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Ein letzter Wunsch ...

EWhem=ali:grer kNutzer9 (#5737x97)


Ach was, das kann doch sehr unterschiedlich sein. Bei mir war es zB die Frau an der Supermarktkasse. Sagt die mir einfach so beim Wochendeinkauf, dass ich bald sterben werde. War ein richtiger Schlag ins Gesicht. Grausame Welt!

Entschuldige, weil es eigentlich nicht angebracht ist, aber ich musste gerade so lachen ;-D

EOhema`lige#r hNutzer4 (#P580035x)


@ feeri

Passt schon. Hab nur meine Gesundheit verloren, nicht meinen Humor! ;-)

Eqhemaligedr NuYtzer k(#5737x97)


:)^ :-D @:)

m.arimposa


Was'n das für ne seltsame Frage!? Wer wohl!?

Nun, es hörte sich eher nach Glaskugel an, nicht nach der Prognose eines Arztes.

EShemaAlipger NuVtzeyr (#57379x7)


Ihre Krankheit ist ja auch nicht Thema des Fadens, warum hätte sie das also näher erläutern sollen? Aber es stand wohl seit ihrem Eingangsbeitrag außer Frage, dass sie eben leider bald sterben wird.

KZlexio


Lorisidae

Wenn ihr vor eurem Tod noch einen letzten Wunsch hättet, der allerdings nur mit Hilfe eines Menschen wahr werden könnte, der euch früher vieles angetan hat, wie würdet ihr entscheiden?

Früher – ist vergangen und uninteressant für mich.

Aber, und das ist der Punkt, über den ich sehr intensiv nachdenke, sollte mir das in Hinblick auf meinen Tod nicht völlig egal sein? Warum kümmert es mich noch, dass es für ihn einen positiven Aspekt haben könnte? Sollte es mir nicht wichtiger sein, mir meinen letzten Wunsch zu erfüllen?

Ich sehe da jetzt keinen unbedingten Zusammenhang mit dem Tod. Letztlich weiß ich doch nie, wann ich sterbe und ob eine Handlung die letzte ist, bevor ich sterbe. Und warum sollte ich meine Handlung vom Verhalten oder von der Ansicht eines anderen abhängig machen? Darauf habe ich doch sowieso nie einen Einfluss.

Es geht dabei um einen Ort, an dem ich gerne nochmal sein würde und niemand außer ihm könnte mich die weite Strecke dorthin fahren. Einer alten Freundin wäre es aus beruflichen und familiären Gründen erst im Mai möglich, aber das ist vielleicht zu spät.

Schon Scheiße, was man sich manchmal für Gruben gräbt? ]:D Da geht man her und stellt Kriterien auf und verhindert so, dass man seine Bedürfnisse erfüllt und dann ist auch noch dieser Scheißkerl "Schuld" daran, dass man seinen letzten Wunsch nicht erfüllen kann.

Ich könnte mich so über mich selbst ärgern, dass ich da nicht einfach über meinen Schatten springen kann.

Dann, wird es wohl auch nix, wenn Du es nicht "kannst". Das ist eben sehr fremdgesteuert. Was willst Du? Was ist Dir wichtig oder wichtiger? Du stellst doch Deine Kriterien auf. Du kennst Deine Bedürfnisse. Dann stellt sich die Frage, ob Dein Wunsch überhaupt realistisch ist.

Bereuen?! Mhm ja, das ist der Punkt. Ist das noch wichtig, wenn man nicht mehr viel Zeit hat? Also selbst wenn, lange bereuen kann ich's dann sowieso nicht mehr, um es mal flapsig zu sagen. Deshalb überlege ich auch, ob es mir nicht gleichgültig sein sollte.

Hier klingt es jetzt aber so, als ob Du überhaupt nicht wüsstest, ob es Dir wichtig ist, an diesen Ort zu gelangen und was Dir überhaupt wichtig ist.

Ich habe meinen Frieden mit dieser Person insofern schon längst gemacht, da er mir einfach egal geworden ist.

Dann definieren wir frieden machen unterschiedlich. Ich habe nicht den Eindruck.

Jedoch ist verzeihen nur möglich, wenn die andere Person einsichtig wäre und das ist er definitiv nicht.

Ich denke, dass verzeihen notwendig ist, um seinen eigenen Seelenfrieden zu finden und dazu ist es nicht nötig, dass jemand einsichtig ist. Das ist auch ein Kriterium, dass es noch einmal schwieriger macht die Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu schauen.

w9int@ersonZnex 01


Wenn du denjenigen, der dich da hinfahren soll mehrere Tage ertragen kannst, würde ich ihn fahren lassen.

