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Menschen, die in der Gesellschaft nicht funktionieren...

mJon7d+s}ter(nxe


Eben mit einem Widerstand gegen jegliche...ja, was? Ordnung? Regel? Ich weiß nicht, wie man es genau bezeichnen könnte.

Es könnte ein Widerstand gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Überheblichkeit, Sprechverbote oder Ignoranz sein.

Das fällt mir gerade so ein. Es gibt sicherlich noch viele andere Möglichkeiten, wogegen solche Leute Widerstand leisten. Ich denke, das müsste man im Einzelfall klären.

Auch Deine Interpretation als Widerstand halte ich lediglich für eine von mehreren Möglichkeiten. Auch da müsste man wieder im Einzelfall klären, wie es ist.


Da die Diskussion so schleppend verläuft, frage ich mich auch, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn Du Deinen Anspruch aufgäbst, solche Leute zu verstehen.

Ich könnte verstehen, wenn Du das nur ungern tätest, weil ich mich zu den Leuten zähle, die möglichst alles verstehen wollen.

Aber ich habe mich schon in einigen wenigen wichtigen Dingen des Lebens entschieden, auch mal etwas nicht verstehen zu wollen.

Willst Du Gründe, welche Vorteile es hat, solche Leute nicht zu verstehen?

L4ichtHAmHor)izoxnt


Die unterdrückte Abgründigkeit ist im Gegenteil eine superzünftige Wurzel aller möglicher Scheiße.

(S. wallisii)

Das kann man wohl sagen.

mQon@d+st6erne


Ja, das klingt richtig gut, und was bedeutet es konkret?

E]hemaliger {NutzeNr :(#574413x)


Da die Diskussion so schleppend verläuft, frage ich mich auch, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn Du Deinen Anspruch aufgäbst, solche Leute zu verstehen.

Man kann einen Menschen ja sowieso nicht komplett verstehen. Man kann höchstens sich ein Teilproblem herausholen und versuchen dieses zu erklären, danach hole ich mir weitere und füge die zu einem Gesamtbild zu. Nicht umsonst gibt es statistische und psychologische Modelle. Von sich aus den Anspruch erheben andere durchleuchten zu können und dieses Bild als richtig hinzustellen ist schon ziemlich dreist. Mit solchen Menschen hätte ich auch nicht gerne zu tun.

E?hemaliMgemr NutVzer (#m57301.2)


Die unterdrückte Abgründigkeit ist im Gegenteil eine superzünftige Wurzel aller möglicher Scheiße.

(S. wallisii)

Ja, das klingt richtig gut, und was bedeutet es konkret?

mond+sterne

Ich verstehe es so, dass jeder mehr oder weniger viel"Abgründiges" in sich hat. Das ist nichts Schlechtes , solange man es nicht verleugnet , sich dessen auch bewußt macht und sich vielleicht auch damit auseinandersetzt.

Das kaschiert der strahlendste Heiligenschein nicht auf Dauer (egal ob bewußt oder unbewußt gewählt) , da kann jemand ein weißes Kittelchen nach dem anderen überziehen und mit den Fingern auf "solche nach außen sichtbaren, fleckigen/schmutzigen Menschen" zeigen -verächtlich oder "gutmeinig- hoch drüberstehend".

Solange man dieser Seite in sich keinen Raum gibt , kann sie wachsen und wenn es blöd geht auch irgendwann durch den Druck explodieren - diese Brühe ist wesentlich gefährlicher/giftiger als so manch gesehener, wahrgenommener dunkler Fleck auf den auch noch fest gezeigt wird.

S9. wWallxisii


:)^

Solange man dieser Seite in sich keinen Raum gibt , kann sie wachsen und wenn es blöd geht auch irgendwann durch den Druck explodieren

:)z oder es tröpfelt über etablierte Lecks, oft von einem selbst unbemerkt, und häßlich raus. Gibt z.B. nicht grad wenige Menschen die sind im Umgang mit praktisch "irgendwem" ganz nett und erträglich aber wenn man sich dann die Beziehungsdynamiken zu näheren Freunden oder Partnern anschaut :-o Ohweia. Da hilft's, wie du sagst, sich der Abgründe bewusst zu sein und versuchen zu lernen mit ihnen umzugehen. Unterdrücken hilft da nichts bzw machts auf lange Sicht eher noch schlimmer.

@ mond+sterne

Das fällt mir gerade so ein. Es gibt sicherlich noch viele andere Möglichkeiten, wogegen solche Leute Widerstand leisten. Ich denke, das müsste man im Einzelfall klären.

Auch Deine Interpretation als Widerstand halte ich lediglich für eine von mehreren Möglichkeiten. Auch da müsste man wieder im Einzelfall klären, wie es ist.

:)z Oder weitere Widerstandsmöglichkeiten: Gegen sich selbst oder gegen sich verändernde Zukunft, "innere Widerstände" sozusagen, das ist bzgl solcher und ähnlicher Thematiken ja auch eh schon ein gängiger Begriff.

