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Therapie für Versager

LAichtHAmHo#rixzont


@ Borlag

Ist es wichtig, ob ich es in dieser Diskussion Wunsch oder unerfüllbarer Anspruch nenne?

Für mich gibt es keine "unerfüllbaren Ansprüche". Unerfüllbarer Anspruch = Wunsch. Ein Anspruch ist etwas, das ich erfüllen oder dem so nahe wie möglich kommen kann. Daher würde ich "unerfüllbarer Anspruch" überhaupt nicht als Begriff verwenden.

"nicht zu altern" ist zumindest meiner Meinung nach keiner grundlegender Anspruch, den Menschen erfüllen müssen um ein glückliches Leben zu führen.

Nicht für alle. Aber für eine ganz bestimmte Sorte Frauen (oder durchaus auch Männer, die stehen den Frauen da ja in nichts mehr nach). Und die sind durchaus der Meinung, dass jung zu sein oder jung auszusehen das Nonplusultra im Leben ist.

Genauso wenig aber ist groß und muskelbepackt zu sein ein allgemeingültiges, für alle (Männer) zwingend zu erreichendes oder bereits zu besitzendes Qualitätsmerkmal. Einige legen ganz besonders viel wert darauf. Andere nicht. Dafür auf etwas anderes. Jeder hat seine eigenen Präferenzen.

Es gibt auch Menschen, die aus der eigenen Perspektive von der Natur gesegnet scheinen - ideale Größe, ideales Gewicht, sehen gut aus… und so weiter. Und da gibt es wieder zwei Gruppen: Die einen, die es halt so nehmen, weil es so ist, es durchaus schätzen, aber kein Gewese darum machen. Und andere, die sich nur und ausschließlich daran festkrallen. Deren Denken und Verhalten sich nur um die eigene Attraktivität dreht. Die glauben, die Welt liege ihnen deswegen zwangsläufig zu Füßen. Die arrogant und eingebildet sind (für etwas, das sie noch nicht einmal selbst geleistet haben). Letztere finde ich einfach nur peinlich. Willst Du so werden? Die Gefahr sähe ich, wenn Du eines Tages als Muskelpaket durch die Gegend läufst - und Dich wunderst, dass die dummen Sprüche nicht aufhören…

Ncot+Mi>cghaelCyaixne


Trickserei ist, erneut, nur eine Erklärungsmöglichkeit für meinen Beitrag.

Mh - nein. Meine Aussage bezog sich darauf, dass Du ein bekanntes rethorisches Stilmittel - einen rethorischen Trick - benutzt. Das tust Du nachweislich. Was Du tust ist als Rethorik Trick "Frage nicht beantworten, dafür eigene Sicht wiederholen und bestätigen" bekannt. Das ist eine häufig angewandte rethorische Manipulationstechnik. Bewusst oder unbewusst.

Bewertet und interpretiert habe ich das nicht.

_[Par2vaxti_


Weil ich ein Mann bin und kein Junge.

Wie alt bist du überhaupt? Anfang 20? Wenn ja, dann kann sich das noch verwachsen. Viele Männer die ich kenne, sahen um die 20 noch sehr jugendlich aus. Das änderte sich meist erst mit dem 25-30 Lebensjahr. Ich bin zwar eine Frau aber ich sah mit Anfang 20 auch aus wie 14. Und selbst jetzt mit 31 werde ich noch ca. 10 Jahre jünger geschätzt. Ich hatte damit nie ein Problem.

Ansonsten lasse doch mal deine Hormonwerte bei einem Andrologen überprüfen. Vielleicht stimmt da etwas nicht.

Und wer dann doch wie ein Junge aussieht erhält von der Umwelt in der Regel keinen Respekt.

Ob einem Respekt entgegen gebracht wird hängt nicht mit einem jugendlichen Aussehen zusammen.

Hast du schonmal mitbekommen wie und worüber Männer lästern?

Ja. Aber wenn du darauf hinaus willst, dass Männer über andere Männer und ihr Aussehen lästern... nein, das habe ich noch nie erlebt.

Für einen Mann ist Schmächtigkeit ein großes Problem!

Nein, es ist für DICH ein Problem. Ist schon interessant, wie du alle schmächtigen Männer über einen Kamm scherst. Woher willst du wissen, wie die anderen Ticken und ob sie ebenso wie du so ein Aufheben um ihr Aussehen machen?

