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Therapie für Versager

B1ormlxag hat die Diskussion gestartet


Ich möchte mal fragen wie so eine Psychotherapie bei Loser-Typen abläuft. Also nicht bei eingebildeter Minderwertigkeit, sondern bei ganz realer Minderwertigkeit, die dann Ursache für Depressionen, psychosomatische Beschwerden o.Ä. ist.

Was geschieht nach der Diagnosestellung? Welche Übungen oder Aufgaben erwarten den Patienten?

Ist hier jemand, der so eine Therapie bereits begonnen hat?

Antworten
b-aerubelx2


wie definierst du loser?

wenn du das weist, steuer dagegen in kleinen schritten.

jeder hat unterschiedl. werte und leistungsvorstellungen.

therapier dich selber, was soll der arzt sagen? lies ein buch, studier, steh auf, mach was. geh in die Waschstrasse..?

Wenn du nicht im Rollstuhl sitzt, alleine aus dem Haus rauskommst, eine Dusche bedienen kannst, dann schaffst Du es sowieso alleine. Du brauchst da niemanden mit Therapievorschlägen.

Schau dir menschen mit Handycap an, was die schaffen....und die nicht jammern.....

P-edxdi


Zunächst mal: lass Dich nicht runterziehen, egal, was andere von Dir sagen.

Suche Dir den Therapeuten, der für Dich infrage kommt. Sprich hier mit Deiner Krankenkasse. Die können helfen. Wenn Du nicht gleich jemanden findest, gehe zum sozialen Dienst, die können erst mal auffangen. Sonst nach Nummer gegen Kummer googlen, man kann auch anonym reden.

Eine Therapie ist sehr wichtig, wenn man sie selber will. Also tu es. Reale Minderwertigkeit hat meist was mit dem eigenen Schicksal zu tun. Es hat was mit großer Belastung zu tun. Mehr, als man tragen kann. Und dann geht es einem schlecht. Du bist da nicht der einzige, also ist Dein Ansatz, einen Therapeuten zu suchen, sehr sehr richtig, finde ich. Alles gute

Nhordii84


Wie soll denn so eine "reale Minderwertigkeit" aussehen ? Ich denke es ist eher genau anders rum, du bist depressiv o.ä. und hälst dich deswegen für Minderwertig. Und ja, da kann man zu nem Therapeuten gehen und was am Selbstbild ändern.

dfana3e87


Unter Umständen fokussiert der Mensch halt auf die Gebiete bei denen er nicht so gut abschneidet. Dann wird der Therapeut mit dem Menschen nach anderen Gebieten suchen wo er besser ist und ja, es geht auch darum zu erlernen die Messlatte nicht nach ganz oben zu legen und sich optisch mit Clooney zu vergleichen. Die Wahrnehmung macht da ganz viel aus einem und da kann und wird eine gute Therapie ansetzen.

EQhemali,ger NdutzerS (#5780x69)


Wenn du nicht im Rollstuhl sitzt, alleine aus dem Haus rauskommst, eine Dusche bedienen kannst, dann schaffst Du es sowieso alleine. Du brauchst da niemanden mit Therapievorschlägen.

Schau dir menschen mit Handycap an, was die schaffen....und die nicht jammern.....

Ich finde den Kommentar ziemlich daneben. :|N

Was soll das sein? Die vermeintlich objektive Einschätzung, in welcher Situation man jammern darf - geschweige denn, eine Therapie braucht?


@ TE

Ich würde dir auch eine Therapie empfehlen.

B=orlxag


therapier dich selber, was soll der arzt sagen? lies ein buch, studier, steh auf, mach was. geh in die Waschstrasse..?

Wenn du nicht im Rollstuhl sitzt, alleine aus dem Haus rauskommst, eine Dusche bedienen kannst, dann schaffst Du es sowieso alleine. Du brauchst da niemanden mit Therapievorschlägen.

Schau dir menschen mit Handycap an, was die schaffen....und die nicht jammern.....

Genau das ist ja die Fragestellung in diesem Thema. Eine Therapie werde ich machen, weil mir mehrfach gesagt wurde (und ich unabhängig davon auch selbst glaube) dass, das der optimale (womöglich auch einzige) Weg aus meiner jetzigen Situation ist.

Ich erkenne nicht was das mit Duschen, Rollstühlen und Jammerei zu tun haben soll.

