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Therapie für Versager

sgch=neckex1985


@ Parvati

:)^ :)= :)z :)^ :)=

L2ichtAmlHorilzoxnt


@ Borlag

Hier noch etwas Schönes für Dich.

[[http://bpfabian.de/weisheiten/charlie_chaplin_rede_am_70sten.htm Rede von Charlie Chaplin an seinem 70sten]]

B{orlxag


Also ich für meinen Teil würde genau solche Leute um mich herum haben wollen. Die und keine anderen!

Und du bist auch noch um die 20 Jahre alt und hättest nicht nur Freunde, sondern auch einen Mann um dich herum, der 'nur' das kann?

Ich kann nicht behaupten, keinen Erfolg gehabt zu haben. Der besteht allerdings nicht darin, unerreichbaren Wunschträumen und Hirngespinsten nachgejagt zu haben.

Sondern darin, mich mehr und mehr zu akzeptieren, wie ich bin und aus den vorhandenen Gegebenheiten das Bestmögliche zu machen.

Zum beliebten Party-Entertainer oder zum großen, bedeutenden Künstler werde ich nie, und auch in die Chefetage werde ich es nicht schaffen. Vom Laufsteg ganz zu schweigen. Ich habe ja nicht einmal ein nutzloses Abitur. Habe dafür einen nutzlosen Führerschein zu bieten...

Aber über das Stadium, mich vor vermeintlich besseren und bedeutsamen Menschen unterwürfig im Dreck zu wälzen, bin ich längst hinaus. Meine Bewertungskriterien waren mal genauso absurd wie Deine. Ich weiß also sehr genau, wie sich das anfühlt. Ich habe dieselben Argumente verwendet wie Du und damit alle in die Flucht getrieben. Wer hat schon Lust auf Jammerlappen? Niemand.

Heute bin ich - meistens! - kein Jammerlappen mehr, und siehe da, schon klappt es auch mit Freundschaften. Auch ohne Abitur. Ohne Studium. Ohne nennenswerte Talente. Mit nur 'nem bedeutungslosen Job, bei dem ich jeden Tag tue, was andere möchten.

Aber unglücklich bist du weiterhin. Du bist womöglich auf dem Weg zum Erfolg, aber bist eben noch nicht dort angekommen.

Siehe den double-Bind-Beitrag von mir: "Wer nicht erfolgreich ist, kann mir gar nichts sagen!" "Ich akzeptiere nur Beiträge von Menschen, die genauso nutzlos sind, wie ich". Ja, was denn nun?

Menschen, die ebenso minderwertig sind, aber dennoch durch eine Therapie ein glückliches Leben gefunden haben.

Hilfe erhält der, wer (bestimmt) nach Hilfe sucht. Es gibt bei den Krankenkassen ja keine Glückslotterie, sondern nur Wartelisten. Wenn ich meine Probleme nicht ernst nehmen kann, warum sollte es dann ein vollkommen Fremder am Telefon können? Ist das nicht auch wieder nur ein selbstverschuldeter Schuss ins Knie?

Wer sein Problem selbst nicht ernst nimmt braucht womöglich auch gar keine Therapie?!

What's the problem? :)_

Würde zu lange dauern das alles detailliert aufzuzählen.

4 chronische Krankheiten, bei jeder körperlichen Anstrengung Beschwerden, beinahe krankhafter Schlaf (nicht das Verhalten. Neurologisch. Man darf keine Medikamente verschreiben), Haut und Haar, (Vermutlich) Psychosomatische Beschwerden. Blablabla

Ermöglicht dir z.B. den Zugang zu einem Studium. Warum also nutzlos?

Weil mir meine finanzielle Situation und meine Intelligenz und meine gesundheitliche Situation den Zugang zu einem Studium wieder verwehrt. Nutzlos.

Rein theoretisch braucht es auch nicht mehr. Laut WHO (ver)hungern locker -zig Millionen Menschen täglich. Essen ist nicht selbstverständlich! Nein! Das ist es nicht!

