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Therapie für Versager

_5Parvaxti_


@ Borlag

Was würde dir ein Führerschein jetzt bringen? Allein der Besitz ist doch völlig sinnlos. Du brauchst dann auch das Geld, um ein Auto unterhalten zu können.

Ich würde den Führerschein nie mehr machen, nur, weil es andere eben auch gemacht haben. Ich hatte nämlich (leider) auch mal so eine Einstellung.

BworXlaxg


Hast Du 'ne Ahnung...

Da kann ich meinen Vorposter nur zitieren: Hast du ne Ahnung...

Wenn man sich so die Themen in diesem Forum ansieht, oder ich mir mein Umfeld so anschaue, halte ich es einfach für unwahrscheinlich, dass sich hier in diesem Thema plötzlich Leute tummeln sollten, denen es ähnlich geht oder mal ähnlich ging.

Nein, Butter bei die Fische: So reden auch Menschen, die auch lange nichts hatten und konnten, aber allmählich feststellen, dass das lange Zeit unglaublicher Blödsinn war.

Und das liegt nicht an ihrer Ausgangslage, sondern an ihrer Entwicklung. Die du in deiner Therapie dann auch mal machen wirst. ;-)

Ja, die tolle Therapie, die mir dann beibringt nichts mehr zu wollen und alles zu akzeptieren, die in einigen Monaten beginnt. Super.

"Ja Sie sind nichts und Sie haben nichts. Aber das ist doch kein Problem" :)= :)= :)=

Was würde dir ein Führerschein jetzt bringen? Allein der Besitz ist doch völlig sinnlos. Du brauchst dann auch das Geld, um ein Auto unterhalten zu können.

Ich würde den Führerschein nie mehr machen, nur, weil es andere eben auch gemacht haben. Ich hatte nämlich (leider) auch mal so eine Einstellung.

Schon klar, es ist auch eher eine Sache des Prinzips. Kein Führerschein, kein(e) Job(erfahrung), keine Beziehung(serfahrung), keine Social Skills, keine Allgemeinbildung, kein Körper, keine Gesundheit, keine Freunde, keine Familie, keine Perspektive, kein Talent, kein Studium, keine Ausbildung, kein Geld, keine Merkfähigkeit, keine Haare, keine schönen Erlebnisse.

Braucht man alles nicht. . . "nur, weil es andere eben auch haben". Das man das ein oder andere auch von sich aus gerne hätte spielt ja auch keine Rolle.

sfch8nec.ke9198x5


Mir fällt dazu nur der Spruch ein: "Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.". Nicht die anderen sind es, die dir den Loser-Stempel verpassen, du selber bist es. Und du fühlst dich in dieser Rolle offensichtlich wohl. Selbstmitleidig-depressives Geplärre, sonst nicht. Fakt ist: Es wird keinen einzigen Menschen geben, der dich wirklich achten kann, so lange du dich nicht selbst achtest. Es wird keine Liebe, keine Freundschaft und keine Erfolge geben, wenn du sie dir nicht selber zugestehst. So einfach ist das.

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PS: Und ich denke, dass 95% aller Menschen zumindest einmal mit Minderwertigkeits-Tiefs oder Phasen der Selbstzweifel konfrontiert werden. Nur geht nicht jeder gleich gut oder schlecht mit diesen Phasen um. Ich sage nicht, dass einen Kommentare von anderen nicht verletzen können. Ob ich diese Verletzungen letztlich an mein Selbstbild anpinne, das ist meine Entscheidung.

uhnko$mpl6iziexrt


Eigentlich wollte ich gerade was zum small talk schreiben, aber nach deinem letzten Posting erst mal vorweg:

In der Therapie geht es nicht um "Ja Sie sind nichts und Sie haben nichts. Aber das ist doch kein Problem".

Ich nehme eher an es geht um "was habe ich" und vor allem um "wie gehe ich damit um". Deine Gedanken kreisen nur um "Kein Führerschein, kein Job, keine Beziehung , keine, keine, keine, keine s.o."

