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Therapie für Versager

B/orl(ag


Was an Deiner Lage wurde denn bisher nicht erkannt?

Die gesamte Lage wurde bisher nicht anerkannt!

Es wird unentwegt behauptet, dass ich weniger weiß wie ich bin und wie es mir geht als der Rest des Forums. Dass ich meine Lage falsch einschätze.

Natürlich darf man unzufrieden sein. Unzufriedenheit ist ja der erste Schritt, um eine Veränderung anzustreben. Allerdings sollte man wissen, dass man als 1,50-Mann kein Basketballer werden kann und als 1,50-Frau kein Model.

Aber wer eine gewünschte Veränderung nicht durchführen kann darf nicht unzufrieden sein.

Nein. Was lässt dich darauf schließen?

Weil wir von den Lebenshaltungen Pessimismus, Realismus, Optimismus gesprochen haben und du dann die "Alternative" Depression genannt hast. "Du bist kein Pessimist, eher depressiv"

Du denkst doch nicht ernsthaft, dass Pessimisten nie positive Erwartungen oder Hoffnungen haben? ":/

Nein, das denke ich nicht. Denn ein Pessimist muss nicht bei jedem Thema eine pessimistische Haltung zeigen. Aber es geht darum, dass ich der Meinung einiger Nutzer nach bei diesem Thema hier pessimistisch sei. Das bin ich per Definition nicht. Ich hoffe und versuche.

Du wirfst gerade mehrere Aussagen meinerseits in einen Topf.

1. Der Mensch ist nie völlig unabhängig von anderen Lebewesen und seinen Lebensumständen.

2. Allerdings kann er selbst bestimmen, wie er mit bestimmten Situationen umgeht und sein Leben gestaltet. Manche Dinge kann man nicht ändern und sollte man deswegen akzeptieren. Andere kann man ändern und das sollte man auch tun, wenn man dadurch glücklicher wird.

Genau darauf will ich doch hinaus: Ein Mensch benötigt realistische angemessene Ansprüche und einige positive grundlegende Erfahrungen und erfüllte Bedürfnisse, die er nämlich nicht einfach aus seinen Ansprüchen streichen kann.

Die bloße Reduzierung der Ansprüche führt somit nicht zur Zufriedenheit.

Es geht nicht darum, seine eigenen Ansprüche auf ein Minimum runterzuschrauben, sondern unrealistische Vorstellungen zu erkennen und zu akzeptieren.

Keine meiner Vorstellung sind unrealistisch. Nichts von dem, was ich gerne hätte ist utopisch.

Lebensvorstellungen und Werte sind unterschiedlich. Ein glücklicher Normalbürger muss nicht weniger zufrieden sein, als ein glückliches Supermodel.

Und doch gibt es gewissen Tendenzen nach denen die meisten Menschen streben.

Ein Mensch ohne intakte Familie muss nicht weniger zufrieden sein, als ein Mensch mit intakter Familie.

Und doch wünschen wir uns genau das. Und wer nichts von dem hat nach dem wir generell Streben wird häufiger unglücklich sein, als der Rest.

ubvg4x1


Aber wer eine gewünschte Veränderung nicht durchführen kann darf nicht unzufrieden sein.

Natürlich "darf" jeder nach belieben unzufrieden sein. Aber wenn er dann ein solches Problem schildert (in einem Forum oder bei einem Psychologen), dem wird man korrekterweise sagen, dass der einzige Weg, Zufriedenheit zu erlangen, ist, mit dem zufrieden zu sein, was man realistischerweise erreichen kann.

LiichtA}mHokrizoxnt


@ Borlag

Die gesamte Lage wurde bisher nicht anerkannt!

Wie genau soll anerkennen denn aussehen?

Dass ich meine Lage falsch einschätze.

Und wo liegt "der Rest des Forums" falsch?

