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Panische Angst, dass Mutti aus Narkose nicht wieder aufwacht

SWiilkPUearl


Nochmals zu Angstvorstellungen. Falls man sie nicht loswird: Ablenken, ablenken, ablenken. NICHT hineinfallen lassen und darüber nachgrübeln. Notfalls draußen herumlaufen, bis man selbst so geschafft ist, dass das Denken erst einmal von alleine aufhört. (Das ist zudem noch gut gegen den Stress dieser Situation.)

T%ragischAerCldowKnfisxch


Wahrscheinlich hat es Dich deshalb so gepackt, weil voll in Dein Bewusstsein eingedrungen ist, dass der Sterblichkeit aller Menschen am Ende ja nicht auszuweichen ist, und nun machst Du bei Deiner Mom diese Machtlosigkeit praktisch an der Narkose fest.

Mach Dir bewusst, dass das Risiko so winzig ist, dass es statistisch kaum zubuche schlägt.

Einmal Auto fahren ist z. B. viel, viel gefährlicher als eine Narkose. Oder: Die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Mutter nicht wieder wach wird, dürfte nicht größer sein, als an einem Blitzschlag zu sterben.

SilkPearl

:)^ :)^ :)^

Das Risiko, dass deine Mutter nicht mehe aus der Narkose erwacht, ist real. Hier kann dir keiner eine Zauberformel verraten, wie du deine Angst im handumdrehen loswirst.

Ich persönlich kann dir nur raten, dich mit dieser Angst zu konfrontieren und das Risiko zu akzeptieren.

@ Sapient

Du wirkst wie ein wildgewordenes Huhn, das auf allem herumpickt, was es finden kann.

Antfortas

Muß das sein, der TE noch mehr Angst zu machen, und das auch noch mit absoluten Falschbehauptungen? >:( %-|

Eqhemalivger Nutzer K(#57x8069)


Die Angst hat sie ohnehin schon und das Risiko ist einfach gegeben. Das weiß sie selbst auch, sie möchte sich nur nicht mit dem Gedanken beschäftigen.

Isszabelxl


Ich bitte an dieser Stelle darum, sich auf die (Kern)Frage von DaniD76 zu konzentrieren:

Wie sie am Besten mit der großen Angst an sich umgeht.

Die Frage wie sehr oder wie wenig diese Angst begründet ist, steht höchstens sekundär im Raum. Und gegenseitige Streitereien helfen ihr gewiss nicht weiter.

Mkelmac1x00


Liebe Dani,

ich kann dir das Buch "Sorge dich nicht, lebe!" von Dale Carnegie sehr empfehlen.

Der Titel ist ein wenig unglücklich gewählt, aber inhaltlich geht es um verschiedene ganz konkrete Strategien zur Bewältigung massiver Ängste und die Lektüre kann einem in solchen Situationen sehr viel Kraft geben. Ist auch als Taschenbuch erhältlich.

FSrem0der1222


Hallo an alle hier

Ich glaube, es hier bei der TE nur zweitrangig um die Angst, dass die Mutter bei der anstehenden OP stirbt, sondern es geht grundsätzlich um ihre Angst über das Sterben ganz generell. Es geht auch um die Angst, die Mutter zu verlieren. Es ist also eine Verlustangst in erster Linie.

Hilft ihr nun, sie aufmerksam zu machen, wie viel oder wie wenig die Möglichkeit ist, dass sie bei dieser OP stirbt, oder geht es ganz grundsätzlich darum, dass sie selbst (also die TE) Angst hat, die Mutter zu verlieren. Ob nun an der OP oder an den vielen Krebsleiden, die ja die Mutter offensichtlich hat.

Ich selbst bin in der Situation, dass ich an einer unheilbaren Krankheit leide. Der Arzt gibt mir nur noch ein Jahr. So etwas kann ein großer Schock sein. Aber inzwischen habe diesen überwunden. Erstens, weil ich grundsätzlich keine Angst vor dem Sterben habe. Höchsten gruselt mir vor einem langen Leiden und Schmerzen. Aber ich sehe bei einerBekannten, die jetzt auch im Krankenhaus ist und nor noch einige Tage zu leben hat, dass man heute mit vielen Mitteln den Schmerz total ausblenden kann. Also leidet man nicht allzu viel und das ist doch tröstlich. Jedenfalls für mich. Und ich kann mir vorstellen, dass man sich mit diesen Gedanken schon positv beschäftigen kann und dass dies die Angst vor dem Sterben nimmt.

Dass wir alle einmal sterben, das kann ja niemand ableugnen und niemand kann dies umgehen. Warum sollte man sich dann das Leben total vermiesen und ständig in Angst leben, wenn das überhaupt nichts ändert?