Ist es auch nicht. Ich bin dankbar für das was ich habe. Ich vergleiche mein Problem auch gar nicht mit Menschen aus anderen Ländern. Sondern mit den Menschen in diesem Land.

Und was könntest du daraus lernen? Vielleicht, dass du selber auch lauter schreien (= stärker für dich selber eintreten) musst?

Und dadurch könnte ich morgen eine Therapie beginnen? Sicherlich nicht.

Als ich die Therapie angefangen habe, habe ich auch begonnen, anderen von meinen seelischen Schmerzen zu erzählen. Als ich mit meinem Bruder über meine Misere sprach, meinte der: "Woher sollte ich von deinen Problemen wissen, du hast ja nie was gesagt!?!"

Natürlich hat mir das sehr, sehr weh getan. Und natürlich ist so eine Aussage auch mit einem Wegschieben des Umfeldes verknüpft. Mein Schluss daraus war, dass ich eben lauter schreien muss, damit mein Umfeld keine Ausrede mehr hat, wenn es mal wieder verleugnen will, wie es mir seelisch geht

Mein Umfeld interessiert mich nicht. Ich suche professionelle Hilfe. Kein Mitleid.

Wer sollte dich daran hindern? Es ist ja nicht gegen das Gesetz, depressiv zu werden.

Was du hier verlangst ist aber eine gesamtgesellschaftlich akzeptierte Depression, und die wird es nie geben! Niemals! Deine Gefühle sind deine Gefühle, die Gefühle der anderen sind die Gefühle der anderen. Vom Kleinreden oder Vergleichen wird (auch bei dir) ja nichts besser, höchstens noch schlimmer. Was für einen Nutzen hat also eine solche Bewertung?

Man redet und denkt nicht nur über Dinge nach, die die eigene Situation verbessern. Aufregen und genervt sein bringt mir nichts, das stimmt. Dennoch bin ich es.

Ich kenne wirklich Vermögende, die materiell alles haben. Trotzdem konnte das eine betreffende Paar selber keine Kinder kriegen, der Mann entwickelte viele gutartige Tumore am Kopf und daraufhin eine Angststörung. Außerdem wurde er in seiner Kindheit von seiner Mutter schwer misshandelt. Und wird heute in seinem Top-Job immer noch gemobbt.

Auch nicht schön.

Ein anderer Millionär hatte zwar auch materiell alles, Reisen, Haus, Ferienhaus, aber er hat keine Enkelkinder. Und ist darüber traurig.

Buhu. %-|

Borlag, ich kann dich im Grunde sehr sehr gut verstehen. Ich war ja auch so: "Alles Weicheier, musst nur hart zu dir selber sein und alles wird gut!".

Nix war gut, habe sehr vieles verdrängt, viele Fehler gemacht und mit 23 ist meine Leistungs-Blase (ich wurde nur aufgrund meiner Intelligenz / schulischen Leistung von ein paar Menschen geschätzt) geplatzt. Und da stand ich nun. Ohne Abschluss, ohne Geld (ich konnte mir 3 Jahre keinen Zahnarzt und keine neue Brille leisten), ohne Perspektive, mit schweren Depressionen, Borderline, Essstörung, Zwangsgedanken und vielem mehr.

Ich musste umdenken, um zu überleben. Und ich habe festgestellt, dass die Außenachtung proportional zur Selbstachtung gestiegen ist. Das habe ich übrigens nicht nur bei Menschen, sondern stärker noch bei Tieren wahrgenommen. Wenn ich mich ausdrücken kann, sage was los ist, sage, was ich kann, dann wird mir das geglaubt.

Wenn ich nur schüchtern schaue, meine Fähigkeiten unter den Scheffel stelle, höchstens mal leise huste, dann wird mich niemand sehen. Dann wird auch niemand meine Qualitäten sehen.