Hält man Dich für klüger, als Du bist? Glaubt man, Du seiest bereits ein muskelbepacktes Kraftpaket und siehst es nur nicht? Glaubt man, Du würdest nur nicht wollen, obwohl Du in Wirklichkeit nicht kannst? Glaubt man, Du übertreibst in der Darstellung Deiner Minderwertigkeit? Kann sich "der Rest des Forums" nur nicht vorstellen, dass es tatsächlich auf diesem Planeten jemanden gibt, der wirklich so minderwertig ist?

Aber wer eine gewünschte Veränderung nicht durchführen kann darf nicht unzufrieden sein.

Siehe, was uvg41 geschrieben hat.

Ich bin auch unzufrieden über meine suboptimale Kindheit und die mir damit verbauten Chancen. Ändert sich deswegen etwas daran? Nein. Welche Wahl habe ich also? Mich bis ans Ende meines Lebens weiter zerfleischen, dass ich vom Schicksal benachteiligt wurde (fühlt sich schlecht an!) oder aus den Gegebenheiten, die ich habe, das Beste herausholen (fühlt sich gut an!).

E3hemalig<er Nutzuer k(#578x069)


Weil wir von den Lebenshaltungen Pessimismus, Realismus, Optimismus gesprochen haben und du dann die "Alternative" Depression genannt hast. "Du bist kein Pessimist, eher depressiv"

Damit muss ich nicht zwangsläufig eine Lebenshaltung gemeint haben. (...)

Nein, das denke ich nicht. Denn ein Pessimist muss nicht bei jedem Thema eine pessimistische Haltung zeigen. Aber es geht darum, dass ich der Meinung einiger Nutzer nach bei diesem Thema hier pessimistisch sei. Das bin ich per Definition nicht. Ich hoffe und versuche.

Du bist grundsätzlich der Ansicht, dass sich deine Lebensumstände nie zu deiner Zufriedenheit ändern werden = depressiv.

Genau darauf will ich doch hinaus: Ein Mensch benötigt realistische angemessene Ansprüche und einige positive grundlegende Erfahrungen und erfüllte Bedürfnisse, die er nämlich nicht einfach aus seinen Ansprüchen streichen kann.

Eben. Also dürften deine Anforderungen zu hoch sein, da du sie nicht erfüllen kannst. Schraub sie runter.

Die bloße Reduzierung der Ansprüche führt somit nicht zur Zufriedenheit.

Sie muss es nicht zwangsläufig, aber sie kann. In vielen Fällen.

Keine meiner Vorstellung sind unrealistisch. Nichts von dem, was ich gerne hätte ist utopisch.

Scheinbar schon - für dich.

Und doch gibt es gewissen Tendenzen nach denen die meisten Menschen streben.

Ein Mensch ohne intakte Familie muss nicht weniger zufrieden sein, als ein Mensch mit intakter Familie.

Und doch wünschen wir uns genau das. Und wer nichts von dem hat nach dem wir generell Streben wird häufiger unglücklich sein, als der Rest.

Das ist aber eher ein gesellschaftliches Problem. Es gibt gewisse Ideale. Die, die dieses Ideal erreicht haben, werden als glücklich und zufrieden dargestellt und angesehen. Das sind sie aber meistens gar nicht.

BUorlaxg


Natürlich "darf" jeder nach belieben unzufrieden sein. Aber wenn er dann ein solches Problem schildert (in einem Forum oder bei einem Psychologen), dem wird man korrekterweise sagen, dass der einzige Weg, Zufriedenheit zu erlangen, ist, mit dem zufrieden zu sein, was man realistischerweise erreichen kann.

Und wenn das die einzige Form der Therapie für Versager ist und nur so die Symptome der Depression verschwinden, dann ist eine Therapie in meinem Fall tatsächlich nicht hilfreich.

Genau danach habe ich gefragt. Was genau in einer Therapie für tatsächlich Minderwertige getan wird.

Danke für die Antwort :-)

Wie genau soll anerkennen denn aussehen?