Das ist mir klar. Da gehört schon mehr dazu. Ich möchte nicht mehr essen und Muskeln aufbauen um die Essstörung zu besiegen. Ich möchte die Essstörung zu besiegen um mehr essen zu können und somit mehr Muskeln aufzubauen.

Ich wiederhole mich: Falscher Ansatz den du hast, da hier die Gefahr besteht, von einem Extrem ins andere zu rutschen. Aber ich seh schon... du willst es einfach nicht verstehen. Aber vielleicht kann dir das ja ein Therapeut besser verklickern.

Bedeutungsvoll genug um beleidigt und von oben herab behandelt zu werden.

Leute die das tun sind einfach nur unreif. Da würde ich nichts drauf geben und die entsprechenden Personen links liegen lassen. Bist du wenigstens schlagfertig, wenn du so behandelt wirst? Oder wie reagierst du in solchen Situationen?

Baorlxag


Für mich gibt es keine "unerfüllbaren Ansprüche". Unerfüllbarer Anspruch = Wunsch. Ein Anspruch ist etwas, das ich erfüllen oder dem so nahe wie möglich kommen kann. Daher würde ich "unerfüllbarer Anspruch" überhaupt nicht als Begriff verwenden.

Okay.

Die Gefahr sähe ich, wenn Du eines Tages als Muskelpaket durch die Gegend läufst - und Dich wunderst, dass die dummen Sprüche nicht aufhören…

Keine Sorge, das kann gar nicht geschehen, weil ich kein Muskelpaket werde :)^

Mh - nein. Meine Aussage bezog sich darauf, dass Du ein bekanntes rethorisches Stilmittel - einen rethorischen Trick - benutzt. Das tust Du nachweislich. Was Du tust ist als Rethorik Trick "Frage nicht beantworten, dafür eigene Sicht wiederholen und bestätigen" bekannt. Das ist eine häufig angewandte rethorische Manipulationstechnik. Bewusst oder unbewusst.

Bewertet und interpretiert habe ich das nicht.

Nur, dass ich die Frage so wie ich sie verstanden habe auch beantwortet und vermeintlich deine Sicht wiederholt und bestätigt habe.

Sollte jede unbewusst unpassende Antwort eine missverstanene Frage eine solche Manipulationstechnik sein, dann habe ich sie angewandt. Der Sinn sich darauf zu fixieren anstatt die Diskussion weiterzuführen erschließt sich mir jedoch nicht.

Wie alt bist du überhaupt? Anfang 20? Wenn ja, dann kann sich das noch verwachsen. Viele Männer die ich kenne, sahen um die 20 noch sehr jugendlich aus. Das änderte sich meist erst mit dem 25-30 Lebensjahr. Ich bin zwar eine Frau aber ich sah mit Anfang 20 auch aus wie 14. Und selbst jetzt mit 31 werde ich noch ca. 10 Jahre jünger geschätzt. Ich hatte damit nie ein Problem.

Ansonsten lasse doch mal deine Hormonwerte bei einem Andrologen überprüfen. Vielleicht stimmt da etwas nicht.

Die habe ich schon prüfen lassen, da stimmt alles. Meine Muskulatur wird sich von alleine nicht ändern, da muss ich schon selbst etwas für tun.

Ob einem Respekt entgegen gebracht wird hängt nicht mit einem jugendlichen Aussehen zusammen.

Deine Erfahrung. Du bist aber auch eine Frau. Bei dir ist das möglicherweise so. Bei mir ist es meiner Erfahrung nach anders.

Ja. Aber wenn du darauf hinaus willst, dass Männer über andere Männer und ihr Aussehen lästern... nein, das habe ich noch nie erlebt.

Ich hingegen schon. Und da wird fast ausschließlich darüber gesprochen wie klein, unmuskulös, unmännlich und schwach andere doch sind.

Nein, es ist für DICH ein Problem. Ist schon interessant, wie du alle schmächtigen Männer über einen Kamm scherst. Woher willst du wissen, wie die anderen Ticken und ob sie ebenso wie du so ein Aufheben um ihr Aussehen machen?

Weil ich es nicht nur bei mir so gesehen habe, sondern auch bei anderen schmächtigen Bekannten.

Ich wiederhole mich: Falscher Ansatz den du hast, da hier die Gefahr besteht, von einem Extrem ins andere zu rutschen. Aber ich seh schon... du willst es einfach nicht verstehen. Aber vielleicht kann dir das ja ein Therapeut besser verklickern.

