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Therapie für Versager

_`Parvxati_


Ein depressiver, ängstlicher Mensch strahlt etwas völlig anderes aus als ein selbstbewusster

Ja, das habe ich selbst schon in ähnlicher Weise geschrieben. Aber vor Beleidigungen schützt eine Behandlung, finde ich, trotzdem nicht. Mehr Selbstbewusstsein kann höchstens vor zu großer Ablehnung schützen. Nicht mehr und nicht weniger.

N?otMichaaelSCaine


Dass ein Realist seine Ansprüche automatisch an seine Fähigkeiten anpasst.

Ein Realist der unrealistische Ansprüche an seine eigenen Fähigkeiten hat ist ein Wiederspruch in sich. Nochmal: Das ist ein Konzept an dem einen Menschen messen kann. Nichts anderes.

Ein Realist, der noch nicht weiss, ob er ein Ziel erreichen kann, weil er bestimmte Fähigkeiten an sich noch nicht getestet hat, versucht ein Ziel zu erreichen wenn es ihm wichtig genug ist. Aber er hat nicht den Anspruch an sich selbst etwas zu schaffen was er noch nicht kann oder von dem er noch nicht weiss ob er es kann, sondern er will wissen, ob es geht. Wenn es nicht geht weiss er, dass er entweder üben muss, wenn ihm diese Fähigkeit und das Ziel wichtig ist oder er legt die Fähigkeit unter nicht ausführbar ab.

Das ist die realistische Vorgehensweise wenn man etwas neues lernt, die Vorgehensweise die dem Konzept des Realismus entspricht.

Deine aufgezählten "optimistischen" Aussagen sind keine.

Ich sehe nirgends dass Du glaubst Du erfolgreich sein könntest.

Ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen, obwohl es scheint das Termine nur zu beginn des Quartals vergeben werden.

Optimistisch wäre:

ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen und irgendwann wird das auch klappen.

Ich werde versuchen eine weitere Strecke zu joggen als beim letzten Mal.

Optimistisch wäre:

Ich werde eine weitere Strecke joggen als beim letzten Mal - das schaff ich!

Ich werde erneut zum Hautarzt gehen und mir das mittlerweile 7. (? um den Dreh) Medikament verschreiben lassen, nachdem ich schon bei 3 verschiedenen Ärzten war um meine Hautprobleme in den Griff zu bekommen.

Optimistisch wäre:

Ich werden zu einem neuen Hautarzt gehen und diesmal findet er möglicherweise das richtige Medikament was mir hilft.

und so weiter.

Es ist nicht essentiell optimistisch zu sein, wenn man es momentan nicht sein kann. Wenn Du Dich eben nicht optimistisch fühlst fühlst Du Dich eben nicht so. Das ist nicht schlimm. Dann bist Du zur Zeit eben kein Optimist. Musst Du auch nicht sein.

Alles was Du vor hast ist gut und richtig. Packs an. Momentan ist egal mit welcher Haltung. Einfach machen.

Oder wenn ich mir zumindest die Dinge, die mich interessen merken könnte. Das wäre auch schon ein Anfang.

Wenn Du in die Hirnforschung schaust ist es quasi unmöglich sich etwas wofür man sich begeistert mittelfristig nicht zu merken. Das hat was mit Hormonausschüttungen und der Bildung neuronaler Netze zu tun.

Wenn Du Dir momentan nichts merken kannst liegt das ziehmlich sicher an der Depression. Da kann der Neurologe mit Medikamenten bis zu einem gewissen Grad helfen.

Inwieweit Du therapierbar bist wirst Du auch ausprobieren müssen.

Meine Vermutung ist, dass es Dir wie Mond & Sterne eigentlich in erster Linie um Mitgefühl geht. Wenn das stimmen würde fängst Du es falsch an wenn Du Dich lösungsorientiert gibst, aber eigentlich hauptsächlich noch um Deine Trauer, um den Verlust Deines Lebenstraums bewältigen musst. Mond & Sterne geht es auch sehr viel um Akzeptanz dessen was ist und um Mitgefühl. Vielleicht könnt ihr euch da wirklich zusammen tun und euch gegenseitig stützen, weil ihr ähnlich schwer betroffen seid. Letzteres hilft euch vermutlich eine ganz andere Qualität von Verständnis füreinander aufbringen zu können als Nichtbetroffene das mangels eigener Erfahrung haben können.

