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Zeitmanagement in der Therapiestunde

Folyin>g wKit)hout wi ngs hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben *:) ,

es gab hier vor geraumer Zeit mal einen Faden in dem thematisiert wurde, wie man so eine Therapiestunde voll bekommt.

Mein Problem ist da eher anders herum. Irgendwie gibt es oft so viel zu erzählen und zu bearbeiten, dass wir nicht mal die Hälfte von dem schaffen, was mich gerade so umhertreibt.

Ich denke mir jetzt keine riesen Liste aus und habe immer nur so drei bis vier Stichworte im Kopf. Da die Therapeutin mir immer den Anfang der Stunde selbst überlässt, fange ich natürlich mit dem an, das mit am Wichtigsten ist.

Aber meistens bleiben wir da dann auch irgendwie hängen oder schaffen maximal noch einen anderen Stichpunkt abzuarbeiten.

Ich finde es ja auch gut, dass sie nicht nur zuhört und das dann abnickt nach dem Motto "Habe ich gehört und jetzt machen Sie weiter", sondern das wir die Situation wirklich noch mal auseinander nehmen und für das nächste mal überlegen: Wie kann ich da anders handeln / denken, damit es etwas einfacher wird.

Und wenn ich das nächste Mal auf die Uhr sehe, sind dann meist schon fast 45 Minuten rum und etwas Neues anzufangen lohnt sich dann irgendwie auch nicht mehr so richtig…

Und deswegen bin ich auch oft nach der Stunde ein bisschen frustriert, weil die Sachen dann immer noch unbearbeitet in meinem Kopf herumspuken.

Und ich frage mich gerade, wie man das ein bisschen besser "timen" kann. Ob ich dann auch mal sagen darf, dass ich noch etwas anderes auf meiner Liste habe und mir beides wichtig ist. Oder irgendetwas in der Art.

Antworten
lbuomhareRn


Einfacher Vorschlag: Sage doch am Anfang, dass du über die drei, vier Stichworte sprechen möchtest und bitte sie auch ein bisschen auf die Zeit zu achten. Zum Teil reicht ja auch andiskutieren aus, um ein Umdenken anzustoßen. Vielleicht kriegt ihr dann wenigstens zwei durch.

Auf eine gewisse Weise ist es aber auch normal, dass man mehr Themen als Zeit hat.

Exhemaligerr NutzXer (#578x069)


Ich würde das Thema innerhalb der Therapie ansprechen und vielleicht gemeinsam mit der Therapeutin eine Lösung suchen. Ist ihr denn am Anfang der Stunde bewusst, dass noch mehr Themen im Raum stehen?

Mir ging es einer früheren Therapie ähnlich. Manchmal konnte (oder wollte) ich gewisse Themen nicht mehr ansprechen. Allerdings lag es bei mir persönlich hauptsächlich daran, dass ich auch über relativ Belangloses reden wollte, auch wenn es nicht unbedingt relevant für die Therapie war. Es ging mehr darum, mich "auszukotzen" als um die Situation zu analysieren oder eine Lösung zu finden.

Vielleicht hilft es ja auch, wenn du dir über die Themen genauer Gedanken machst, einfach um am Ende der Stunde nicht mehr so frustriert zu sein. @:)

F!lying wVithouht wixngs


@ luomaren

Okay danke, das könnte ich nochmal versuchen. Das Problem ist, dass sie wirklich super – gechillt ist und immer sagt: "Da reden wir nachher noch drüber" und dann schaffen wir es eben nicht mehr. Teilweise habe ich die Zeit glaube ich besser im Blick als sie. Ich merke teilweise schon, wie wir viel zu lange an einem Thema hängen, aber sie dann mitten drin zu unterbrechen finde ich halt auch unhöflich, zumal es dann eben nicht "zu Ende" gebracht ist.

Aber das mit dem Andiskutieren ist gut. Vielleicht kann man ja ein Thema fertig machen und zu den restlichen gibt es dann eben nur noch Gedankenanstöße. Vielleicht reicht das ja schon, oder ich bringe es dann das nächste Mal nochmal mit.

@ Antfortas

So richtig ansprechen finde ich irgendwie total schwer, aber ist vielleicht mal nötig. Ich habe dann immer Angst, dass das als zuviel Kritik oder so aufgefasst wird und ich mich dann unbeliebt mache oder so.