Immerhin hast du ein Abi zusammenbekommen und so wie du hier schreibst, scheinst du alles andere als blöd zu sein. Gerade eigene Interessen/Hobby geben einem jede Menge Erfolgserlebnisse oder wie du sagtest schöne Erlebnisse. Wenn du bisher kein Hobby hast (noch besser) dann probiere irgendwas aus. (z.B Fotografie/digitale Bildbearbeitung - PC hast du ein Digiknipse kostet nicht viel). Ich nehme dir schlichtweg nicht ab, dass in dir keinerlei Potential steckt. Wobei andere sind da nicht der Maßstab. Ich habe es ja schon einmal erwähnt, ich bin Rollstuhlfahrer. Weder von der Größe (ca.130 sitzend) noch von der Statur (58kg) "konkurrenzfähig". Aber eines kann ich dir mit Sicherheit sagen, wenn ich mein bisheriges Leben mit dem der Nichtbehinderten vergleiche - mir macht so schnell niemand was vor - Nichbehinderte schon gar nicht.

Du kannst es dir wohl denken, wenn ich jetzt anfange aufzuzählen was ich alles nicht kann und zeitlebens nie wieder können werde, wird das eine lange Liste. So komisch es klingen mag - ich störe mich überhaupt nicht daran. Wirklich hatte in über 30 Jahren noch keinen Tag Weltschmerz deswegen. Das liegt vor allem daran, dass ich mit meiner Ausgangslage, verdammt viel auf die Reihe bekomme (hat aber Jahre gedauert). Entsprechend trete ich auf ohne mich zu verstellen.

Mir geht es nicht in Kopf, warum du nicht auch soweit kommen kannst.

B$orlyag


Nicht die anderen sind es, die dir den Loser-Stempel verpassen, du selber bist es.

Achso. Klar, die ganzen Loser-Kommentare habe ich natürlich auch selbst provoziert. Noch lange bevor mir selbst bewusst war, dass ich mich für einen Loser halte.

Da sind wir wieder beim Thema "Traumhafte Regenbogenwelt". Kannst du dir so gar nicht vorstellen, dass Menschen auf andere herabblicken, richtig?

Und du fühlst dich in dieser Rolle offensichtlich wohl. Selbstmitleidig-depressives Geplärre, sonst nicht.

Und auch das war zu erwarten. Wir leben ja in einer Gesellschaft in der jeder selbst Schuld ist. Wer sein Leben nicht toll macht, der will es nur nicht. Und wer unzufrieden ist soll gefälligst die Klappe halten und zum Psychiater (weswegen diese auch so überlaufen sind, weil jeder wegen jeglicher Kleinigkeit sofort dort antanzt) Denn sonst ist er ja nur ein Jammerer, dem das "Geplärre" Spaß macht.

Fakt ist: Es wird keinen einzigen Menschen geben, der dich wirklich achten kann, so lange du dich nicht selbst achtest. Es wird keine Liebe, keine Freundschaft und keine Erfolge geben, wenn du sie dir nicht selber zugestehst. So einfach ist das.

Fakt ist ebenso, dass ich mich immer selbst geachtet habe. Und obwohl ich mir all das zugestanden habe nichts davon bekommen habe. Man kommt nicht einfach ohne Selbstachtung auf die Welt. Ich zumindest nicht.

Nicht:

Keine Selbstachtung -> Reaktion der Umwelt

sondern:

Reaktion der Umwelt -> Keine Selbstachtung

Und ich denke, dass 95% aller Menschen zumindest einmal mit Minderwertigkeits-Tiefs oder Phasen der Selbstzweifel konfrontiert werden. Nur geht nicht jeder gleich gut oder schlecht mit diesen Phasen um. Ich sage nicht, dass einen Kommentare von anderen nicht verletzen können. Ob ich diese Verletzungen letztlich an mein Selbstbild anpinne, das ist meine Entscheidung.