Und um das ganz klar zu sagen:

Ich zweifle in keinster Weise an, dass Du Dich verzweifelt und schlecht fühlst.

B@orlaxg


Dein grundlegendes Problem ist dein mangelnder Selbstwert und deine mangelnde Selbstakzeptanz - nicht die folgenden Probleme die du aufgezählt hast. Denn die sind streng genommen die Folge dessen.

Sicherlich. Mir würde es aber bereits reichen, wenn einige dieser Folgen, also die Symptome des fehlenden Selbstwertes, gelindert oder aufgehoben würden.

Deswegen würde ich eine Therapie bereits dann als erfolgreich einstufen.

Aha, interessante Logik. Essstörung bekämpfen um danach noch besser sein Ego durch noch mehr Muskeln aufpolieren zu können. Sorry, DAS wird kaum funktionieren und wird deine Essstörung gewiss nich besiegen sondern sie wird sich nur verlagern, wenn sie sich nicht schon verlagert hat. Was glaubst du, warum Essgestörte eine Esstörung haben? Genau, weil Essgestörte eine ungesunde Einstellung zu ihrem Körper haben. Das kann sich unterschiedlich äußern, u.a. darin (vor allem bei Männern) zwanghaft Muskelmasse zuzulegen um nach außen hin schön und sehr männlich zu wirken. Dass das für dich wichtig ist, hast du ja schon oft genug deutlich gemacht.

[[http://psylex.de/stoerung/anorexia-nervosa/mann.html]]

Meine Essstörung bestand aber bereits bevor ich mir Gedanken über meinen Körper gemacht habe. Das begann schon in der frühen Kindheit. Gestört bin ich nicht was mein Körperempfinden angeht und auch nicht was meine Ziele angeht. Ich bin eben zu schmächtig und es ist mir wichtig das nicht zu sein. Das geht vielen Männern so. Die Essstörung ist also denke ich weder Ursprung noch Konsequenz. Sie hindert mich nur daran mein Ziel zu erreichen.

Sport sollte dazu dienen seine Gesundheit positiv zu beeinflussen und nicht in erster Linie dazu, einem Körperkult hinterherzujagen.

Pff erzähl das mal 99% der Männer, die im Fitnessstudio oder zuhause Muskeln aufbauen ;-D Und außerdem: Für mich ist es ungesund schmächtig zu sein. Ungesund für meine Psyche. Also warum nicht gleichzeitig etwas für Körper und Geist tun?

Ist es nicht egal, was genau psychosomatisch ist und was nicht? Egal, welche Probleme sich durch die Therapie verbessern, es bedeutet auf jeden Fall und ganz allgemein mehr Lebensqualität für dich!

Ja und nein: Ich hoffe derzeit, dass einige meiner Beschwerden psychosomatisch sind. Denn eine andere Ursache konnte nicht gefunden werden. Wenn sich durch die Therapie herausstellt, dass diese Beschwerden auch nicht durch die Psyche verursacht werden, dann weiß ich überhaupt nicht mehr weiter. So war das gemeint.

Ansonsten stimme ich dir zu: Hauptsache etwas verbessert sich durch die Therapie.

Hä? Die Behandlung dieser psychischen Erkrankungen hindert nicht daran wieder beleidigt zu werden. Du kannst aber lernen mit Beleidigungen und Kränkungen besser umzugehen, so, dass sie nicht so sehr an deinem Selbstwert nagen.

Es verhindert es natürlich nicht! Es ist nur, wie ich schrieb, ein erster notwendiger Schritt um nicht ständig beleidigt zu werden. Eben weil mir ja gesagt wurde, dass es mir wahrscheinlich wegen meiner Ausstrahlung passiert.

Ein Realist der unrealistische Ansprüche an seine eigenen Fähigkeiten hat ist ein Wiederspruch in sich. Nochmal: Das ist ein Konzept an dem einen Menschen messen kann. Nichts anderes.

