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Menschen, die in der Gesellschaft nicht funktionieren...

c_osmolxight


Ich denke, das hat wie in dem Eingangsthread schon geschrieben wurde, nichts mit dem Intellekt eines Menschen zu tun. Es kann jeden treffen, den Hochbegabten wie auch einen Dummdenker, sondern entwickelt sich aus den von den jeweiligen Menschen durchlebten Lebensumständen, in der der Mensch Gleichgültigkeit, Interessenlosigkeit, erfahren hat, auch aus dem ihm vorgelebten Verhalten in seiner Kindheit, wie etwa mangelndes Verantwortungsbewusstsein, mangelnde Fürsorge.

Das prägt einen Menschen in seinem Verhalten und seinem Denken.

Und falls diese Menschen in Notsituationen stets einen Rettungsanker durch die Hilfe anderer gefunden haben, mit dem sie unangenehme oder existenziell bedrohliche Lebenssituationen abwenden konnten, schlussendlich nicht selbst drastische Konsequenzen aus ihrem gleichgültigem Handeln tragen mussten, wird sich an deren Verhalten oftmals auch nichts ändern.

Sz. walolisixi


Ach diese Erklärungsge- und versuche kenn ich gut ;-D ernst nehmen in dem Sinne dass da wirklich etwas verstanden werden will kann ich sie meistens nicht - ist Erfahrungssache, kein Vorurteil. Manchmal scheinen sie mir sogar eine Art römische Spiele zu sein.

"Solche Menschen" über die ihr hier so farbenfroh referiert sind übrigens eine Ressource die ausgiebig genutzt wird, u.a. auch psychologisch: auf verschieden Weise zum besser fühlen, zum helfen oder zum verachten, abwerten, ausgrenzen, bemitleiden, als Motivation und drohende Mahnung - und natürlich um das alles zu leugnen oder von sich zu weisen: man selbst ist die Toleranz in Person, will sogar verstehen... aber wieviel Mühe man sich dabei jeweils gibt ist bezeichnend. Manchmal ist es besser Dinge nicht zu verstehen und es dabei einfach zu belassen wenn man nicht tiefer will oder kann, als solcherlei Verständnis, ...aber naja, mal schaun was hier noch dabei rauskommt auch wenn ich ehrlich gesagt wenig Hoffnung hab :)D

Dass das kein produktiver Beitrag ist weiß ich, aber der Faden löst bei mir halt nunmal gewissen Zynismus aus. Weil ich teilweise selber "so einer" bin und mit "solchen Menschen" befreundet bin. Und daher ganz sicher weiß dass das Menschen sind wie "ihr" ("" folgend dazu denken), ihr seid nicht besser, ihr glaubt das bloß und gebt euch scheinbar wahrlich Illusionen der Art hin dass wenn da jedem geholfen werden würde und es "solche Menschen" damit nicht gäbe, bzw sie fantastisch integriert wären (vllt noch gegen ihren Willen^^) dass dann alles gut wäre. Ne dann wäre einfach die gesellschaftliche Schicht knapp "über" "unserer" fällig und es träfe vielleicht "dich" und dich und dich und die in der "nächsthöheren" Schicht würden sich vllt auf toleranteste Weise den Bart kratzen und sinnieren warum nur funktionieren diese armen Menschen nicht so effektiv, reibungslos, .. unstörender, wie wir.

C"inna1mon4


:)^ S. wallisii

Ich wollte sowas auch erst schreiben, habe dann aber erkannt, dass es den Leuten hier - so scheint es mir - nicht um Menschen geht, die Dinge nicht gebacken kriegen, weil sie es nicht wollen. Es geht eher um solche, die es nicht gebacken kriegen, obwohl sie es wollen.

CninnYam=on4


P.S.: Denn du erhebst dich an der Stelle ja auch ein wenig über die anderen - woher willst du, zum Beispiel, wissen, dass die Schreibenden hier nicht selbst betroffen sind ;-) ? Dass sie es nicht kennen, manches nicht so gut hinzukriegen, und vielleicht gerade deswegen Ideen haben, woher das kommen könnte?