Ja, weil 95% aller Menschen wegen Kleinigkeiten hysterisch reagieren. Und wenn diese Kleinigkeit dann überwunden ist weiß man ja alles besser und kann dann über jeden, der in einer (möglicherweise weitaus stärkeren Form) des Minderwertigkeitstiefs sitzt urteilen. :)=

Ja, ihr musstet nur euer Selbstbild aufpolieren. Denn ihr wart gut genug, habt es aber nicht sehen wollen. Super für euch.

P2laneKtenwinxd


Reaktion der Umwelt -> Keine Selbstachtung

Es liegt abr auch an dir, wenn dieser Folgepfeil stimmt. Wenn ich immer auf die Reaktionen meiner Umwelt geachtet hätte, bzw. sie mir sehr zu Herzen genommen hätte, ich wäre verloren. Den Loser-Stempel hat man schnell. Menschen können gemein sein, wollen sich selbst erhöhen indem sie andere erniedrigen. DAS sind doch die eigentlichen Deppen.

_dPa>rbvatix_


Braucht man alles nicht. . . "nur, weil es andere eben auch haben".

Es hat keiner gesagt, dass man das alles nicht braucht. Und das wollte ich z.B. mit dem Führerschein auch nicht verdeutlichen. Um beim Führerschein zu bleiben: Sicher kann ein Führerschein mal wichtig sein, z.B. für den Job. Die Frage ist eher, ob du es JETZT unbedingt brauchst. Es geht schlicht darum, Prioritäten zu setzen, da man eben nicht alles auf einmal haben kann. Es ist daher wichtig erst einmal an den Dingen zu arbeiten, die am wichtigsten sind.

Das man das ein oder andere auch von sich aus gerne hätte spielt ja auch keine Rolle.

Ich glaube dir durchaus, dass du auch Wünsche hast, allerdings lese ich eben auch immer wieder aus deinen Sätzen raus, dass deine Wünsche an die Erwartungen der Gesellschaft geknüpft sind. Wünscht du dir auch etwas, was nicht an irgendwelche Erwartungshaltungen Dritter geknüpft ist?

uKnkomp.liziexrt


Wie war das:

Ja, weil 95% aller Menschen wegen Kleinigkeiten hysterisch reagieren. Und wenn diese Kleinigkeit dann überwunden ist weiß man ja alles besser und kann dann über jeden, der in einer (möglicherweise weitaus stärkeren Form) des Minderwertigkeitstiefs sitzt urteilen.

Wenn du als 19 Jähriger in der Klinik mit einem Halswirbelbruch aufwachst ist das Keine Kleinigkeit. Beine, Rumpfmuskulatur, Hände, Unterarme - unbrauchbar- Dazu Ausbildung, Wohnung, Freizeit - alles weggebrochen. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Mega-Gau.

Der Unterschied zwischen dir und mir ist eben - ich habe das Maximale aus der Situation gemacht, bei dir braucht man nur dein erstes Posting lesen. Komm endlich aus deiner Opferrolle raus.

szchnec4ke1x985


Nicht die anderen sind es, die dir den Loser-Stempel verpassen, du selber bist es.

Achso. Klar, die ganzen Loser-Kommentare habe ich natürlich auch selbst provoziert. Noch lange bevor mir selbst bewusst war, dass ich mich für einen Loser halte.

Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte nur, dass es an dir selber liegt, inwiefern du dir diesen Kommentaren glaubst bzw. sie dir zu Herzen nimmst. Kurzum - sie verinnerlichst.

Da sind wir wieder beim Thema "Traumhafte Regenbogenwelt". Kannst du dir so gar nicht vorstellen, dass Menschen auf andere herabblicken, richtig?

Joah, mein Leben war richtig traumhaft. Wie oft haben dir deine Eltern gesagt, dass du eigentlich nichts zu essen kriegen solltest, weil du nicht genug gearbeitest hast? Hast du mit 14 deiner Oma nach dem Stuhlgang den Arsch abgewischt? Wie oft hast du eine volle Mist-Schubkarre geschoben, eine 40-Liter Milchkanne rumgeschleppt (als Heranwachsender?). Wie oft wurdest du denn in der Schule zusammengeschlagen und mit Rotz bespuckt? Wie oft hast du als Neunjähriger deine Mutter von Selbstmord reden hören?

