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Psychotherapie und Hausarzt

A[lmisonHehndrxix hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

wahrscheinlich gibt es schon viele Themen dazu, aber spontan konnte ich nichts finden.

Wenn ich eine Psychotherapie anfangen möchte, muss mein Hausarzt davon wissen?

Ich habe jetzt mal im Internet recherchiert, angeblich muss man nicht zum Hausarzt, sondern kann bei seiner Krankenkasse anrufen, und sich eine Liste von Therapeuten geben lassen, die die Kosten übernehmen. Dann könne man einfach dort anrufen, und einen Termin ausmachen (und laaaange warten ;-) ).

Eben war ich auf einer Homepage von einem Therapeuten, und da stand, man müsse sich von seinem Hausarzt eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass eine Therapie notwendig sei.

Was stimmt denn nun?

Ich muss definitiv eine Therapie machen, ich habe diese stark ausgeprägte Phobie nun schon seit 16 Jahren, und schaffe einfach nicht, sie selbst in den Griff zu bekommen. Ich versuche es immer wieder, aber ich kann einfach nicht. Ich hab mir immer gesagt, Blödsinn, ich brache keine Therapie, ich bekomm das allein hin. Oder, dass mir eine Therapie nicht helfen würde, da die Blockade in meinem Kopf ist. Aber das scheint die letzte Lösung zu sein.

Ich möchte nicht, dass mein Hausarzt davon weiß... warum genau, kann ich nicht sagen, aber ich will es irgendwie nicht. Ich will, dass nach möglichkeit nur der Therapeut davon weiß. Schließlich weiß niemand von meinem Problem. Nichtmal mein Mann. ":/

LG!

Antworten
Skixxxi


Hallo,

ich brauchte beim letzten mal keine Überweisung vom Hausarzt, war ca. Oktober 2014. Ein paar Jahre vorher brauchte man noch Überweisungen.

Ich hatte Angerufen und nach dem Erstgespräch hat der Therapeut den Antrag für die Therapie bei der Krankenkasse eingereicht. Ca. 1 Woche später kam das OK der Kasse. Alles ohne Hausarzt.

Alles Gute

BErucxe31


Also eine Überweisung brauchte ich nicht. Aber ich brauchte einen Konsiliarbericht vom Hausarzt, wo drin steht, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Psychotherapie spricht.

azug2x33


Vorweg die Frage, wo sich alles abspielt; in Österreich und Schweiz gelten andere Regeln als BRD. Regeln in BRD: für die ersten bis zu 5 Gespräche beim Therapeuten bedarf es weder einer Überweisung vom Arzt noch eines Arztberichtes. Soll dann eine Therapie beantragt werden verlangt die Krankenkasse bzw. der Gutachter einen Konsiliarbericht. In solchen Situationen wurden auch Berichte von Gynäkologinnen (auch Gynäkologen) akzeptiert, wenn es zur Gesamtsituation passt. Aber die müssen eben bereit sein zu bestätigen, dass aus der Sicht der Organmediziner eine organische Erkrankung auszuschließen ist.

Der Knackpunkt ist also, mit welcher vorläufigen Diagnose will ein Therapeut eine Behandlung beantragen.

Die Krankenkasse bekommt übrigens keine "medizinischen" Auskünfte dabei, sondern nur die Bestätigung, dass Antragsteller in ärztlicher Behandlung ist.

Alternative zu allem wäre ein Psychotherapeut/in, der/die mit einem Arzt zusammen arbeitet und von daher eine erforderliche ärztliche Abklärung unabhängig vom Hausarzt läuft.

E|hema2ligerg Nutz!er (#x469485)


Ich würde einfach mal mit der Krankenkasse telefonieren und nachfragen wie es sich bei denen verhält

aTug2D33


Vorsicht Krankenkasse! Die haben außer den Diagnosen keine medizinischen Informationen zu bekommen. In der Frage wäre es nicht sinnvoll dort vorweg zu fragen.

LPucix32


Ist Therapeut/Einzelfall/Gutachter abhängig. Man darf z.B. nicht jemand mit eine Depression behandeln, wenn man ein Verdacht hat, dass eine Schilddrüsenerkrankung besteht. Falls es da Zweifeln besteht, verlangt man, dass der Patient sich diesbezüglich untersuchen lässt. Expositionstherapie bei jemand mit eine Herzerkrankung ist auch heikel.

In klarer Fällen, wird eher keine Attest benötigt.

Überweisung brauchst du nicht.

Liste von Kassen Therapeuten findest du auf die Webseite der Kassenärztliche Vereinigung für deinem Bundesland.

Klappt es nicht bei 5 Therapeuten gibt es die Kostenerstattungsverfahren - du gehst zum Privattherapeuten und die Kasse bezahlt ist.

A9lis5onHen7drixx


Danke an alle für die netten Antworten!

Ich komme aus Deutschland, Niedersachsen. Und bei meiner Phobie handelt es sich um eine Angststörung/Phobie, also ich habe keine Angst vor Krankheiten etc, sondern vor einer bestimmten sache, die man tut, und die zum alltäglichen Leben gehört, man wird ständig damit konfronitiert, was für mich immer die Hölle ist %-|

Findet ihr es eigentlich albern, dass ich nichtmal meinem Mann davon erzähle? Wir sind jetzt schon seit vielen Jahren zusammen, er scheint bisher nie etwas gemerkt zu haben. Ich hätte einfach Angst vor seiner Reaktion, weil er jemand ist, der bei psychischen Krankheiten zb mit großem Unverständnis reagiert. Und das ist ja auch was psychisches... andererseits würde ich es ihm gern erzählen, vllt könnte er mich unterstützen. Spätestens, wenn ich einen Platz beim Therapeuten haben sollte, müsste ich ihm ja davon erzählen. Ihm vorzuspinnen, ich würde woanders hingehen, will ich auch nicht :O

a5ug23x3


Ich würde zunächst mal nach einem Therapeuten suchen, in dem Fall eher Verhaltenstherapeuten. Nach dem ersten Termin würde ich meinem Partner erklären, dass ich ein konkretes Problem habe und das mit der Hilfe des Therapeuten lösen möchte. Das nimmt die Angst beim Partner, weil er keine Ahnung haben kann, was in der Therapie zur Sprache kommen soll.

L<aun?ebeer


**An: AlisonHendrix **

Deine Situation ist ja echt ein wenig verzwickt. Natürlich kannst du zu einem niedergelassenen Therapeuten der Kasse gehen. Ja .Dort kannst du ewig auf einen Termin warten und ob du mit diesem klar kommen wirst,ist und bleibt immer eine zwischen menschliche frage.

Das Risiko bei einem Wechsel wie

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