Wir sprechen hier von verschiedenen Arten von Ansprüchen: Du redest von den Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten. Ich von den Ansprüchen an das eigene Leben. "Anspruch" ist dann möglicherweise unpassend. Das, was man im Leben möchte.

Ich habe realistische Ansprüche an meine Fähigkeiten und erkenne, dass sie nicht dazu ausreichen um meine Ansprüche an das Leben zu erfüllen. Damit kann ich doch auch als Realist unzufrieden sein, oder nicht?

Deine aufgezählten "optimistischen" Aussagen sind keine.

Ich sehe nirgends dass Du glaubst Du erfolgreich sein könntest.

Optimistisch wäre:

ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen und irgendwann wird das auch klappen.

Optimistisch wäre:

Ich werde eine weitere Strecke joggen als beim letzten Mal - das schaff ich!

Optimistisch wäre:

Ich werden zu einem neuen Hautarzt gehen und diesmal findet er möglicherweise das richtige Medikament was mir hilft.

und so weiter.

Und genau davon gehe ich aus. Sonst würde ich nichts davon tun. Ich gehe davon aus, dass es dieses Mal klappt. Zeitgleich weiß ich, dass es beim letzten Mal nicht geklappt hat. Ich glaube erfolgreich zu sein.

Wenn Du in die Hirnforschung schaust ist es quasi unmöglich sich etwas wofür man sich begeistert mittelfristig nicht zu merken. Das hat was mit Hormonausschüttungen und der Bildung neuronaler Netze zu tun.

Aber es funktioniert bei mir ja nicht:

Wenn Du Dir momentan nichts merken kannst liegt das ziehmlich sicher an der Depression.

Das hoffe ich auch.

Da kann der Neurologe mit Medikamenten bis zu einem gewissen Grad helfen.

Mit neurologischen Medikamenten muss ich leider sehr vorsichtig sein. Daher wollte mir bisher auch kein Neurologe etwas in der Richtung verschreiben. Das Risiko sei zu groß für so eine "Kleinigkeit". Denn "vergesslich sind wir ja alle" %-|

Meine Vermutung ist, dass es Dir wie Mond & Sterne eigentlich in erster Linie um Mitgefühl geht. Wenn das stimmen würde fängst Du es falsch an wenn Du Dich lösungsorientiert gibst, aber eigentlich hauptsächlich noch um Deine Trauer, um den Verlust Deines Lebenstraums bewältigen musst. Mond & Sterne geht es auch sehr viel um Akzeptanz dessen was ist und um Mitgefühl. Vielleicht könnt ihr euch da wirklich zusammen tun und euch gegenseitig stützen, weil ihr ähnlich schwer betroffen seid. Letzteres hilft euch vermutlich eine ganz andere Qualität von Verständnis füreinander aufbringen zu können als Nichtbetroffene das mangels eigener Erfahrung haben können.

Um ganz ehrlich zu sein ist mir euer Mitgefühl nicht sehr wichtig :-| Es ist eine positive menschliche Reaktion und ohne jegliches Mitgefühl würde sich womöglich niemand die Mühe machen überhaupt zu antworten. Aber ginge es auch ohne Mitgefühl hätte ich damit kein Problem. Denn durch euer Mitgefühl allein wird es auch nicht besser.

Was Mond & Sterne mit mir zu tun hat weiß ich nicht. Wenn wir sehr ähnliche Probleme haben kann man sich austauschen.

_:P1arv"axti_


Deine aufgezählten "optimistischen" Aussagen sind keine.

Ich sehe nirgends dass Du glaubst Du erfolgreich sein könntest.

Genau so ist es.

Borlag hat zwar viel vor - gar zu viel auf einmal - aber ich habe nicht den Eindruck, dass er 100%ig dahinter steht. Es ist eher ein "mal gucken, was dabei rum kommt." Das ist aber eine Einstellung, die einem daran hindern kann erfolgreich am Ball zu bleiben. Wenn man sich hingegen immer wieder positiven Zuspruch gibt, dass man auch schaffen wird, was man sich vorgenommen hat, dann ist man auch motivierter und zielstrebiger.