Wir leben ja in einer Gesellschaft in der jeder selbst Schuld ist.

Ich verabscheue das ganze Schuld-Konzept, denn in so einem Konzept kann es nur Täter und Opfer geben. Ich bevorzuge das Verantwortungs-Konzept, und für mein Seelenheil bin als erwachsener Mensch ich selber verantwortlich. Niemand anderes.

Keine Selbstachtung -> Reaktion der Umwelt

sondern:

Reaktion der Umwelt -> Keine Selbstachtung

Widerspricht aber nicht meiner These, ob ich die Nicht-Achtung annehme und mich selber als Versager / Loser betitele oder mit Schulterzucken an Mobbern vorbeigehe, weil ich weiß, wer und was ich bin. Unabhängig von der Wertung anderer.

Ja, weil 95% aller Menschen wegen Kleinigkeiten hysterisch reagieren. Und wenn diese Kleinigkeit dann überwunden ist weiß man ja alles besser und kann dann über jeden, der in einer (möglicherweise weitaus stärkeren Form) des Minderwertigkeitstiefs sitzt urteilen. :)=

Ja, ihr musstet nur euer Selbstbild aufpolieren. Denn ihr wart gut genug, habt es aber nicht sehen wollen. Super für euch.

Keine Empathie für andere --> keine Empathie für dich. ;-)

B5orloag


Eigentlich wollte ich gerade was zum small talk schreiben, aber nach deinem letzten Posting erst mal vorweg:

Immerhin hast du ein Abi zusammenbekommen und so wie du hier schreibst, scheinst du alles andere als blöd zu sein. Gerade eigene Interessen/Hobby geben einem jede Menge Erfolgserlebnisse oder wie du sagtest schöne Erlebnisse. Wenn du bisher kein Hobby hast (noch besser) dann probiere irgendwas aus. (z.B Fotografie/digitale Bildbearbeitung - PC hast du ein Digiknipse kostet nicht viel).

Digitale Bildbearbeitung habe ich zum Beispiel schon ausprobiert. Über mehrere Jahre hinweg. Da war ich mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Ich bin, wie gesagt, leider nicht so kreativ wie ich es gerne wäre.

Aber ich stimme dir natürlich zu: Ich habe geplant ein Hobby zu beginnen. Vorher muss ich aber meine Gesundheit und das liebe Geld halbwegs in Ordnung bringen.

Ich nehme dir schlichtweg nicht ab, dass in dir keinerlei Potential steckt. Wobei andere sind da nicht der Maßstab. Ich habe es ja schon einmal erwähnt, ich bin Rollstuhlfahrer. Weder von der Größe (ca.130 sitzend) noch von der Statur (58kg) "konkurrenzfähig". Aber eines kann ich dir mit Sicherheit sagen, wenn ich mein bisheriges Leben mit dem der Nichtbehinderten vergleiche - mir macht so schnell niemand was vor - Nichbehinderte schon gar nicht.

Du kannst es dir wohl denken, wenn ich jetzt anfange aufzuzählen was ich alles nicht kann und zeitlebens nie wieder können werde, wird das eine lange Liste. So komisch es klingen mag - ich störe mich überhaupt nicht daran. Wirklich hatte in über 30 Jahren noch keinen Tag Weltschmerz deswegen. Das liegt vor allem daran, dass ich mit meiner Ausgangslage, verdammt viel auf die Reihe bekomme (hat aber Jahre gedauert). Entsprechend trete ich auf ohne mich zu verstellen.

Mir geht es nicht in Kopf, warum du nicht auch soweit kommen kannst.

Ich weiß das ebenso wenig. Vorallem aber, weil ich dich ja nicht kenne. Ich weiß weder wie weit du gekommen bist und welche Fähigkeiten du besitzt (Das soll keine Aufforderung dazu sein etwas davon aufzulisten!). Ich weiß ebenso wenig welchen Herausforderungen man als Mensch im Rollstuhl gegenübersteht. Deswegen kann ich keinen Vergleich zwischen dir und mir anstellen und kann nicht ergründen warum ich nicht so weit kommen kann.

