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Therapie für Versager

_]Parzvatix_


Na siehst du, den habe ich auch nicht

Aber 12 jährige dürfen auch keinen Führerschein machen. Du darfst es hingegen schon, kannst es aber (noch) nicht, da dir die Mittel fehlen.

Ein Führerschein ist auch nicht zwingend notwendig. Wenn man nicht gerade auf dem Land wohnt, kommt man auch ohne Lappen ganz gut aus.

Ist das so? Wie funktioniert das?

Indem du lernst dich mit Situationen zu konfrontieren die du sonst meidest, z.B. Leute auf der Straße oder in einem Cafe ansprechen, Mitglied in einem Verein werden und dort Kontakte knüpfen, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, wo du zwanngsläufig mit Menschen in Kontakt kommst usw.

Soziale Kompetenz erlernst nicht, wenn du Menschen meidest sondern es ist wichtig gezielt Kontakt zu suchen.

LQichtALmHorJi(zonxt


Wenn Du so über Dich selbst denkst, ist das geradezu eine Einladung, Dich schlecht zu behandeln.

Was genau meinst du? Weil ich schreibe, dass ich nicht in der Position bin Ansprüche zu stellen?

Genau. Das strahlt man doch auch aus. "Ich stehe unter dir, du kannst mit mir machen, was du willst, ich muss mir das gefallen lassen, denn ich darf keine Ansprüche stellen."

B_o=rlea/g


Aber 12 jährige dürfen auch keinen Führerschein machen. Du darfst es hingegen schon, kannst es aber (noch) nicht, da dir die Mittel fehlen.

Ein Führerschein ist auch nicht zwingend notwendig. Wenn man nicht gerade auf dem Land wohnt, kommt man auch ohne Lappen ganz gut aus.

Richtig, aber es ist dennoch ein Eintrag in der langen Liste von Dingen, die ich haben/können müsste.

Indem du lernst dich mit Situationen zu konfrontieren die du sonst meidest, z.B. Leute auf der Straße oder in einem Cafe ansprechen, Mitglied in einem Verein werden und dort Kontakte knüpfen, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, wo du zwanngsläufig mit Menschen in Kontakt kommst usw.

Soziale Kompetenz erlernst nicht, wenn du Menschen meidest sondern es ist wichtig gezielt Kontakt zu suchen.

Achso quasi durch Hausaufgaben? Das könnte ich ja auch ohne Therapeuten tun.

Genau. Das strahlt man doch auch aus. "Ich stehe unter dir, du kannst mit mir machen, was du willst, ich muss mir das gefallen lassen, denn ich darf keine Ansprüche stellen."

Gut, ich habe schon den Anspruch, dass sich jemand nett mir gegenüber verhält. Aber wenn ich keine Ansprüche erfülle kann ich auch keine stellen.

L1ichtAmmHorCizonxt


@ Borlag

Achso quasi durch Hausaufgaben? Das könnte ich ja auch ohne Therapeuten tun.

Stimmt.

B/orllag


Stimmt.

Also einfacher sinnloser Smalltalk? :-|

Und was lernt man genau dadurch?

LdichotAmHoSrizonxt


Ne Menge über sich und andere Menschen. ;-) Und dass andere, die man für toll hält, auch nur mit Wasser kochen und man es im Leben mit einer Menge Blöffer zu tun hat.

BGorxlag


Ne Menge über sich und andere Menschen. ;-) Und dass andere, die man für toll hält, auch nur mit Wasser kochen und man es im Leben mit einer Menge Blöffer zu tun hat.

Das soll, auch wenn man es mir wieder nicht glauben wird, jetzt keine Ausrede sein, aber:

Ich finde Smalltalk an sich auch einfach nur bescheuert. Mir wird immer ganz anders, wenn im Zug, Wartezimmer oder einfach zur Auflockerung sinnfreie Gespräche begonnen werden, die quasi nur aus Floskeln und gefälschtem Lachen bestehen.

Das offensichtliche Desinteresse von einem oder sogar von beiden Gesprächspartnern liegt fast immer in der Luft und doch traut sich keiner das Gespräch einfach sterben zu lassen. Fürchterlich ;-D

Aber es schult wohl einfach den Umgang mit Menschen in Situationen, die tatsächlich eine Rolle spielen richtig?

LHipchtcAmHroriyzoxnt


Ja, auf jeden Fall. Und Menschenkenntnis ist auch zur Selbstfindung geeignet. Je weniger ich über Menschen weiß, desto mehr kann ich in sie hinein interpretieren, sie idealisieren, muss ihnen ihre Fassade glauben. Und aus so manchem belanglos beginnenden Gespräch ergeben sich wertvolle Erkenntnisse. Das ist zumindest meine Erfahrung. Der Kontakt zu anderen nimmt vermeintlich "besseren" Menschen ihren "Schrecken" und rückt auch das Selbstbild im Vergleich mit diesen zurecht.

Bmor-lag


Ja, auf jeden Fall. Und Menschenkenntnis ist auch zur Selbstfindung geeignet. Je weniger ich über Menschen weiß, desto mehr kann ich in sie hinein interpretieren, sie idealisieren, muss ihnen ihre Fassade glauben. Und aus so manchem belanglos beginnenden Gespräch ergeben sich wertvolle Erkenntnisse. Das ist zumindest meine Erfahrung. Der Kontakt zu anderen nimmt vermeintlich "besseren" Menschen ihren "Schrecken" und rückt auch das Selbstbild im Vergleich mit diesen zurecht.

