ein Mensch und mehr als Dein Bestes kannst Du nicht geben (sorry für die vielen Floskeln, ist aber wirklich so).

Und ich habe festgestellt, dass sie sehr darauf reagiert, was ich ausstrahle. Bin ich ungeduldig oder gar ärgerlich schaukeln wir uns gegenseitig hoch, bin ich geduldig und liebevoll verläuft der Tag viel friedlicher. Eigentlich logisch, aber ich musste erstmal dahinter kommen. Natürlich setze ich dennoch konsequent Grenzen. Aber wie gesagt: Ich bin die Erwachsene, ich muss die Deeskalation herbeiführen. Die Verantwortung und auch die Macht, das zu tun, liegt bei mir. Es ist wichtig, dass man die Verantwortung nicht unbewusst an das Kind abgibt, weil man sich hilflos fühlt.

Nur wie? Gibt es Visualisierungen, Mantras oder was weiß ich?

Abgrenzungsübungen gibt's so einige, spuckt Google nichts aus?

Das Einfachste zuerst: Einfach mal tief durchatmen wirkt bei mir oft Wunder.

Stop-Übung: Gedanken stoppen, Füße fest auf den Boden und gerade hinstellen, Brust raus, Kopf hoch, Augen auf. Einfach tief atmen, oder sich vorstellen, man atmet Schlechtes aus und Gutes ein, oder sich Fragen stellen, z. B. "was ist hier alles blau", oder Autos zählen oder wie auch immer.

Wenn das nichts nützt visualisiere ich manchmal eine transparente Lichtkugel um mich herum, durch die nichts Negatives zu mir durchdringt. Wenn es ganz schlimm ist spreche ich das Mantra der Tara (om tare tuttare ture soha), weil sie (auch) für Mutterliebe steht und ich ja in dem Moment gerade dabei Unterstützung brauche. Ist aber natürlich Geschmackssache, man kann sich auch an die christliche Mutter Gottes wenden oder was immer einen gerade anspricht. Oder sich selbst ein persönliches Idealbild an Mütterlichkeit ausdenken aus dem man in solchen Momenten Kraft zieht.

Und ich hab in meinem Geist eine "Pfui-Bah-Kiste", in die ich Gedanken und Gefühle reinpacke, mit denen ich mich in dem Moment nicht beschäftigen möchte oder kann.

Was nicht immer geht und vermutlich auch nicht mit jedem Kind, aber auch gut tun kann: Die Kinder einbeziehen. Wenn wir uns manchmal total hochgeschaukelt haben nimmt es manchmal Druck aus der Situation, wenn wir beide einfach mal in ein Kissen schreien oder in den Wald gehen und ganz laut schreien (letzteres ist nicht so mein Ding, aber ich kenne andere Mütter die das gerne so machen). Wichtig: Danach in den Arm nehmen. :-) Manchmal muss man einfach bissel Dampf ablassen und dann geht es wieder.

Mehr fällt mir gerade nicht ein, ich hoffe irgendwas davon hilft euch weiter. @:)

THhis TwUilirght Gaxrden


Oh, da ist ne ganze Menge bei, vielen Dank :)z :)^ ... muss ich mir nochmal in Ruhe zu Gemüte führen.


Es ist eben immer dann besonders schlimm, wenn man selbst wenig Energie hat und Krank ist... nervig genug, dass man sich um sich selbst kümmern muss und dann nicht bemuttert wird ;-) ... aber dann auch noch Wutanfälle oder elendige Langeweile der Kinder ertragen müssen... ganz fiese Kombi.

Und das Wetter ist hier momentan so wenig einladend (dunkelgrau, kalt, nieselregen) wo ich nicht erkältet durch dei Gegend rennen will (wenn ich nicht muss).


danke dir @:)

mss9x2


Oh Springchild, ich habe mir hoffnungsvoll das Mantra bei youtube zu Gemüte geführt und mitgesungen.Bei Minute 7 stürmt das Puber-Tier rein, schreit ich solle endlich leise sein und knallt die Türe zu.

Sie dreht immer durch, wenn sie mitkriegt, dass ich mich innerlich aus der Situation löse, um bei ihrem Geschrei ruhig zu bleiben.

Ich hab immer das Gefühl, wenn sie so laut schreit, muss ich leise dagegen ansingen, um ruhig bleiben zu können. Visualisieren ist mir zu schwach.

Bisher hab ich irgendwas gesungen. Das Ergebnis ist immer gleich. Sie dreht dann komplett durch.

Was tun?

T0his Tw\iligaht Gardxen


Ohje, du machst mir ja Hoffnungen ;-D ...

Ich vermute, entweder fühlt sie sich nicht ernst genommen, wenn du vor dich hinsummst, während sie gerade den Konflikt sucht, oder es ist eine Art Energievampirismus. Der klassische Energievampier flippt auch aus, wenn man ihn nicht mehr "saugen" lässt.

DIie SWeh:erin


das kenne ich auch noch - ich saß schon heulend mit einem bier und einer zigarette ins klo eingesperrt, weil ich angst hatt, meine kinder auszusetzen :=o

mir hat es dann immer geholfen zum einen meine ansprüche an mich selber regelmäßig zu überprüfen und zum anderen immer mal wieder vollkommen absurd zu reagieren - kinder bis hin zur sprachlosigkeit zu verblüffen ist lustig (dass man da allerdings dann damit leben muss, wenn einen die leute anstarren, wenn man sich im supermarkt neben das trotz-brüllende kind legt und auch jammert, dass man gefälligst sofort schokolade will, ist eine andere geschichte ;-D )

T|hi"s TwillightR Garxden


ich saß schon heulend mit einem bier und einer zigarette ins klo eingesperrt, weil ich angst hatt, meine kinder auszusetzen :=o

Wenn man das so liest klingt es ja lustig, aber in dem Moment war es das bestimmt nicht... (rauche nicht mehr und Alkohol gibt es hier auch selten... :-( )

wenn man sich im supermarkt neben das trotz-brüllende kind legt und auch jammert, dass man gefälligst sofort schokolade will

cool, vlt traue ich mich das auch mal zu gegebenen Anlass :)=

Dkine ;Sehxerin


du musst ja nicht gleich im supermarkt deinen mut beweisen, aber in einer anderen situation zu hause schon mal üben ;-)

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