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Ist autogenes Training gefährlich?

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@ Geerdeter

Ich habe ehrlich gesagt nicht geantwortet, weil ich es nicht auf die Schnelle verstanden habe. Aber auch jetzt, wo ich mir etwas Zeit genommen habe, fällt es mir sehr schwer dir zu folgen, zumindest ab deinem 3. Beitrag.

Ohne es böse zu meinen: Was hältst du davon, die in einem eigenen Faden unterzubringen? Hier sind sie leider fehl am Platze, bzw. ich glaube auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass jemand, der auf den Fadentitel klickt mit so etwas rechnet und dir da weiterhelfen könnte.

Falls du damit einverstanden bist kopier dir doch die Texte, damit sie nicht verloren sind und bringe sie in einem eigenen Faden unter-ok? :)* :)_ . Dann würde ich sie hier rausnehmen lassen.

mVuhkHuhx2k


@ alle

Was genau ist denn dann der Unterschied zwischen Meditation und Selbsthypnose bei autogenem Training, wenn letzteres quasi "nur" zu Entspannung führt?

Ein Problem das ich habe ist, dass nahezu alle Entspannungsübungen auf einer tiefen Atmung mit dem Zwerchfell basieren. Und genau die kann ich nicht machen, da ich zu viele Gase im Magen-/Darmbereich habe, wodurch das Atmen in den Bauchraum schmerzhaft ist. Außer ich liege auf dem Bauch.

Also was tun? ":/

C%omrxan


Alles hat eine große Schnittmenge, basierend auf dem erwünschten Trance-Zustand, der das Unterbewusstsein öffnet, indem er das störende Bewusstsein auf Seite schiebt. Erreicht wird dies durch Induktion, also eine Hineinführung in diesen Zustand.

Die Atemtechnik ist ohne fremde Regie eine ganz beliebte Induktionstechnik, weil sie leicht zu vermitteln ist und man keine Hilfsmittel benötigt. Blöd, dass ausgerechnet das bei dir nicht geht. Aber das Zwerchfell oder der Bauchraum ist hier zweitrangig. Es geht eigentlich nur um entspannte und tiefe Atmung - völlig egal, wie du das persönlich am besten hinbekommst. Alternativen wären sprachliche Induktionen wie bei der Hypnose, oder monotone Sinneseindrücke (pulsierende Lichter, Töne oder binaurale Schwingungen).

Ebenfalls gemeinsam - nur unterschiedlich ausgeprägt - sind die Suggestionen. Bei Meditation sind sie sehr unpräzise, man erwartet da eher eine Erkenntnis aus dem Nichts. Bei autogenem Training ist das Ziel präziser formuliert, welches man vor Augen hat, und Hypnose ist die Form, bei der die Suggestionen der Hauptbestandteil werden und die Trance nur Mittel zum Zweck. Dazu gibt es den sog. Rapport, d.h. man übergibt die Steuerung einem Außenstehenden (Hypnotiseur, Sprachaufnahme).

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Das mit der Atmung ist natürlich blöd, aber wie Comran schrieb: letztlich geht es um entspanntes Atmen. Oft atmet man einfach hektisch, flach,... Und Atmung ist etwas, was man halt sehr gut wahrnehmen und auch beeinflussen kann.

Ansonsten hat Comran es gut erklärt: Mediation ist unspezifisch, man wartet irgendwie auf irgendetwas (ich kann damit persönlich nichts anfangen). Entspannungsverfahren sind sehr konkret in ihren Instruktionen/Suggestionen. Da geht man auch nicht an irgendwelche "tieferen" Themen. Bei Hypnose hingegen schon (bspw. bei Ängsten, Raucherentwöhnung,...). Auch das ist ein Unterschied.

Kurzum:

Entspannungsverfahren sind harmlos. Außer, man ist psychotisch oder akut suizidal. Irgendwo "hängenbleiben" kann man nicht und die Themen beziehen sich nur auf die Entspannung, nichts weitergehendes.

Bzgl. Körperposition: Experimentiere da für Dich, was angenehm ist und funktioniert.

pZebbxy


Außer, man ist psychotisch oder akut suizidal.