Indem man mir das, was ich schreibe einfach mal glaubt. Wie oft musste ich hier lesen "Ich glaube nicht, dass . . .", "So schlimm ist es wohl nicht . . . ", "Es kann nicht sein, dass . . ."? So oft, dass ich mich rechtfertigen musste.

Hält man Dich für klüger, als Du bist? Glaubt man, Du würdest nur nicht wollen, obwohl Du in Wirklichkeit nicht kannst? Glaubt man, Du übertreibst in der Darstellung Deiner Minderwertigkeit? Kann sich "der Rest des Forums" nur nicht vorstellen, dass es tatsächlich auf diesem Planeten jemanden gibt, der wirklich so minderwertig ist?

Exakt das. Wobei "Der Rest des Forums" natürlich nicht alle anderen Teilnehmer des Forums beinhalten soll.

Ich bin auch unzufrieden über meine suboptimale Kindheit und die mir damit verbauten Chancen. Ändert sich deswegen etwas daran? Nein. Welche Wahl habe ich also? Mich bis ans Ende meines Lebens weiter zerfleischen, dass ich vom Schicksal benachteiligt wurde (fühlt sich schlecht an!) oder aus den Gegebenheiten, die ich habe, das Beste herausholen (fühlt sich gut an!).

Glücklicherweise versuche ich ja aus den Gegebenheiten mit denen ich konfrontiert bin das Beste herauszuholen. Ich zerfleische mich nicht. Das klingt hier nur so, weil ich mich ständig wiederholen muss.

Damit muss ich nicht zwangsläufig eine Lebenshaltung gemeint haben. (...)

Nicht zwangsläufig. Aber aus dem Kontext heraus klang es für mich so.

Du bist grundsätzlich der Ansicht, dass sich deine Lebensumstände nie zu deiner Zufriedenheit ändern werden = depressiv.

Dass sich die Gesamtheit der Umstände nicht zu meiner Zufriedenheit ändern können. Depressiv, ja.

Dass ich durch Arbeit an einzelnen Aspekte mit diesen zufrieden sein kann, darauf hoffe ich allerdings. Pessimist, nein.

Eben. Also dürften deine Anforderungen zu hoch sein, da du sie nicht erfüllen kannst. Schraub sie runter.

Nicht jeder Mensch ist in der Situation, dass er sich grundlegende Ansprüche erfüllen kann. Selbst wenn sie nicht zu hoch sind.

Scheinbar schon - für dich.

Eben.

u`vg4x1


Und wenn das die einzige Form der Therapie für Versager ist und nur so die Symptome der Depression verschwinden, dann ist eine Therapie in meinem Fall tatsächlich nicht hilfreich.

Genau danach habe ich gefragt. Was genau in einer Therapie für tatsächlich Minderwertige getan wird.

Das ist so die Art von Antworten wo sich offenbart dass es Dir im Endeffekt nur darum geht, immer Widersprechen zu können.

Es ist vollkommen klar, dass man Dinge, die man nicht ändern kann, nicht ändern kann. Darum ist das einzige was bleibt, sie zu akzeptieren. Auch eine Therapie kann daran nichts ändern (denn wenn eine Therapie dazu führen würde, dass man Dinge, die man nicht ändern kann, auf einmal doch ändern kann, dann wären sie von vorneherein nicht in der Kategorie "Dinge, die man nicht ändern kann").

EBenso ist vollkommen klar, dass man Dinge, die man ändern kann, in Angriff nehmen sollte.

Beides steht hier nun schon x Mal in diesem Faden, ist jedem Schreiber hier klar und kann auch Dir nicht verbrogen bleiben. Es ist absolut simpel und offensichtlich.

Trotzdem kommen von Dir nix als vermeintliche Widersprüche, die, logisch betrachtet, dann auf Annahmen basieren, von denen mit Sicherheit auch Dir klar ist, dass sie zwangsläufig falsch sind.

Es geht also nur darum, Dein Leid zu zelebrieren und alle vor den Kopf zu stoßen, die Dir helfen wollen. Der einzige Sinn dieser zahlreichen Fäden nach diesem Strickmuster.