Ich glaube, es geht jetzt weniger um Menschen mit anderen Prioritäten oder so.

P\eter;fraxnce


mehrere Faktorern spielen in diesen sog. ausweglosen Situationen eine Rolle

ZB.Arbeit verloren , Srom abgestellt , Bank kommt wegen säumiger Raten, andere Gläubiger hetzen den Gerichtsvollzier auf dich, usw.

#

Wer in früher Jugend lernen durfte (musste ) wie man damit umgeht weil die Eltern in ähnlicher Lage waren ist hier schon ein rerüttelt Maß an Erfahrung vorhanden auf den man aufbauer kann.

Informationen wo man kostenlose Beratung und uUnterstützung erhält suchen !!! Es gibt sie echt .

Und gegenüber allen Gläubigern eine Zuverlässigkeit an den Tag legen die nicht an dir zweifeln lässt.

Wenn du dann wieder eien Job hast kann dir diese Zuverlässigkeit sogar evt. wieder zu einem Kredit verhelfen um läste BGläubiger mit horrenden Zinsen zu bedienen

Bei allen Ratenzahlungsangelegenheiten gilt - kümmerer dich um den Gläubiger, stelle dich nicht tot! Der Gerichtsvollziehr muss dein guter Freund werden, dem du einmal deine Lager erklärt hast und das ganz freundlich, das nächste mal weis er schon bescheid und fragt nicht erst lange und die -Pfändung verläuft fruchtlos-

Bei allen Gläubigern sich melden und egal wie hoch die Schulen sind Ratenzahlung anbieten und wenn es nur 10€ sind.

Einen Haushaltsplan aufstellen und alle zu zahlenden Raten erfassen und bei zu wenig Einnahmen -

zusätzlich einen Job annehmen!

mit etwas Mut und Ausdauer klappt das ganz gut und man ist nach ca. 10 J aus einer Scheiße von 6 stelligen Schulden heraus. Und natürlich einem absoluten Durchhaltevermögen.

Ist nichts für blablas

Grüße

und bonne chance

cLos%molixght


S. wallisii

Deine kritisierte " Herabwertung " der Menschen mit dein behafteten Merkmalen - ich schreibe hier bewusst nicht " Problemen " - deiner Personengruppen kann ich aus dem Eingangsthread und den Kommentaren der anderen Vorschreiber nirgendwo heraus lesen.

Du allerdings reagierst unangemessen zynisch und intolerant den Meinungen anderer gegenüber.

cqosmosligxht


...sorry, sollte heissen " Deine kritisierte " Herabwertung " der Menschen mit den behafteten Merkmalen " etc ...

ANlpAi81


Interessant... Männer tippen eher auf ein Deffizit im Persönlichkeitsbereich - Frauen sagen: "äh, der ist faul".

SG. w;allisxii


@ Cinnamon4

Es geht eher um solche, die es nicht gebacken kriegen, obwohl sie es wollen.

Ja das konnte ich schon rauslesen, das macht's nur gar nicht besser.

Denn du erhebst dich an der Stelle ja auch ein wenig über die anderen

Unerhörte Sache ich weiß :-D Und dasselbe umgekehrt ist mit ein Grund für meine Unbegeisterung über den Faden, bzw diverse Formulierungen in ihm.

woher willst du, zum Beispiel, wissen, dass die Schreibenden hier nicht selbst betroffen sind ;-) ?

Naja, das ist halt bei einigen mit einiger Sicherheit zu vermuten (zumindest dass sie das glauben (hier geht's ja nur um spezielles Nicht auf die Reihe kriegen, aber ob die Mechanismen im Vergleich zu anderen Unfähigkeiten die nur gesellschaftlich weniger bemängelt werden unterschiedlich sind ist ne andere Frage)), sonst würde nicht da stehen was da steht. Hättest z.B. du das gleiche Thema eröffnet hätte mich sehr sehr wahrscheinlich zumindest nicht schon beim Eröffnungsposting das gruseln überfallen.