Das musst du dir gut überlegen, denn wenn dann alte gefühle wieder hochkommen kann es sehr belastend werden.

Ansonsten, wenn du dir sicher ist, dass das durch ist ( das du es wirklich verarbeitet hhast, es dich nicht mehr ärgern kann)....dann ist es egal.

Als ihm verzeihen, für das was er dir angetan hat musst du es ja nicht sehen, eher wie ein: das ist er mir wenigstens noch schuldig.

Und ob er sich hinterher damit brüstet, kann dir doch egal sein.... vielleicht hat er ja auch schlechtes Gewwissen und will das gerne für dich tun, bisschen als Entschuldigung

Aber wie gesagt: ich weiß nicht ob ich solange mit jemanden zusammen sein könnte, in einem Auto ist ja auch sehr nah aufeinander, der mich mal so verletzt hat ":/

L9ian-JLilxl


Was wäre euch wichtiger, die Erfüllung des Wunsches oder euer Stolz, den ihr überwinden müsstet, um diesen Menschen darum zu bitten?

Unerfüllte Wünsche wären für mich angesichts meines nahenden Todes völlig belanglos. Wichtiger wäre für mich, mir jederzeit treu geblieben zu sein.

m;ari<posa


feeri

Ihre Krankheit ist ja auch nicht Thema des Fadens, warum hätte sie das also näher erläutern sollen?

Danach hat ja auch niemand hier gefragt.

Aber es stand wohl seit ihrem Eingangsbeitrag außer Frage, dass sie eben leider bald sterben wird.

Ob es wirklich außer Frage steht - darum ging es mir.

Und nun zurück zum Thema.

Iindigviduxalist


Jedoch ist verzeihen nur möglich, wenn die andere Person einsichtig wäre und das ist er definitiv nicht.

Das ist in gewisser Weise sehr egozentrisch gedacht, also ausschließlich vom eigenen Standpunkt aus gesehen. Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen in den Anderen kann man doch aber unmöglich übersehen, dass allein schon das Angebot dieses "letzten Dienstes" nach so langer Kontaktpause auch Bewegung ist, Zeichen einer vorsichtigen Öffnung, ein tastendes erstes Signal der Verbindlichkeit, vielleicht sogar des Bedauerns oder der Reue.

Das ist natürlich zu wenig, wenn man aschewälzendes, unterwürfigstes Zu-Kreuze-Kriechen als das Mindeste ansieht, was der Andere einem schuldet, und unter dem man's nicht macht. Aber mal ehrlich: Einsicht, Entschuldigung, oder wie immer man es nennen mag, tritt nur seltenst dermaßen theatralisch auf - und es ist ja auch die Frage, ob das überhaupt wünschenswert und rational wäre. In aller Regel kommt sie erstmal eher leise und tastend daher, und gerade wenn sie echt und ehrlich gemeint ist, vielleicht auch eher mit zarten Gesten als mit direkten (und womöglich hohlen) Worten. Man darf nicht vergessen: auch der Andere ist unsicher und geht mit dem ersten Schritt das größere Wagnis ein, musste vermutlich über seinen Schatten springen, um sich dazu überhaupt zu überwinden.

Immerhin aber hat er den ersten versöhnlichen Schritt gemacht, und nun liegt es bei dir, diese Geste aufzugreifen und ebenfalls vorsichtig die vielbeschworene Offenheit zu signalisieren - oder aber die von ihm sachte geöffnete Tür wieder zuzuschlagen.

Ich denke, dass verzeihen notwendig ist, um seinen eigenen Seelenfrieden zu finden

Ich glaube, bei "echtem" Verzeihen ist es eher umgekehrt: es begründet nicht den inneren Frieden, sondern ist vielmehr dessen mögliche (aber nicht zwangsläufige) Folge.