Ich weiß, dass du das alles nicht alleine ändern kannst. Aber m. M. nach belügst du dich, wenn du dein größtes Problem in mangelnden Talenten siehst. Das ist nämlich nur ein Ablenkungsmanöver von der Tatsache, dass du eine verzerrte Selbst- und Fremdwahrnehmung hast.

Wie sähe denn eine realistische Selbst- und Fremdwahrnehmung aus? Alle sind gleich toll? Oder die anderen sind nur ein wenig besser als ich? Oder andere interessieren sich nicht für Leistung und bewerten eine Person nicht nach ihr?

Wirklich?

Es gibt durchaus eine grobe Sortierung. Nicht umsonst gibt es ambulante Therapien, offene und geschlossene Psychiatrien, Tageskliniken oder Akutkliniken. Wenn z.B. jemand starke Selbstmordgedanken hat, kann sich derjenige in eine Akutklinik einweisen lassen und bekommt auch schnell Hilfe. Aber du würdest demjenigen wohl Hilfe verwehren, wenn du wüsstest, dass derjenige aufgrund einer banalen Trennung vom Partner sich am liebsten vor den Zug schmeißen würde.

Nochmal für dich zum mitschreiben: Es geht darum, wie groß der Leidensdruck ist! Es geht nicht in erster Linie darum, welcher Grund zum Leid geführt hat!

Diese grobe Unterteilung ist mir bekannt und auch wichtig. Mir geht es um einen Therapieplatz. Und ja da würde ich jemanden, der sich wegen einer Kleinigkeit anstellt hinten auf die Warteliste setzen. Wie groß der Leidensdruck ist ist nämlich nicht bewertbar. Also kann es auch nicht darum gehen.

In MEINEN Augen, hast du ebenfalls das ein oder andere Luxusproblem ;-)

Absolut. Zusätzlich zu den Problemen, die keines sind.

Die würden aber nicht zum Psychologen gehen ;-)

Muss ja schon irgendwo so sein. Es gibt ja wenige Tage nach beginn der Patientenaufnahme schon keine Plätze in der gesamten Stadt für die nächsten 4 Monate mehr. Oder hat fast ganz Deutschland schwerwiegende Probleme? ":/ Menschen, denen es wirklich schlecht geht kenen ich nur wenige.

Es geht darum, wie du mit Krisen umgehst. Anscheinend kannst du das nicht so gut, denn dann würden wir hier ja nicht miteinander schreiben.

Es gibt also nur schwarz und weiß? Menschen, die mit jeder Krise alleine klarkommen sind resilient und diejenigen, die irgendwann wegen irgendeiner Sache psychische Beschwerden bekommen sind nicht resilient?

Aber zum Großteil ;-) Oder was hast du noch, außer eine leichte Skoliose?

Siehe oben. Ich bin zum Großteil krank. Nicht umgekehrt.

Luxusproblem ;-)

Solange Magersüchtige also überleben haben sie nur ein Luxusproblem?

Dann musst du lauter schreien und lernen, deine Bedürfnisse besser durchsetzen ;-)

Dann rufe ich sobald es geht in der Praxis an und brülle in den Hörer . Wünscht mir Glück! ;-D

Bwourlxag


@ LichtAmHorizont

Hier noch etwas Schönes für Dich.

[[http://bpfabian.de/weisheiten/charlie_chaplin_rede_am_70sten.htm Rede von Charlie Chaplin an seinem 70sten]]

Danke :)z Ich muss dir allerdings gestehen, dass ich für soetwas noch nie sehr empfänglich war. Ein schöner Text, mit schönen Gedanken und Ideen, die auf diese Person zutreffen.

LIichtyAmHor[izonxt


@ Borlag

Aber unglücklich bist du weiterhin. Du bist womöglich auf dem Weg zum Erfolg, aber bist eben noch nicht dort angekommen.