Ansonsten, "Im Moment Leben", das ist zwar ne schnucklige Erklärung aber definitiv Schmarrn (sorry), auf jeden Fall in der positiv anmutenden Formulierung, hieße es "Die Zukunft flüchten" ..vielleicht schon eher, aber immer noch deutlich zu oberflächlich. Aber ich will jetzt wirklich nicht so tun als hätte ich themenbezüglich voll den Plan, ich finde das nämlich ziemlich schwierig und das ist ein anderer Grund der mich hier unbegeistert: Hier mal eben larifari ne Erklärung zusammenschustern die wohl was auch immer für welche Bedürfnisse befriedigen soll - die Larifarihaftigkeit ist dabei nur ein weiteres Indiz dafür dass es hier kaum um Wahrheit und wirkliches Verstehen-wollen gehen kann!

und vielleicht gerade deswegen Ideen haben, woher das kommen könnte?

Ist das so leicht zu sagen? Ich kann für mich selbst da auch nur vermuten warum ich bestimmte Dinge nicht hinkriege und ich bin nicht mal sicher dass für jedes Nichthinkriegen dieselbe Ursache herhalten kann. Noch weniger sicher bin ich dementsprechend natürlich dass man das so einfach von Mensch zu Mensch gleichlautend erklären könnte. Eher glaube ich dass es um individuelle Ängste geht und was hier beispielhaft beprangert wird wären nur darüberliegende Fluchtmechanismen. Das ist der nächste Unbegeistert-Grund, nicht nur diesbezüglich: die Undifferenziertheit.

Ich glaube, es geht jetzt weniger um Menschen mit anderen Prioritäten oder so.

Wie gesagt, ist mir bewusst. Mir geht's auch nicht um meinen Lebenwandel vs. verurteilende Kritik (find ich natürlich auch net cool, aber das ist natürlich wirklich ein anderes Thema), aber ich krieg das Verurteilen derer die wollen es aber nicht hinkriegen nunmal hautnah mit oder krieg's selber ab. Und dass ich solches vorgebliche Verstehen wollen kenne ist echt net dahergelabert. Mag sein dass oft selbst geglaubt wird verstehen zu wollen, Verhalten und Sprache verraten aber oft das Gegenteil und die Bereitschaft die offensichtlich schon bereitliegenden Verurteilungen und Abwertungen zu zücken ist schwer zu übersehen.

@ cosmolight

Du allerdings reagierst unangemessen zynisch und intolerant den Meinungen anderer gegenüber.

Vielleicht etwas übertrieben, mag sein, unangemessen wär's wenn das nicht durchaus existente Wurzeln ins RL streckt. Heute finde ich ehrlich gesagt meinen Beitrag auch gar nicht mehr so sonderlich zynisch und vllt bringt es ja den ein oder anderen zum nachdenken. Wer weiß wie ihr auf den Faden reagieren würdet wärt ihr an meiner oder der eines der anderen, um die es hier geht, Stelle.

Deine kritisierte " Herabwertung " der Menschen mit den behafteten Merkmalen - ich schreibe hier bewusst nicht " Problemen " - deiner Personengruppen kann ich aus dem Eingangsthread und den Kommentaren der anderen Vorschreiber nirgendwo heraus lesen.