Ich verstehe schon was du meinst. Ich habe aber bereits geschrieben, dass das andere Extrem keine Gefahr für mich darstellt.

Leute die das tun sind einfach nur unreif. Da würde ich nichts drauf geben und die entsprechenden Personen links liegen lassen.

Genau das tue ich. Deswegen habe ich mich sozial vollkommen isoliert.

Bist du wenigstens schlagfertig, wenn du so behandelt wirst? Oder wie reagierst du in solchen Situationen?

Ich versuche sie in der akuten Situation zu ignorieren. Wer nur verbal schlagkräftig ist kriegt sonst ganz schnell eins auf die "Schnauze".

_6PaGrvatxi_


Meine Muskulatur wird sich von alleine nicht ändern, da muss ich schon selbst etwas für tun.

Darum ging es mir nicht. Es ist ja nicht die Statur allein, die ein Mann mehr oder weniger männlich wirken lässt sondern auch das Gesicht und das kann sich mit der Zeit verändern. Zudem machen Kleidung, Haarschnitt und eventuell ein Bart auch schon viel aus männlicher zu wirken.

Deine Erfahrung. Du bist aber auch eine Frau. Bei dir ist das möglicherweise so. Bei mir ist es meiner Erfahrung nach anders.

Das war ein ganz allgemeiner Satz und nicht auf mich bezogen. Grundsätzlich sollte man jeder Person einen gewissen Respekt entgegenbringen, wenn man ihr gegenüber tritt. Ein Mehr an Respekt muss man sich aber z.B. in Form von eigenen Leistungen verdienen.

Wie äußert sich überhaupt die Respektlosigkeit der Leute denen du gegenüber trittst? Nenne mal konkrete Beispiele.

Ich hingegen schon. Und da wird fast ausschließlich darüber gesprochen wie klein, unmuskulös, unmännlich und schwach andere doch sind.

Ja, andere. Oder wurdest du konkret genannt? Wieso fühlst du dich da angesprochen?

Wenn mir gegenüber jemand Blondinenwitze reißt fühle ich mich auch nicht angesprochen. Ich würde mir auch nicht die Haare färben, nur damit keiner mehr denkt dass ich dumm wie Stroh sei ;-D

Weil ich es nicht nur bei mir so gesehen habe, sondern auch bei anderen schmächtigen Bekannten.

Dann schließ dich doch mit denen zusammen. Dann hat deine Isolation ein Ende. Gleich und gleich gesellt sich doch gern ;-D Oder mögen sie dich auch nicht so wie alle anderen?

Ich versuche sie in der akuten Situation zu ignorieren. Wer nur verbal schlagkräftig ist kriegt sonst ganz schnell eins auf die "Schnauze".

Na ja, kommt darauf an, wie du es sagst. Es darf natürlich nicht provozierend wirken.

B'orblaxg


Darum ging es mir nicht. Es ist ja nicht die Statur allein, die ein Mann mehr oder weniger männlich wirken lässt sondern auch das Gesicht und das kann sich mit der Zeit verändern. Zudem machen Kleidung, Haarschnitt und eventuell ein Bart auch schon viel aus männlicher zu wirken.

Das war mir schon klar nur bin ich der Meinung, dass es selbst wenn sich Gesicht etc positiv verändern sollte schwierig wird mit der Männlichkeit wenn kaum Muskulatur vorhanden ist.

Mit den Haaren ist bei mir nicht mehr viel zu machen (denn in der Hinsicht meint mein Körper schneller altern zu müssen als alle anderen) und mein Bart wächst zwar, allerdings nicht überall gleichmäßig. Aber ja: Zumindest Letzteres kann sich ja noch ändern.

Das war ein ganz allgemeiner Satz und nicht auf mich bezogen. Grundsätzlich sollte man jeder Person einen gewissen Respekt entgegenbringen, wenn man ihr gegenüber tritt. Ein Mehr an Respekt muss man sich aber z.B. in Form von eigenen Leistungen verdienen.

Sollte! Tun aber viele nicht. Und die Leistungen sind wie gesagt noch nicht da. Mal schauen was die Zukunft bringt.

Wie äußert sich überhaupt die Respektlosigkeit der Leute denen du gegenüber trittst? Nenne mal konkrete Beispiele.

Man bekommt so einiges zu hören.