Sagen wir so: Ich bin in meinem Unglück schon einige Stufen weiter als Du… ;-) Ich habe Dinge, die für Dich (noch?) unerreichbar scheinen und auch für mich schienen, zum Teil erreicht, nur um festzustellen, dass mich das auch nicht glücklicher macht. Das Ur-Problem ist nämlich durch Äußerlichkeiten wie Optik, ob man einen Partner hat, ob man gut verdient, studiert hat usw. nicht zu lösen. Das ist allenfalls wie eine dicke Schicht Schminke, die einen vorübergehend gesund aussehen lässt, während man weiter krank vor sich hin siecht. Und früher oder später bröckelt die Schminkeschicht zwangsläufig ab und die Wahrheit kommt wieder zum Vorschein. Sie lässt einem keine Ruhe. Sie will, dass man sich um sie kümmert.

Damit bin ich tatsächlich noch beschäftigt, aber von meinem ursprünglichen Ausgangspunkt bin ich schon etliche Meilen entfernt. So weit, wie ich es mir anfangs niemals hätte träumen lassen. Heißt: Ich bin weder total glücklich, noch bin ich unglücklich. Ich bin auf dem Weg.

Aber gut, Du möchtest ja lieber Berichte von Wundergeheilten. Damit kann ich nicht dienen.


Der Text von Charlie Chaplin ist zwar von ihm, aber die Gedanken kann jeder für sich übernehmen.

szchnehcke19x85


Meiner Meinung nach willst du gar nicht, dass es dir besser geht. Ich kann dir noch so viel von der tollen Aussicht auf dem Berggipfel erzählen, wie es wirklich ist, wirst du aber nur erfahren können, wenn du selber raufsteigst. Das hier ist so, als würde man einem blinden Menschen Farben erklären wollen.

Ohne Anstrengung, ohne Selbstdisziplin, ohne Arbeit wirst du es wirklich nie zu was bringen. Es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, die du dir hier konstruierst: Ich bin nichts, also bin ich depressiv und untätig, und wer untätig ist, der wird auch nie was werden.

Als letzte Frage noch: Geht es dir darum, Recht zu haben, oder, dass es dir besser geht?

Damit bin ich dann auch raus aus dem Faden.

w_eihnachtsrstexrnchen3


Und du bist auch noch um die 20 Jahre alt und hättest nicht nur Freunde, sondern auch einen Mann um dich herum, der 'nur' das kann?

6 Jahre älter. Ändert aber an der Grundaussage nix. Menschen, die gut kochen können, mit Kindern prima auskommen und die sich für Lego (im Optimalfall vllt sogar für Star Wars interessieren) sind genau die, die ich haben will. Und die ich auch um mich herum sammle! Keiner meiner Kontakte ist "Mainstream", sondern eben genauso "anders" wie ich. Und wir kommen prima aus! ;-)

_QPaLrvagtxi_


Diese grobe Unterteilung ist mir bekannt und auch wichtig. Mir geht es um einen Therapieplatz. Und ja da würde ich jemanden, der sich wegen einer Kleinigkeit anstellt hinten auf die Warteliste setzen. Wie groß der Leidensdruck ist ist nämlich nicht bewertbar. Also kann es auch nicht darum gehen.

Wenn du selbst schreibst, dass der Leidensdruck nicht bewertbar ist, wie kannst du dann beurteilen, ob es sich bei den Betroffenen um eine Kleinigkeit handelt oder nicht?

Absolut. Zusätzlich zu den Problemen, die keines sind.

Wenn du das so siehst, dann brauchst du ja auch keine Therapie, oder?

Muss ja schon irgendwo so sein. Es gibt ja wenige Tage nach beginn der Patientenaufnahme schon keine Plätze in der gesamten Stadt für die nächsten 4 Monate mehr. Oder hat fast ganz Deutschland schwerwiegende Probleme? ":/ Menschen, denen es wirklich schlecht geht kenen ich nur wenige.

Es gibt erschreckend viele mit schweren Problemen, auch, wenn du das nicht glauben magst. Gerade bei einem Klinikaufenthalt bekommt man gut mit, mit welchen Problemen sich andere herumschlagen.