Zunächst mal: lass Dich nicht runterziehen, egal, was andere von Dir sagen.

Das ist leicht gesagt. Wir sind aber nun eben soziale Wesen. Die Meinung anderer ist wichtig, somit auch die Meinungen, die nicht positiv sind.

Suche Dir den Therapeuten, der für Dich infrage kommt. Sprich hier mit Deiner Krankenkasse. Die können helfen. Wenn Du nicht gleich jemanden findest, gehe zum sozialen Dienst, die können erst mal auffangen. Sonst nach Nummer gegen Kummer googlen, man kann auch anonym reden.

Eine Therapie ist sehr wichtig, wenn man sie selber will. Also tu es. Reale Minderwertigkeit hat meist was mit dem eigenen Schicksal zu tun. Es hat was mit großer Belastung zu tun. Mehr, als man tragen kann. Und dann geht es einem schlecht. Du bist da nicht der einzige, also ist Dein Ansatz, einen Therapeuten zu suchen, sehr sehr richtig, finde ich. Alles gute

Einen Termin habe ich ja schon. Ob es "der richtige" Therapeut ist werde ich ja dann erst herausfinden. Das eine Therapie aber der richtige Weg ist weiß ich.

06.01.16 09:32

Wie soll denn so eine "reale Minderwertigkeit" aussehen ? Ich denke es ist eher genau anders rum, du bist depressiv o.ä. und hälst dich deswegen für Minderwertig. Und ja, da kann man zu nem Therapeuten gehen und was am Selbstbild ändern.

Das was du beschreibst ist eben diese fiktive Minderwertigkeit, die ich im Eingangsbeitrag angesprochen habe. Also Personen, die ein stark übertrieben kritisches Selbstbild haben. Ich möchte nicht sagen, dass das ein geringeres Problem darstellt! Nur eben, dass bei mir ein grundlegend anderes Problem besteht.

Reale Minderwertigkeit besteht bei Personen, die weder ausreichend intelligent noch körperlich durchschnittlich(oder überdurchschnittlich) sind und zusätzlich keine nennenswerten Fähigkeiten besitzen beziehungsweise ganz im Gegenteil sowohl beim Ausführen als auch beim Erlernen solcher Fähigkeiten stark unterdurchschnittlich begabt sind.

Kurz gesagt: Jemand, der nie etwas konnte und stattdessen nur Defizite mit sich herumschleppt.

Unter Umständen fokussiert der Mensch halt auf die Gebiete bei denen er nicht so gut abschneidet. Dann wird der Therapeut mit dem Menschen nach anderen Gebieten suchen wo er besser ist und ja, es geht auch darum zu erlernen die Messlatte nicht nach ganz oben zu legen und sich optisch mit Clooney zu vergleichen. Die Wahrnehmung macht da ganz viel aus einem und da kann und wird eine gute Therapie ansetzen.

Interessant. Müsste ein Therapeut, dann nicht auch Alternativen präsentieren und somit auch finden? Ich wüsste nicht wie das funktionieren soll.

Ich würde dir auch eine Therapie empfehlen.

Die beginnt auch in einigen Monaten. Ich bin aber jetzt schon neugierig :-)

d=anaxe87


Interessant. Müsste ein Therapeut, dann nicht auch Alternativen präsentieren und somit auch finden? Ich wüsste nicht wie das funktionieren soll.

Er wird sicherlich Anregungen geben und den Blick auf Beispiele von Menschen lenken die mit vergleichbaren Fähigkeiten dies oder das erreicht haben oder wie die sie kompensieren. Eine Therapie ist keine Gebrauchanweisung, mehr eine Begleitung wo Ideen beigesteuert werden.

E$h@emaligZer Nu#tze5r (#5725661x)


Also nicht bei eingebildeter Minderwertigkeit, sondern bei ganz realer Minderwertigkeit,

Niemand ist minderwertig. Daher gibt es nur die eingebildete Minderwertigkeit...

Das was du beschreibst ist eben diese fiktive Minderwertigkeit, die ich im Eingangsbeitrag angesprochen habe. Also Personen, die ein stark übertrieben kritisches Selbstbild haben. Ich möchte nicht sagen, dass das ein geringeres Problem darstellt! Nur eben, dass bei mir ein grundlegend anderes Problem besteht.

