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Angst vor Ablehnung Gottes und der Hölle

NEyxxis


Gehen wir die Fragestellung doch mal logisch an:

Soweit es mir bekannt ist, geht jeder Religion zwingend davon aus, dass Andersgläubige in die (jeweilige) Hölle kommen - für Juden gehen alle Nichtjuden in die Hölle, für Christen alle Nichtchristen, für Muslime alle Nichtmuslime usw. Von daher werden wir uns wohl eh alle in der Hölle wiederfinden ...

Persönlich beruhigt mich dieser Gedanken doch ungemein und bewirkt ein genussvolles (einziges) Leben. :=o

BbaumanYn73


@ Nyxis

Das stimmt so nicht. Es heißt zwar "außerhalb der Kirche kein Heil", aber dennoch liebt Gott alle Menschen und ist Jesus für die Erlösung aller Menschen gestorben. Gott findet Wege, die den Menschen verborgen sind. Kein Christ darf glauben, dass ein anderer in der Hölle ist oder sein Platz dort vorbestimmt sei.

Selbst über Hitler können wir Menschen kein Urteil über seinen Zustand in der Ewigkeit fällen. Mit einem letzten Funken echter Reue, bevor die Kugel sein Gehirn durchdrang, könnte Gott bewirken, dass er nicht auf ewig verdammt ist. Kein Mensch darf glauben, dass er so schlecht ist, dass Gott ihm nicht vergeben könne. Gottes Gnade ist größer als alle Sünden

@ Schrubbus

Du weist doch eigentlich alles über die katholische Heilslehre und die Sakramente. Dann empfange sie auch. Du musst immer bedenken, nicht wir Menschen bewirken unser Heil, sondern das Heil empfangen wir durch und von Gott. Du hast Selbsterlösungsvorstellungen durch Werkegerechtigkeit. So funktioniert das aber nicht, daher deine Angst. Es ist eine Sache der Demut und des Vertrauens zu Gott.

Du versuchst den Glauben verstandesmäßig zu durchdringen, was auch teilweise eine gute Sache ist, aber seine Grenzen hat, wenn das Herz dabei zu kurz kommt. Geh bitte einfach regelmäßig zur Messe, lass die Liturgie wirken und denk dabei an gar nichts. Du kannst auch mal stur und meditativ den Rosenkranz beten, ohne etwas zu denken.

Das Gedankenkreisen musst du unterbrechen, weil es nicht mehr zielführend ist. Der Priester und die Sakramente sind eine wichtige Hilfe, jedoch auch die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung sind jetzt sehr wichtig. Ich hoffe, dass du keinen Psychotherapeuten erwischt, der in Glaubensdingen alles zu relativieren versucht oder evtl. esoterisch angehaucht ist. Als gläubiger Christ würde das noch mehr verunsichern.

Vielleicht schreibst du Herrn Bonelli mal an [[http://bonelli.info/]]

ob er eine Therapeutenempfehlung hat.

S&ilkpPexa%rl


Die Hölle schaffst Du Dir selbst, durch Dein Denken. Ich finde das erstaunlich. Was macht denn Deinen Glauben aus? Ein Christ ist doch deshalb Christ, weil er glaubt, dass ihm die Sünden bereits vergeben sind. ":/

NHordix84


Hat Jesus in der Bergpredigt nicht klar gemacht das es niemanden gibt der nicht sündigt da allein Gedanken schon Sünde sind ? Folgt daraus das jeder Mensch ohne Gnade in die Hölle kommt ? Denn man kann ja nicht alle zwei Minuten in die Kirche rennen, beichten und um Vergebung bitten. Was ist also wenn du kurz nach der Beichte nen sündigen Gedanken hast und anschließend überfahren wirst ? Landest du dann automatisch in der Hölle ?

Wenn man an die Bibeltexte glaubt natürlich nicht. Genau darauf begründet sich der christliche Glaube ja, man muss nichts dafür leisten um Vergebung und Erlösung zu erlangen sondern man muss nur glauben. Deswegen ist der mittelalterliche Quatsch im Stile von "bete 10 Rosenkränze dann sind deine Sünden vergeben" auch völliger Bullshit und von Vorgestern, das die katholische Kirche sowas immer noch beibehält spricht nicht für den Laden. Kernaussage des Christentums ist: Allen die daran Glauben wird Vergeben, man muss nichts dafür tun.

Die Hölle oder sonst was kann dir also am Hintern vorbei gehen wenn du gläubiger Christ bist.

L$ichtAm^Hor>izonxt


Schädlich wird Glaube immer erst durch das, was der Mensch daraus macht.

@ schrubbus

Bei Dir ist offenbar großer Schaden - durch Menschen! - angerichtet worden. Dass Du dies nun auf Gott und Jesus projizierst, halte ich eher für Zufall. Andere wählen statt dessen Krankheitsängste, glauben an Verschwörungstheorien, werden abhängig von anderen Menschen oder ähnliches. Deine Angst ist Symptom für etwas anderes, das bei Dir grundlegend nicht stimmt. Daher ist es wahrscheinlich auch egal, was Dir hier geschrieben wird. Einige versuchen mit Logik zu argumentieren… Das wird aber nicht klappen.

