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Beste Freundin überredet mich, Stimmungsaufheller zu nehmen

Muonsxti


Sollte natürlich heißen: ... weil es ihr selbst schlechter geht als Dir?

Cnhancex007


Vor ein paar Monaten hat sie mich dazu überredet, eine Psychotherapie zu machen, weil ich keinen Freund habe.

Also wenn jetzt jeder eine Therapie bräuchte, der keinen Partner hat - puh!

Allein dieser Anspruch an Dich ist krass. Aber noch krasser finde ich Deine Reaktion, liebe TE:

Die hab' ich gemacht und abgeschlossen.

Hier gleich nochmal dasselbe.

Sie meinte, ich solle dann zum Psychiater gehen, wegen meiner Schlafstörungen (die sich aber gebessert haben, was ich ihr immer wieder sagte) und weil ich ihrer Meinung nach diese Krankheit von meinem Vater geerbt habe.

Deine Reaktion:

Ich Eselin bin zur Psychiaterin gegangen, weil ich mich dem stellen wollte.

Jemandem klar zu machen, dass es ihm viel schlechter geht als es ihm wirklich geht, hat nichts mit Freundschaft zu tun.

Ja, ich würde mich ganz klar von einer solchen Person distanzieren. Zuallererst aber direkt Erzählungen von Dir selbst ihr gegenüber einstellen. Dann gibt es kein Futter mehr für neue Ideen.

ABER. Wenn Du so leicht manipulierbar bist und Dir tatsächlich noch Gedanken darüber machst, dass Du ihre Ansprüche erfüllen musst (Gang zum Arzt o.ä.), damit Du nicht als feige gilst, dann ist da tatsächlich eine Baustelle, um die Du Dich Dir zuliebe kümmern solltest.

Werde selbstsicherer. Such Dir Menschen, die Dich bestätigen und Dir gut tun, statt Dir das Gegenteil einzureden. Und höre auf Dein eigenes Bauchgefühl mehr als auf andere. :)*

S(chüXchtTern3x2


@ Baldurrh:

Ja, genau. Solange man es sich zutraut, sollte man versuchen, solche Krisen selbst zu meistern. Wenn dann zu viel zusammenkommt, gibt es zum Glück Hilfsmittel. Es ist doch irgendwie logisch, dass man nicht so gut drauf ist, wenn man sich Sorgen (die durchaus nachvollziehbar sind) macht. Es geht mir auf die Nerven, dass heute Krisen einfach nicht mehr akzeptiert werden. Man muss dann gleich etwas schlucken, damit man wieder fröhlich ist und ja nichts aushalten muss (zum Beispiel den Single-Status) und ja niemanden damit belastet. Und wenn ich einmal sage, dass ich zu müde bin, um hinauszugehen, auch weil ich Angst habe, andere runterzuziehen, muss das doch auch einmal drinnen sein. Wenn ich ausgeruht bin, geht es mir ja wieder gut und da freue ich mich darauf, Leute zu treffen. Pausen und traurigere Zeiten muss man doch irgendwie aushalten können und das muss doch auch das Umfeld irgendwie aushalten können. Dieses Alltagsdoping darf man einfach nicht mehr unterstützen und Krisen (solange sie erträglich sind) müssen im Leben Platz haben. Müssen.

Scc`hüchWtexrn32


@ Monsi:

Danke für deine Antwort :). Ich habe eben auch diesen Verdacht, dass sie Schuldgefühle wegen ihrer Stimmungsaufheller hat. Entschuldigung, dass ich das so sage, aber ich halte sie eigentlich überhaupt für sehr verwöhnt. Ihre Eltern - es handelt sich um eine Arztfamilie - haben ihr damit aber keinen Gefallen getan. Sie schluckt lieber etwas, anstatt ihr Verhalten zu ändern. Ich weiß, ich urteile hier sehr hart, aber mich ärgert das einfach. Muss leider sagen, dass mein Vater auch zu dieser Sorte Mensch gehört (das erklärt auch irgendwie die Freundschaft zu ihr - dieser Charakterzug scheint mir vertraut zu sein). Ich versuche, meinen Vater und die ganze Situation zu verstehen. Ist auch echt nicht ohne und eine mittelschwere Depression wünscht sich niemand und die kann auch jeder bekommen, aber wenn ich dann höre, dass er nur Pillen schlucken und sonst nichts tun will, damit es ihm besser geht, dann ärgert mich das. Es ärgert mich einfach. Und das ärgert mich jetzt auch bei meiner Freundin. Wenn ich schon so unerträglich bin, dass ich - ihrer Meinung nach - anscheinend Stimmungsaufheller schlucken muss, es aber nicht mache, könnte ja sie sich eigentlich jetzt von mir distanzieren und ich treffe mich einfach mit meinen anderen Bekanntschaften, denen solche Dinge nicht einmal im Traum einfallen würden.

Soc~hücht'ernf3x2


@ Chance007:

Danke für diese Einschätzung. Genau das ist es, was mich am meisten ärgert. Dass ich mir solche Sachen einreden lasse, dass ich Menschen immer wieder erlaube, diese Grenze zu überschreiten und nicht auf mein Bauchgefühl höre. Das ist eigentlich das Problem. Das kann böse enden. Ich muss dieses Muster jetzt endlich einmal durchbrechen. Und genau, wie du sagst: Man sollte sich mit Menschen umgeben, die einem guttun. Werde daran arbeiten und diese Freundschaft jetzt langsam auslaufen lassen. Werde es ihr aber auch noch einmal erklären. Das ist neu - hätte ich früher nie gemacht.

SXchü:chntern3x2


@ number of the beast:

Danke für den Hinweis. Habe ihr in diesem Sommer einmal gesagt, dass sie zu sehr darauf aus ist, immer recht zu haben. Sie hat aber nichts geändert. Ich muss da einfach deutlicher Wie du sagst: Man würde sich wünschen, dass sich die Freundin freut, wenn man sagt, dass es einem gut geht.

v:amp2x8


Hallo

Menschen verändern sich, da kann es passieren dass man sich auseinander lebt oder es einfach nicht mehr passt. Ich hatte eine beste Freundin, wir kannten uns über 10 Jahre und waren auch jahrelang beste Freundinnen. Aber heute nicht mehr, den Kontakt habe ich abgebrochen, aus guten Gründen. Die Freundschaft zu ihr tat mir nicht mehr gut. Die Geschichte wäre viel zu lang, um sie hier aufzuschreiben.

Aber was ich damit sagen möchte, egal wie lange man befreundet war, wenn diese Beziehung einen nicht mehr gut tut und einen belastet, dann sollte man sich distanzieren und evtl. auch ganz den Kontakt abbrechen. Es ist natürlich schade, aber man muss immer auf sich selbst achten. Menschen verändern sich, manche zum positiven, manche zum negativen. Manche bleiben auch einfach nur stehen. Auch das kann ein Grund sein, den Kontakt abzubrechen.

In deinem Fall, was würde ich dir raten? Wenn du die Freundschaft noch retten möchtest, dann rede noch einmal mit ihr. Sag ihr ehrlich deine Meinung, dass es deine eigene Sache ist, was du tust und sie aufhören soll, dir irgendetwas einzureden, was nicht da ist. Du selbst frei entscheiden kannst. Wenn sie das nicht akzeptiert, dann brich den Kontakt ab. Aber du entscheidest selbst, niemand steckt in deiner Haut. Mach das was dir gut tut.

Lg Vamp28

SRilJkPeaCrl


Egal, ob sie Dich tatsächich manipuliert, aus welchem Grund sie das will oder nicht - es gehören zwei dazu, der Manipulator und der, der das zulässt. Ihr passt insofern zusammen wie Schlüssel und Schloss. ;-)

Rede offen mir ihr. Das ist immer das Beste und es lohnt sich für eine so lange Freundschaft. Danach könnt Ihr beide entscheiden, ob Ihr sie noch weiterführen könnt und wollt.

