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Therapie für Versager

_OParYv^atxi_


Ja, das stimmt natürlich. Mit Körperempfinden meinte ich nicht das, was man Körper empfindet, sondern meine Beurteilung meines eigenen Körpers. War wohl ein unpassender Begriff

Na ja, was die Beurteilung deines Körpers betrifft, kann man nur schwer einschätzen, ob du da kein verschobenes Bild hast. Du kannst zwar z.B. schreiben, dass du nicht maskulin genug aussiehst, aber ob tu tatsächlich wenig männlich aussiehst, kann man ohne dich zu sehen nur schwer beurteilen. Daher kann man nur auf dein Wort vertrauen. Ich weiß nur nicht, ob ich dem Glauben schenken soll, denn Essgestörte sind oft Meister darin sich selbst zu belügen, wenn es um ihr Aussehen geht. Muss bei dir nicht so sein. Nimm es mir daher nicht übel, wenn ich da etwas skeptisch bin.

Ich möchte kein Schrank werden, aber zumindest in dieser Hinsicht ein wenig männlich.

Warum eigentlich?

Richtig! Ich könnte nun Zeit und Energie in die Akzeptanz stecken und weiterhin mit der Nicht-Akzeptanz der Außenwelt konfrontiert sein.

Wie kommst du darauf, dass dein Aussehen dazu beiträgt, wie du von der Außenwelt wahrgenommen wirst?

Oder ich stecke Zeit und Energie in die Lösung des Problems.

Welches Problem? Schmächtigkeit ist kein Problem, sondern mehr deine innere Ausstrahlung.

Werde gesünder und besiege die Essstörung.

So leicht geht das mit dem Besiegen der Essstörung nun auch nicht. Eine Essstörung ist sehr komplex. Mit mehr essen und Muskeln aufbauen ist es nicht getan. Würde es dir zudem nur ums Zunehmen gehen, damit dein Körper einfach auf ein gesundes Gewicht kommt, würdest du auch nur mehr essen und nicht noch intensiv Sport treiben. Durch Sport verbrennst du wiederum viel Energie, was ja auch nicht wirklich dazu beiträgt zuzunehmen.

Ich war übrigens mal in einer psychosomatischen Klinik. Dort gab es u.a. auch Patienten mit einer Essstörung. Denen war viel Bewegung und intensiver Sport strengstens verboten. 1-2 Mal die Woche durften sie etwas Rückengymnastik in der Gruppe mitmachen, aber auch nur, wenn sie schon ein entsprechendes Gewicht hatten. Sonst ging es bei ihnen darum, möglichst viel Kalorien zu sich nehmen, auch mittels eher ungesunden Essen wie z.B. Kuchen und Schokolade.

_<Pairv9atix_


Ich werde mich nicht dazu entschließen in einer Fantasiewelt zu leben. Warum auch?

Gegenfrage: Was ist so schlimm daran, sich hin und wieder Träumereien und Fantasien hinzugeben? Diese können ein Anreiz für Kreativität sein und fördern gleichzeitig die Entspannung. Man kann hierdurch auch bisher unentdeckte Potentiale entdecken. Du sollst ja nicht gleich der Realität entfliehen.

LXichtNAmHo)rihzoxnt


Wie kommst du darauf, dass dein Aussehen dazu beiträgt, wie du von der Außenwelt wahrgenommen wirst?

Na ja, völlig bedeutungslos ist Aussehen nun nicht.

_QParvattix_


Aber so extrem bedeutungsvoll, dass man so arg ausgegrenzt wird, nun auch nicht.

NCotMicBhaeplCaixne


Einschub zum Thema manipulative Kommunikation am Beispiel der Entwicklung über Optimismus. Ich mach das absichtlich sehr analytisch, da Du in gewissem Umfang analytisch wirkst und das in dieser Situation helfen könnte die nötige Distanz zu wahren.

Sachanalyse:

Borlag:

Dennoch wird mir hier genau auf dieser Grundlage der Optimismus als Teil meiner Grundhaltung abgesprochen.