"Sowas ist doch kein Mann" im Club, "Die lassen hier auch jedes Kind rein" im Restaurant, heiter gelacht wird wenn mal wieder jemand bemerkt "Oh ich dachte dass du 15 bist oder so", Bekannte betiteln mich mit "Der Junge", man wird physisch herumgeschubst, sogar hochgehoben um mich zu blamieren wurde ich schon mehrfach.

Respektlosigkeiten, die mir widerfahren könnte ich den ganzen Tag aufzählen.

Aber wahrscheinlich soll ich das jetzt wieder alles nicht so ernst nehmen. Man soll ja alles mit sich machen lassen und es anschließend ignorieren. %-|

Ja, andere. Oder wurdest du konkret genannt? Wieso fühlst du dich da angesprochen?

Weil ich es bin?! Und ja, auch ich wurde schon konkret genannt.

Dann schließ dich doch mit denen zusammen. Dann hat deine Isolation ein Ende. Gleich und gleich gesellt sich doch gern ;-D

Und dann kaufen wir uns alle noch T-Shirts auf denen "Kick me!" steht ]:D

Oder mögen sie dich auch nicht so wie alle anderen?

Wer sagt denn, dass mich keiner mag? Es hat nur keiner Respekt vor mir.

Na ja, kommt darauf an, wie du es sagst. Es darf natürlich nicht provozierend wirken.

Nun gut, das wurde in einem anderen Thema auch schon erwähnt. Ich verbinde Schlagkräftigkeit oft mit Gegen"beleidigungen". Aber auch bei Aussagen ohne beleidigenden Charakter muss man vorsichtig sein. Allein schon der Akt des Widerstands löst häufig Gewalt aus.

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Zugegeben: Ich habe bis jetzt nur bis Seite 4 gelesen. Das alles hat mich an einen Schlüsselmoment in meinem Leben erinnert:

Ich war gerade wegen Suizidalität in die Psychiatrie eingeliefert worden, mein Studium hatte ich abgebrochen, seit 2 Jahren konnte ich mein bescheidenes (oder beschissenes?) WG-Zimmer nicht mehr verlassen, kein Geld und die Obdachlosigkeit vor Augen.

Ích hockte also im Raucherzimmer der Klapse, als die Tür aufging, und die Putzfrauen reinkamen und alles begannen, zu reinigen. Ich sagte ganz laut: "Oh, der Putztrupp ist da!" und bemerkte dabei, wie mich eine der Frauen wirklich böse ansah. Ich sprach sie daraufhin an und sie meinte: "Hey, Putztrupp klingt so abwertend. Das hat mich verletzt!". Ich schaute sie an und meinte: "Du arbeistest in einem festen Job, du verdienst dein Geld sauer, du hast eine Zukunft und ein Leben. Das alles schaffe ich nicht, ich bin wortwörtlich ein Sozialschmarotzer!"

So viel zum Thema Objektivität und Leistung: Die Putzfrau schämte sich für ihren Job und betrachtete mich als besser, ich schämte mich für mein Dasein und bewunderte die Putzfrau, die trotz miesem Gehalt jeden Tag sorgfältig ihrer Pflicht nachging.

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PS: Ich spüre in mir ja auch die zwei abgekoppelten Wertebenen: Einerseits das, was ich und andere Leute in mir sehen (Verständnis, Liebe, Zuneigung, Kampfgeist, Zuhören) und das, was die kapitalistisch orientierte Welt an mich heranträgt (Wohnung, Titel, Status, Geld, Vergleiche mit Gleichaltrigen usw. usw.).

Mir hilft es, wenn ich Positition 2 für mich bis zum Ende durchdenke: Da bin ich dann wieder bei grauen Vorzeiten, den Nazis, wo Lebenswert mit Leistungsfähigkeit oder Profitabilität gleichgesetzt wurde. So will ich aber nicht sein, das sind nicht meine Werte, dass das Existenzrecht von Äußerlichkeiten abhängt. Eine Mama, die ihr Kind tröstet, erbringt monetär keinen Mehrwert. Eine Tochter, die ihre kranken Eltern pflegt, leistet auch nichts, was sie sich in einem Diplom an die Wand hängen kann. Ein Mensch mit Behinderung, der in der Behindertenwerkstatt sein Bestes gibt, deckt nicht annähernd die Kosten, die seine Betreuung / Pflege verschlingen. Sind diese Leute alles Loser? Sind diese Menschen nichts wert? Ich sagt ganz, ganz entschieden NEIN!