_*Par_vatil_


Sicherlich. Mir würde es aber bereits reichen, wenn einige dieser Folgen, also die Symptome des fehlenden Selbstwertes, gelindert oder aufgehoben würden.

Deswegen würde ich eine Therapie bereits dann als erfolgreich einstufen.

Symptome kann kann behandeln, wenn man dir Ursache nicht kennt. Aber besser ist es, die Ursache zu bekämpfen.

Meine Essstörung bestand aber bereits bevor ich mir Gedanken über meinen Körper gemacht habe. Das begann schon in der frühen Kindheit.

Ich weiß, das hast du schon erwähnt.

Gestört bin ich nicht was mein Körperempfinden angeht

Hattest du nicht im anderen Thread geschrieben, dass du keinen Hunger empfinden kannst? Hunger ist eine Empfindung des Körpers. Wenn man keinen Hunger spüren kann, dann stimmt ja irgendwas nicht.

Ich bin eben zu schmächtig und es ist mir wichtig das nicht zu sein.

Es geht auch darum, sich selbst lieben zu können, wenn man nicht dem Ideal entspricht. Ich habe hier und auch im anderen Thread den Eindruck gewonnen, dass du Muskelaufbau nur betreibst, weil du deinem Körper nur im muskulösen Zustand akzeptieren kannst. Aber selbst das, was du schon erreicht hast, scheint dir nicht genug zu sein. Es sollten möglichst noch mehr Muskeln her. Wo soll das enden? Wirst du je zufrieden mit dir sein? Es ist letztendlich wie bei einer Frau, welche schon dünn ist, aber noch dünner werden möchte und im schlimmsten Fall mit einem BMI von 14 noch nicht zufrieden ist. Allerdings ist hier irgendwann die Grenze zum krankhaften dünn sein leichter zu erkennen, als bei Männern der krankhafte Zwang Muskeln zuzulegen.

Ich möchte mich jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass du schon eine ungesunde Einstellung zum Sport hast, tendenzen sind aber schon vorhanden und ich möchte nur darauf aufmerksam machen. Denn gerade als Essgestörter ist Vorsicht geboten, weil man schnell vom einem ins andere Extrem rutschen kann.

Pff erzähl das mal 99% der Männer, die im Fitnessstudio oder zuhause Muskeln aufbauen ;-D

Es ist nicht von Belang, was 99% der Männer für eine Einstellung haben, es geht hier um dich ;-)

Zudem bringt vielleicht nur ein geringer Prozentsatz der anderen Männer eine Vorerkrankung einer Essstörung mit.

Und außerdem: Für mich ist es ungesund schmächtig zu sein.

Für dich ist nur ungesund untergewichtig zu sein. Aber Schmächtigkeit allein hat nicht zwingend einen Krankheitswert.

Ungesund für meine Psyche.

Es ist nur ungesund, weil du deinen von Natur aus weniger maskulinen Körper nicht akzeptieren kannst.

u0vgx41


Aber Deine Frage, wie "Leuten wie Dir" in einer Therapie geholfen werden kann, wurde doch nun auch schon x Mal beantwortet. Genau wie es das Gelassenheitsgebot besagt.

1. die Dinge ändern, die man ändern kann

2. den Rest akzeptieren, wie er ist

Wenn Du meinst, dass Dir das nicht hilft, dann gibt es nix (ausser einem Wunder) was Dir helfen kann.

Was bei Punkt 2 helfen kann ist allerdings, Deine zwanghaft negative Sichtweise zu bearbeiten, aber dazu bist Du kein Stück bereit, im Gegenteil, Du klammerst Dich verbissen daran. Dabei ist das der eigentliche Kern der Probleme.

Es ist IMMER alles relativ, jeder Mensch hat Dinge, über die er sich freuen kann, und Dinge, die ihn ärgert. Meines Wissens nach gibt es keinerlei gesicherte Hinweise darauf, dass Leute, die reich und erfolgreich und beliebt sind, subjektiv signifikant zufriedener sind als ärmere Personen. Jeder ist irgendwie dazwischen und hat Luft nach oben und nach unten. Was Du tust ist das Gute, was Du hast, zu verleugnen und herunterzuspielen und das, was Du nicht hast, übertrieben zu idealiseren. Davon bist Du allerdings auch nicht abzubringen. Dann ist Dir bestenfalls nicht zu helfen, schlimmerenfalls (wovon ich eher ausgehe) brauchst Du das aus irgendeinem Grund.