Es geht nicht nur um Herabwertung (siehe Teil an Cinnamon4). Die "Merkmale" (:-D), Nichts-auf-die-Reihe-kriegen, "Nicht-Funktionieren" (eigentlich an sich schon ne üble Formulierung) ... dazu gleich ein weiterer Grund: Unfairnis. Man könnte sich auch fragen warum viele toll integrierte Menschen zwar diese Dinge aber dafür andere nicht gebacken bekommen, z.B. Beziehungen auf Augehöhe zu führen, ihren Kindern ihre emotionale Bedürfnisse zu befriedigen, net gleich die Krise zu bekommen wenn's an der Supermarktkasse mal langsamer läuft, zueinander einfach nur nicht unfreundlich zu sein usw. Polemik? Jo stimmt, aber es bleibt unfair: Das alles kann man hinterfragen und hier und da wird's getan aber das steht in keinem Verhältnis dazu wie die hier thematisierten Systemunangepasstheiten beprangert werden, im RL mein ich (geh mal ein paar Wochen betteln und sammel die Sprüche und "netten" Blicke die du kriegst, oder geh mal aufs Amt und stell dich ein bißchen blöd oder auch nur schüchtern an, geh zu Hilfestellen mit ihren Ehrenamtmitarbeitern, usw), und das Forum ist halt nur ein Auswuchs des RLs - ist hier ja nicht mal so oft Thema, und ja der Faden könnte deutlich deutlich schlimmer sein, insofern, übertrieben ja, unangemessen oder gar nicht-relevant, ne, echt nicht, im Gegenteil! (Im RL erreiche ich aber halt nur vereinzelt Menschen).

Was du hier nirgends lesen kannst kann ich dir dennoch zeigen:

(arbeitslos, wohnungslos, in stationärer Behandlung, was auch immer)

Undifferenziert

Ist das eine Folge der heutigen Gesellschaft? Oder ist die heutige Gesellschaft eine Folge aus diesem Verhalten? Und wenn Letzteres, wo kommt dieses Verhalten her?

für meine (subjektiven, zugegeben) Geschmack suggestiv (wie so einiges) und es ist ja wohl die Höhe die "heutige Gesellschaft", was in dem Zusammenhang wohl negativ zu verstehen ist, den Thematisierten zuzuschreiben :-o

Das liegt daran, dass man so wenig Stress wie möglich haben will.

Hedonismus wäre hier ein Stichwort.

lol! aber die Antwort darauf ist noch besser:

Hedonismus im alttäglichen Sprachgebrauch, als reinrassiger Egoismus, würde da schon eher passen. Wäre ja auch eine Form der Dekadenz. Das vielleicht...

alter Schwede! :-o Ich kann versichern dass es ihnen keinen Spaß macht es mit dem System nicht auf die Reihe zu kriegen, und allein die Möglichkeit in betracht zu ziehen ist bezeichnend genug. Freunde von mir sind gestorben nicht zuletzt weil sie das Prozedere bis zu einem Entzug nicht auf die Reihe gekriegt haben, und sie wollten entziehen und haben sich gemäß ihres Schaffbaren darum bemüht!

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: es gibt Menschen, die können es einfach nicht, sie überblicken Ursache und Wirkung nicht, können Konsequenzen nicht abschätzen, leben nur im Moment.

ahja genau, ich bin sicher über das Thema könnte man ne ganze Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten schreiben aber es ist ja soo einfach! Bagatellisierung! Und wofür dient sie? Der Erklärung ja wohl nicht. "Also auf gut Deutsch: Wissen und Arsch hoch kriegen." -> genauso toll, DIE Erkenntnis!^^

Es äußert sich je nach "Stand" vielleicht etwas anders, aber betrachtet man die Menschen selbst, dann sieht man, dass sie sich IMMER so verhalten. Selbst dann, wenn sich alle Umstände in ihrem Umfeld ändern.

Soso, hoffnungslose Fälle allesamt

Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass es eine Sorte menschen zu geben scheint, da geht's zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Man kann ihnen hundertmal die Konsequenzen ihres Verhaltens aufzeigen und sie geloben hundertmal Besserung und machen es trotzdem wie gehabt. Da hilft noch nicht mal das Prinzip "Lernen durch Schmerz".

reine Schuldzuweisung und Abwertung ohne weiteren Inhalt (aber man will ja verstehen, gell?^^)

Im Grunde waren sie ja schon immer da, in der gesamten Menschheitsgeschichte. Es gab schon immer den Bettler am Straßenrand, das fahrende Gauklervolk, später den Stallburschen und bis heute den Einen, der jeden Tag den Hof der Autowerkstatt kehrt.

