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Therapie für Versager

Bxorlxag


Für mich wäre eher der interessanter, welcher sich auch selbst lieben kann, als jemand, der mit Wissen prahlt um sein geringes Selbstwertgefühl zu überspielen.

Es sollte auch nicht als Ausgleich/Fassade gedacht sein, eher als Zeitfüllung und Unterhaltung. Mein Gedanke war damals, dass wenn ich schon nichts anderes auf die Reihe kriege ich in der Zwischenzeit ja zumindest soetwas tun kann.

Arbeite an deinem Selbstwert, dann kommt der Rest von allein. Denn wenn du dich selbst lieben kannst, dann hast du auch eine andere (positivere) Ausstrahlung und wirst auch von anderen mehr gemocht.

Und wie genau soll das funktionieren? Was macht eine so leere Hülle, die aber von sich selbst überzeugt ist spannend? Höchstens wird man so noch Auffangbecken für die Sorgen und Probleme anderer. Aber man gibt ja selbst nichts. Man nimmt nur auf.

Nimm dir nicht zu viel vor sondern konzentriere dich lieber auf wenige Dinge. Und vielleicht musst du auch einfach akzeptieren "nur" zum Durchschnitt zu gehören, wie so viele andere Menschen auch.

Na wenn ich denn zum Durchschnitt gehören würde, dann wäre ja alles prima!

Aber ich stimme dir zu, dass ich realistisch mit meinen Zielen sein sollte. Die Zeichnerei war möglicherweise nur lückenfüllend, weil ich aufgrund einer Verletzung in den letzten Wochen nicht sportlich aktiv sein konnte. Mal sehen wie sich das entwickelt.

EZhemaligera Nutz1er (#57x3012)


Aber ich stimme dir zu, dass ich realistisch mit meinen Zielen sein sollte. Die Zeichnerei war möglicherweise nur lückenfüllend, weil ich aufgrund einer Verletzung in den letzten Wochen nicht sportlich aktiv sein konnte. Mal sehen wie sich das entwickelt.

Borlag

auch da lese ich wieder eine Erwartung an dich selber , die du wahrscheinlich nicht erfüllen kannst, da du die oberste Sprosse der Leiter erreichen möchtest ohne die anderen Sprossen zu berühren. Das geht einfach nicht.

Eine nach der anderen und gerade beim Zeichnen sollte es doch Freude machen . Das ist eine Entwicklung, auch wenn du die Fähigkeit dazu hast , bist du nicht sofort ein Meister.

Ein Samenkorn wächst ja auch nicht in Sekundenschnelle zur einer Pflanze.

Aber ich weiß, du wirst dir denken:" bla, bla , bla" ! ;-D da du es nicht anders von dir kennst und wahrscheinlich nicht gelernt hast.

Auch wenn du an dir so zweifelst, habe ich trotzdem das Gefühl, dass da viel Potenzial in deinem Keller steckt , den zu öffnen kann dir mit Hilfe der Therapie gelingen .

Was zeichnest denn? ;-)

L5ichtAmxHoriozxont


@ Borlag

Mein Problem ist mein Gedächtnis.

Das Problem teile ich mit Dir. Ich weiß von vielem einen Hauch, aber von nichts wirklich richtig viel… Und wenn es bei Diskussionen anderer ins eingemachte geht, kann ich nur noch staunend zuhören und nichts mehr beitragen.

Ich glaube, das von Sunflower_73 beschriebene Problem habe ich auch.

Bei Älteren gibt es sogar den Begriff "Pseudodemenz". Die wirken dann so schusselig, als ob sie dement seien. Dahinter steckt aber eine depressive Symptomatik, die sich halt auch sehr deutlich in punkto Gedächtnis/Konzentration bemerkbar macht. Auch bei Jüngeren.

(Sunflower_73)

Ich habe mich allerdings mittlerweile damit abgefunden, keine Intelligenzbestie zu sein. Um das zu ändern, müsste ich neu geboren werden als Kind anderer Eltern, die mir keine Angst einjagen. Ich glaube, Angst hat Teile meines Gehirns zerstört bzw. an der normalen Entwicklung gehindert.