Und du magst auch nur wenige kennen, die große Probleme haben, weil auch kaum einer mit seinen Problemen hausieren geht. Das ist das, was ich schon mal schrieb: Du kannst den Leuten nur vor den Kopf schauen ;-)

Es gibt also nur schwarz und weiß? Menschen, die mit jeder Krise alleine klarkommen sind resilient und diejenigen, die irgendwann wegen irgendeiner Sache psychische Beschwerden bekommen sind nicht resilient?

Oh man... Lies einfach selbst. Habe kein Bock mehr dir jeden Mist zu erklären...

[[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie)]]

Solange Magersüchtige also überleben haben sie nur ein Luxusproblem?

Was hat das jetzt mit Magersucht zu tun, dass man selbst mit Sozialleistungen genug und auch gesundes im Kühlschrank haben kann? Dir ist es doch nur nicht genug Essen, weil du damit nach deinen Aussagen, kaum Muckis aufbauen kannst um dein Ego aufzupolieren. Und ja, das ist ein Luxusproblem! Wenn du aber tatsächlich eine kostenaufwändige Ernährung benötigst aufgrund einer Erkrankung, dann kannst du auch einen entsprechenden Antrag auf Mehrbedarf stellen.

Dann rufe ich sobald es geht in der Praxis an und brülle in den Hörer . Wünscht mir Glück! ;-D

Schreien wird nicht helfen. Aber Psychotherapeuten merken auch am Telefon, ob man es mit einer Therapie ernst meint oder nicht.

B3or5laxg


Sagen wir so: Ich bin in meinem Unglück schon einige Stufen weiter als Du… ;-) Ich habe Dinge, die für Dich (noch?) unerreichbar scheinen und auch für mich schienen, zum Teil erreicht, nur um festzustellen, dass mich das auch nicht glücklicher macht. Das Ur-Problem ist nämlich durch Äußerlichkeiten wie Optik, ob man einen Partner hat, ob man gut verdient, studiert hat usw. nicht zu lösen. Das ist allenfalls wie eine dicke Schicht Schminke, die einen vorübergehend gesund aussehen lässt, während man weiter krank vor sich hin siecht. Und früher oder später bröckelt die Schminkeschicht zwangsläufig ab und die Wahrheit kommt wieder zum Vorschein. Sie lässt einem keine Ruhe. Sie will, dass man sich um sie kümmert.

Damit bin ich tatsächlich noch beschäftigt, aber von meinem ursprünglichen Ausgangspunkt bin ich schon etliche Meilen entfernt. So weit, wie ich es mir anfangs niemals hätte träumen lassen. Heißt: Ich bin weder total glücklich, noch bin ich unglücklich. Ich bin auf dem Weg.

Aber gut, Du möchtest ja lieber Berichte von Wundergeheilten. Damit kann ich nicht dienen.

Warum sprechen wir denn von Wundern? Ist nicht das das Ziel der Therapie? Ein glückliches Leben zu ermöglichen?

Und das ist plötzlich nur durch ein Wunder möglich?

Meiner Meinung nach willst du gar nicht, dass es dir besser geht. Ich kann dir noch so viel von der tollen Aussicht auf dem Berggipfel erzählen, wie es wirklich ist, wirst du aber nur erfahren können, wenn du selber raufsteigst. Das hier ist so, als würde man einem blinden Menschen Farben erklären wollen.

Ohne Anstrengung, ohne Selbstdisziplin, ohne Arbeit wirst du es wirklich nie zu was bringen. Es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, die du dir hier konstruierst: Ich bin nichts, also bin ich depressiv und untätig, und wer untätig ist, der wird auch nie was werden.

Und als ich tätig war (wobei es sowieso nie komplett zum Stillstand kam) bin ich auch nichts geworden.

Das ist, wie erwähnt, der Unterschied zwischen normal Depressiven und mir.