Ich denke, innerer Frieden kann nicht allein durch Verzeihen an sich entstehen, sondern nur durch einen eigenen Verarbeitungs-/Aufarbeitungsprozess, der die ganzen Verletzungen und Kränkungen durch den Anderen zwar nicht ungeschehen machen kann, aber hilft, sie für sich einzuordnen und nicht mehr darin gefangen zu sein. Bloßes Verzeihen - was soll das sein? Eine Formalie? Ein Ritual? Friede, Freude, Eierkuchen, Probleme unter den Teppich? Ich glaube, das ist zu billig. Nur durch eigene, aktive Aufarbeitung gewinnt man echte Souveränität zurück, hört auf, sich bloß als Opfer des Anderen zu fühlen, kann eventuell das Gefangensein in negativen Affekten überwinden, ohne Gesichtsverlust zu fürchten. Nur auf diesem Boden ist meines Erachtens dann auch ehrliches Verzeihen(können) möglich. Nicht zwingend, aber eben eventuell möglich, je nach Einzelfall. Ich sehe also das Verarbeiten als primär für den zurückgewonnenen inneren Frieden an und den etwaigen Impuls zum Verzeihen eher als sekundäre Folge davon.

E=hemaligeMr Nutz.er (#5800x35)


Ich sehe da jetzt keinen unbedingten Zusammenhang mit dem Tod. Letztlich weiß ich doch nie, wann ich sterbe,... Kleio

Nun, aber ich weiß es und für mich entsteht auch nur deshalb diese Frage, da ich ohne bald zu sterben nicht jetzt sofort nochmal dorthin wollen würde, wo ich hin möchte.

Und warum sollte ich meine Handlung vom Verhalten oder von der Ansicht eines anderen abhängig machen? Darauf habe ich doch sowieso nie einen Einfluss.

Natürlich hat man darauf Einfluss. Allein das Wiedersehen wäre für ihn etwas Positives, die Fahrt eine Genugtuung, denn somit wäre für ihn klar, dass ich ihn brauche.

Schon Scheiße, was man sich manchmal für Gruben gräbt? Da geht man her und stellt Kriterien auf und verhindert so, dass man seine Bedürfnisse erfüllt und dann ist auch noch dieser Scheißkerl "Schuld" daran, dass man seinen letzten Wunsch nicht erfüllen kann.

Entschuldige mal, was ist das bitte für ein Unsinn?! Da legst du mir etwas in den Mund, was ich weder gesagt, noch so gemeint habe.

Er wäre überhaupt nicht Schuld daran, wenn ich mir meinen letzten Wunsch nicht erfüllen könnte, warum auch!? Er hat in meinem Leben ja sowieso keine Rolle mehr gespielt. Aber er hat davon erfahren, sich angeboten und wäre in meinem Umfeld eben der Einzige, der fahren könnte. Das ist alles!

Ansonsten hängt es allein von mir ab, ob ich das mit ihm will oder nicht. Wenn es also nicht dazu kommt, bin ich selbst daran Schuld, sonst niemand! Denn er würde ja auf jeden Fall fahren.

Schon erstaunlich, was einem hier alles unterstellt und angedichtet wird. :|N

Dann, wird es wohl auch nix, wenn Du es nicht "kannst". Das ist eben sehr fremdgesteuert. Was willst Du? Was ist Dir wichtig oder wichtiger? 

Ich schrieb bereits mehrmals, dass ich darüber gerade nachdenke.

Hier klingt es jetzt aber so, als ob Du überhaupt nicht wüsstest, ob es Dir wichtig ist, an diesen Ort zu gelangen und was Dir überhaupt wichtig ist.

Ich denke, da hast du ordentlich was missverstanden! Ich meinte damit

Ist das noch wichtig, wenn man nicht mehr viel Zeit hat? Also selbst wenn, lange bereuen kann ich's dann sowieso nicht mehr, um es mal flapsig zu sagen. Deshalb überlege ich auch, ob es mir nicht gleichgültig sein sollte.

nicht den Ort, sondern ihn als Person. Ob er mir nicht einfach gleichgültig sein könnte, auch bei solch einer Nähe auf einer gemeinsamen Fahrt.

Dann definieren wir frieden machen unterschiedlich. Ich habe nicht den Eindruck.

Ich hab's doch schon erklärt. Er spielte die letzten 7 Jahre überhaupt keine Rolle in meinem Leben und in meinen Gedanken. Ich habe fast vergessen, dass er noch lebt. Für mich war das mein innerer Frieden. Ihn wiederzusehen, wäre aber möglicherweise etwas anderes! Nur u. U. eben auch nicht sooo dramatisch, da ich danach nicht mehr lange damit leben müsste, ihn wiedergesehen zu haben und darüber denke ich eben gerade nach.

Das ist auch ein Kriterium, dass es noch einmal schwieriger macht die Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu schauen.