Ich schließe mich _Parvati_ an:

Für mich wäre eher der interessanter, welcher sich auch selbst lieben kann, als jemand, der mit Wissen prahlt um sein geringes Selbstwertgefühl zu überspielen.

Arbeite an deinem Selbstwert, dann kommt der Rest von allein. Denn wenn du dich selbst lieben kannst, dann hast du auch eine andere (positivere) Ausstrahlung und wirst auch von anderen mehr gemocht.

Man muss nicht vor Wissen und Können strotzen, um gemocht zu werden. Sicherlich ist es für Anerkennung auch nicht förderlich, ein absoluter Vollpfosten zu sein, aber der bist Du garantiert nicht.

Du erinnerst mich ein wenig an manch andere User, die sich furchtbar hässlich finden und davon überzeugt sind, hässlicher sei sonst niemand, und wenn sie ein Bild posten, fragt man sich, durch welchen Zerrspiegel sie sich betrachten...

BSorlxag


auch da lese ich wieder eine Erwartung an dich selber , die du wahrscheinlich nicht erfüllen kannst, da du die oberste Sprosse der Leiter erreichen möchtest ohne die anderen Sprossen zu berühren. Das geht einfach nicht.

Eine nach der anderen und gerade beim Zeichnen sollte es doch Freude machen . Das ist eine Entwicklung, auch wenn du die Fähigkeit dazu hast , bist du nicht sofort ein Meister.

Ein Samenkorn wächst ja auch nicht in Sekundenschnelle zur einer Pflanze.

Aber ich weiß, du wirst dir denken:" bla, bla , bla" ! ;-D da du es nicht anders von dir kennst und wahrscheinlich nicht gelernt hast.

Auch wenn du an dir so zweifelst, habe ich trotzdem das Gefühl, dass da viel Potenzial in deinem Keller steckt , den zu öffnen kann dir mit Hilfe der Therapie gelingen .

Was zeichnest denn? ;-)

Zeichnen macht mir derzeit nur bedingt Spaß. In allen Grundlagen bin ich (wie zu erwarten war) so schlecht, dass es einfach nur frustrierend ist. Jede Zeichnung wird zur "Radier-Orgie".

Deswegen habe ich in den letzten Wochen vorallem Zeichenübungen gemacht um saubere Linien und Größenverhältnisse zu trainieren. Und natürlich die Grundformen. Zur Zeit zeichne ich ein paar Modellautos, die ich noch von früher habe.

Aber wie gesagt: Ich brauche irgendeine Form von Struktur. Auch wenn es jeden Tag nur eine kleine Aufgabe ist.

Das Problem teile ich mit Dir. Ich weiß von vielem einen Hauch, aber von nichts wirklich richtig viel… Und wenn es bei Diskussionen anderer ins eingemachte geht, kann ich nur noch staunend zuhören und nichts mehr beitragen.

Ich glaube, das von Sunflower_73 beschriebene Problem habe ich auch.

Ich habe mich allerdings mittlerweile damit abgefunden, keine Intelligenzbestie zu sein. Um das zu ändern, müsste ich neu geboren werden als Kind anderer Eltern, die mir keine Angst einjagen. Ich glaube, Angst hat Teile meines Gehirns zerstört bzw. an der normalen Entwicklung gehindert.

Dann weißt du ja leider wie das ist :-( Ich hoffe für dich, dass du dennoch zufrieden mit dir selbst und deinem Leben bist!

Ich schließe mich _Parvati_ an:

Man muss nicht vor Wissen und Können strotzen, um gemocht zu werden. Sicherlich ist es für Anerkennung auch nicht förderlich, ein absoluter Vollpfosten zu sein, aber der bist Du garantiert nicht.

Du erinnerst mich ein wenig an manch andere User, die sich furchtbar hässlich finden und davon überzeugt sind, hässlicher sei sonst niemand, und wenn sie ein Bild posten, fragt man sich, durch welchen Zerrspiegel sie sich betrachten...