Zumindest in der letzten Stunde wusste sie definitiv, dass ich mehrere Dinge im Gepäck habe - da habe ich es nämlich echt mal angekündigt. Sie meinte auch, dass wir eben später (aber schon noch in der Stunde) darüber sprechen. Haben wir dann eben leider nicht mehr geschafft.

Vielleicht hilft es ja auch, wenn du dir über die Themen genauer Gedanken machst, einfach um am Ende der Stunde nicht mehr so frustriert zu sein.

Was meinst Du damit genau? Vorher schon, um das klarer ansprechen zu können oder hinterher?

E]hzemalXiger Nyutzaer ](#5/78069)


So richtig ansprechen finde ich irgendwie total schwer, aber ist vielleicht mal nötig. Ich habe dann immer Angst, dass das als zuviel Kritik oder so aufgefasst wird und ich mich dann unbeliebt mache oder so.

Deine Therapeutin fast das sicher nicht als negative Kritik auf. Falls du dich wirklich unbeliebt machen solltest, war diese Therapeutin nicht besonders professionell. Aber ich habe eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht, wenn ich etwas angesprochen habe, was mich an der Therapie/Therapeutin "stört".

Was meinst Du damit genau? Vorher schon, um das klarer ansprechen zu können oder hinterher?

Eigentlich meinte ich, dir Gedanken darüber zu machen, ob du es überhaupt ansprechen "musst" oder das Thema vielleicht doch nicht so wichtig ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, reicht es auch oft, das Thema erst mal "ruhen" zu lassen. Wenn es bei der nächsten Therapiestunde noch präsent ist, solltest du es eventuell wirklich ansprechen.

Natürlich ist es auch gut, wenn du dir vorher schon einige Gedanken zu dem Thema machst, um schneller auf die Fragen deiner Therapeutin reagieren zu können und Zeit einzusparen.

Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn du öfter Therapieeinheiten hättest (1x wöchentlich) oder ev. sogar Doppeleinheiten in Anspruch nimmst, falls das irgendwie möglich wäre. Zumindest dann, wenn besonders wichtige Themen gibt. ":/

S+unfrlowexr_73


1. Sortiere Du VORHER. Bewusst und mit einigem Nachdenken. Nicht alles, was gerade drängt, ist wirklich relevant.

2. Benenne die Punkte der Liste KOMPLETT zu Beginn der Sitzung. Ggf. mit 1-2 weiteren Gedankengängen. Und sortiere dann mit der Therapeutin, was wichtig sein könnte.

3. Schildere Dein Problem GENAU SO in der Therapie. Es ist auch Verantwortung der Therapeutin, beim Sortierne zu helfen. Therapie ist halt nicht, immer nur akute Dinge zu erzählen. Sondern Muster zu erarbeiten, einen roten Faden zu haben - und den über die vielfältigen Alltagsthemen zu legen. Querverbindungen zu bereits besprochenen Dingen zu schlagen und ggf. nach 3-4 Minutn zu merken: Hoppla, wieder das. Kenne ich schon, mache ich das und das draus. Abgehakt.

S9unflo}wer_x73


Und:

Wenn eh klar ist, dass nicht alles besprochen wird: Gerade dann solltest Du den o.g. Punkt 1 wirklich intensiv praktizieren. Wenn Du 5-6 Themen hast, aber klar ist, dass nur 1-2 wirklich besprochen werden können: Welche sind dann wichtig? Welche passen am Besten zu dem, weswegen Du in Therapie bist?

Denn: Letztlich sollst Du lernen, eigenständig mit Dingen umzugehen. D.h. es ist gar nicht Ziel, ALLES immer zu besprechen.

E]hemalig:er N4ut/zer{ (#5q78069)


Denn: Letztlich sollst Du lernen, eigenständig mit Dingen umzugehen. D.h. es ist gar nicht Ziel, ALLES immer zu besprechen.

Darauf wollte ich auch hinaus. :-)

Fulyijng &wi;thoutB wings


Danke für Eure vielen Tipps!

Nicht alles, was gerade drängt, ist wirklich relevant.

Mh… wenn ich mal genau darüber nachdenke, hakt es glaube ich schon gelegentlich an dem Punkt. Zwar "sammle" ich schon immer zwischen den Stunden und nicht erst kurz vorher und ab und an kommt es auch vor, dass ich etwas selbst lösen konnte oder es doch nicht mehr so wichtig ist, sodass ich es von der Liste werfen kann. Aber die Hauptthemen sind doch immer recht aktuell und vielleicht sollte ich da wirklich mal nachdenken, ob das jetzt so relevant ist.