Ohne Müllmänner würden wir im Dreck ersticken, ohne Erntehelfer keinen köstlichen Spargel verknuspern, ohne schräge Künstler keine schönen Dinge in unserem Zuhause betrachten.

_&P:a:rvaHti_


Man bekommt so einiges zu hören.

"Sowas ist doch kein Mann" im Club, "Die lassen hier auch jedes Kind rein" im Restaurant, heiter gelacht wird wenn mal wieder jemand bemerkt "Oh ich dachte dass du 15 bist oder so", Bekannte betiteln mich mit "Der Junge", man wird physisch herumgeschubst, sogar hochgehoben um mich zu blamieren wurde ich schon mehrfach.

Respektlosigkeiten, die mir widerfahren könnte ich den ganzen Tag aufzählen.

Aber wahrscheinlich soll ich das jetzt wieder alles nicht so ernst nehmen. Man soll ja alles mit sich machen lassen und es anschließend ignorieren. %-|

Nein, du musst das nicht mit dir machen lassen. Aber, wenn du das ignorierst wird es auch nicht besser. Entscheidend ist auch dein Auftreten. Wenn dir andere schon kein Respekt entgegenbringen, dann musst du versuchen dir welchen zu verschaffen. Dann musst du versuchen zu kontern sonst wird man dich, vor allem in der Familie und im Bekanntenkreis, immer wieder hin und her schubsen. Da wird dann auch dein männlicheres Aussehen nichts daran ändern, weil deine Familie und Bekannten es ja gewohnt sind so mit dir umzuspringen.

Ignorieren würde ich nur, wenn du allein auf der Straße bist und dich einer oder mehrere dumm anmachen. Da wäre auch mir persönlich die Gefahr einer möglichen körperlichen Auseinnandersetzung groß.

Auf Aussagen: "Oh, ich dachte du bist 15" würde ich hingegen nichts geben. Das hat mit Respektlosigkeit nichts zu tun sondern mehr mit Erstaunen. Habe ich persönlich auch schon oft erlebt, auch, dass dann geschmunzelt oder gelacht wird, aber das ist auch kein Auslachen.

Mal ein paar Beispiele, wie du Antworten könntest:

"Die lassen hier auch jedes Kind rein" im Restaurant

"Im Gegensatz zu Ihnen/dir benehme ich mich nicht wie eines."

"Was ich an Jugend zu viel habe, haben Sie an Höflichkeit/Respekt zu wenig."

"Alter ist kein Verdienst und Jugend kein Makel."

"Sowas ist doch kein Mann"

"Ich bin auch eine Kreuzung aus dem Christkind und dem Matterhorn."

"Hast du neben deinem Augenleiden noch andere Defekte?"

"Hast du grünen Star? Der kann aber heute schon operiert werden."

Bekannte betiteln mich mit "Der Junge"

"Ich weiß, ich habe mich gut gehalten, aber könntet ihr euch etwas neues einfallen lassen? Es wird langweilig..."

"Soll ich dir mal die Nummer meines Schönheitschirurgen geben?"

"Ich konnte mir im Gegensatz zu dir meine Jugend erhalten!"

L;ichtAjmHori>zonDt


Oder: "Besser zu lange jung aussehen als zu früh alt."

N+otMi chaWelCainxe


Kommunikationsexkurs die zweite:

Eine Aussage, die nur die Beschreibung der Maßnahme beinhaltet ("Ich werde zu einem Hautarzt gehen.") ist neutral und enthält nicht die notwendigen Informationen zur Beurteilung der Grundhaltung.

Ja.

Erst zusätzliche Informationen, wie:

- Ein realistischer Grund, wegen dem diese Maßnahme wahrscheinlich keinen Erfolg bringen wird.

- Ein (nichts zwangsläufig logischer) Grund, wegen dem diese Maßnahme sowieso keinen Erfolg bringen wird

- Ein Grund, wegen dem diese Maßnahme in der Vergangenheit keinen Erfolg gebracht hat.

lassen eine Beurteilung (Realistisch, Pessimistisch, Optimistisch, in dieser Reihenfolge) zu.