Diese Nutzer leiden aber wieder an einer Krankheit, die die Selbstwahrnehmung beeinträchtigt. Das ich nicht daran glaube an so einer Form der Störung zu leiden habe ich ja bereits erklärt.

Und nein, man muss nicht besonders viel können oder wissen. Aber man muss etwas können oder wissen. Sonst wird man nur belächelt.

L7ichtLAmHo+rizoxnt


@ Borlag

Diese Nutzer leiden aber wieder an einer Krankheit, die die Selbstwahrnehmung beeinträchtigt.

Einige sicherlich. Aber nicht alle.

Aber man muss etwas können oder wissen.

Ich glaube, Du kannst viel mehr als Du denkst. Wärest Du ein so hoffnungsloser Fall, wie Du Dich manchmal darstellst, wärest Du nicht einmal in der Lage, hier verständlich zu schreiben. ;-)

Dann weißt du ja leider wie das ist :-( Ich hoffe für dich, dass du dennoch zufrieden mit dir selbst und deinem Leben bist!

Es geht so… Es war früher schlimmer.

Seit ich aufgehört habe, einem Idealbild von mir selbst nachzulaufen, bin ich jedenfalls diesbezüglich wesentlich entspannter. Was ich tun kann, tue ich - was nicht geht, geht eben nicht.

Ich habe schon vor einiger Zeit festgestellt, dass mich nie jemand wegen vermeintlich fehlender Kenntnisse und Fertigkeiten abgelehnt oder im Umkehrschluss gemocht hat, sondern dass das meistens relativ unabhängig davon lief. Es gibt eine gewisse Chemie zwischen Menschen - wenn sie stimmt, stimmt sie. Wenn nicht, dann nicht. Sich durch Interessen, die man verfolgt, interessanter zu machen, erhöht die Chancen, dass es dann nicht nur bei einem freundlichen "Hallo" bleibt. Aber so lange der innere Grundsockel nicht da ist - Selbstakzeptanz - helfen einem auch alle Fähigkeiten der Welt nicht. Jedenfalls nie lange…

L=icAhtAmfHoriz\ont


Sonst wird man nur belächelt.

Belächelt werden oft die, die nichts auf dem Kasten haben, sich aber als das Non-Plus-Ultra präsentieren. Also die, bei denen es genau umgekehrt ist wie bei Dir: Sie finden sich selbst ganz toll, aber es fehlt jegliche Grundlage dafür… (Und die Grundlage ist nicht irgendeine antrainierte Fähigkeit.)

B%orlaxg


Einige sicherlich. Aber nicht alle.

Das stimmt natürlich. Einige wollen sicherlich auch nur Lob kassieren.

Ich glaube, Du kannst viel mehr als Du denkst. Wärest Du ein so hoffnungsloser Fall, wie Du Dich manchmal darstellst, wärest Du nicht einmal in der Lage, hier verständlich zu schreiben. ;-)

Ich weiß ja auch nicht. All die Schwächen, die ich bei mir erkenne wirken wie eine Blockade.

Es geht so… Es war früher schlimmer.

Seit ich aufgehört habe, einem Idealbild von mir selbst nachzulaufen, bin ich jedenfalls diesbezüglich wesentlich entspannter. Was ich tun kann, tue ich - was nicht geht, geht eben nicht.

Ich habe schon vor einiger Zeit festgestellt, dass mich nie jemand wegen vermeintlich fehlender Kenntnisse und Fertigkeiten abgelehnt oder im Umkehrschluss gemocht hat, sondern dass das meistens relativ unabhängig davon lief. Es gibt eine gewisse Chemie zwischen Menschen - wenn sie stimmt, stimmt sie. Wenn nicht, dann nicht. Sich durch Interessen, die man verfolgt, interessanter zu machen, erhöht die Chancen, dass es dann nicht nur bei einem freundlichen "Hallo" bleibt. Aber so lange der innere Grundsockel nicht da ist - Selbstakzeptanz - helfen einem auch alle Fähigkeiten der Welt nicht. Jedenfalls nie lange…

Aber Fähigkeiten helfen diese Selbstakzeptanz aufzubauen und zu erhalten. Sicherlich nicht jedem, aber ich denke bei den meisten ist das der Fall.