Sachaussage: Alle anderen Teilnehmer behaupten dass Optimismus nicht teil meiner Grundhaltung ist. Das stimmt aber nicht

NotMichaelCaine

Welche Maßnahmen wirst Du in den nächsten 3 Tagen angehen von denen Du jetzt das positive Gefühl hast, das Du die schaffen könntest, unabhängig davon ob Du das schon mal in Deinem Leben gemacht hast und unabhängig davon, dass Du jetzt schon wissen kannst ob es gut läuft oder nicht? Die wären ein Zeugnis einer optimistischen Grundhaltung. Oder siehst Du das anders? Optimistische Grundhaltung bedeutet daran zu glauben es könnte positiv laufen - ganz ohne Garantie.

Sachaussage: Beschreibung von Optimismus. Nachfrage ob Borlag eine andere Auffassung von Optimismus hat. Bitte um optimistische Beispiele aus der nahen Zukunft.

Ziel: Frage klären: Ist Borlag tatsächlich optimistisch im Sinne einer vorgeschlagenen Defintion? Versteht er Optimismus anders?

NotMichaelCaine

Ich treffe beispielsweise morgen ein potentielles neues Mitglied für eine Gruppe in der ich mich engagiere und bin optimistisch dass ich denjenigen überzeugen kann bei einer bestimmten Aktion als Einstand mitzumachen.

Sachaussage: Beispiel für eine optimistische Aussage im Sinne der erläuterten Definition

Borlag

Ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen, obwohl es scheint das Termine nur zu beginn des Quartals vergeben werden.

Ich werde versuchen eine weitere Strecke zu joggen als beim letzten Mal.

Ich werde entsprechende Termine vereinbaren um meine Rückenprobleme behandeln zu lassen und das obwohl ich meine Zweifel an den Erfolgschancen habe.

Ich werde erneut zum Hautarzt gehen und mir das mittlerweile 7. (? um den Dreh) Medikament verschreiben lassen, nachdem ich schon bei 3 verschiedenen Ärzten war um meine Hautprobleme in den Griff zu bekommen.

Sachaussage allgemeiner Überblick: Beispiele von Aktivitäten, die in naher Zukunft angegangen werden.

Widerkehrende Aussagestruktur in den Sätzen: Beschreibung der Aktion im ersten Satzteil - Beschreibung von Erschwernissen, negativen Erfahrungen bei der Ausübung der Aktion des ersten Satzteils.

Ausnahme:

Ich werde versuchen eine weitere Strecke zu joggen als beim letzten Mal.

Struktur hier:

Aktion die ausschliesslich vom TE gesteuert und entschieden werden kann wird angestrebt.

Gegencheck mit der Ausgangsbitte "optimistische Aussagen" zu teilen ergibt: optimistische Aussagen im definierten Sinn wurden nicht getroffen. Eine andere Definition von Optimismus die erkennen liesse warum Borlag seine Aussagen für optimistisch hält wurde seitens Borlag nicht angeboten.

Schlussfolgerung für die Ausgangsfrage:

1. Ist Borlag tatsächlich optimistisch im Sinne einer vorgeschlagenen Defintion? Nein.

2. Versteht er Optimismus anders? Keine explizite Aussage seitens Borlag.

NotMichaelCaine

Deine aufgezählten "optimistischen" Aussagen sind keine.

Ich sehe nirgends dass Du glaubst Du erfolgreich sein könntest.

Sachaussage: die Aussagen entsprechen nicht der angebotenen Definition von Optimismus (incl Begründung warum nicht und Beispielen wie optimistische Aussagen aussehen würden.)

Borlag (turnaround):

NotMichaelCaine Beispiele wie Optimismus aussehen könnte

ich werde weiterhin versuchen einen Termin beim Psychiater zu bekommen und irgendwann wird das auch klappen.

Ich werde eine weitere Strecke joggen als beim letzten Mal - das schaff ich!

Ich werden zu einem neuen Hautarzt gehen und diesmal findet er möglicherweise das richtige Medikament was mir hilft.

und so weiter.

Und genau davon gehe ich aus.

Sachaussage: Ich drücke zwar den vorher definierten Optimismus anderen gegenüber nicht so aus, aber ich habe ihn trotzdem.

Ende Sachanalyse

Soweit klar? Irgendwelche Kritik daran? Möchtest Du selbst die Interpretation wagen?

N4otMichFaelzCainxe


Zur Erinnerung meine Ausgangsaussage auf die Du Dich beziehst:

Alles was Du in Deinem Leben haben möchtest hat seinen Ursprung doch mindestens zu 50 % in Dir selbst? Der Wunsch es zu wollen ist Deiner, die Fähigkeiten es anzugehen sind Deine. Ohne eigene Beteilligung geht es nicht und eigene Beteilligung kannst Du im Rahmen Deiner Fähigkeiten selbst definieren.