Ja. Gefragt war nach "erkennbar optimistisch". Wenn Du dann nach Deiner Definition auch pessimistische und realistische Aussagen angibst ohne zu erklären was du da machst ( z.b.: hier ist ein beispiel für optimistisch, hier eins für pessimistisch hier eins für... und so weiter) ist das so, als würdest Du all das für optimistisch halten, weil von mir explizit nach optimistisch gefragt wurde. Damit produzierst Du ein Missverständnis. Selbst nach Deiner Optimismus Definition sind nicht alle Deine Aussgen über von Dir geplanten Maßnahmen optimistisch. Wie sollen andere daraus bei Dir eine optimistische Grundhaltung erkennen können?

Meine Aussagen stimmen nicht mit der gewünschten Struktur überein. Danach wurde allerdings nicht explizit gefragt. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass die Aussage nur in der von dir genutzen Form als optimistisch einzustufen ist.

Das wäre sie ja nicht, wenn Du Deinerseits Deine Definition von Optimismus angebracht hättest und ebenfalls mit einem Beispiel versehen hättest woraus erkennbar wäre wie Du Optimismus definierst und ausdrückst? Es hätte ein Interesse Deinerseits an einer konstruktiven Diskussion mit anderen, deren Definition von Deiner abweicht praktisch umgesetzt und anderen die Möglichkeit gegeben Dich zu verstehen.

Der Punkt ist doch: Du fühlst Dich unverstanden und als ob Dir hier im Faden von anderen fehlender Optimismus vorgeworfen wird. Ich geben Dir ein Beispiel dafür wie Optimismus aussehen könnte und frage Dich ob Du Massnahmen vorhast die diesem Beispiel entsprechen. Wenn Du Optimismus in der Antwort nicht ausdrückst, kann er für andere hier nicht erkennbar sein. Das ist simple Logik, oder?

Was hast Du statt dessen ausgedrückt?

Maßnahmenbeschreibungen ( völlig in Ordnung) und damit verbundene Schwirigkeiten, Absichten oder mögliche Barrieren.

Sie sollen die Maßnahmen illustrieren. Auf welche Art und weise tun sie das? Hinter deren Ausdruck steckt doch eine ganz andere Intention, die nichts mit Optimismus zu tun hat, oder? Die Art und Weise wie Du die hier ausdrückst könnte zum Beispiel so verstanden werden, dass all dies Maßnahmen schwierig sind und es heldenhaft von Dir ist sie überhaupt anzugehen. Die bestimmende Haltung wäre hier dann nicht Optimismus sondern Überwindung von Opferhaltung. Tenor: Es ist alles sehr sehr schwer, aber ich stelle mich dem trotzdem und versuche es anzugehen! Ist das Deine Haltung?

Die Einschätzung durch anderen war in Folge Deiner Aussagen auf der von Dir bereit gestellten Informationsbasis, wie Du bereits geschrieben hast, richtig. Keiner hat Dich zu einem Opfer falscher Unterstellungen gemacht, sondern die Leute haben Dich auf das hingewiesen was Du selbst kommunizierst hast. Wenn Du Dir den Faden bezüglich Optimisums nochmal anschaust, wirst Du feststellen, dass Du keine Aussagen, die meiner Form des Optimismus entsprechen getroffen hast. Das musst Du auch nicht, wenn Du nicht so empfindest. Nur sehe ich dann - nach meiner Definition - keine optimistische Grundhaltung. Da Du eine andere Auffassung von Optimismus zu haben scheinst ( Du sieht bei Dir ja eine?) werden wir bei jedem Diskussionsteil der Optimismus enthält zwangsläufig in Missverständnisse laufen.

Die Forderung nach einer optimistischen Ausdrucksweise wurde nicht erkannt und nicht erfüllt.

Die Kritik an der optimistischen Grundhaltung erfolgte aufgrund einer fehlenden (nicht explizit erfragten) Information.

Interessant ist hier, dass Du eine klare Ausdrucksweise als Forderung der anderen an Dich empfindest und nicht erkennen kannst, dass eine klare Kommunikation in Deinem eigenen Interesse liegt. Tut sie das tatsächlich nicht oder bist Du Dir darüber nur nicht bewusst?

Versteh mich nicht falsch, besonders wenn viel unbewusstes am Werk ist können wir Menschen uns oft nur unklar und schwammig ausdrücken. Das kann dann von anderen Menschen als unsere innere Unklarheit erkannt werden und durch hinterfragen der Unklarheit kann es zu mehr Klarheit oder noch mehr Verwirrung kommen. Im besten Fall helfen sich Menschen so gegenseitig schlimmstenfalls verwirren sie sich gegenseitig. Normalerweise ist es nur so, dass Problemlösung ein Prozess der Klarheitsfindung ist. Normalerweise ist also das eigene Motiv wenn man ein Problem hat was man lösen möchte Klarheitsfindung. Ist das bei Dir anders?