In der Therapie geht es nicht um "Ja Sie sind nichts und Sie haben nichts. Aber das ist doch kein Problem".

Ich nehme eher an es geht um "was habe ich" und vor allem um "wie gehe ich damit um". Deine Gedanken kreisen nur um "Kein Führerschein, kein Job, keine Beziehung , keine, keine, keine, keine s.o."

Ich denke das "Was habe ich" wird so gering sein, dass das "Wie gehe ich damit um" doch eher zum "Wie gehe ich mit dem Nichts-Haben um?" Ich werde mich überraschen lassen.

Es liegt abr auch an dir, wenn dieser Folgepfeil stimmt. Wenn ich immer auf die Reaktionen meiner Umwelt geachtet hätte, bzw. sie mir sehr zu Herzen genommen hätte, ich wäre verloren. Den Loser-Stempel hat man schnell. Menschen können gemein sein, wollen sich selbst erhöhen indem sie andere erniedrigen. DAS sind doch die eigentlichen Deppen.

Man muss (darf!) sich die Reaktionen der Umwelt nicht immer zu Herzen nehmen. Beinahe jeder bekommt hier und dort einen (ungerechtfertigten) blöden Kommentar zu hören. Ich bekomme aber nur diese Art von Reaktion. Wenn ich solche Kommentare also einfach nur ausblenden soll, dann gibt es keinerlei Kommunikation mit der Außenwelt mehr. Im Endeffekt also genau die Situation in der ich jetzt bin und von der ich wegkommen will.

PAlangetenw9inxd


Ich bekomme aber nur diese Art von Reaktion. Wenn ich solche Kommentare also einfach nur ausblenden soll, dann gibt es keinerlei Kommunikation mit der Außenwelt mehr. Im Endeffekt also genau die Situation in der ich jetzt bin und von der ich wegkommen will.

Hast du auf blöde Kommentare mal gekontert? Außerdem brauchst du solche Menschen echt nicht. :|N Auf solche Menschen kann man verzichten. Du findest bestimmt irgendwann Menschen, die dich zu schätzen wissen und mögen. Und wenn nicht - es gibt auch Menschen die ohne ganz glücklich werden. Und die Situation in der du gerade steckst, hat ja nicht nur was damit zu tun, dass du abgekapselt bist, sondern, dass du Probleme mit dir selbst hast.

BeorlOaog


Es hat keiner gesagt, dass man das alles nicht braucht. Und das wollte ich z.B. mit dem Führerschein auch nicht verdeutlichen. Um beim Führerschein zu bleiben: Sicher kann ein Führerschein mal wichtig sein, z.B. für den Job. Die Frage ist eher, ob du es JETZT unbedingt brauchst. Es geht schlicht darum, Prioritäten zu setzen, da man eben nicht alles auf einmal haben kann. Es ist daher wichtig erst einmal an den Dingen zu arbeiten, die am wichtigsten sind.

Okay, ich hatte persönlich den Führerschein eher als Sinnbild für das Ganze wahrgenommen. Der Führerschein konkret ist mir derzeit unwichtig. Brauche ich nicht. Auf der Liste der Prioritäten also ziemlich weit unten.

Ich glaube dir durchaus, dass du auch Wünsche hast, allerdings lese ich eben auch immer wieder aus deinen Sätzen raus, dass deine Wünsche an die Erwartungen der Gesellschaft geknüpft sind. Wünscht du dir auch etwas, was nicht an irgendwelche Erwartungshaltungen Dritter geknüpft ist?

Beruf, Freunde, Liebe wünsche ich mir ganz von allein. Um daran zu kommen muss man aber die Erwartungshaltungen Dritter erfüllen. Das ist das Problem.

Wenn du als 19 Jähriger in der Klinik mit einem Halswirbelbruch aufwachst ist das Keine Kleinigkeit. Beine, Rumpfmuskulatur, Hände, Unterarme - unbrauchbar- Dazu Ausbildung, Wohnung, Freizeit - alles weggebrochen. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Mega-Gau.