1. Undifferenziert. 2. Da ist es was ich gestern meinte: Der Stallbursche, so ein Taugenichts aber auch, wer/was kommt als nächstes: "Warum bist du eigentlich nichts gescheites geworden, ich will verstehen!^^" sagt Mittelschicht zu Unterschicht. 3. Als Bettler bin ich ziemlich sicher dass keiner der sonstigen der Aufzählung mit mir in einen Topf geworfen werden will, "man" (soll heißen sehr viele) will nämlich immer jemand unter sich haben ;-)

Und falls diese Menschen in Notsituationen stets einen Rettungsanker durch die Hilfe anderer gefunden haben, mit dem sie unangenehme oder existenziell bedrohliche Lebenssituationen abwenden konnten, schlussendlich nicht selbst drastische Konsequenzen aus ihrem gleichgültigem Handeln tragen mussten, wird sich an deren Verhalten oftmals auch nichts ändern.

hmmm... das ist ein gleichermaßen nicht ganz unreeller Gedanke wie auch ein gefährlicher, ich kenn dich bisher zuwenig um einzuschätzen ob er in deinen Händen gut aufgehoben wäre, in den meisten wäre er es nicht, absolut nicht!!

@ Comran

Ich hab gelesen dass du erst kürzlich jemand fallenlassen hast müssen, ich kenne das leider und mir scheint daher durchaus möglich dass das auch deine Sichtweise zu diesem Thema miteinfärbt, das wäre jedenfalls ziemlich natürlich, aber ansonsten bist du mir sonst mit wirklich differenzierteren Beiträgen aufgefallen als hierzufaden. ":/

mEond+.s'teronxe


@ S. wallisii

Ich habe mich beim Lesen des Eingangsbeitrags (auch) mit der vom TE beschriebenen Personengruppe identifiziert, und dementsprechend ist mein Adrenalinspiegel zwischenzeitlich auch etwas angestiegen.

Dabei ist relativ unklar, wer genau jetzt eigentlich zu der Personengruppe zählt, die der TE meint.

Wir müssen uns den Stiefel also nicht anziehen, den der TE uns hingestellt hat. Von daher wäre es zum einen interessant, sich zu überlegen, warum wir es getan haben.

Außerdem wurde ich es interessant finden, mal auszuprobieren, was passiert, wenn wir die selben Beiträge lesen mit dem Blick eines Außenstehenden, der nicht dazugehört.

E~s^chelBbacxher


In meinem Umfeld kenne ich 2 solcher Menschen,die ihre Eigenartige Nummer nur deshalb durchziehen können weil unser Sozialstaat die Plattform dazu hergibt!

Czomrxan


@ Comran

Ich hab gelesen dass du erst kürzlich jemand fallenlassen hast müssen, ich kenne das leider und mir scheint daher durchaus möglich dass das auch deine Sichtweise zu diesem Thema miteinfärbt, das wäre jedenfalls ziemlich natürlich, aber ansonsten bist du mir sonst mit wirklich differenzierteren Beiträgen aufgefallen als hierzufaden. ":/

Das schließt du aus meinen zwei kleinen Beiträgen? Kannst du denn auch benennen, welche Äußerungen du davon falsch findest?

Das singuläre Erlebnis, welches du ansprichst, hat mit meiner Einschätzung nichts zu tun. Vielmehr begründet sich meine Einschätzung auf mehrjährige Erfahrungen durch den Vinzenzverein in meiner Geburtsstadt. Dass du dich darin nicht wiederfindest mag ja sein, aber es ist immerhin eine Breitenerfahrung und dadurch nicht ganz unfundiert, was ich zum Ausdruck gebracht habe.