LkicdhotAmHsorizoxnt


Hält man Dich für klüger, als Du bist? Glaubt man, Du würdest nur nicht wollen, obwohl Du in Wirklichkeit nicht kannst? Glaubt man, Du übertreibst in der Darstellung Deiner Minderwertigkeit? Kann sich "der Rest des Forums" nur nicht vorstellen, dass es tatsächlich auf diesem Planeten jemanden gibt, der wirklich so minderwertig ist?

Exakt das.

Und was sollte nun jemand schreiben, damit Du den Eindruck hast, es wurde endlich verstanden, wie schlimm Du dran bist?

NSot.Mich5aelCxaine


Ich habe lediglich an der von dir hier präsentierten Definition des Konzepts gezweifelt.

Was ist an meiner Definition des Konzepts Realismus zweifelhaft? Kannst Du das bitte konkret benennen? Bislang sagst Du nur, dass das Konzept Realismus für erfolgreiche und nicht erfolgreiche Menschen unterschiedlich ist. Das ist es aber nicht. Die emotionalen Folgen von erfolgreich und nicht erfolgreich sind völlig verschieden - aber das ändert nichts am Realismuskonzept?

Dennoch wird mir hier genau auf dieser Grundlage der Optimismus als Teil meiner Grundhaltung abgesprochen.

Gut. Konkret nachgefragt: Welche Maßnahmen wirst Du in den nächsten 3 Tagen angehen von denen Du jetzt das positive Gefühl hast, das Du die schaffen könntest, unabhängig davon ob Du das schon mal in Deinem Leben gemacht hast und unabhängig davon, dass Du jetzt schon wissen kannst ob es gut läuft oder nicht? Die wären ein Zeugnis einer optimistischen Grundhaltung. Oder siehst Du das anders? Optimistische Grundhaltung bedeutet daran zu glauben es könnte positiv laufen - ganz ohne Garantie.

Ich treffe beispielsweise morgen ein potentielles neues Mitglied

Ansonsten würde ich Dir empfehlen mit Mond & Sterne in Kontakt zu treten. Ihr könnt euch vielleicht gegenseitig das geben was ihr beide sucht.

N6otMiWchaeHlCainxe


oops -

sollte heissen:

Ich treffe beispielsweise morgen ein potentielles neues Mitglied für eine Gruppe in der ich mich engagiere und bin optimistisch dass ich denjenigen überzeugen kann bei einer bestimmten Aktion als Einstand mitzumachen.

Blorlaxg


Das ist so die Art von Antworten wo sich offenbart dass es Dir im Endeffekt nur darum geht, immer Widersprechen zu können.

Es ist vollkommen klar, dass man Dinge, die man nicht ändern kann, nicht ändern kann. Darum ist das einzige was bleibt, sie zu akzeptieren. Auch eine Therapie kann daran nichts ändern (denn wenn eine Therapie dazu führen würde, dass man Dinge, die man nicht ändern kann, auf einmal doch ändern kann, dann wären sie von vorneherein nicht in der Kategorie "Dinge, die man nicht ändern kann").

EBenso ist vollkommen klar, dass man Dinge, die man ändern kann, in Angriff nehmen sollte.

Beides steht hier nun schon x Mal in diesem Faden, ist jedem Schreiber hier klar und kann auch Dir nicht verbrogen bleiben. Es ist absolut simpel und offensichtlich.

Ja, all das ist ganz offensichtlich und wurde von mir nicht bezweifelt. Was du aber nicht verstehst, oder nicht verstehen willst (weil du ja fest davon überzeugt bist mich "durchschaut" zu haben, obwohl mein Verhalten hier im Forum nicht ansatzweise dazu passt) ist, dass ich wissen wollte wie einem Menschen trotz dieser grundlegenden Unzufriedenheit in einer Therapie geholfen werden kann.