NTotMficPha*elCCaixne


Wir sprechen hier von verschiedenen Arten von Ansprüchen: Du redest von den Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten. Ich von den Ansprüchen an das eigene Leben. "Anspruch" ist dann möglicherweise unpassend. Das, was man im Leben möchte.

Worin besteht der Unterschied für Dich genau?

Alles was Du in Deinem Leben haben möchtest hat seinen Ursprung doch mindestens zu 50 % in Dir selbst? Der Wunsch es zu wollen ist Deiner, die Fähigkeiten es anzugehen sind Deine. Ohne eigene Beteilligung geht es nicht und eigene Beteilligung kannst Du im Rahmen Deiner Fähigkeiten selbst definieren. Wenn es mit der Definition Studium nicht geklappt hat, funktioniert es möglicherweise mit der Definition Supermarktkassierer.

Ohne die eigene Fähigkeit Kontakt mit anderen Menschen herzustellen, können keine Beziehungen entstehen. Ohne die eigene Fähigkeit Maß zu halten oder zugunsten eines materiellen größeren Wunsches auf etwas zu verzichten, können wir uns bei einem kleinen Einkommen keine großen Anschaffungen leisten. Ohne die Fähigkeit etwas zu schaffen was andere haben wollen ( Beruf oder Gegenstand jedweder Art) oder was wir selbst zum Leben brauchen ( im Extremfall die Fähigkeiten des Einsidlers Nahrung und Obdach für sich zu finden) sterben wir nicht nur geistig sondern auch körperlich. Und so weiter.

Du willst vermeiden vorzukommen. Das führt zwangsläufig zum Stillstand. Wenn Du nicht vorkommst bleibst Du stecken. Das ist Lebensvermeidung. Du gehst (vermutlich unbewusst) davon aus, dass Dir die Welt etwas ohne Dein zutun schuldet. Bei bestimmten Menschen kommt es vor, dass sie z.B. zwischenmenschliche Beziehungen für etwas halten was die Welt für sie automatisch bereit stellt. Ohne das sie etwas dazu tun. Das ist aber real nicht der Fall. Der eine oder andere ist sich nur nicht bewusst darüber was er alles selbst an Fähigkeiten einbringt, um seine Beziehungen zu führen. Der Grund dafür ist häuig, dass diese Fähigkeiten keinerlei Wertschätzung erfahren, nicht einmal von demjenigen, der sie selbst hat. Sie werden als selbstverständlich empfunden. Das läuft völlig unbewusst. Deshalb können Dir "Beziehungserfolgreiche" Menschen häufig auch nicht erklären, warum sie so erfolgreich sind. Für sie ist es selbstverständlich Beziehungen zu haben. Die basieren aber alle auf einer unterschiedlich breiten Fähigkeitspalette.

Für diejenigen, für die das nicht selbstverständlich ist, weil sie diese Fähigkeiten nicht haben ist es deshalb sehr schwer diese Fähigkeiten überhaupt zu erkennen geschweige denn sich mit denen die sie haben darüber auszutauschen wie die denn funktionieren. Wenn jemand der diese Fähigkeiten nicht hat sie dann zusätzlich auch nicht wertschätzt verspürt er oft auch wenig Motivation sie überhaupt zu lernen was den Teufelskreis in Sachen Beziehungserfolglosigkeit perfekt macht.

Da hilft ein Profi (Therapeut) der hauptberuflich gelernt hat sich dieser Zusammenhänge bewusst zu sein und der sie deshalb auch sprachlich ausdrücken kann und darauf aufbauend Wege aufzeigen kann wie man sie wertschätzen und erlernen kann.

Jeder Mensch setzt Fähigkeiten ein um das zu bekommen was er im Leben möchte. Jeder. Und je nachdem wie ausgeprägt sie sind haben wir "Erfolg" ( der sich immer in Relation zu unserem eigenen "wollen" bemisst) oder auch nicht.