Ich bin beispielsweise aus dem anderen Diskussionsteil ausgestiegen, weil ich aufgrund dessen, dass Du mich nicht verstehst keine Möglichkeit mehr sehe zur Klarheit beizutragen. Dabei ist es egal ob Du mich tatsächlich nicht verstehst oder versuchst zu manipulieren. Sachlich ist diese Diskussion aus meiner Sicht am Ende, weil wir offensichtlich aneinander vorbei reden. Ich habe trotzdem etwas für mich mitgenommen - danke dafür. Ich verstehe, dass Dir der Sinn meines Ausstiegs nicht klar ist, fühle mich aber aufgrund der bisherigen Kommunikation mit Dir nicht in der Lage Dir das für Dich verständlich zu erläutern.

Alles Gute Dir

BDorlxag


Zugegeben: Ich habe bis jetzt nur bis Seite 4 gelesen. Das alles hat mich an einen Schlüsselmoment in meinem Leben erinnert:

Ich war gerade wegen Suizidalität in die Psychiatrie eingeliefert worden, mein Studium hatte ich abgebrochen, seit 2 Jahren konnte ich mein bescheidenes (oder beschissenes?) WG-Zimmer nicht mehr verlassen, kein Geld und die Obdachlosigkeit vor Augen.

Ích hockte also im Raucherzimmer der Klapse, als die Tür aufging, und die Putzfrauen reinkamen und alles begannen, zu reinigen. Ich sagte ganz laut: "Oh, der Putztrupp ist da!" und bemerkte dabei, wie mich eine der Frauen wirklich böse ansah. Ich sprach sie daraufhin an und sie meinte: "Hey, Putztrupp klingt so abwertend. Das hat mich verletzt!". Ich schaute sie an und meinte: "Du arbeistest in einem festen Job, du verdienst dein Geld sauer, du hast eine Zukunft und ein Leben. Das alles schaffe ich nicht, ich bin wortwörtlich ein Sozialschmarotzer!"

So viel zum Thema Objektivität und Leistung: Die Putzfrau schämte sich für ihren Job und betrachtete mich als besser, ich schämte mich für mein Dasein und bewunderte die Putzfrau, die trotz miesem Gehalt jeden Tag sorgfältig ihrer Pflicht nachging.

Und doch muss ich so blöd es auch klingt sagen, dass ich wohl in keiner der beiden Positionen zufrieden wäre.

Sicherlich gibt es unterschiedliche Wertvorstellungen und Sichtweisen, aber nicht jede Position in der man sich befindet erfährt denselben Gegenwind und denselben Spott von der Gesellschaft.

Ich würde gerne eine Position im Leben für mich finden in der der Gegenwind besonders gering ist.

Nein, du musst das nicht mit dir machen lassen. Aber, wenn du das ignorierst wird es auch nicht besser. Entscheidend ist auch dein Auftreten. Wenn dir andere schon kein Respekt entgegenbringen, dann musst du versuchen dir welchen zu verschaffen. Dann musst du versuchen zu kontern sonst wird man dich, vor allem in der Familie und im Bekanntenkreis, immer wieder hin und her schubsen. Da wird dann auch dein männlicheres Aussehen nichts daran ändern, weil deine Familie und Bekannten es ja gewohnt sind so mit dir umzuspringen.

Von Familie und Bekannten habe ich mich sowieso schon getrennt.

Das verbale Kontern alleine bringt nichts. Darin war ich unter Freunden immer ganz gut. Ich habe nicht nur eingesteckt.

Man ist aber nicht das, was man sagt. Die eigene Person setzt sich aus dem eigenen Können, den eigenen Fähigkeiten zusammen. Dadurch verschafft man sich Respekt.

Ignorieren würde ich nur, wenn du allein auf der Straße bist und dich einer oder mehrere dumm anmachen. Da wäre auch mir persönlich die Gefahr einer möglichen körperlichen Auseinnandersetzung groß.

Eben. Und besonders dort bin ich ständig mit dummen Sprüchen konfrontiert.