Da sich offenbar auch einige durch den Faden angegriffen fühlen, möchte ich auch nochmal die Personengruppe abgrenzen, von der ich rede: ich rede von den Menschen, die in der Tat nicht fähig sind (trotz normaler Intelligenz), Überblick über ihr Leben zu haben und die Kraft aufzubringen, für sich zu sorgen. Und dadurch auf eine gewissen Weise unverschuldet in Not geraten, wenn nicht jemand zur Seite steht und anleitet. Ich spreche nicht von den Menschen, die nicht willens sind. Jeder darf sich frei entscheiden, und wem diverse Dinge des gewohnt gesellschaftlichen Lebens einfach egal sind, den muss man nicht bevormunden.

Cvinxnamoxn4


@ S. wallisii

Unerhörte Sache ich weiß :-D

;-D

Und dasselbe umgekehrt ist mit ein Grund für meine Unbegeisterung über den Faden, bzw diverse Formulierungen in ihm.

Kannst oder willst ( ;-) ) du das konkret bennen?

Naja, das ist halt bei einigen mit einiger Sicherheit zu vermuten (zumindest dass sie das glauben (hier geht's ja nur um spezielles Nicht auf die Reihe kriegen, aber ob die Mechanismen im Vergleich zu anderen Unfähigkeiten die nur gesellschaftlich weniger bemängelt werden unterschiedlich sind ist ne andere Frage)),

Ja, da hast du schon recht. Ist halt die Frage, wie man das Ganze definiert. Gibt es da wirklich eine Gesellschaft, die gerne Menschen anprangert, die irgendwelche willkürlichen Dinge nicht hinkriegt? Oder ist es mehr so, dass Menschen sich Gedanken (oder was auch immer) darüber machen, warum manche Menschen Dinge nicht hinkriegen, die mehr oder minder wichtig sind? Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass Alles mehr oder minder unwichtig ist - wer braucht schon Strom etc.? Aber ich denke halt, dass es da um einen gewissen Standard geht, der auch eine gewisse Grundlebensqualität bedeutet. Wobei Strom da vielleicht wirklich nicht das beste Beispiel ist, das fällt bald noch unter Geschmacksfrage, ob man das braucht. Aber Wasserversorgung z.B. ist, glaube ich, für die meisten Menschen erstrebenswert.

Ansonsten, "Im Moment Leben", das ist zwar ne schnucklige Erklärung aber definitiv Schmarrn (sorry), auf jeden Fall in der positiv anmutenden Formulierung, hieße es "Die Zukunft flüchten" ..vielleicht schon eher, aber immer noch deutlich zu oberflächlich.

Als Schmarrn betitelt möchte ich das jetzt aber nicht stehen lassen. "Im Moment leben" hatte bei mir auch keine negative Konnotation, ich meinte das eher neutral. Dass man die Dinge hier aber nur oberflächlich beleuchten kann, versteht sich, denke ich, von selbst, das stimmt. Ich habe jetzt auch gar nicht den Anspruch, eine treffende, Alles erklärende, fundierte Meinung zu dem Thema zu haben. Dafür müsste ich vielleicht Philosophie oder etwas anderes, gesellschaftswissenschaftliches studiert haben. Oder mich zumindest anderweitig schon lange und intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Ich für mich kann sagen, dass ich einfach nur überlegt habe und Alles, was mir einfiel, niederschrieb. Einfach aus meiner Lebenswirklichkeit heraus und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Das kann med1 auch gar nicht leisten. Aber interessant ist es, finde ich, trotzdem, mal zu sehen, was "der Laie" dazu denkt.

Aber ich will jetzt wirklich nicht so tun als hätte ich themenbezüglich voll den Plan, ich finde das nämlich ziemlich schwierig und das ist ein anderer Grund der mich hier unbegeistert: Hier mal eben larifari ne Erklärung zusammenschustern die wohl was auch immer für welche Bedürfnisse befriedigen soll - die Larifarihaftigkeit ist dabei nur ein weiteres Indiz dafür dass es hier kaum um Wahrheit und wirkliches Verstehen-wollen gehen kann!