Ich könnte Dir jetzt noch anhand unserer Optimismus Diskussion ein Beispiel bringen wo Du wie manipulierst (möglicherweise unbewusst) , bin aber nicht sicher ob Dir das momentan weiter hilft. Falls Du das möchtest lass es mich wissen.

BEorlqaxg


Symptome kann kann behandeln, wenn man dir Ursache nicht kennt. Aber besser ist es, die Ursache zu bekämpfen.

Da stimme ich zu. Mir wurde hier aber mehrfach nahe gelegt, dass die Ursache in meinem Fall nicht zu bekämpfen ist. Ob das nun stimmt oder nicht ist irrelevant. Eine Therapie werde ich machen. Wenn nur die Symptome behandelt werden. Besserung. Wenn auch die Ursache aufgelöst wird. Noch besser.

Hattest du nicht im anderen Thread geschrieben, dass du keinen Hunger empfinden kannst? Hunger ist eine Empfindung des Körpers. Wenn man keinen Hunger spüren kann, dann stimmt ja irgendwas nicht.

Ja, das stimmt natürlich. Mit Körperempfinden meinte ich nicht das, was man Körper empfindet, sondern meine Beurteilung meines eigenen Körpers. War wohl ein unpassender Begriff.

Es geht auch darum, sich selbst lieben zu können, wenn man nicht dem Ideal entspricht. Ich habe hier und auch im anderen Thread den Eindruck gewonnen, dass du Muskelaufbau nur betreibst, weil du deinem Körper nur im muskulösen Zustand akzeptieren kannst. Aber selbst das, was du schon erreicht hast, scheint dir nicht genug zu sein. Es sollten möglichst noch mehr Muskeln her. Wo soll das enden? Wirst du je zufrieden mit dir sein? Es ist letztendlich wie bei einer Frau, welche schon dünn ist, aber noch dünner werden möchte und im schlimmsten Fall mit einem BMI von 14 noch nicht zufrieden ist. Allerdings ist hier irgendwann die Grenze zum krankhaften dünn sein leichter zu erkennen, als bei Männern der krankhafte Zwang Muskeln zuzulegen.

Ich möchte mich jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass du schon eine ungesunde Einstellung zum Sport hast, tendenzen sind aber schon vorhanden und ich möchte nur darauf aufmerksam machen. Denn gerade als Essgestörter ist Vorsicht geboten, weil man schnell vom einem ins andere Extrem rutschen kann.

Ich weiß recht genau wo das enden soll und habe ziemlich niedrige Ansprüche. Und weil ich zudem nicht daran interessiert bin meinen Tagesablauf minutiös auf das Bodybuilding einzustellen und zeitgleich schlechte Gene habe werde ich auch gar nicht übertreiben können. Ich möchte kein Schrank werden, aber zumindest in dieser Hinsicht ein wenig männlich.

Für dich ist nur ungesund untergewichtig zu sein. Aber Schmächtigkeit allein hat nicht zwingend einen Krankheitswert.

Es ist nur ungesund, weil du deinen von Natur aus weniger maskulinen Körper nicht akzeptieren kannst.

Richtig! Ich könnte nun Zeit und Energie in die Akzeptanz stecken und weiterhin mit der Nicht-Akzeptanz der Außenwelt konfrontiert sein. Oder ich stecke Zeit und Energie in die Lösung des Problems. Werde gesünder und besiege die Essstörung.

Aber Deine Frage, wie "Leuten wie Dir" in einer Therapie geholfen werden kann, wurde doch nun auch schon x Mal beantwortet. Genau wie es das Gelassenheitsgebot besagt.

1. die Dinge ändern, die man ändern kann

2. den Rest akzeptieren, wie er ist

Wenn Du meinst, dass Dir das nicht hilft, dann gibt es nix (ausser einem Wunder) was Dir helfen kann.

Das sind die groben Ziele. Ich habe konkret danach gefragt wie das angegangen wird.

Im Medizinstudium hört man ja hoffentlich auch nicht einfach nur "Den Betroffenen wird geholfen, indem man den Tumor entfernt. Nun das nächste Thema . . ."