Als letzte Frage noch: Geht es dir darum, Recht zu haben, oder, dass es dir besser geht?

Natürlich geht es mir darum, dass es mir besser geht. Mein größtes Problem ist allerdings, dass ich so häufig Recht habe mit meinen Vermutungen. :-|

6 Jahre älter. Ändert aber an der Grundaussage nix. Menschen, die gut kochen können, mit Kindern prima auskommen und die sich für Lego (im Optimalfall vllt sogar für Star Wars interessieren) sind genau die, die ich haben will. Und die ich auch um mich herum sammle! Keiner meiner Kontakte ist "Mainstream", sondern eben genauso "anders" wie ich. Und wir kommen prima aus! ;-)

Diese versteckte Gruppe von Menschen muss ich auch mal finden ":/ Habe ich wie gesagt im Leben nicht gesehen.

Wenn du selbst schreibst, dass der Leidensdruck nicht bewertbar ist, wie kannst du dann beurteilen, ob es sich bei den Betroffenen um eine Kleinigkeit handelt oder nicht?

Rein auf Basis der Gründe, die zum Leiden führen. Ja, der ein oder andere wird auch wegen Kleinigkeiten leiden. Leidempfinden ist individuell. Aber da der Auslöser, der einzig messbare Faktor ist und wir als Gesellschaft eine grobe Vorstellung davon haben in welcher Situation man wie leidet kann man nur danach urteilen.

Absolut. Zusätzlich zu den Problemen, die keines sind.

Wenn du das so siehst, dann brauchst du ja auch keine Therapie, oder?

???

Doch. Ein paar Luxusprobleme und genug richtige Probleme.

Wegen 1/10 meiner Situation begibt sich der Durchschnittsmensch anscheinend (wenn man sich in solchen Foren hier umschaut) schon in Therapie.

Es gibt erschreckend viele mit schweren Problemen, auch, wenn du das nicht glauben magst. Gerade bei einem Klinikaufenthalt bekommt man gut mit, mit welchen Problemen sich andere herumschlagen.

Und du magst auch nur wenige kennen, die große Probleme haben, weil auch kaum einer mit seinen Problemen hausieren geht. Das ist das, was ich schon mal schrieb: Du kannst den Leuten nur vor den Kopf schauen ;-)

Wer große Probleme hat wird sich aber kaum so verhalten wie all die Menschen, die ich kenne. Und wenn doch dann kann das Problem wiederum nicht groß sein, wenn es den Alltag so gar nicht einschränkt.

Was hat das jetzt mit Magersucht zu tun

Du hast geschrieben, dass es ein Luxusproblem ist solange jemand sich so ernähren kann, dass er überlebt.

, dass man selbst mit Sozialleistungen genug und auch gesundes im Kühlschrank haben kann? Dir ist es doch nur nicht genug Essen, weil du damit nach deinen Aussagen, kaum Muckis aufbauen kannst um dein Ego aufzupolieren.

Um einem Geschlecht anzugehören, um Selbstzweifel zu beseitigen, um Mobbing von außen zu beseitigen, um sportlich aktiv sein zu können, um körperlich gesünder sein zu können, um psychisch gesünder sein zu können, um mir selbst zu gefallen und so weiter.

Und ja, das ist ein Luxusproblem!

Aha . . .

Wenn du aber tatsächlich eine kostenaufwändige Ernährung benötigst aufgrund einer Erkrankung, dann kannst du auch einen entsprechenden Antrag auf Mehrbedarf stellen.

Ein beschissener Körper wird leider nicht als Erkrankung anerkannt.

Schreien wird nicht helfen. Aber Psychotherapeuten merken auch am Telefon, ob man es mit einer Therapie ernst meint oder nicht.