Was die logische Argumentation betrifft, schließe ich mich dennoch uvg41 an.

sLenosib~elmxan


Ich finds hier nicht sinnvoll, den TE zu bekräftigen, überhaupt innerhalb irgendeiner religiösen Lehre zu verbleiben. Sich davon erstmal ganz frei zu machen erscheint mir notwendig

Naja, ich glaube nicht, dass das hier im Forum gelingt. Ich führe deswegen zusätzlich Dinge aus der Bibel an, die vermutlich auch im normalen Lebensalltag fern von religiösem Glauben als guter Rat gelten können. So blöd waren ja die Bibelschreiber auch nicht (auch wenn viele Dinge sich auf die gesellschaftlichen und Lebensverhältnisse der damaligen Zeit bezogen- manche Erfahrung ist relativ zeitlos ...).

IKntgefaerxa


Die Nahtoderlebnisse kommen sehr wahrscheinlich dadurch zustande, dass das Gehirn sich etwas zusammenspinnt, wenn es mit dem Gedanken des Endes der eigenen Existenz konfrontiert wird. Hinzu kommt die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration.

Es gibt "Versuchs-"Anordnungen, in denen Ärzte im OP-Saal einen Buchstaben o. ä. an einer Stelle angebracht haben, die nur von oben einsehbar ist, da bei Nahtoderfahrungen häufig berichtet wurde, man sei über dem OP-Tisch geschwebt. So will man quasi überprüfen, ob jemand wirklich von oben auf die Szenerie schauen konnte, ob es also wirklich einen Teil des Menschen gibt, der den Körper verlässt. Soweit ich weiß, gibt es keinen Fall, in dem ein Patient den Buchstaben oder was auch immer da angebracht wurde, sehen konnte. Wobei natürlich auch die Frage ist, ob er darauf geachtet hätte. Und ob jemand in den ensprechenden Räumlichkeiten seit Beginn des Tests eine Nahtoderfahrung hatte, weiß ich auch nicht. Und selbst, wenn es einmal gelingen sollte, dass jemand während einer Nahtoderfahrung den Buchstaben liest, kann man sich noch fragen, ob nicht getrickst wurde, schließlich gibt es ja Personen, die wissen, was da steht.

Personen mit Nahtoderfahrungen können natürlich auch einfach Wichtigtuer sein (also übertreiben oder sogar lügen) oder Menschen mit blühender Fantasie - es gibt ja auch Menschen, die an Geister glauben.

Für alle anderen ist für mich die Erklärung mit dem erhöhten Kohlendioxid-Spiegel, Stresshormonen und der Überforderung des Gehirns angesichts des Gedankens des eigenen Todes am plausibelsten.

Weiß zufällig jemand der Anwesenden, ob es Versuche gibt, Nahtoderfahrungen künstlich hervorzurufen?

MEX}onxe


ich habe das bereits Ende letzten Jahres getan aber dieser meinte zu mir dass er sich nicht vorstellen kann dass Gott auf ewig straft! Gott schickt niemanden in die Hölle sondern die Leute gehen freiwillig hin indem sie sich gegen Gott entscheiden nach dem tod, Gott lässt Ihnen die Wahl zu ihm zu kommen aber wenn es gewisse Menschen dann immer noch ablehnen wollen sie ja in der Einsamkeit leben

Da hat dein Pfarrer recht .. Ich will z.b in die Hölle wenn ich Tot bin .. Da sind nämlich die ganzen unanständigen Frauen ;-D

Zum Thema Religion:

Soll nicht beleidigend wirken oder dich abwerten aber wegen dem was die Religion in Kauf nimmt (Nämlich dass Menschen vor lauter Angst nicht mehr leben bzw. ihr Leben nicht so leben wie sie wollen sondern wie es die Kirche vorschreibt) kann ich sie weder ernst nehmen noch respektieren.

Jeder sollte so Leben wie er denkt und meint dass er ein "guter" Mensch sei, wenn es sowas wie Gott gibt dann wird er dies auch anerkennen .. Und wenn nicht: Drauf geschissen ..

Dann kann ich wenigstens sagen ich hab mein Leben so gelebt wie ich es wollte und ich habs genossen ..

So solltest du es auch tun, leg deine Angst beiseite und schaff den Absprung.

S]tuhlvbein


Gott schickt niemanden in die Hölle sondern die Leute gehen freiwillig hin indem sie sich gegen Gott entscheiden nach dem tod, Gott lässt Ihnen die Wahl zu ihm zu kommen aber wenn es gewisse Menschen dann immer noch ablehnen wollen sie ja in der Einsamkeit leben

Da fällt mir mein Lieblings-Christenwitz ein. ]:D o:)