Der Unterschied zwischen dir und mir ist eben - ich habe das Maximale aus der Situation gemacht, bei dir braucht man nur dein erstes Posting lesen. Komm endlich aus deiner Opferrolle raus.

Ich wollte mit dem Beitrag nicht dich persönlich beurteilen. Wie ich in deiner Situation reagiert hätte weiß ich nicht. Opferrolle hin oder her.

Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte nur, dass es an dir selber liegt, inwiefern du dir diesen Kommentaren glaubst bzw. sie dir zu Herzen nimmst. Kurzum - sie verinnerlichst.

Warum genau sollte ich Niemandem glauben?

Joah, mein Leben war richtig traumhaft. Wie oft haben dir deine Eltern gesagt, dass du eigentlich nichts zu essen kriegen solltest, weil du nicht genug gearbeitest hast?

Gar nicht. Bei mir war es eher umgekehrt. Ich musste essen, damit ich "nicht so bleibe".

Wie oft hast du eine volle Mist-Schubkarre geschoben, eine 40-Liter Milchkanne rumgeschleppt (als Heranwachsender?).

Gar nicht. Ich wurde immer ignoriert.

Wie oft wurdest du denn in der Schule zusammengeschlagen und mit Rotz bespuckt?

Da habe ich "Glück" gehabt. Mit mir hatten sogar die Raufbolde und Mobber Mitleid. Sogar noch mit 19 wurde, als es fast zu einer Schlägerei zwischen ~5 Fremden und mir und 2 Kumpels gekommen wäre, von den Aggressoren verkündet "Den Kleinen da schlagen wir nicht. Sowas macht man nicht."

Wie oft hast du als Neunjähriger deine Mutter von Selbstmord reden hören?

In dem Alter konnte ich davon schon Lieder singen.

Widerspricht aber nicht meiner These, ob ich die Nicht-Achtung annehme und mich selber als Versager / Loser betitele oder mit Schulterzucken an Mobbern vorbeigehe, weil ich weiß, wer und was ich bin. Unabhängig von der Wertung anderer.

Auch hier: Ich müsste mit Schulterzucken an allen Menschen vorbeigehen. Alles und Jeden ignorieren. Ein paar Mobber, die nur wahllos ein Opfer suchen interessieren mich nicht die Bohne.

Keine Empathie für andere --> keine Empathie für dich. ;-)

Mein Versagen wird ständig von Menschen kritisiert, die nur einen Bruchteil meiner Probleme bewältigen mussten und denen soll ich gratulieren und anerkennen wie unglaublich schwer sie es doch hatten? Pff. Ich habe Empathie Menschen gegenüber, die es schwer haben/hatten. Nicht jedoch welchen, die sich selbst für Kleinigkeiten feiern und Andere niedermachen. Die Arroganz der Glücklichen . . .

B%orlxag


Hast du auf blöde Kommentare mal gekontert?

Bisher kannte ich solche Konter nur in Form von Gegenbeleidigung und Provokation. Dann hätte ich nur eins auf die Schn****e bekommen.

Mir wurde hier in diesem Thema aber schon erklärt, dass man auch anders kontern kann.

sbchnkeckeZ1985


PS: Die Paradoxie (und somit Unlogik) dieses Fadens wird ja dadurch besonders sichtbar, dass du, Borlag, sauer(er) auf die User bist, die dir eben nicht bestätigen wollen, dass du ein Versager bist. Wie passt das zusammen? Waren meine Kommentare nicht freundlich / ermutigend in Bezug auf deinen Status? Kann es nicht sein, dass die kollektive Ablehung auch aus einer selektiven Wahrnehmung erwächst? Dir deine Emotionen einen Streich spielen?

Ich lese hier sehr viel Instabilität in Bezug auf das eigene Weltbild: Wer kritisiert, der ist ein Mobber, wer tröstet, der ist ein Naivling. Im Prinzip hat man als Antwortender keine Chance, richtig zu dir vorzudringen.

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