Auf Aussagen: "Oh, ich dachte du bist 15" würde ich hingegen nichts geben. Das hat mit Respektlosigkeit nichts zu tun sondern mehr mit Erstaunen. Habe ich persönlich auch schon oft erlebt, auch, dass dann geschmunzelt oder gelacht wird, aber das ist auch kein Auslachen.

Was ist es dann? Man lacht über mich. Über das was ich bin.

Dennoch danke ich dir für die Beispiele wie man sich in solchen Situationen behaupten kann. Glaubst du das allein lässt den Schmerz der Beleidigung verschwinden?

"Ich konnte mir im Gegensatz zu dir meine Jugend erhalten. . . "

". . . bis auf die Haare, oder die Augen, oder den Rücken, oder die Gesundheit."

Oder: "Besser zu lange jung aussehen als zu früh alt."

Das wäre natürlich noch der Optimalfall in einer solchen Lage: Zumindest sieht man jung aus wenn alle anderen (negativ) altern. Ich werde aber mit 30+ nicht wie ein gesunder 20 jähriger aussehen. Sondern wie ein 30 jähriger Junge. Mit all den Makeln eines über 30 Jährigen.

@ NotMichaelCaine

Auf deinen Beitrag werde ich auch zu einem späteren Zeitpunkt detailliert eingehen.

Was mich aber noch interessiert: Meinst du, dass ich zu begriffstutzig bin um deine Erklärung zu verstehen?

Ntot MichaeljCaixne


Was mich aber noch interessiert: Meinst du, dass ich zu begriffstutzig bin um deine Erklärung zu verstehen?

Nein - mit begriffsstutzig hat das nichts zu tun.

S8oromxan


Wann wäre eine Therapie denn erfolgreich aus deiner Sicht? Und welche grundliegenden Probleme würde es lösen und welche Türen öffnen?

- Soroman

Eine Therapie wäre dann erfolgreich, wenn durch sie (möglichst viele) grundlegende Probleme gelöst werden.

Dazu gehören unter anderem:

-Essstörung: Wonach ich weiter an meinem Körper arbeiten könnte, um weiter Muskulatur aufzubauen.

-Psychosomatische Beschwerden: Inwiefern mir deren Beseitigung weiterhilft weiß ich erst wenn mir bekannt ist welche meiner Beschwerden tatsächlich psychisch bedingt sind.

-Depression/Soziale Phobie o.Ä.: Was (laut Mitgliedern in diesem Forum) ein notwendiger Schritt ist um nicht ständig in der Öffentlichkeit beleidigt zu werden.

Essstörung => braucht sicherlich auch einen Therapeuten, der sich auch mit Ernährung auskennt. Also z.B. einen ErnährungsberaterIn, aber mit psych. Nebenausbildung, z.B. als ErnährungstherapeutIn. Der Aufbau von Muskulatur wird dabei natürlich auch einen Bewegungsanteil / Reha / Rehasport / Sport brauchen.

Psychosomatische Beschwerden => Formuliere doch mal dein Ziel. Was willst du als Ziel? Dass sich welche Beschwerden in welcher Art verändern?

Depression/Soziale Phobie => ja, auch ich sehe darin ein grundlegendes Problem.

Was (laut Mitgliedern in diesem Forum) ein notwendiger Schritt ist um nicht ständig in der Öffentlichkeit beleidigt zu werden.

Ich würde es eher so formulieren: damit du dich nicht ständig von der Öffentlichkeit beleidigt fühlst.

Aber formuliere doch auch hier mal dein Therapieziel: Was möchtest du genau? Glaubst du an eine Heilung dieser Beschwerden bei dir? Oder denkst du, ein Therapeut sollte dich unterstützen, dass du diese psych. Krankheit (wenn diagnostiziert) erstmal akzeptierst und eben besser damit auskommst? Das wären ja zwei verschiedene Ansätze.

Diese Therapieziele werden das erste sein, was ein TherapeutIn von dir wissen will. Und dann wird man sich drüber unterhalten, was der eine TherapeutIn gut abdecken kann. Und wo sich noch ergänzende Angebote eignen würden.

Je nach Schwere deiner Beschwerden wird sich auch eine komplexe Behandlung anbieten.

LZichtAmHvor}izonxt


@ Borlag

Ich würde gerne eine Position im Leben für mich finden in der der Gegenwind besonders gering ist.

Das heißt Du willst so werden, wie Du meinst dass es den anderen gefällt?

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