SVchüchJtern32


@ vamp28:

Danke auch für deinen Beitrag :). Das beruhigt mich. Ich weiß jetzt noch nicht, wie ich das mit ihr löse, aber Abstand muss jetzt auf jeden Fall sein. Hatte bei ihr immer schon so ein seltsames Bauchgefühl, es war mir aber nie klar genug. Wenn man jemanden so nahe an sich herangelassen hat, ist es schwierig, sich zu distanzieren. Es wird schon gehen :).

SschüchTtern3x2


@ Silkpearl:

Danke :). Werde sehen, wie das jetzt weitergeht. :)

BXaldu*rhxh


@ Schüchtern32

Genauso ist es. Du bist sogar wesentlich stärker als sie, wenn Du Dich ohne Hilfsmittel diesen Herausforderungen stellst.

Und genau deshalb halte ich ein erneutes und vielleicht abschließendes Gespräch für sinnvoll. Es ist anzunehmen, dass sie es nicht verstehen wird, weil sie in dieser Beziehung den Weg des geringsten Widerstands gegangen ist. Sie fühlt sich schlecht und betäubt dieses unangenehme Gefühl mit einer Tablette. Es hört sich grotesk an, wenn Du schreibst, dass sie diese Dinger einwirft, seit sie einen Freund hat. Eigentlich sollte einem eine Liebesbeziehung doch soviel Energie geben, dass man ohne Medikamente auskommt.

Naja, ich kenne ihre Gründe nicht, aber letztlich geht es ja darum, dass Du Dich ihr gegenüber behauptest, sich nicht mehr alles bieten zu lassen und das dem Gegenüber auch zu sagen, macht einen Menschen stärker.

Viel Erfolg!!!

SYchüc2hternx32


Danke dir! Das denke ich auch. Wenn es möglich ist, sollte man schon versuchen, sich ohne Medikamente zu helfen. Vielleicht kenne ich sie nicht so gut, wie ich dachte. Wer weiß, warum sie das Gefühl hat, dass sie Tabletten braucht. Eigentlich müsste es ihr ja nach außen hin viel besser gehen wie mir - in fast jeder Hinsicht. Wahrscheinlich ist grad das das Problem. Sie flippt aus, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht, ich hingegen bin daran gewöhnt, dass es eben oft auch nicht so geht, wie ich möchte und habe mich damit irgendwie arrangiert. Das ist auch nicht immer gut, ich weiß, aber zumindest habe ich die Kraft, auch mich selbst in Frage zu stellen. Leider übertreibe ich es damit auch zwischendurch, wie man sieht. Wenn ich es noch schaffen würde, mich im richtigen Augenblick in Frage zu stellen, müsste es eigentlich passen. Ich arbeite halt daran. Ich weiß noch nicht, wie ich mit ihr darüber sprechen soll. Ich möchte das aber machen - das wäre dann auch ein Schritt in die richtige Richtung. So etwas habe ich früher nie gemacht. Danke für eure Stellungnahmen :)!

S0ilkPNearl


Liebe Schüchtern,

vielleicht stellst Du Dich auch zu sehr selbst infrage? ;-) Du wirkst hier nicht wie jemand, der selbst auftrumpft und die Schuld immer bei anderen sucht.

So etwas anzusprechen, ist nicht einfach, das kenne ich. Trotzdem: Pack den Stier bei den Hörnern! Du kannst nur dabei gewinnen. Wahrscheinlich bist Du hinterher ein bisschen stolz auf Dich, und vielleicht imponierst Du ihr ja auch mit dieser ungewohnten Offenheit, wäre ja auch mal Zeit dafür. :)z

Stchüvchterxn32


@ SilkPearl Hihi. Ja,

glatt, das wäre mal etwas Neues. Diese Woche ist mein Geburtstag. Weiß jetzt gar nicht, ob ich sie zu meiner kleinen Feier einladen soll, wenn dieser Konflikt noch in der Luft liegt. Aber werde es wohl doch tun und sie danach einmal zur Rede stellen. Damit will ich euch hier nicht mehr belästigen. Vielen Dank noch einmal für die Inputs :)!! Dieses Forum ist eine super Sache :)!

LG

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