Die Ansprüche an das Leben sind das, was man haben bzw. erfahren möchte. Das kann zum Teil unabhängig von den eigenen Fertigkeiten geschehen. Denn: Nicht alles im Leben hängt von den eigenen Fähigkeiten ab.

Hast Du dafür konkrete Beispiele? Ich sehe nichts was nicht teilweise auch von den eigenen Fähigkeiten abhängt.

Gesundheitliche Einschränkungen können einem vieles verbauen.

Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass Du immer noch die von mir genannten Dinge (Wunsch & Fähigkeit) zu jedem Anspruch den Du an Dein Leben stellst mitbringst oder?

Dass Dich die Realität in unterschiedlicher Form einholen kann ( die von Dir erwählte Frau will Dich nicht zum Partner, eine Krankheit verhindert die Erfüllung eines Anspruchs und so weiter) und Du Deine eigenen Ansprüche an Dich selbst nicht erfüllen kannst ist für die Tatsache, dass Du grundsätzlich an jeder Situation die in Deinem Leben vorkommt mit Deinen bisherigen Wünschen und Fähigkeiten bezüglich Deiner Ansprüche beteilligt bist, irrelevant.

Die äußeren Faktoren sind etwas was zusätzlich dazu kommt. Sie beeinflussen den Erfolg oder den Misserfolg der Erfüllung Deines Anspruchs zusätzlich. Aber ohne Deinen Anspruch können sie nichts verindern und nichts erfüllen. Das ist doch die tatsächliche Realität oder?

Wobei du das wahrscheinlich als gegebene Fähigkeit einstufst.

Was meinst Du damit?

Ich meinte Fähigkeiten, die man ausbauen kann. Ansonsten hätte alles was man haben möchte den Ursprung 100% in einem selbst.

Den messbaren IQ kann man steigern, wenn mans drauf anlegt. Das ist möglich. Den EQ genauso. Menschen starten dabei auf unterschiedlichem Niveau, abhängig von Erbanlagen, Kindheit und so weiter.

Die Realität ist einfach, dass ein Querschnittsgelähmter kein 100 m Läufer bei Olympia werden kann. Er kann an den Paralympics teilnehmen, aber seinen Anspruch der schnellste Läufer auf 2 nicht künstlichen Beinen zu sein, muss er aufgeben, wenn er nicht an der Realität verzweifeln will. Sonst tut er genau das.

Bsorlaxg


Na ja, was die Beurteilung deines Körpers betrifft, kann man nur schwer einschätzen, ob du da kein verschobenes Bild hast. Du kannst zwar z.B. schreiben, dass du nicht maskulin genug aussiehst, aber ob tu tatsächlich wenig männlich aussiehst, kann man ohne dich zu sehen nur schwer beurteilen. Daher kann man nur auf dein Wort vertrauen. Ich weiß nur nicht, ob ich dem Glauben schenken soll, denn Essgestörte sind oft Meister darin sich selbst zu belügen, wenn es um ihr Aussehen geht. Muss bei dir nicht so sein. Nimm es mir daher nicht übel, wenn ich da etwas skeptisch bin.

Meine Eigenbeurteilung deckt sich aber mit der Beurteilung von Außen. Ich würde das als Indiz dafür nehmen, dass ich schon grob richtig liege.

Warum eigentlich?

Weil ich ein Mann bin und kein Junge. Und wer dann doch wie ein Junge aussieht erhält von der Umwelt in der Regel keinen Respekt. Außer vielleicht er hat sich eine hohe Position oder eine ausgezeichnete Fähigkeit erarbeitet.

Wie kommst du darauf, dass dein Aussehen dazu beiträgt, wie du von der Außenwelt wahrgenommen wirst?

Hast du schonmal mitbekommen wie und worüber Männer lästern?

Welches Problem? Schmächtigkeit ist kein Problem, sondern mehr deine innere Ausstrahlung.

Für einen Mann ist Schmächtigkeit ein großes Problem!

So leicht geht das mit dem Besiegen der Essstörung nun auch nicht. Eine Essstörung ist sehr komplex. Mit mehr essen und Muskeln aufbauen ist es nicht getan.