Was bei Punkt 2 helfen kann ist allerdings, Deine zwanghaft negative Sichtweise zu bearbeiten, aber dazu bist Du kein Stück bereit, im Gegenteil, Du klammerst Dich verbissen daran. Dabei ist das der eigentliche Kern der Probleme.

Ich erkenne sie auch gar nicht.

Wir sprechen hier von verschiedenen Arten von Ansprüchen: Du redest von den Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten. Ich von den Ansprüchen an das eigene Leben. "Anspruch" ist dann möglicherweise unpassend. Das, was man im Leben möchte.

Worin besteht der Unterschied für Dich genau?

Alles was Du in Deinem Leben haben möchtest hat seinen Ursprung doch mindestens zu 50 % in Dir selbst?

Selbst dann wäre der Unterschied zwischen dem Anspruch an das eigene Leben und dem an die eigenen Fähigkeiten immens.

Die Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten sind das, was man der eigenen Einschätzung nach können muss bzw. will.

Die Ansprüche an das Leben sind das, was man haben bzw. erfahren möchte. Das kann zum Teil unabhängig von den eigenen Fertigkeiten geschehen. Denn: Nicht alles im Leben hängt von den eigenen Fähigkeiten ab.

Wie bereits erwähnt denke ich, dass es einige Grundansprüche an das Leben gibt, die Menschen in der jeweiligen Gesellschaft haben. Hat jemand realistische Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten und merkt, dass ein Teil seiner Grundansprüche an das Leben dadurch nicht realisiert werden kann entsteht Unzufriedenheit. Die Ansprüche verringern heißt es. Aber: Funktioniert das ausnahmlos? Bis ein Mensch keine Ansprüche außer das tägliche Überleben mehr hat und dennoch zufrieden ist? Wenn ja: Wie?

Du willst vermeiden vorzukommen. Das führt zwangsläufig zum Stillstand. Wenn Du nicht vorkommst bleibst Du stecken. Das ist Lebensvermeidung. Du gehst (vermutlich unbewusst) davon aus, dass Dir die Welt etwas ohne Dein zutun schuldet.

Ja und nein. Als Mensch möchte man diejenigen Fähigkeiten haben bzw. ausbauen können, die nötig sind um sich gewisse Grundansprüche erfüllen zu können. Das möchte auch ich haben. Und damit bin ich auch nicht als Einzelfall in einer pathologischen Gedankenfalle. Ich denke das fordert jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad. Ebenso ist jeder Mensch in der Lage gewisse Abstriche zu machen.

Die eigentliche Erfüllung geschieht durch Eigenarbeit. In der Hinsicht schuldet man mir nichts.

Bei bestimmten Menschen kommt es vor, dass sie z.B. zwischenmenschliche Beziehungen für etwas halten was die Welt für sie automatisch bereit stellt. Ohne das sie etwas dazu tun. Das ist aber real nicht der Fall. Der eine oder andere ist sich nur nicht bewusst darüber was er alles selbst an Fähigkeiten einbringt, um seine Beziehungen zu führen. Der Grund dafür ist häuig, dass diese Fähigkeiten keinerlei Wertschätzung erfahren, nicht einmal von demjenigen, der sie selbst hat. Sie werden als selbstverständlich empfunden. Das läuft völlig unbewusst. Deshalb können Dir "Beziehungserfolgreiche" Menschen häufig auch nicht erklären, warum sie so erfolgreich sind. Für sie ist es selbstverständlich Beziehungen zu haben. Die basieren aber alle auf einer unterschiedlich breiten Fähigkeitspalette.

Für diejenigen, für die das nicht selbstverständlich ist, weil sie diese Fähigkeiten nicht haben ist es deshalb sehr schwer diese Fähigkeiten überhaupt zu erkennen geschweige denn sich mit denen die sie haben darüber auszutauschen wie die denn funktionieren. Wenn jemand der diese Fähigkeiten nicht hat sie dann zusätzlich auch nicht wertschätzt verspürt er oft auch wenig Motivation sie überhaupt zu lernen was den Teufelskreis in Sachen Beziehungserfolglosigkeit perfekt macht.