Das mit der Wahrheit ist eh so ne Sache... DIE Wahrheit gibt es meist eh nicht. Welche Bedürfnisse das befriedigen soll? Hm... ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber vor allem Neugier und Selbsterkenntnis und Austausch mit anderen Menschen. Der Grund, warum ich in den meisten Fäden schreiben, wenn es nicht gerade der Grund ist, Wissen zu teilen und/oder zu helfen.

Ist das so leicht zu sagen?

Nee. Deswegen sind es ja auch nur Ideen, die erstmal einer Überprüfung standhalten müssten. Aber das kann med1 nicht leisten und ich finde, dass das auch gar nicht so wichtig ist.

Ich kann für mich selbst da auch nur vermuten warum ich bestimmte Dinge nicht hinkriege und ich bin nicht mal sicher dass für jedes Nichthinkriegen dieselbe Ursache herhalten kann. Noch weniger sicher bin ich dementsprechend natürlich dass man das so einfach von Mensch zu Mensch gleichlautend erklären könnte. Eher glaube ich dass es um individuelle Ängste geht und was hier beispielhaft beprangert wird wären nur darüberliegende Fluchtmechanismen. Das ist der nächste Unbegeistert-Grund, nicht nur diesbezüglich: die Undifferenziertheit.

Meinst du? Wenn man jetzt sagt: "Wer nicht schafft, ist faul!" Das wäre jetzt sehr undifferenziert. In dem Maße habe ich das hier (noch) nicht gesehen.

Wie gesagt, ist mir bewusst. Mir geht's auch nicht um meinen Lebenwandel vs. verurteilende Kritik (find ich natürlich auch net cool, aber das ist natürlich wirklich ein anderes Thema), aber ich krieg das Verurteilen derer die wollen es aber nicht hinkriegen nunmal hautnah mit oder krieg's selber ab. Und dass ich solches vorgebliche Verstehen wollen kenne ist echt net dahergelabert. Mag sein dass oft selbst geglaubt wird verstehen zu wollen, Verhalten und Sprache verraten aber oft das Gegenteil und die Bereitschaft die offensichtlich schon bereitliegenden Verurteilungen und Abwertungen zu zücken ist schwer zu übersehen.

Hm... ich kann natürlich nicht sagen, welche (negativen) Erfahrungen du machen musstest, gemacht hast, aber vielleicht siehst du es mit dieser Brille auch einfach etwas negativ? Ich glaube, die meisten Menschen meinen sowas nicht böse und wollen auch wirklich verstehen. Manchmal schaffen sie es nur einfach nicht.

PClanet\a


Du könntest dich ehrenamtlich bei Organisationen betätigen, die genau diese Menschen unterstützen, die trotz Sozialsystem nichts auf die Kette bekommen. Ideal sind die lokalen traditionellen Bruderschaften, die vor Ort arbeiten und meistens die Betroffenen sehr lange und sehr gut kennen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: es gibt Menschen, die können es einfach nicht, sie überblicken Ursache und Wirkung nicht, können Konsequenzen nicht abschätzen, leben nur im Moment. Organisatorisch und planerisch komplett überfordert. Für mich ist das ein Krankheitsbild wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Daher bestehen diese Probleme auch in der Regel ein Leben lang.

Comran

Jepp, so sehe ich das auch.

Obwohl ich bei vielen meine, dass sie einfach nur faul und dreist sind und sich denken: "wird sich schon alles von allein regeln." Man darf die unglaubliche Dreistigkeit und Verantwortungslosigkeit der Menschen nicht vergessen. Die meisten scheren sich doch einen Dreck darum, was um sie herum passiert. Nach mir die Sintflut und gut is, so wird zumeist gedacht. :-(

PGla4neta


Ich spreche nicht von den Menschen, die nicht willens sind. Jeder darf sich frei entscheiden, und wem diverse Dinge des gewohnt gesellschaftlichen Lebens einfach egal sind, den muss man nicht bevormunden.

Comran

Die darf man dann aber auch nicht weiter unterstützen, weder finanziell noch sonstwie.

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