Aber nun kommt bei der TE noch dazu, dass sie Angst hat, die Mutter zu verlieren. Ich glaube, hier müsste man in erster Linie ansezten. Warum hat sie solche Angst? Ist sie abhängig (emotional oder tut die Mutter viel für sie, fanziell vielleicht etc.) von der Mutter? Gibt es eine Möglichkeit, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen? Worin genau besteht diese Angst? Ist es die Angst vor dem Alleinsein? Hat sie sonst niemanden, mit dem sie sich austauschen kann?

Wenn wir diese offenen Fragen nicht kennen, dann kann niemand einen echten Rat geben.

Also meine Frage an die TE: Kannst und willst du uns mitteilen, wovor du eigentlich Angst hast?

Klar, du wirst nun sicherlich sagen, dass du es ja schon geschrieben hast. Nämlich die Angst, deine Mutter zu verlieren.

Aber das solltest du ein wenig präzisieren. Worin oder woraus besteht diese Angst?

SHiFlkPexarl


Hallo Fremder! :-D

Ich habe in meinem Beitrag ähnlich argumentiert, mit der allgemeinen Angst vor der Sterblichkeit. Ich glaube, wir haben in diesem Leben die Aufgabe, damit umzugehen zu lernen, früher oder später. Und der eine auf diese, der andere auf andere Weise. Aber irgendwann, spätestens am Ende des eigenen Lebens, holt es uns ein: Wie stellen wir uns zum Tod?

Hat man ihn einmal akzeptiert, so kann das die Angst durchaus mindern. Man kann vielleicht begreifen, dass die Liebe zu den Nächsten in unseren Herzen (Seele, Psyche, Inneres, wie jedeer will) bleibt und der Mensch auf diese Art unsterblich wird, ganz abgesehen davon, ob wir an ein Leben nach dem Tod glauben oder nicht. Wir begreifen vielleicht, dass es immer nur den gegenwärtigen Moment gibt, der uns auffordert, das LEBEN ganz auszukosten, statt es in Angst und Widerstand gegen das, was ist, zu verschwenden.

MIT dem Leben schwingen, statt uns immer nur gegen das zu wehren, was ansteht - kann wirklich vieles erleichtern.

SLilkP&eaxrl


"umgehen zu lernen" :|N

FzreUmderx222


Sehr schön geschrieben, SilkPearl

Wer immer nur in Angst lebt, kann nicht in der Gegenwart leben. Solche Menschen denken nur daran, was sein wird, also was die Zukunft bringt. Abe niemand weiss tatsächlich, was die Zukunft bringen wird. Und neimand weiss auch, wie man mit dem, was die Zukunft bringt, umgehen kann. Also verschwendet man die Gegenwart, wenn man immer nur voller Angst an das denkt, was kommen wird. Auf diese Weise lebt man nie wirklich, sondern immer nur im Gedanken daran, was kommen wird.

Ja, du hast vollkommen Recht: Man muss sich im Leben auch mit den Tod auseinander setzen. Besser früher als zu spät. Dann wird man tatsächlich ein wenig gelassener. Warum sollte man auch den Tod fürchten? Hat man Angst davor, was nachher kommen könnte? Warum hat man Angst davor?

Das sind Fragen, denen man sich stellen sollte und über die man auch nachdenken sollte. Aber viele Menschen schieben diese Gedanken weit von sich und dann haben sie Angst. Die Angst kann man tatsächlich mindern, wenn man sich mit dem Sterben befasst und darüber nachdenkt.

Aber in diesem hier konkreten Fall geht es leider nicht nur um die Angst vor dem Sterben, sondern die TE hat Angst, allein zu sein, die Mutter zu "verlieren". Das ist offensichtlich ihre schlimmste Angst. Aber diese könnte sie nur überwinden, wenn sie sich Gedanken darüber macht, warum sie eigentlich diese Angst hat. Wovor fürchtet sie sich? Vor der Einsamkeit? Oder, dass sie ihr Leben nicht mehr mit jemand teilen kann? Ist da niemand mehr, der ihr nahe steht?

All das sind Fakten, die man wissen müsste, um ihr helfen zu können. So lange man von ihren Ängsten nichts weiss und nicht weiss, warum sie diese Ängste hat oder wovor sie konkret Angst hat, kann man ihr kaum helfen. Leider schreibt sie bislang darüber eigentlich gar nichts.

Liebe TE, wenn du nicht hier im offenen Forum darüber sprechen willst, aber mit mir das besprechen willst, dann schreib mir doch eine PN. Ob ich dir helfen kann, das kann dir allerdings nicht versprechen. Aber man könnte es ja mal versuchen. Wenn du nicht willst, ist es natürlich auch in Ordnung. Ich will mich keineswegs aufdrängen.

MYalibu >Bay


Und wirklich mal im Krankenhaus wo das damals war fragen was genau passiert ist. Am Ende war weggeblieben nur ein Narkoseüberhang der niemandem Sorgen machen würde.

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