Reale Minderwertigkeit besteht bei Personen, die weder ausreichend intelligent noch körperlich durchschnittlich(oder überdurchschnittlich) sind und zusätzlich keine nennenswerten Fähigkeiten besitzen beziehungsweise ganz im Gegenteil sowohl beim Ausführen als auch beim Erlernen solcher Fähigkeiten stark unterdurchschnittlich begabt sind.

Und? Trotzdem leistest du einen Beitrag in der Gemeinschaft. Und die Frage ist auch, mit wem du dich vergleichst. Wenn ich mich mit Hawking vergleichen würde, würde ich mich auch real Minderwertig fühlen. Und das du wirklich GARNICHTS kannst, kauf ich dir nicht ab...

Eqhemalige&r ,Nutzer X(#3N53655)


Ich glaube, dass du dich anstellst. Du bist 1,70, keine 1,40 groß. Das ist zwar tatsächlich nicht besonders groß, aber auch nicht winzig und auch kein Merkmal, das jmd. minderwertig machen würde. Die Partnersuche möge etwas einfacher sein, wenn du 10cm größer wärst, aber (fast) jeder hat so ein Merkmal, das die Partnersuche erleichtern würde, wenn man weniger oder mehr (je nach dem) davon hätte.

NXordpi8x4


Personen, die weder ausreichend intelligent noch körperlich durchschnittlich(oder überdurchschnittlich) sind und zusätzlich keine nennenswerten Fähigkeiten besitzen beziehungsweise ganz im Gegenteil sowohl beim Ausführen als auch beim Erlernen solcher Fähigkeiten stark unterdurchschnittlich begabt sind.

Ohne konkrete Beispiele ist das halt echt schwierig. Ob man jetzt 1,90m oder 1,60m ist spielt ja eher ne Rolle in Richtung wie man auf andere wirkt aber selbst da hat man einen gewissen Einfluss drauf. Wer 1,90m und völlig untrainiert spargeldürr ist der wirkt mit Sicherheit "schlechter" auf andere Menschen als jemand mit 1,60m der sportlich ist.

Was das erlernen und ausführen von Tätigkeiten angeht ist auch die Frage: Worum geht es ? Du kannst lesen und schreiben, das ist schonmal was das längst nicht jeder kann (wobei es im Umkehrschluss nicht heißt das z.B. Legastheniker dumm sind). Das heißt für mich z.B. auch das du lernfähig bist. Das man nicht in jedem Bereich gleich gut ist ist dagegen aber auch normal. Mir bereiten Fremdsprachen und handwerkliche Sorgfalt Probleme, anderen fallen diese Sachen leicht dafür haben die in meinen Gebieten eben Schwächen. Das jemand so garnix kann kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wenn man mal von Menschen mit nem IQ im deutlich zweistelligen Bereich oder geistigen Behinderungen absieht.

BVorlJaxg


Er wird sicherlich Anregungen geben und den Blick auf Beispiele von Menschen lenken die mit vergleichbaren Fähigkeiten dies oder das erreicht haben oder wie die sie kompensieren. Eine Therapie ist keine Gebrauchanweisung, mehr eine Begleitung wo Ideen beigesteuert werden.

Ich befürchte in der Hinsicht ein schwieriger Patient zu sein. Ich habe ja selbst schon nach Fähigkeiten gesucht. Vergleiche mit vermeintlich ähnlichen Personen und aus dem Ärmel geschüttelte Vorschläge werden mich wohl kaum überzeugen.

Niemand ist minderwertig. Daher gibt es nur die eingebildete Minderwertigkeit...

Und warum glaubst du das zu wissen?

Und? Trotzdem leistest du einen Beitrag in der Gemeinschaft.

Nein, tue ich derzeit noch nicht.

Und die Frage ist auch, mit wem du dich vergleichst. Wenn ich mich mit Hawking vergleichen würde, würde ich mich auch real Minderwertig fühlen.

Ich vergleiche mit nur mit meinem Umfeld. Alles andere wäre nicht fair.

Und das du wirklich GARNICHTS kannst, kauf ich dir nicht ab...

Das ist für normale Menschen wohl tatsächlich kaum nachvollziehbar.