Das ist mir schon klar. Zum Teil ist mir bewusst welche Fähigkeiten mir in der Hinsicht vollends fehlen und welche mit der Zeit verloren gegangen sind. Den Gesamtüberblick darüber werde ich wahrscheinlich nicht haben. Und in der Hinsicht gebe ich dir somit Recht:

Da hilft ein Profi (Therapeut) der hauptberuflich gelernt hat sich dieser Zusammenhänge bewusst zu sein und der sie deshalb auch sprachlich ausdrücken kann und darauf aufbauend Wege aufzeigen kann wie man sie wertschätzen und erlernen kann.

Ich könnte Dir jetzt noch anhand unserer Optimismus Diskussion ein Beispiel bringen wo Du wie manipulierst (möglicherweise unbewusst) , bin aber nicht sicher ob Dir das momentan weiter hilft. Falls Du das möchtest lass es mich wissen.

Sicherlich möchte ich das.

N$otMicVh9aeleCainxe


Die Ansprüche an das Leben sind das, was man haben bzw. erfahren möchte. Das kann zum Teil unabhängig von den eigenen Fertigkeiten geschehen. Denn: Nicht alles im Leben hängt von den eigenen Fähigkeiten ab.

Hast Du dafür konkrete Beispiele? Ich sehe nichts was nicht teilweise auch von den eigenen Fähigkeiten abhängt.

B o8rlaxg


Hast Du dafür konkrete Beispiele? Ich sehe nichts was nicht teilweise auch von den eigenen Fähigkeiten abhängt.

Gesundheitliche Einschränkungen können einem vieles verbauen.

Intelligenz.

Selbst Liebesbeziehung im allgemeinen , die eigentlich immens von den Fähigkeiten einer Person abhängen. Können durch einige wenige Dinge verwehrt bleiben.

Wobei du das wahrscheinlich als gegebene Fähigkeit einstufst. Ich meinte Fähigkeiten, die man ausbauen kann. Ansonsten hätte alles was man haben möchte den Ursprung 100% in einem selbst.

uKvg4x1


na solange Du beharrlich an "Ich bin WIRKLICH so minderwertig, mehr als sich die meisten vorstellen kann, und da dass eine objektive Realität ist und mit meiner Einstellung dazu nix zu tun hat kann man daran auch nichts ändern" kann man Dir gar nicht helfen.

Und da Du auch das Aufgeben dieser Haltung starr verweigerst (aus sich selbst heraus begründet - da es halt so ist, kann man auch nix an der Haltung dazu ändern) gibts auch keine Möglichkeit irgendwas dran zu ändern.

B.orelaxg


na solange Du beharrlich an "Ich bin WIRKLICH so minderwertig, mehr als sich die meisten vorstellen kann, und da dass eine objektive Realität ist und mit meiner Einstellung dazu nix zu tun hat kann man daran auch nichts ändern" kann man Dir gar nicht helfen.

Okay. Und was nun?

Und da Du auch das Aufgeben dieser Haltung starr verweigerst (aus sich selbst heraus begründet - da es halt so ist, kann man auch nix an der Haltung dazu ändern) gibts auch keine Möglichkeit irgendwas dran zu ändern.

Ich habe mehrfach danach gefragt wie man diese Haltung ändert. Konnte mir bisher niemand erklären.

uBvg4x1


Okay. Und was nun?

halt weiter wie bisher

Ich habe mehrfach danach gefragt wie man diese Haltung ändert. Konnte mir bisher niemand erklären.

indem Du den Entschluss fasst, sie ändern zu wollen, und Dich auf Gedanken, dass Deine Sichtweise vielleicht etwas übertrieben negativ ist, aufgeschlossen einlässt.

Bxoxrlxag


halt weiter wie bisher

Also einfach warten bis es vorbei ist?

indem Du den Entschluss fasst, sie ändern zu wollen

Ich werde mich nicht dazu entschließen in einer Fantasiewelt zu leben. Warum auch?

und Dich auf Gedanken, dass Deine Sichtweise vielleicht etwas übertrieben negativ ist, aufgeschlossen einlässt.

Tue ich bereits.

uFv3g41


ja, weiter leidend vor sich hin vegetieren und auf das Ende zu warten ist dann das einzige was noch bleibt.

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