Belächelt werden oft die, die nichts auf dem Kasten haben, sich aber als das Non-Plus-Ultra präsentieren. Also die, bei denen es genau umgekehrt ist wie bei Dir: Sie finden sich selbst ganz toll, aber es fehlt jegliche Grundlage dafür… (Und die Grundlage ist nicht irgendeine antrainierte Fähigkeit.)

Es ist ja nicht so als könnte ich keinen Kontakt aufbauen. Wer mich nur kurz kennenlernt mag mich in der Regel nicht. Wer auch nur etwas länger mit mir zu tun hat hingegen schon. In der Vergangenheit hatte ich daher auch nie Probleme Freundeskreise aufzubauen. Ob nun in unterschiedlichen Kursen in der Schule oder an der Uni, da hatte ich immer das Glück problemlos von Beginn an Personen kennenzulernen. Aber wenn man einfach nur "da" ist und nichts außer Belanglosigkeiten beizutragen hat, dann fühlt man sich zwangsläufig wie das fünfte Rad am Wagen. Man wird wohl gemocht, eingeladen, mitgenommen aber letztlich wäre es doch egal, wenn man gar nicht da wäre. Es sagt niemand frei heraus, doch man ist in der Rangordnung einfach ganz unten. Und von den anderen Menschen, die einen gar nicht erst richtig kennenlernen wird man belächelt, man erfährt keinen Respekt.

Wer sich selbst wie der tollste Hecht darstellt, aber nichts kann wird natürlich oft ebenso belächelt. Wer aber zumindest ein paar Fähigkeiten besitzt und sich in einer übertriebenen Form darstellt, der wird immer von mehr Leuten akzeptiert werden als der, der so gar nichts kann.

LRichtAm HorJizoxnt


@ Borlag

Aber wenn man einfach nur "da" ist und nichts außer Belanglosigkeiten beizutragen hat, dann fühlt man sich zwangsläufig wie das fünfte Rad am Wagen. Man wird wohl gemocht, eingeladen, mitgenommen aber letztlich wäre es doch egal, wenn man gar nicht da wäre.

Oh, glaub mir, ich kenne das… Aus beiden Perspektiven. Öfter war (bin!) ich in der Position, zwar gemocht und eingeladen zu werden, an und für sich aber egal zu sein. Ich hatte es aber auch schon mit jemandem zu tun, den ich wirklich sehr, sehr lieb und nett fand, aber die Person schwieg meistens, hatte keine richtige Meinung bzw. passte sich in ihrer Meinung oft an, fing nie ein Gespräch von sich aus an, beantwortete nur mal Fragen… Warum das bei dieser Person so ist, weiß ich nicht. Ob sie einfach nichts wusste oder nur zu ängstlich war?

Hätte mir diese Person eines Tages erzählt, dass sie Landesmeister in Wasauchimmer ist oder demnächst eine leitende Position in Firma Sowieso übernimmt, hätte mich das sicherlich erstaunt bis überrascht und ich hätte mehr Bereitschaft gehabt, auf die Person einzugehen. Wenn hinter der Freundlichkeit allerdings gähnende Leere herrscht, ja, worüber soll man dann reden?

Daher verstehe ich Dich schon sehr gut.

Wenn Du aber bisher grundsätzlich in der Lage bist, Freundeskreise zu finden, hast Du das Wichtigste, was Du brauchst, eigentlich schon. Das darfst Du auch nicht unterschätzen. Wenn man den eigenen Wert für so gering hält, sehe ich allerdings die Gefahr, sich später nur noch über erworbene Fähigkeiten zu definieren und diese praktisch als Schutzschild vor sich her zu tragen. Und den Unterschied, ob man "echt" ist oder sich da gerade eine Fassade errichtet hat, merken andere recht schnell.

uAv}g4x1


Das ist doch alles total subjektiv. Dieses beharrliche Festhalten an sowas wie einer Objektivität ist kontraproduktiv. Im Endeffekt ist jeder egal und niemand wird wirklich gebraucht und die Meinung, die man von sich selber hat, ensteht ausschließlich in einem selber.