Ein überzeugter Atheist, der gerade gestorben ist, findet sich selbst auf einmal in einem dunklen Gang wieder. Er entdeckt ein Schild: "Zur Hölle". Er hat keine andere Wahl als den Gang zur Hölle zu folgen. Er trifft nach geraumer Zeit an eine Türe, die nicht verschlossen ist. Der Atheist betritt die Hölle und traute seinen Augen nicht. Heller Sonnenschein, angenehme Temperaturen, Palmen, Meeresstrand, alle 100 Meter eine Strandbar, fröhliche Menschen tummeln sich, kurzum paradiesische Verhältnisse. Der gerade verstorbene Atheist geht am Strand entlang, bis er plötzlich eine Gestalt mit einem Pferdefuß und einem Schwanz in einem Strandkorb sitzen sieht. Er geht auf die Gestalt zu und fragte diese, ob er denn der Teufel sei. Dieser bejaht dies und begrüßt den Neuankömmlingen der Hölle äußerst herzlich. Er schickt den Atheisten nach dem Geplauder an eine der Strandbars, um sich dort einen Drink zu besorgen. Der Atheist holte sich einen Drink und schlendert am Strand entlang um die Hölle weiter zu erkunden. Zwischen Dünen entdeckt er ein großes, tiefes Loch. Neugierig blickte er in die Tiefe und erschrickt sich fürchterlich. Er sieht am tiefen Grund von diesem Loch wimmernde, unbekleidete Menschen. Es lodert ein heißes Feuer und wilde Bestien schlagen auf die Körper der Menschen ein. Sogleich rennt der Atheist verwirrt zum Teufel und fragte aufgelöst, was denn das für ein Loch sei? Der Teufel versteht die Frage nicht und so fragte der Atheist nochmals nach dem tiefen Loch mit dem Feuer, den Bestien und den Menschen dort hinten bei den Dünen. Ach, meint der Teufel, "Das ist für die Christen, die wollen das so.."

Ebhemalri6ger NutzXer (#57;8069)


Ich finds hier nicht sinnvoll, den TE zu bekräftigen, überhaupt innerhalb irgendeiner religiösen Lehre zu verbleiben. Sich davon erstmal ganz frei zu machen erscheint mir notwendig

Und ich finde es extrem übergriffig, wenn gewisse Personen anderen Menschen ihren Glauben (oder Nichtglauben) aufdrücken wollen.

Wenn jemand diesbezüglich um Rat sucht, finde ich es äußerst unpassend, wenn andere die Situation nicht ernstnehmen oder gar Witze darüber reißen. Mehr als daneben.

L-ic7htApmHo>rizonxt


Ich finde den Witz gut. :-D

@ Antfortas

Sicher kann man es als übergriffig empfinden, jemandem zu empfehlen, sich von Religion frei zu machen.

Das ist vielleicht ein platter Vergleich, aber jemandem, der seine Haut mit zu viel Creme überpflegt und ihr damit geschadet hat, empfiehlt man ja auch, eine Weile alles weg zu lassen, bevor man später moderat wieder damit anfangen kann. Und aktuell schadet die Beschäftigung mit Religion dem TE. Insofern ist der Vorschlag, sich frei zu machen, nicht unbedingt schlecht.

s4cVhrubbbuxs


wenn ich mich frei mache dann bekomme ich noch mehr Angst! ich verbinde das alles damit dass Jesus denkt ich will mit ihm nix mehr zutun haben.

ich will einfach nur ein glückliches Leben ohne Angst führen. mehr nicht, der Rest ergibt sich von alleine. aber immer wenn man panikattacken hat und denkt das war's jetzt dann ist die Angst so riesengroß weil es sich so gefährlich anfühlt und man denkt dann an Strafe und all diese schlimmen geschichten der anderen die so Dinge über YouTube ect erzählen.

WaaIlokingGhToxst


@ schrubbus

Du solltest Theologie studieren und dich mit der historischen Entstehung der Konstrukte, vor denen du Angst hast, auseinandersetzen. Vieles davon beruht auf einem chaotischen Patchwork. "Übersetzungsfehler? Kein Problem, machen wir am besten mal noch 'nen Teufel daraus." Religionen sind zerfressen von weltlichen Interessen und geschaffenen Möglichkeiten, diese durchzusetzen. Genau aus dem Grund ist das Konzept "Hölle" auch äußerst detailliert beschrieben - beim "Himmel" findet man das umgekehrt nicht vor. Ich sage ja gar nichts gegen einen vernunftbasierten Glauben, gern in Gestalt der Religion, mit der man traditionell aufgewachsen ist, aber von den absurden Details sollte man sich doch bitte lösen.

uZvgI41


@ Antfortas

Das ist in der Massivität wie hier geschildert kein (normaler, gesunder) Glaube sondern ein pathologischer Wahn.

EIhemal}ixger{ Nut zexr (#5778x069)


@ LichtAmHorizont

Nun, wie soll man sich von einer religiösen Ansicht "frei" machen? Entweder man glaubt oder man glaubt nicht. Damit kann man doch nicht einfach aufhören, wie man es bei deinem Beispiel würde. ":/

Das ist in der Massivität wie hier geschildert kein (normaler, gesunder) Glaube sondern ein pathologischer Wahn.

Was qualifiziert dich zu dieser Diagnose? So wie ich das sehe, hat der TE höchstens eine Angststörung, die er in einer Therapie (und ev. mit Einbezug der Kirche) bearbeiten sollte.

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