Das ist mir klar. Da gehört schon mehr dazu. Ich möchte nicht mehr essen und Muskeln aufbauen um die Essstörung zu besiegen. Ich möchte die Essstörung zu besiegen um mehr essen zu können und somit mehr Muskeln aufzubauen.

Würde es dir zudem nur ums Zunehmen gehen, damit dein Körper einfach auf ein gesundes Gewicht kommt, würdest du auch nur mehr essen und nicht noch intensiv Sport treiben. Durch Sport verbrennst du wiederum viel Energie, was ja auch nicht wirklich dazu beiträgt zuzunehmen.

Ich möchte ja nicht nur Fett aufbauen. Auf einem "gesunden" Gewicht anhand des BMI beurteilt bin ich schon. Aber ein passender BMI hat keinerlei Aussagekraft.

Gegenfrage: Was ist so schlimm daran, sich hin und wieder Träumereien und Fantasien hinzugeben? Diese können ein Anreiz für Kreativität sein und fördern gleichzeitig die Entspannung. Man kann hierdurch auch bisher unentdeckte Potentiale entdecken. Du sollst ja nicht gleich der Realität entfliehen.

Hin und wieder bewusst zu träumen ist eine super Sache. Die Realität langfristig zu verbiegen, weil sie einem nicht passt hingegen nicht.

Aber so extrem bedeutungsvoll, dass man so arg ausgegrenzt wird, nun auch nicht.

Bedeutungsvoll genug um beleidigt und von oben herab behandelt zu werden.

Einschub zum Thema manipulative Kommunikation am Beispiel der Entwicklung über Optimismus. Ich mach das absichtlich sehr analytisch, da Du in gewissem Umfang analytisch wirkst und das in dieser Situation helfen könnte die nötige Distanz zu wahren.

Gefällt mir auch besser so.

Sachanalyse:

Borlag:

Sachaussage: Alle anderen Teilnehmer behaupten dass Optimismus nicht teil meiner Grundhaltung ist. Das stimmt aber nicht

Korrekt.

Sachaussage: Beschreibung von Optimismus. Nachfrage ob Borlag eine andere Auffassung von Optimismus hat. Bitte um optimistische Beispiele aus der nahen Zukunft.

Ziel: Frage klären: Ist Borlag tatsächlich optimistisch im Sinne einer vorgeschlagenen Defintion? Versteht er Optimismus anders?

Sachaussage: Beispiel für eine optimistische Aussage im Sinne der erläuterten Definition

Gefragt wurde nach einer optimistischen Maßnahme und nicht Aussage.

Die Aussage beschreibt die Maßnahme. Die Aussage muss nicht zwangsläufig exakt der hier bestimmten Definition entsprechen, damit die Maßnahme selbst das auch tut.

Deswegen ist die folgende Analyse zwar korrekt . . .

Sachaussage allgemeiner Überblick: Beispiele von Aktivitäten, die in naher Zukunft angegangen werden.

Widerkehrende Aussagestruktur in den Sätzen: Beschreibung der Aktion im ersten Satzteil - Beschreibung von Erschwernissen, negativen Erfahrungen bei der Ausübung der Aktion des ersten Satzteils.

Ausnahme:

Ich werde versuchen eine weitere Strecke zu joggen als beim letzten Mal.

Struktur hier:

Aktion die ausschliesslich vom TE gesteuert und entschieden werden kann wird angestrebt.

. . .jedoch hat der Gegencheck den falschen Bezug:

Gegencheck mit der Ausgangsbitte "optimistische Aussagen" zu teilen ergibt: optimistische Aussagen im definierten Sinn wurden nicht getroffen. Eine andere Definition von Optimismus die erkennen liesse warum Borlag seine Aussagen für optimistisch hält wurde seitens Borlag nicht angeboten.

Meine Aussagen stimmen nicht mit der gewünschten Struktur überein. Danach wurde allerdings nicht explizit gefragt. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass die Aussage nur in der von dir genutzen Form als optimistisch einzustufen ist.

"Es ist logisch, dass auch die Aussage optimistisch klingen muss, damit der Leser die Möglichkeit hat zu erkennen, ob es sich um optimistische Maßnahmen handelt oder nicht."

Korrekt.

Warum also die von mir gewählte Struktur?