Mir ist auch gar nicht klar was überhaupt Dein Kernproblem, bzw Dein Ziel ist.

BIorlxag


Oh, glaub mir, ich kenne das… Aus beiden Perspektiven. Öfter war (bin!) ich in der Position, zwar gemocht und eingeladen zu werden, an und für sich aber egal zu sein. Ich hatte es aber auch schon mit jemandem zu tun, den ich wirklich sehr, sehr lieb und nett fand, aber die Person schwieg meistens, hatte keine richtige Meinung bzw. passte sich in ihrer Meinung oft an, fing nie ein Gespräch von sich aus an, beantwortete nur mal Fragen… Warum das bei dieser Person so ist, weiß ich nicht. Ob sie einfach nichts wusste oder nur zu ängstlich war?

Hätte mir diese Person eines Tages erzählt, dass sie Landesmeister in Wasauchimmer ist oder demnächst eine leitende Position in Firma Sowieso übernimmt, hätte mich das sicherlich erstaunt bis überrascht und ich hätte mehr Bereitschaft gehabt, auf die Person einzugehen. Wenn hinter der Freundlichkeit allerdings gähnende Leere herrscht, ja, worüber soll man dann reden?

Daher verstehe ich Dich schon sehr gut.

Wenn Du aber bisher grundsätzlich in der Lage bist, Freundeskreise zu finden, hast Du das Wichtigste, was Du brauchst, eigentlich schon. Das darfst Du auch nicht unterschätzen. Wenn man den eigenen Wert für so gering hält, sehe ich allerdings die Gefahr, sich später nur noch über erworbene Fähigkeiten zu definieren und diese praktisch als Schutzschild vor sich her zu tragen. Und den Unterschied, ob man "echt" ist oder sich da gerade eine Fassade errichtet hat, merken andere recht schnell.

Ich bin erstaunt darüber, dass du, obwohl du meine Hauptprobleme so gut nachvollziehen kannst, eine so ganz andere Einstellung hast als ich. Das kann ich wiederum nicht nachvollziehen ;-D

Eine Art Fassade, die allerdings nicht auf Fähigkeiten basiert habe ich wirklich schon erstellt, denke ich. Ich versuche mir nie etwas anmerken zu lassen, wenn mich jemand kritisiert, etwas hinterfragt oder mich in irgendeiner Form versucht zu prüfen. Ich versuche krampfhaft zu vertuschen, dass hinter mir so gar nichts steckt.

Das ist doch alles total subjektiv. Dieses beharrliche Festhalten an sowas wie einer Objektivität ist kontraproduktiv. Im Endeffekt ist jeder egal und niemand wird wirklich gebraucht und die Meinung, die man von sich selber hat, ensteht ausschließlich in einem selber.

Und sie entsteht, unter anderem, durch die Meinung anderer. Was ich von mir halte hängt zum Teil auch einfach davon ab, was andere von mir halten. Anerkennung ist doch ein wichtiger Faktor für eine gesunde Seele, oder etwa nicht?

Mir ist auch gar nicht klar was überhaupt Dein Kernproblem, bzw Dein Ziel ist.

Das finde ich dann schwierig zu erklären. Ich habe hier doch schon viel (mehr als erhofft) über mich preisgegeben. :-|

E0hem}aligerf Nutzer (>#573x012)


Borlag

Und sie entsteht, unter anderem, durch die Meinung anderer. Was ich von mir halte hängt zum Teil auch einfach davon ab, was andere von mir halten. Anerkennung ist doch ein wichtiger Faktor für eine gesunde Seele, oder etwa nicht?

Umgekehrt wird ein Schuh draus

Das ist leider ein, dich von anderen abhängig machender Trugschluss .

Verstehbar , diese Gedanken sind mir auch nicht so fremd ,nur in abgemilderter Form .

Aber ich weiß, dass es eine Falle ist und ich weiß auch - oder glaube zu wissen, warum dieser Gedanke sich ins Hirn mancher Menschen einbrennt.