"Rufen sie in 4 Monaten wieder an, wir nehmen keine Patienten mehr auf" :)^ :(v

__Parvawtxi_


Rein auf Basis der Gründe, die zum Leiden führen. Ja, der ein oder andere wird auch wegen Kleinigkeiten leiden. Leidempfinden ist individuell. Aber da der Auslöser, der einzig messbare Faktor ist und wir als Gesellschaft eine grobe Vorstellung davon haben in welcher Situation man wie leidet kann man nur danach urteilen.

Da kann man ja froh sein, dass du das nicht zu entscheiden hast, wer eine Therapie nötig hat und wer nicht :(v

Wer große Probleme hat wird sich aber kaum so verhalten wie all die Menschen, die ich kenne. Und wenn doch dann kann das Problem wiederum nicht groß sein, wenn es den Alltag so gar nicht einschränkt.

Manche schaffen es erstaunlich gut eine Fassade aufzubauen und für einige Zeit aufrecht zu erhalten.

Du hast geschrieben, dass es ein Luxusproblem ist solange jemand sich so ernähren kann, dass erüberlebt.

Dann hast du mich missverstanden. Wenn du nicht immer alles aus dem Kontex reißen würdest...

Das Luxusproblem war auf deinen ersten Satz bezogen:

Nein, habe ich nicht. Zum Überleben allerdings schon.

Mehr Essen haben zu wollen, als man für eine ausgewogene Ernährung benötigt, ist in meinen Augen ein Luxusproblem.

Um einem Geschlecht anzugehören, um Selbstzweifel zu beseitigen, um Mobbing von außen zu beseitigen, um sportlich aktiv sein zu können, um körperlich gesünder sein zu können, um psychisch gesünder sein zu können, um mir selbst zu gefallen und so weiter.

Du widerholst dich... Das hatten wir alles schon. Und wie der Großteil hier darüber denkt weißt du ja mitlerweile.

Dein Grundproblem beseitigst du nicht, indem du dein Aussehen veränderst. Aber egal... glaube von mir aus was du glauben willst...

Ein beschissener Körper wird leider nicht als Erkrankung anerkannt.

Ist auch gut so. Sonst könnte man sich Schönheits-OPs auch noch von der Kasse bezahlen lassen. Soweit kommts noch...

"Rufen sie in 4 Monaten wieder an, wir nehmen keine Patienten mehr auf" :)^ :(v

Dann nachfragen, ob eine Warteliste besteht und ob man dich darauf setzen könnte. Wenn das auch nicht funktioniert beim nächsten Therapeuten versuchen. Bei der Krankenkasse nachfragen was noch für Möglichkeiten bestehen und ob ein Kostenerstattungsverfahren möglich wäre usw.

w*eiBhnachtLsFsternchmen3


Diese versteckte Gruppe von Menschen muss ich auch mal finden ":/ Habe ich wie gesagt im Leben nicht gesehen.

Du rennst ja auch nicht mit einem Schild um den Hals "Ich bin in Therapie/spiele gerne mit Lego/sammle Manga-Figuren/liebe es zu bügeln/..." ;-D

Ja, man sieht sie nicht auf den ersten Blick und oft erwartet mans von genau diesen Personen am allerwenigsten - aber da sind sie. Ich habe bisher auch immer den Eindruck gehabt, dass es diese Menschen nicht wie Sand am Meer gibt, aber gleichzeitig fallen mir auch zunehmend mehr davon "in den Schoß", wenn man sich sein Gegenüber nur mal genauer ansieht.

"Rufen sie in 4 Monaten wieder an, wir nehmen keine Patienten mehr auf" :)^ :(v

Richtig, sich auf die Warteliste setzen lassen und andere Therapeuten durchtelefonieren oder anmailen. Gibt auch Krankenkassen, die Listen auf ihren Homepages (zB unter dem Reiter "Arztsuche") haben.

Bdorlaxg


Da kann man ja froh sein, dass du das nicht zu entscheiden hast, wer eine Therapie nötig hat und wer nicht :(v

Es würden ja dieselben Leute wie jetzt auch behandelt. Nur in anderer Reihenfolge :)z

Dann hast du mich missverstanden. Wenn du nicht immer alles aus dem Kontex reißen würdest...