Das bedetet nicht, dass eine solche Therapie die Unzufriedenheit selbst lösen soll. Dass das nicht geht ist mir klar. Meine Frage war ob und wie einige der Symptome, die diese Unzufriedenheit verschiedenster Ebenen auslöst durch eine Therapie gelindert oder beseitigt werden können.

Und wenn du jetzt meinst "Das ist doch klar, dass das in einer Therapie nicht möglich ist.", dann entschuldige bitte mein Unwissen. Mir war das nicht klar. Deswegen frage ich nach. Dazu existieren Foren.

Trotzdem kommen von Dir nix als vermeintliche Widersprüche, die, logisch betrachtet, dann auf Annahmen basieren, von denen mit Sicherheit auch Dir klar ist, dass sie zwangsläufig falsch sind.

Ich schreibe grundsätzlich keine Annahmen nieder von denen ich weiß, das sie falsch sind. Für jemanden mit geringem Selbstbewusstsein ist es nicht schön auf (offensichtliche) Fehler hingewiesen zu werden. Versuche ich also zu vermeiden.

Es geht also nur darum, Dein Leid zu zelebrieren und alle vor den Kopf zu stoßen, die Dir helfen wollen. Der einzige Sinn dieser zahlreichen Fäden nach diesem Strickmuster.

Dass dem nicht so ist habe ich dir bereits drei mal erklärt. Ich weiß nicht wie ich es dir beweisen soll. Du glaubst mir offensichtlich nicht. Soll ich aufhören Beiträge zu verfassen und nach Hilfe zu suchen nur weil irgendein zufälliger Nutzer meint ich hätte dämliche Absichten?

Und was sollte nun jemand schreiben, damit Du den Eindruck hast, es wurde endlich verstanden, wie schlimm Du dran bist?

Dazu muss niemand etwas explizit schreiben. Glaubt man einfach das, was ich im Eingangsbeitrag geschrieben habe dann muss ich keine weiteren Erklärungen liefern, oder über die Definition von Optimismus schreiben, oder Spekulationen darüber, ob ich überhaupt schon etwas versucht habe aus dem Weg räumen, oder . . . , oder . . . , oder . . .

Ich wollte nur wissen, ob man jemandem in meiner Situation in einer Therapie helfen kann und falls ja: Wie das beispielsweise abläuft.

LpiZchtAmHoxrizont


Ich für meinen Teil glaube Dir alles, was Du geschrieben hast. Dass Du schmächtig bist, 1,70m groß, dumm angeblubbert wirst auf der Straße, dass das Krafttraining bei Dir nicht so fruchtet, wie Du es gerne hättest, dass Du ein Problem hast, mit Menschen umzugehen (etc., habe ich etwas vergessen?). Warum sollte ich irgendetwas davon nicht glauben?

Das einzige, was ich nicht glaube, ist, dass Du dumm bist. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob Du das überhaupt je behauptet hast; allerdings glaubst Du ja wohl, dass man Dich hier für klüger hält, als Du bist. Da bin ich mit Dir unterschiedlicher Meinung.

Bkodrlaxg


Was ist an meiner Definition des Konzepts Realismus zweifelhaft? Kannst Du das bitte konkret benennen?

Dass ein Realist seine Ansprüche automatisch an seine Fähigkeiten anpasst.

Dass ein Realist also nicht nur erkennt was Tatsache ist, sondern automatisch die Fähigkeit hat all das, was ihn stört zu ignorieren.

Zur Erinnerung:

Du bist kein Realist. Nicht bezüglich Deiner Person. Wärst Du bezüglich Deiner Person realistisch würde daraus automatisch eine Anpassung Deiner Ansprüche an Deine eigene Leistungsfähigkeit folgen.

Eben das halte ich für zweifelhaft. Wo steht geschrieben, dass ich als Realist meine Situation nicht faktenbasiert beurteilen kann während ich zeitgleich verabscheue, dass ich mit weit weniger zufrieden sein muss.