Warum eigentlich?

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Bei Psychosen hat man ja das Problem das Halluzinationen, paranoiden Ideen, Verfolgungswahn. Da verschwimmt so viel "innen" und "außen", dass man deshalb vor der Induktion tiefer Entspannung ("Blick nach innen") absehen muss, weil man die Problematik verstärken würde.

AKUTE Suizidalität gilt als Extremkrise, mit starker Anspannung etc. auf emotionaler Ebene. Auch da will man diese negative Innenperspektive nicht verstärken, v.a. aber reicht Entspannung für diese massive Symptomatik nicht aus.

mHuhkudh2-k


@ comran und sunflower

Vielen Dank für eure Ausführungen! Ich denke ich werde es in den nächsten Tagen mal probieren.

Was mir mal so eingefallen ist: Zählen Power-Naps eigentlich auch als Entspannungsmethode? Denn die habe ich im Studium sehr häufig gemacht und nun als Berufstätiger geht das nicht mehr (bräuchte dazu schon einen Raum zum Zurückziehen) und merke da schon, dass etwas fehlt (vor allem da ich ansonsten nichts bewusst für die Entspannung mache).

S:unf7ljowerl_73


Klassisches Entspannungsverfahren sind PowerNaps nicht. Sie helfen eher, in dem Moment Energie zu tanken und gelten formell nicht als "entspannend". Aber wenn's hilft... ;-) Ich war auch so eine Schlafmütze im Studium, was im Job nicht geht. Was mir gut hilft: Raus aus dem Job, kurzer Spaziergang. Einfach dieses "weg" vom Arbeitsplatz.

p(ebkby


danke Sunflower @:)

die Argumente sind gut nachvollziehbar.

hab deswegen so doof gefragt, weil ich auch mit ernsten Suizidgedanken Autogenes Training gemacht habe. Einfach als Einschlafhilfe und weil es meinen Kopf leer gemacht hat. :-)

Erfordert aber einiges an Übung. Die Methode muss also gut sitzen, damits in solchen Fällen auch klappt.

m<nexf


Bei folgendem ist von autogenem Training abzuraten:

- Migräne

- Asthma

- Herzrhythmusstörungen

Mit welcher Begründung?

m[nexf


Gibt es denn ein Risiko, aus dem Trancezustand nicht mehr gescheit herauszukommen? Das ist nämlich die eigentliche Sorge die ich habe.

Bis du in die Bereiche kommst, dass du so einen Zustand auch nur annähernd erreichen kannst, dauert es sehr lange und bedarf viel, viel Übung. Bevor du an diese Phase denkst, kannst du in Ruhe erstmal ausprobieren, ob du überhaupt über die ersten, oberflächlichen Schritte hinauskommst (viele lassen es wie bereits geschrieben wurde direkt wieder bleiben, weil sie nicht damit klarkommen, und weichen lieber auf die PMR aus).

Dass du bei den ersten Versuchen in einen Trancezustand kommst, aus dem du nicht mehr rauskommst, ist absolut ausgeschlossen.

S)tets3Wissb?eg.i`erig


Bei folgendem ist von autogenem Training abzuraten:

- akute Psychose

- Migräne

- Sehr niedriger Blutdruck (bzw dann nur im Liegen machen)

- Asthma

- Herzrhythmusstörungen

Generell wenn man unter Migräne leidet, oder bei einer akuten Migrängeattacke. Wobei ich mir zweiteres nicht vorstellen kann.

Ich habe vor 14 Jahren das erste mal Autogenes Training gemacht und litt davor unter Kopfschmerzen und Migräneattacken.

Migräne hab ich vielleicht alle 5 Jahre, ich zähle gar nicht mehr mit, weil es so selten ist (wahrscheinlich noch seltener). Und meine Kopfschmerzen sind auch sehr stark zurück gegangen (ich litt nur in der Schwangerschaft oder wenn ich stark unter Stress stehe und nichts entspannendes dagegen unternehme)! Die Kopfschmerzen und Migräne hab ich, für mich ohne Zweifel, ganz sicher durch das Autogene Training wegbekommen.

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