Widerkehrende Aussagestruktur in den Sätzen: Beschreibung der Aktion im ersten Satzteil - Beschreibung von Erschwernissen, negativen Erfahrungen bei der Ausübung der Aktion des ersten Satzteils.

1) Für mich ist es selbstverständlich, vorallem im Kontext einer Optimismus-Diskussion, dass eine Maßnahme verfolgt wird, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Man geht also vom positiven Ausgang aus, denn sonst würde die Maßnahme nicht verfolgt werden.

-> Mein Fehler.

Nicht zwangsläufig selbstverständlich. Darum Hinweis an späterer Stelle.

2) Die Beschreibung der Aktion/Maßnahme im ersten Satzteil muss vorhanden sein. Hauptsächlicher Diskussionsgegenstand.

3) Die Beschreibung von negativen Erfahrungen bettet die Maßnahme des ersten Satzteils in den Kontext ein.

Sie dient als wesentliches Merkmal zur Beurteilung der Maßnahme.

Eine Aussage, die nur die Beschreibung der Maßnahme beinhaltet ("Ich werde zu einem Hautarzt gehen.") ist neutral und enthält nicht die notwendigen Informationen zur Beurteilung der Grundhaltung.

Erst zusätzliche Informationen, wie:

- Ein realistischer Grund, wegen dem diese Maßnahme wahrscheinlich keinen Erfolg bringen wird.

- Ein (nichts zwangsläufig logischer) Grund, wegen dem diese Maßnahme sowieso keinen Erfolg bringen wird

- Ein Grund, wegen dem diese Maßnahme in der Vergangenheit keinen Erfolg gebracht hat.

lassen eine Beurteilung (Realistisch, Pessimistisch, Optimistisch, in dieser Reihenfolge) zu.

Besonders problematisch für das Verständnis einer optimistischen Maßnahme ist die Aussage:

Ich werde entsprechende Termine vereinbaren um meine Rückenprobleme behandeln zu lassen und das obwohl ich meine Zweifel an den Erfolgschancen habe.

Hier wird nicht nur keinerlei optimistische Grundhaltung deutlich, sondern im Gegenteil eine realistische bis pessimistische Grundeinstellung aufgrund der "Zweifel an den Erfolgschancen". Im Falle dieses Beispiels gebe ich dir also Recht.

Die folgende Endbeurteilung ist also inkorrekt, wenn auch möglicherweise durch unklare Diskussionsregeln . . .

1. Ist Borlag tatsächlich optimistisch im Sinne einer vorgeschlagenen Defintion? Nein.

2. Versteht er Optimismus anders? Keine explizite Aussage seitens Borlag.

vorallem aber sollte sie nach der Klarstellung der Diskussionregeln und folgendem Hinweis meinerseits . . .

Deine aufgezählten "optimistischen" Aussagen sind keine.

Ich sehe nirgends dass Du glaubst Du erfolgreich sein könntest.

Sachaussage: die Aussagen entsprechen nicht der angebotenen Definition von Optimismus (incl Begründung warum nicht und Beispielen wie optimistische Aussagen aussehen würden.)

Und genau davon gehe ich aus.

Sachaussage: Ich drücke zwar den vorher definierten Optimismus anderen gegenüber nicht so aus, aber ich habe ihn trotzdem.

. . . korrigiert werden.

Die Forderung nach optimistischen Maßnahmen wurde erfüllt.

Die Forderung nach einer optimistischen Ausdrucksweise wurde nicht erkannt und nicht erfüllt.

Die Kritik an der optimistischen Grundhaltung erfolgte aufgrund einer fehlenden (nicht explizit erfragten) Information.

Der Fehler hier ist dennoch bei mir zu sehen.

Als Korrektur wurde die fehlende Information nachgeliefert.

Die Endbeurteilung wurde nicht entsprechend angepasst. Stattdessen folgt die Unterstellung der Manipulation, die höchstens als Erklärungsalternative, jedoch nicht als einzige sinnvolle Erklärung für das Kommunikationsproblem in Frage kommt.

Bqorlxag


Zur Erinnerung meine Ausgangsaussage auf die Du Dich beziehst:

Alles was Du in Deinem Leben haben möchtest hat seinen Ursprung doch mindestens zu 50 % in Dir selbst? Der Wunsch es zu wollen ist Deiner, die Fähigkeiten es anzugehen sind Deine. Ohne eigene Beteilligung geht es nicht und eigene Beteilligung kannst Du im Rahmen Deiner Fähigkeiten selbst definieren.