Das Luxusproblem war auf deinen ersten Satz bezogen:

Nein, habe ich nicht. Zum Überleben allerdings schon.

Mehr Essen haben zu wollen, als man für eine ausgewogene Ernährung benötigt, ist in meinen Augen ein Luxusproblem.

Dann stellt sich die Frage ab wann die Ernährung ausgewogen und ausreichend ist. Wenn ich nur 50kg wiege kann ich mich auch ausgewogen ernähren. Für die Tätigkeiten, die ich ausführe(n möchte) sind die Nahrungsmittel, die ich zur Verfügung habe nicht ausreichend.

Du widerholst dich... Das hatten wir alles schon. Und wie der Großteil hier darüber denkt weißt du ja mitlerweile.

Dein Grundproblem beseitigst du nicht, indem du dein Aussehen veränderst. Aber egal... glaube von mir aus was du glauben willst...

Es ist ja Teil meines Grundproblems, deswegen muss ich es ändern.

Ist auch gut so. Sonst könnte man sich Schönheits-OPs auch noch von der Kasse bezahlen lassen. Soweit kommts noch...

Es ist ja nicht nur ein ästhetisches Problem.

Dann nachfragen, ob eine Warteliste besteht und ob man dich darauf setzen könnte. Wenn das auch nicht funktioniert beim nächsten Therapeuten versuchen. Bei der Krankenkasse nachfragen was noch für Möglichkeiten bestehen und ob ein Kostenerstattungsverfahren möglich wäre usw.

Richtig, sich auf die Warteliste setzen lassen und andere Therapeuten durchtelefonieren oder anmailen. Gibt auch Krankenkassen, die Listen auf ihren Homepages (zB unter dem Reiter "Arztsuche") haben.

Wenn man mir mitteilt, dass man keinen Termin vereinbart/keine Patienten mehr aufnimmt und ich zu einem anderen Zeitpunkt wieder anrufen soll um einen Termin zu erfragen wird es wohl kaum Wartelisten geben. Habe alle Psychiater hier in der Gegend durch und Listen im Internet gibt es auch nicht. Aber ich kann bei der KK anrufen, eventuell senden dir mir eine solche Liste zu.

EiinfamchNurCxP


Nun, ganz so hilflos wie Du Dich hier darstellst, bist Du ja nicht. Immerhin hast Du den Weg in dieses Forum geschafft und wolltest eine Meinung von anderen Leuten erhalten. Es scheint, dass Du Dich depressiv fühlst und deswegen, keine einzige Fähigkeit entdeckst, vielleicht weil Du hier die Messlatte zu hoch hängst. Eine Therapie wird Dir bestimmt helfen, dann erkennst Du, dass Du Fähigkeiten hast und wie Du sie vielleicht einsetzen kannst.

Außerdem kannst Du lernen, die Meinung anderer Menschen als nicht mehr so wichtig zu erachten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieses häufig dazu führt, sich selbst schlechter zu fühlen als man müsste.

Wann beginnt denn Deine Therapie?

VG

CP

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Nun, ganz so hilflos wie Du Dich hier darstellst, bist Du ja nicht. Immerhin hast Du den Weg in dieses Forum geschafft und wolltest eine Meinung von anderen Leuten erhalten. Es scheint, dass Du Dich depressiv fühlst und deswegen, keine einzige Fähigkeit entdeckst, vielleicht weil Du hier die Messlatte zu hoch hängst. Eine Therapie wird Dir bestimmt helfen, dann erkennst Du, dass Du Fähigkeiten hast und wie Du sie vielleicht einsetzen kannst.

Außerdem kannst Du lernen, die Meinung anderer Menschen als nicht mehr so wichtig zu erachten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieses häufig dazu führt, sich selbst schlechter zu fühlen als man müsste.

Wann beginnt denn Deine Therapie?

VG

CP

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