Über manche Dinge haben wir schon fünf Mal gesprochen, weil ich das zwar rational verstehe, aber das emotional überhaupt nicht bei mir ankommt. Ich glaube meine Therapeutin hofft da irgendwann mal den Schalter umzulegen.

Aber das wäre dann die Frage: Muss das wirklich immer Thema werden? Ich weiß es ja im Prinzip, nur an der Umsetzung hapert es trotz aller Bemühungen noch gewaltig.

Letztlich sollst Du lernen, eigenständig mit Dingen umzugehen. D.h. es ist gar nicht Ziel, ALLES immer zu besprechen.

Stimmt – so kann man es natürlich auch sehen.

Ich denke mir immer: Einmal besprochen reicht fürs ganze Leben, weil ich dann im Prinzip weiß, wie ich da ran gehen muss. So nach dem Motto: Für alles ein Beispiel und dann klappt das für immer und dann muss man ja eigentlich über alles nur ein einziges Mal reden. Ich glaube nur so ganz passt diese Theorie auch nicht.

Ewhemaliyger Nutzmer h(#5}7806x9)


Ich denke mir immer: Einmal besprochen reicht fürs ganze Leben, weil ich dann im Prinzip weiß, wie ich da ran gehen muss. So nach dem Motto: Für alles ein Beispiel und dann klappt das für immer und dann muss man ja eigentlich über alles nur ein einziges Mal reden. Ich glaube nur so ganz passt diese Theorie auch nicht.

Nein, nicht wirklich. Alle zukünftigen Probleme mit Schema F lösen zu können, sollte auch nicht das Ziel einer Therapie sein. Es geht viel mehr darum, dem Klienten das Werkzeug in die Hand zu geben, um zukünftige Situationen auch ohne therapeutische Unterstützung meistern zu können.

Fflying waithoukt wingxs


So - jetzt bin ich mal gespannt, ob das morgen besser klappt!

Ich habe mich der Tipps auf jeden Fall angenommen :)z :)^

Efhem:aliger )NButzeOr (J#578069x)


In welchen Abständen hast du die Therapiestunden denn?

FYlyting? wi:thoxut wings


Das ist sehr davon abhängig, wie viel Zeit die da so haben.

Manchmal tatsächlich wöchentlich, manchmal aber auch nur alle zwei oder drei Wochen. Wobei letzteres dann schon arg lang ist; das merke ich dann richtig.

Ich weiß das aber vorher auch nie. Das bekomme ich immer erst mit, wenn wir am Ende der Stunde einen neuen Termin suchen...

Elhemal*iger Nutz?e$r (#+578069)


Das ist natürlich sehr ungeschickt. Gerade wenn die Stunden so unregelmäßig sind.

Vielleicht könntest du dir zumindest für alle zwei Wochen im vorhinein einen Termin ausmachen? Oder das zumindest so absprechen?

FVlying Cwithoxut wings


Ich habe mich auch schon gefragt, ob man die Termine nicht etwas besser schon im Voraus planen könnte. Vor allem, weil wir oft noch mitten im Thema sind und dann sieht sie auf die Uhr und sagt: "Oh, wir sind ja mit der Zeit schon wieder durch". Es kommt oft vor, dass die Dinge dann einfach nicht abgeschlossen sind und dann trage ich das eine ganze Zeit mit mehr herum.

Das Problem ist ja, dass das nur so eine "Übergangstherapeutin" ist und sie sich auch genau so sieht. Sobald ich woanders untergebracht bin, gehe ich da ja auch nicht mehr hin. (Schon wieder ein Problem, weil das alles gerade eine ganz wichtige Säule für mich darstellt, aber darüber denke ich nach, wenn es soweit ist). Die ganze Situation ist ehrlich gesagt ziemlich suboptimal.

Die haben sich im Sommer auch schon sehr geziert, dass ich überhaupt erst mal da bleiben darf, haben dann aber eingesehen, dass sie mich mit so einer Diagnose nicht wissentlich die nächsten Monate auf die Straße stellen können. Im Prinzip bin ich also schon sehr dankbar, dass ich überhaupt dorthin gehen darf und dann traue ich mich immer nicht so viele Anforderungen zu stellen. Aber vielleicht sollte ich mal ein bisschen an mich denken und überlegen, was mir helfen würde und dazu würden - wie Du schon gesagt hast - regelmäßige Termin gehören.

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