Und ja das muss man wirklich individuell anschaun, ich glaub es ist hier echt wichtig das nicht zu knapp zu betonen.

Ewhema"ligerh Nutzer o(#57301l2)


oder es tröpfelt über etablierte Lecks, oft von einem selbst unbemerkt, und häßlich raus.

ja, das kenne ich von mir selber auch, sieht man nicht so gerne und erschrickt darüber 8-) ,da ist es dann wichtig , genauer hinzusehen, auch wenn es nicht angenehm ist und das Selbstbild ein paar Kratzer abbekommt.

mUondr+st0erxne


@ Ktefan

So, jetzt sind wieder einige Tage vergangen. Mich würde interessieren, wo Du gerade gedanklich stehst.

EFmotio~nale


Hallo,

Ristridin_vom_Süden hat ein paar Seiten vorher das Stichwort bzw. die Stichworte gebracht, die mir auch gleich zum Thema eingefallen sind. Nämlich an erster Stelle Angst vor Autoritäten. Als solche können auch Stellen empfunden werden, die Hilfe bieten sollen, oder u.U. auch Dienstleister; jeder, mit dem sich irgendwie assoziieren lässt, dass er einem etwas zu sagen hat, was man tun soll oder zu tun hat. Ich glaube das ein bisschen verstehen zu können, weil ich selber auch nicht unbedingt ein Ausbund an perfekter Organisation bin (obwohl es funktioniert, wenn auch je nachdem zäh).

Wenn man sich fragt, woher das kommt, stellt sich die Frage nach den Erfahrungen mit Autoritäten. Die ersten Autoritäten im Leben sind sicherlich die Eltern und die Lehrer. - Jetzt stell Dir vor, wie verschieden Kinder sind, und es gibt viele Kinder, die bestimmte Schwächen haben, die sie nicht einfach abstellen können, auch wenn sie sich noch so große Mühe geben. Sie werden aber von den Lehrern oder Eltern oder von beiden oft so behandelt, als seien sie schuld daran, dass sie so sind wie sie sind und als könnten sie einfach einen Schalter umlegen und willentlich auf einmal ganz anders sein.

Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass ich als Kind nicht so schnell laufen/schreiben etc. konnte, und das hatte mit der Intelligenz nichts zu tun, das darfst Du mir glauben :-) . Es gab aber sicher einige Lehrer etc., die glauben wollten, dieses Kind "will" einfach nicht und mich in die Schublade "böses, eigensinniges Kind" gesteckt haben. Zumal ja in unserem Schulsystem immer noch der Irrglaube "Stoff vor Mensch" herrscht...

Andere Kinder können vielleicht nicht so schnell rechnen oder lesen oder irgendwas anderes, such's Dir aus, oder sind ihren Eltern nicht gut genug, oder oder oder.

Wie reagiert man also auf die Erfahrung "ich kann mir Mühe geben, soviel ich will, es wird nie richtig/genug/in Ordnung sein"? Mit Angst, Frustration, Wut und/oder Resignation (Du kannst ja nichts tun, um den Zustand und vor allem das Feedback zu ändern, die Erfahrung hast Du ja zur Genüge gemacht) und schließlich mit Vermeidung.

Denk das mal durch, dann kommst Du zu dem logischen Schluss, dass das Vermeiden aus diesem Erleben heraus die einzig sinnvolle Verhaltensweise ist auf Basis der Erfahrung, die ich eben geschildert habe. Wenn Du erlebst, dass Du NIE dazupasst, ergibt - auf Basis dieser Erfahrung - nur Vermeiden einen Sinn. Das ist die psychologische Basis, auf der die Motivation, der innere Impuls, das Muster, sich so zu verhalten, m.E. beruht.

Das ist sicher nicht der einzige Aspekt, der die Problematik des "Nicht-Funktionierens" in organisatorischen Belangen fördert, aber - aus meiner Sicht - es könnte in vielen Fällen einer der zentralen sein.

Falls was hilft, dann sicher nur Geduld, Geduld, Geduld. Kleine Schritte, ganz kleine, vorschlagen, demjenigen antragen. Im Gespräch NIE mit strafendem Ton reagieren, wenn etwas nicht geklappt hat. Wenn jemand, dessen Vertrauen in Autoritäten, beratende Personen etc. komplett untergraben ist, ein solches wieder ansatzweise entwickeln soll, geht das nur über eines: AKZEPTANZ, Akzeptanz und nochmal Akzeptanz.

Meine Ansicht dazu.

mbonds+st:erxne


Ich könnte mir auch gut vorstellen, es hat viel mit Vermeidung zu tun.

Du, Ktefan, meidest gerade diese Diskussion. Ich könnte mir vorstellen, wenn Du Dich damit auseinandersetzt, warum Du es tust, wirst Du auch "solche Menschen" besser verstehen.

Denn Du funktionierst gerade als TE nicht.

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