Ich war schon immer in allem der Schlechteste. Ich habe große Schwierigkeiten mit Mathematik und Naturwissenschaften (wodurch schon ein immenser Teil von spannenden Fähigkeiten beziehungsweise von potenziellem Wissen wegfällt), immense Probleme mit meinem Erinnerungsvermögen (wodurch das Erlernen von allen anderen Wissensgebieten beinahe unmöglich wird), mir fehlen die meisten der in meinem Alter üblichen grundlegenden Fähigkeiten, ich bin körperlich krank und in höchstem Maße schwach und unkoordiniert und und und...

Ich glaube, dass du dich anstellst. Du bist 1,70, keine 1,40 groß. Das ist zwar tatsächlich nicht besonders groß, aber auch nicht winzig und auch kein Merkmal, das jmd. minderwertig machen würde. Die Partnersuche möge etwas einfacher sein, wenn du 10cm größer wärst, aber (fast) jeder hat so ein Merkmal, das die Partnersuche erleichtern würde, wenn man weniger oder mehr (je nach dem) davon hätte.

Das ist ja auch nur ein Bruchteil des Problems. Aber wie an anderer Stelle bereits erwähnt: Du unterschätzt wohl wie klein und schmächtig jemand wie ich im Vergleich zum Durchschnittsmann ist. Mehr Kind als Erwachsener.

Über Partnersuche brauche ich gar nicht erst nachzudenken.

Ohne konkrete Beispiele ist das halt echt schwierig. Ob man jetzt 1,90m oder 1,60m ist spielt ja eher ne Rolle in Richtung wie man auf andere wirkt aber selbst da hat man einen gewissen Einfluss drauf. Wer 1,90m und völlig untrainiert spargeldürr ist der wirkt mit Sicherheit "schlechter" auf andere Menschen als jemand mit 1,60m der sportlich ist.

Der 1,60 Mensch muss aber entweder extrem muskulös sein, oder aber der 1,90 Mensch extrem untergewichtig.

Was das erlernen und ausführen von Tätigkeiten angeht ist auch die Frage: Worum geht es ? Du kannst lesen und schreiben, das ist schonmal was das längst nicht jeder kann (wobei es im Umkehrschluss nicht heißt das z.B. Legastheniker dumm sind).

Deswegen sprach ich ja von nennenswerten Fähigkeiten. In unserer Gesellschaft ist Lese- und Schreibfähigkeit standard.

Das heißt für mich z.B. auch das du lernfähig bist. Das man nicht in jedem Bereich gleich gut ist ist dagegen aber auch normal. Mir bereiten Fremdsprachen und handwerkliche Sorgfalt Probleme, anderen fallen diese Sachen leicht dafür haben die in meinen Gebieten eben Schwächen. Das jemand so garnix kann kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wenn man mal von Menschen mit nem IQ im deutlich zweistelligen Bereich oder geistigen Behinderungen absieht.

Wie weiter oben in diesem Beitrag erwähnt kann ich verstehen, dass das für normale Menschen befremdlich wirkt. Da gilt nämlich immer die Regel von Stärken und Schwächen. Warum sollte das aber auf jeden einzelnen Menschen zutreffen? Warum sollte ein Mensch, der X nicht kann automatisch in Y oder Z gut sein? Die Gleichung, dass Zeitinvestition zu Können führt gilt nur dann wenn die Lernfähigkeit gut genug ist und ebenfalls noch ausreichend Zeit für den Lernvorgang zur Verfügung steht.

dTanae8x7


Ich befürchte in der Hinsicht ein schwieriger Patient zu sein. Ich habe ja selbst schon nach Fähigkeiten gesucht. Vergleiche mit vermeintlich ähnlichen Personen und aus dem Ärmel geschüttelte Vorschläge werden mich wohl kaum überzeugen.

Nun, da wirst du dich überraschen lassen müssen. ;-)

Vielleicht gibt es ja auch Übungen für bessere Gedächtnisleistungen oder so, aber da würde ich versuchen möglichst offen zu sein.

EbhDe)mali*ger Nutz#er (#5x78069)


Der wohl wesentlichste Faktor für den Erfolg einer Therapie ist der Wille des Patienten.

Jemand, der sich nicht helfen lassen will und nur die vermeintliche Bestätigung sucht, dass er wirklich minderwertig wäre, wird in einer Therapie auch keinen Erfolg haben.

dgaJnae8x7


Na ja, aber es gibt ha nunmal Einschränkungen. Ein guter Therapeut wird das nicht leugnen. Er wird allerdings unter Umständen versuchen die Verbindung Wert = Leistung aufzubrechen.

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