Die Ansprüche an das Leben sind das, was man haben bzw. erfahren möchte. Das kann zum Teil unabhängig von den eigenen Fertigkeiten geschehen. Denn: Nicht alles im Leben hängt von den eigenen Fähigkeiten ab.

Hast Du dafür konkrete Beispiele? Ich sehe nichts was nicht teilweise auch von den eigenen Fähigkeiten abhängt.

Gesundheitliche Einschränkungen können einem vieles verbauen.

Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass Du immer noch die von mir genannten Dinge (Wunsch & Fähigkeit) zu jedem Anspruch den Du an Dein Leben stellst mitbringst oder?

Bevor ich das beantworten kann muss ich wissen inwiefern du Wunsch und Anspruch hier in diesem Zusammenhang unterschiedlich definierst?

Für mich war "Wünsche für das Leben" und "Ansprüche an das Leben" im Sinne dieser Diskussion als Synonym zu verwenden.

Dass Dich die Realität in unterschiedlicher Form einholen kann ( die von Dir erwählte Frau will Dich nicht zum Partner, eine Krankheit verhindert die Erfüllung eines Anspruchs und so weiter) und Du Deine eigenen Ansprüche an Dich selbst nicht erfüllen kannst ist für die Tatsache, dass Du grundsätzlich an jeder Situation die in Deinem Leben vorkommt mit Deinen bisherigen Wünschen und Fähigkeiten bezüglich Deiner Ansprüche beteilligt bist, irrelevant.

Die äußeren Faktoren sind etwas was zusätzlich dazu kommt. Sie beeinflussen den Erfolg oder den Misserfolg der Erfüllung Deines Anspruchs zusätzlich. Aber ohne Deinen Anspruch können sie nichts verindern und nichts erfüllen. Das ist doch die tatsächliche Realität oder?

Ohne jeglichen Anspruch treibt man vor sich her und nimmt alles was einem widerfährt hin. Korrekt.

Sprechen wir denn von Personen, die keinerlei Ansprüche haben?

Meiner Meinung nach nicht. Wodurch das Mitwirken durch äußere Faktoren eingeschränkt wird.

Ich kann versuchen mein Wissen und Verständnis im Bereich der Physik zu verbessern. Geht all das, was ich mir durch investierte Zeit erarbeitet habe durch eine unzureichende Merkfähigkeit verloren, dann kann ich in diesem Bereich nicht mitwirken. Es ist dann vorgegeben wieviel ich wissen und verstehen kann.

Was meinst Du damit?

Je nachdem wie Fähigkeit definiert ist könnte man sagen, dass eine Erkrankung eine mangelnde Fähigkeit einer Person in diesem Bereich ist.

Den messbaren IQ kann man steigern, wenn mans drauf anlegt. Das ist möglich. Den EQ genauso. Menschen starten dabei auf unterschiedlichem Niveau, abhängig von Erbanlagen, Kindheit und so weiter.

Diese Steigerung ist allerdings (relativ stark) eingeschränkt, soweit ich informiert bin. Sofern keine signifikante Steigerung, die dann ausreichende Leistung in Bereichen ermöglicht, die ich derzeit nicht erbringen kann ist eine solche gezielte Verbesserung für mich irrelevant.

NAotMich+aelCaxine


Bevor ich das beantworten kann muss ich wissen inwiefern du Wunsch und Anspruch hier in diesem Zusammenhang unterschiedlich definierst?

Ein Wunsch ist etwas worauf man hofft - er ist ergebnisoffen, ein Anspruch ist etwas was man einfordert - egal ob von sich oder von anderen. Wenn Du Dich für einen Job als Kassierer bewirbst werden Ansprüche an Dich gestellt: Kundenfreundlichkeit, Geschwindigkeit beim kassieren, Genauigkeit bei der Abrechnung. Das wünschen sie sich nicht von dir, sondern das fordern sie. Wenn Du diese Ansprüche nicht erfüllst bist Du den Job unterschiedlich schnell wieder los.

Ohne jeglichen Anspruch treibt man vor sich her und nimmt alles was einem widerfährt hin. Korrekt.