Ein 'nach vorne Schauen' gibt's bei mir zwangsläufig sowieso nicht mehr ;-), also wurscht.


Ansonsten, wenn du dir sicher ist, dass das durch ist ( das du es wirklich verarbeitet hast, es dich nicht mehr ärgern kann)....dann ist es egal. wintersonne 01

Dessen bin ich mir eben nicht sicher, würde ich sicher erst bei einer Begegnung feststellen, inwieweit ich so gefestigt bin, ihn "unbeschadet" sehen und mit ihm fahren zu können.

Als ihm verzeihen, für das was er dir angetan hat musst du es ja nicht sehen, eher wie ein: das ist er mir wenigstens noch schuldig.

Ja, so ähnlich meinte feeri es wohl auch. Ein Punkt, der mir dabei helfen könnte, das anzunehmen. :)z

Und ob er sich hinterher damit brüstet, kann dir doch egal sein....

Im Prinzip schon ... da hängt es dann wieder am Stolz.


Unerfüllte Wünsche wären für mich angesichts meines nahenden Todes völlig belanglos. Wichtiger wäre für mich, mir jederzeit treu geblieben zu sein. Lian-Jill

Und das ist es wohl, was mich zögern lässt. Das trifft es wirklich auf den Punkt!


Ob es wirklich außer Frage steht - darum ging es mir. mariposa

Aus Spaß an der Freude eröffne ich nicht solch einen Faden!


Das ist in gewisser Weise sehr egozentrisch gedacht, also ausschließlich vom eigenen Standpunkt aus gesehen. Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen in den Anderen kann man doch aber unmöglich übersehen, dass allein schon das Angebot dieses "letzten Dienstes" nach so langer Kontaktpause auch Bewegung ist, Zeichen einer vorsichtigen Öffnung, ein tastendes erstes Signal der Verbindlichkeit, vielleicht sogar des Bedauerns oder der Reue.

Das ist natürlich zu wenig, wenn man aschewälzendes, unterwürfigstes Zu-Kreuze-Kriechen als das Mindeste ansieht, was der Andere einem schuldet, und unter dem man's nicht macht. Individualist

Nun, da kommt es eben auch darauf an, was der andere einem angetan hat, um das ausreichend zu finden oder auch nicht ausreichend zu finden.

Immerhin aber hat er den ersten versöhnlichen Schritt gemacht,

Er hat überhaupt keinen ersten Schritt gemacht, sondern sein Angebot nur über Dritte geäußert und nicht mal direkt ausrichten lassen!

"Ein versöhnlicher Schritt" ist unserer Situation auch nicht angemessen, aber ich will auf das Geschehene auch nicht näher eingehen.


Ich denke, ich werde das in Kürze wohl aus dem Bauch heraus entscheiden.

Danke jedenfalls nochmal für all eure Gedanken dazu! @:)

LriBan-yJill


Weiß er denn über deinen bevorstehenden Tod?

EMhemaligerC Ngutz;er (#5480035x)


Ja, in dem Zusammenhang hat er ja eben auch von meinem letzten Wunsch erfahren. Aber alles über Dritte, das geschah ohne meine Wissen. Ich habe erst jetzt im neuen Jahr erfahren, dass er das alles weiß.

E=hemalifger Nutze}r (#5j7x3797)


Wenn du magst, hast du jetzt ein zweites Angebot ;-D, meine Schwester würde dich fahren :-D. Die steht auf Kurztrips, egal wohin, deshalb hab ich sie gefragt ;-D :-D. Ich würd's auch gern selbst tun, aber ich bin leider auch ziemlich krank, daher geht das nicht. Könnte mir aber auch vorstellen, dass dir bei Fremden eine weibliche Person sowieso lieber wäre. Für alles weitere, falls du magst, PN :-)

Ich finde es übrigens toll von deiner Freundin, dass sie dir, wenn es soweit ist, beistehen wird :)^. Ich stand auch schon zweimal dem Tod näher als dem Leben und da ist es sehr beruhigend, wenn man einen oder mehrere tolle Menschen um sich hat.

Hast du eigentlich Angst vor dem Tod oder dem Sterben, vor Schmerzen? Wenn dir das zu intim ist, verstehe ich das! :)z

*:)

wyeihnach:tsst0eyrnchenx3


Kommen diese "Dritten" denn so gar nicht in Frage für diesen Trip? Zumindest scheinst du mit ihnen ja darüber geredet haben?

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