Bislang sagst Du nur, dass das Konzept Realismus für erfolgreiche und nicht erfolgreiche Menschen unterschiedlich ist. Das ist es aber nicht. Die emotionalen Folgen von erfolgreich und nicht erfolgreich sind völlig verschieden - aber das ändert nichts am Realismuskonzept?

Habe ich das? Ich hatte doch nur geschrieben, dass es einfach ist über die Anpassung von Ansprüchen zu schreiben, wenn man selbst erfolgreich ist.

Dennoch wird mir hier genau auf dieser Grundlage der Optimismus als Teil meiner Grundhaltung abgesprochen.

Gut. Konkret nachgefragt: Welche Maßnahmen wirst Du in den nächsten 3 Tagen angehen von denen Du jetzt das positive Gefühl hast, das Du die schaffen könntest, unabhängig davon ob Du das schon mal in Deinem Leben gemacht hast und unabhängig davon, dass Du jetzt schon wissen kannst ob es gut läuft oder nicht? Die wären ein Zeugnis einer optimistischen Grundhaltung. Oder siehst Du das anders? Optimistische Grundhaltung bedeutet daran zu glauben es könnte positiv laufen - ganz ohne Garantie.

Ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen, obwohl es scheint das Termine nur zu beginn des Quartals vergeben werden.

Ich werde versuchen eine weitere Strecke zu joggen als beim letzten Mal.

Ich werde entsprechende Termine vereinbaren um meine Rückenprobleme behandeln zu lassen und das obwohl ich meine Zweifel an den Erfolgschancen habe.

Ich werde erneut zum Hautarzt gehen und mir das mittlerweile 7. (? um den Dreh) Medikament verschreiben lassen, nachdem ich schon bei 3 verschiedenen Ärzten war um meine Hautprobleme in den Griff zu bekommen.

Ich werde in den nächsten Monaten, wie auch schon das gesamte vergangene Jahr versuchen meine Essstörung in den Griff zu bekommen, obwohl ich es bisher nicht geschafft habe.

Ich werde in den nächsten Monaten, wie auch schon das gesamte Vergangene Jahr versuchen meine Körpermuskulatur und Kraftwerte in akzeptable halbwegs männliche Bereiche zu bringen, obwohl ich es bisher nicht geschafft habe und befürchte, dass ich genetisch einfach nicht dafür geschaffen bin.

Nichts davon ist so besonders wie:

Ich treffe beispielsweise morgen ein potentielles neues Mitglied für eine Gruppe in der ich mich engagiere und bin optimistisch dass ich denjenigen überzeugen kann bei einer bestimmten Aktion als Einstand mitzumachen.

aber ich könnte auch einfach ganz aufhören und diese kleinen Schritte nicht gehen.

Ich könnte auch komplett damit aufhören auf mein Äußeres zu achten, weil ich davon überzeugt bin, dass ich wegen meinem Haarausfall völlig bescheuert aussehe.

Ich könnte meine Idee in Zukunft eine Kampfsportart als Hobby zu machen verwerfen, weil ich davon überzeugt bin, dass ich nicht dafür gemacht bin und es mich noch mehr zerfressen wird, wenn ich dort keinen Erfolg habe.

Aber das mache ich nicht. Denn auch diese kleinen Schritte und Ideen geben mir ein wenig Hoffnung.

BLorIlaxg


Ich für meinen Teil glaube Dir alles, was Du geschrieben hast. Dass Du schmächtig bist, 1,70m groß, dumm angeblubbert wirst auf der Straße, dass das Krafttraining bei Dir nicht so fruchtet, wie Du es gerne hättest, dass Du ein Problem hast, mit Menschen umzugehen (etc., habe ich etwas vergessen?). Warum sollte ich irgendetwas davon nicht glauben?

Dann machst du aus meinen Augen auch alles richtig :)z

Ich hatte meine Kritik auch versucht allgemein auszusprechen. Du warst damit nicht unbedingt gemeint. Anderen Nutzern musste ich trotzdem erklären.