Ja bei normalen Menschen ohne Selbstbewusstsein wird das so sein.

Was wären das denn für Aufgaben? "Sprich 3 Personen in der Bahn an", oder wie?

L/ic`htAmHHorizxont


Vollkommen fremde Leute, mit denen man sonst nichts zu tun hat, anzusprechen, finde ich persönlich blöd (es sei denn, man muss tatsächlich nach dem Weg fragen). Ich würde eher mit Menschen anfangen, denen ich sowieso begegne - Nachbarn, der Mann/die Frau aus dem Kiosk, der Friseur etc.

E.hema#ligerS Nut*zer (>#5407x29)


Richtig, aber es ist dennoch ein Eintrag in der langen Liste von Dingen, die ich haben/können müsste.

Nö, keineswegs.

Du MUSST nur mal sterben. Mehr nicht. Das Problem an der Stelle ist doch: Du setzt für dich an, du müsstest zB einen Führerschein haben, weil du ohne nichts wert bist/ein Versager bist/whatever. Das sehen andere Menschen aber ggf. ganz anders, weil diese andere Kriterien ansetzen, um einen Menschen zu bewerten. Reine Sympathie zB. Ein Führerschein macht aus dir aber weder einen Versager noch einen Gewinner.

Und außerdem hast du zwei andere Möglichkeiten, mit diesem Umstand umzugehen: 1. einen Führerschein machen (denn da lernst auch Leute kennen!) oder 2. den Führerschein von dieser "langen Liste von Dingen, die ich haben/können müsste" streichen. Je mehr du von dir erwartest, das du deiner Meinung nach nicht erfüllen kannst, desto unglücklicher wirst du doch auch.

BPorslaxg


Vollkommen fremde Leute, mit denen man sonst nichts zu tun hat, anzusprechen, finde ich persönlich blöd (es sei denn, man muss tatsächlich nach dem Weg fragen). Ich würde eher mit Menschen anfangen, denen ich sowieso begegne - Nachbarn, der Mann/die Frau aus dem Kiosk, der Friseur etc.

;-D Okay solche Leute gibt es bei mir nicht. Höchstens mein Arzt. Dem kann man ja hier und da eine Minute Zeit klauen.

Nö, keineswegs.

Du MUSST nur mal sterben. Mehr nicht. Das Problem an der Stelle ist doch: Du setzt für dich an, du müsstest zB einen Führerschein haben, weil du ohne nichts wert bist/ein Versager bist/whatever. Das sehen andere Menschen aber ggf. ganz anders, weil diese andere Kriterien ansetzen, um einen Menschen zu bewerten. Reine Sympathie zB. Ein Führerschein macht aus dir aber weder einen Versager noch einen Gewinner.

Ich denke es ist schwierig mit Menschen, die nie in einer ähnlichen Lage waren darüber zu reden. Die meisten Nutzer hier werden in ihrer traumhaften Regenbogenwelt leben und sich kaum vorstellen können wie das ist nichts zu haben und zu können.

Da wird dann ein Gegenstand (wie hier der Führerschein) isoliert betrachtet und dann geurteilt "Ach soooo schlimm ist das nun auch nicht."

Nur weil ihr nie diese Art von Kritik von eurem gesamten Umfeld spüren musstet, bedeutet das nicht, dass es auch niemand anderem passiert ist. Klar, Menschen verurteilen so gut wie nie und weil jeder völlig andere Kriterien hat kann auch jeder Mensch leisten und lassen was er will, denn am Ende zählt nur die Sympathie x:)

Schöner Gedanke. Mehr aber auch nicht. Ich freue mich für euch, dass ihr glauben könnt in so einer Welt zu leben. Dieses Glück hatte ich leider nicht.

Und außerdem hast du zwei andere Möglichkeiten, mit diesem Umstand umzugehen: 1. einen Führerschein machen (denn da lernst auch Leute kennen!) oder 2. den Führerschein von dieser "langen Liste von Dingen, die ich haben/können müsste" streichen. Je mehr du von dir erwartest, das du deiner Meinung nach nicht erfüllen kannst, desto unglücklicher wirst du doch auch.

Möglichkeit 1 versuche ich auf so viele meiner Defizite anzuwenden wie nur möglich. Aber das dauert nun mal.

L=ich tAmHorSizont


Die meisten Nutzer hier werden in ihrer traumhaften Regenbogenwelt leben und sich kaum vorstellen können wie das ist nichts zu haben und zu können.

Hast Du 'ne Ahnung...

E.hemValiger NTutzer d(#54x0729)


Ich denke es ist schwierig mit Menschen, die nie in einer ähnlichen Lage waren darüber zu reden. Die meisten Nutzer hier werden in ihrer traumhaften Regenbogenwelt leben und sich kaum vorstellen können wie das ist nichts zu haben und zu können.

Da kann ich meinen Vorposter nur zitieren: Hast du ne Ahnung...

Nein, Butter bei die Fische: So reden auch Menschen, die auch lange nichts hatten und konnten, aber allmählich feststellen, dass das lange Zeit unglaublicher Blödsinn war.

E*hwemaliger ?Nutzwer (#54072r9)


Und das liegt nicht an ihrer Ausgangslage, sondern an ihrer Entwicklung. Die du in deiner Therapie dann auch mal machen wirst. ;-)

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