Du weichst meiner konkreten Fragestellung aus. Daher hat eine diesbezügliche Diskussion für mich ab hier keinen Sinn mehr. Das Kommunikationsmuster ( dazu schreib ich morgen nochmal) das Du - bewusst oder unbewusst anwendest ist destruktiv und reduziert die Diskussion mittelfristig auf Kontakt und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dein Kommunikationsmuster ähnelt dem von Mond & Sterne was die Möglichkeit zulässt, das ein Austtausch unter einander euch beiden ggf. weiter helfen könnte. Kann auch total daneben gehen, aber da sich die Struktur ähnelt und ihr an derselben Stelle Missverständnisse erzeugt habt ihr vielleicht gute Chancen das auseinander zu sortieren. Könnte euch beiden weiter helfen. Und Hilfe ist ja Sinn und Zweck des Forums.

Beorlxag


Ein Wunsch ist etwas worauf man hofft - er ist ergebnisoffen, ein Anspruch ist etwas was man einfordert - egal ob von sich oder von anderen. Wenn Du Dich für einen Job als Kassierer bewirbst werden Ansprüche an Dich gestellt: Kundenfreundlichkeit, Geschwindigkeit beim kassieren, Genauigkeit bei der Abrechnung. Das wünschen sie sich nicht von dir, sondern das fordern sie. Wenn Du diese Ansprüche nicht erfüllst bist Du den Job unterschiedlich schnell wieder los.

Gut, dann können wir den Begriff des Wunsches für diese Diskussion außer Acht lassen. Es geht primär um Ansprüche.

Dann kann ich folgende Frage . . .

Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass Du immer noch die von mir genannten Dinge (Wunsch & Fähigkeit) zu jedem Anspruch den Du an Dein Leben stellst mitbringst oder?

mit Nein beantworten.

Man bringt nicht zwangsläufig alle Fähigkeiten mit, die nötig sind um die eigenen Ansprüche zu erfüllen.

Bis zu einem gewissen Grad sind die eigenen Ansprüche selbst zu bestimmen. Alles was nicht dazu gehört und das man sich zeitgleich durch die eigenen Fähigkeiten nicht selbst ermöglichen kann führt zu den Problemen, die hier in diesem Thema geschildert wurden.

Du weichst meiner konkreten Fragestellung aus. Daher hat eine diesbezügliche Diskussion für mich ab hier keinen Sinn mehr.

Du hast eine Frage gestellt, die mir "Richtig" oder "Falsch" beantwortet werden soll. Diese habe ich mit "Korrekt" beantwortet. Wo genau bin ich also ausgewichen? Ich konnte mich diesbezüglich nur auf den letzten Satz beziehen, weil sich der Rest selbst widerspricht:

Dass Dich die Realität in unterschiedlicher Form einholen kann und Du Deine eigenen Ansprüche an Dich selbst nicht erfüllen kannst

-> Äußere Faktoren haben Einfluss auf die Erfüllung der Ansprüche.

ist für die Tatsache, dass Du grundsätzlich an jeder Situation die in Deinem Leben vorkommt mit Deinen Fähigkeiten bezüglich Deiner Ansprüche beteilligt bist, irrelevant.

-> Fähigkeiten haben Einfluss auf die Erfüllung der Ansprüche.

Die äußeren Faktoren sind etwas was zusätzlich dazu kommt. Sie beeinflussen den Erfolg oder den Misserfolg der Erfüllung Deines Anspruchs zusätzlich.

Sie beeinflussen den Erfolg oder den Misserfolg zusätzlich und ersetzen somit den Einfluss der Fähigkeiten.

Durch zusätzliche Äußere Faktoren verlieren Fähigkeiten ihre Wirkung auf die Erfüllung der Ansprüche.

Ich beteilige mich durch meine Fähigkeiten -> zusätzliche Außenwirkung tritt ein -> nur Letztere bestimmt Erfolg oder Nicht-Erfolg.

Egal ob meine Fähigkeiten den Erfolg gebracht hätten, oder nicht: In diesem Fall hat alleine die zusätzliche Außenwirkung entschieden.

Bporlxag


Keine Editierfunktion und die Geräuschkulisse in der ich mich befinde führen zu genialen Beiträgen %-| :(v :|N

Korrektur:

Dann kann ich folgende Frage . . .

Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass Du immer noch die von mir genannten Dinge (Wunsch & Fähigkeit) zu jedem Anspruch den Du an Dein Leben stellst mitbringst oder?

mit Doch beantworten.