Das einzige, was ich nicht glaube, ist, dass Du dumm bist. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob Du das überhaupt je behauptet hast; allerdings glaubst Du ja wohl, dass man Dich hier für klüger hält, als Du bist. Da bin ich mit Dir unterschiedlicher Meinung.

Ich würde mich nicht einfach als "dumm" bezeichnen. Nur nicht so fähig, wie ich es sein müsste um all meine Schwächen zu kompensieren. Es gibt viele Wege zur Zufriedenheit. Die Fähigkeit ein meiner Meinung nach interessantes Studium zu absolvieren wäre für mich ein Weg. Zumindest glaube ich das. Ich kann es ja nicht wissen.

Oder wenn ich mir zumindest die Dinge, die mich interessen merken könnte. Das wäre auch schon ein Anfang.

_lPar~vatxi_


@ Borlag

Eine Therapie wäre dann erfolgreich, wenn durch sie (möglichst viele) grundlegende Probleme gelöst werden.

Dein grundlegendes Problem ist dein mangelnder Selbstwert und deine mangelnde Selbstakzeptanz - nicht die folgenden Probleme die du aufgezählt hast. Denn die sind streng genommen die Folge dessen.

Dazu gehören unter anderem:

-Essstörung: Wonach ich weiter an meinem Körper arbeiten könnte, um weiter Muskulatur aufzubauen.

Aha, interessante Logik. Essstörung bekämpfen um danach noch besser sein Ego durch noch mehr Muskeln aufpolieren zu können. Sorry, DAS wird kaum funktionieren und wird deine Essstörung gewiss nich besiegen sondern sie wird sich nur verlagern, wenn sie sich nicht schon verlagert hat. Was glaubst du, warum Essgestörte eine Esstörung haben? Genau, weil Essgestörte eine ungesunde Einstellung zu ihrem Körper haben. Das kann sich unterschiedlich äußern, u.a. darin (vor allem bei Männern) zwanghaft Muskelmasse zuzulegen um nach außen hin schön und sehr männlich zu wirken. Dass das für dich wichtig ist, hast du ja schon oft genug deutlich gemacht.

[[http://psylex.de/stoerung/anorexia-nervosa/mann.html]]

Sport sollte dazu dienen seine Gesundheit positiv zu beeinflussen und nicht in erster Linie dazu, einem Körperkult hinterherzujagen.

Du solltest dir ein anderes (gesünderes) Ziel suchen was dich antreibt deine Essstörung in den Griff zu bekommen.

-Psychosomatische Beschwerden: Inwiefern mir deren Beseitigung weiterhilft weiß ich erst wenn mir bekannt ist welche meiner Beschwerden tatsächlich psychisch bedingt sind.

Ist es nicht egal, was genau psychosomatisch ist und was nicht? Egal, welche Probleme sich durch die Therapie verbessern, es bedeutet auf jeden Fall und ganz allgemein mehr Lebensqualität für dich!

-Depression/Soziale Phobie o.Ä.: Was (laut Mitgliedern in diesem Forum) ein notwendiger Schritt ist um nicht ständig in der Öffentlichkeit beleidigt zu werden.

Hä? Die Behandlung dieser psychischen Erkrankungen hindert nicht daran wieder beleidigt zu werden. Du kannst aber lernen mit Beleidigungen und Kränkungen besser umzugehen, so, dass sie nicht so sehr an deinem Selbstwert nagen.

EHhemali7ger Nutxzer (o#578x069)


Hä? Die Behandlung dieser psychischen Erkrankungen hindert nicht daran wieder beleidigt zu werden. Du kannst aber lernen mit Beleidigungen und Kränkungen besser umzugehen, so, dass sie nicht so sehr an deinem Selbstwert nagen.

Ein depressiver, ängstlicher Mensch strahlt etwas völlig anderes aus als ein selbstbewusster. Insofern würde er automatisch weniger beleidigt werden.

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