Man bringt nicht zwangsläufig alle Fähigkeiten mit, die nötig sind um die eigenen Ansprüche zu erfüllen.

Und selbst wenn doch sind äußere Einflüsse relevant.

L'ic_htUAmHolrizonxt


Ein unerfüllbarer Anspruch ist für mich nichts weiter als ein Wunsch. Manchmal dauert es sicherlich, herauszufinden, was von dem, was ich gerne hätte, in welche Kategorie gehört. Krampfhafte Versuche, sein eigenes Idealbild zu erfüllen, obwohl die Anlagen es nicht hergeben, können schnell ins Lächerliche führen.

Man denke beispielsweise an schönheitswahnsinnige alternde Frauen, die sich mit unendlich vielen Operationen zu "verjüngen" versuchen. Die sehen meistens hinterher aus wie Monster und ernten dafür Hohn und Spott. Eine Frau, die in Würde altert, wird zwar nicht für jung gehalten, aber wenigstens ernst genommen und respektiert als das, was sie ist. Weil sie sich selbst so akzeptiert und respektiert.

NtotMicbhaelCaxine


Du hast eine Frage gestellt, die mir "Richtig" oder "Falsch" beantwortet werden soll. Diese habe ich mit "Korrekt" beantwortet. Wo genau bin ich also ausgewichen?

Du hast Dir ein Stichwort gezogen, es aus der Perspektive der Opferhaltung interpretiert und Dir selbst bestätigt.

Ohne jeglichen Anspruch treibt man vor sich her und nimmt alles was einem widerfährt hin.

Das hier war nicht meine Aussage. Du benutzt einen rethorischen Trick um von der Eigenverantwortung auszuweichen. Kannst Du tun - ändert die Realität nicht. Damit entfällt der Realitätsbezug in der Diskussion und alles ist 88 ;-).

N5otMichmaelCaixne


Ein unerfüllbarer Anspruch ist für mich nichts weiter als ein Wunsch.

sehe ich auch so. Ein Anspruch kann - wenn man ihm aus welchen Gründen auch immer nicht entsprechen kann - wieder zu einem (unerfüllbaren) Wunsch werden. Manchmal nur temporär, manchmal für immer.

BZor9lag


Ein unerfüllbarer Anspruch ist für mich nichts weiter als ein Wunsch. Manchmal dauert es sicherlich, herauszufinden, was von dem, was ich gerne hätte, in welche Kategorie gehört.

Ist es wichtig, ob ich es in dieser Diskussion Wunsch oder unerfüllbarer Anspruch nenne?

Die Nutzung von "Wunsch" und "Anspruch" an verschiedenen Stellen im selben Satz hat mich verwirrt. Deswegen hatte ich NotMichaelCaine danach gefragt.

Das heißt allerdings nicht, dass ich dir da widerspreche :-)

Krampfhafte Versuche, sein eigenes Idealbild zu erfüllen, obwohl die Anlagen es nicht hergeben, können schnell ins Lächerliche führen.

Man denke beispielsweise an schönheitswahnsinnige alternde Frauen, die sich mit unendlich vielen Operationen zu "verjüngen" versuchen. Die sehen meistens hinterher aus wie Monster und ernten dafür Hohn und Spott. Eine Frau, die in Würde altert, wird zwar nicht für jung gehalten, aber wenigstens ernst genommen und respektiert als das, was sie ist. Weil sie sich selbst so akzeptiert und respektiert.

Absolut richtig :)^

Auf jede Person und jeden Anspruch lässt sich das allerdings nicht verallgemeinern. Der Alterungsprozess ist beispielsweise zwar störend, aber "nicht zu altern" ist zumindest meiner Meinung nach keiner grundlegender Anspruch, den Menschen erfüllen müssen um ein glückliches Leben zu führen.

Das hier war nicht meine Aussage. Du benutzt einen rethorischen Trick um von der Eigenverantwortung auszuweichen. Kannst Du tun - ändert die Realität nicht. Damit entfällt der Realitätsbezug in der Diskussion und alles ist 88 ;-).

Und was war deine Aussage, wenn du sie knapp mit anderen Worten für mich wiederholen könntest?

Trickserei ist, erneut, nur eine Erklärungsmöglichkeit für meinen Beitrag. Unverständnis eine weitere. Warum genau wählst du die Erste?

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