Du hast erzählt, dass du so gut wie nie - ehrliche Anerkennung als Kind bekommen hast.

Diese Anerkennung und Liebe sucht der kleiner Borlag in dir heute noch . Als Kind ist man abhängig von der Liebe und Anerkennung der Eltern .

Ich kenne das insofern , dass ich so ein Leistungsliebhabkind war. Hab ich nicht so funktioniert - gab es keine "Liebe" und da ich ein Trotzkind war , wurde die mir oft entzogen.

Zuerst war ich eine Verweigerin , dann hat man mich doch irgendwie gebrochen und ich wurde zur braven "Leisterin" - hach wie schön ]:D , bis ich viel später merkte, dass da was gewaltig schief läuft in mir .

Diese Unabhängigkeit von der Meinung anderer ist mir bis heute noch nicht sehr gut gelungen, doch ich bin mir dessen bewusst und ich mag mich selber trotzdem und immer öfter gern- unabhängig davon , wie mich andere mögen- sehen.

Gibt immer wieder Ausrutscher - mit denen kann ich noch leben, da ich die Kraft finde, immer wieder aufzustehen und daran zu arbeiten - momentan gehts leider nicht -aber das ist eine anderer Geschichte und gehört nicht hier her.

Ich wünsche dir, dass du die Kurve hinbekommst und auch, dass du einfach etwas zeichnest ohne dich selber unter Druck zu setzen und du dich freuen kannst - das ist so ein Minischritt, der sehr befreiend sein kann. :-)

L{ichtASmHorBizont


@ Borlag

Ich bin erstaunt darüber, dass du, obwohl du meine Hauptprobleme so gut nachvollziehen kannst, eine so ganz andere Einstellung hast als ich. Das kann ich wiederum nicht nachvollziehen ;-D

Ich kann es Dir auch nicht erklären. Dafür gibt es keine Worte. Oder anders: Ich finde keine. ":/

Am nächsten kommt da wohl noch die Erklärung von uvg41:

"Wert" als objektive Sache gibt es nicht. Von daher gibt es auch keine objektive Minderwertigkeit. Es gibt nur eine "brauchbarkeit, aus bestimmten Blickwinkeln". Was Du beschreibst ist die "soziale Brauchbarkeit" oder auch den "Wert, den jemand für die Industrie hat".

Wahres Selbstwertgefühl ist davon völlig losgekoppelt. Es ist eine tiefe Akzeptanz und Selbstliebe, einfach ein "per se liebenswert sein, weil man halt auf der Welt ist". Jeglicher "Wert in Abhängigkeit von Leistungen" ist ein pathologisches Konzept und führt, wenn man es in der Kindheit vorgekaut bekommt, zu seelischen Schäden.

Es reicht, zu sagen, "ich bin wertvoll weil Gott mich liebt" (o.ä.). Auch in einer Therapie kann es nur um ein derartiges Selbstwertgefühl gehen.

Jeder mensch, der sich als (wirklich, substanziell) "wertvoll" empfindet und ein (wirklich) gesundes Selbstwertgefühl hat, findet sich "bedingungslos wertvoll, aus sich selber heraus". Jedes Selbstwertgefühl welches an besondere Fähigkeiten gekoppelt ist, ist einer eine narzisstische Fassade (die dazu noch den gewaltigen Druck erzeugt, die Fähigkeiten jederzeit einsetzen zu können und aufrechtzuerhalten).

Aber auch das ist etwas, was nur wie leere Worte und Bla Bla klingt, wenn man nur mit dem Verstand versucht, es nachzuvollziehen. Es ist aber eigentlich eher eine Gefühlssache. Ich war mal wie Du. Irgendwann hat sich etwas verändert. Ich weiß aber nicht, wodurch. (Vom Idealzustand bin ich aber noch sehr weit entfernt.)

Eine Art Fassade, die allerdings nicht auf Fähigkeiten basiert habe ich wirklich schon erstellt, denke ich. Ich versuche mir nie etwas anmerken zu lassen, wenn mich jemand kritisiert, etwas hinterfragt oder mich in irgendeiner Form versucht zu prüfen. Ich versuche krampfhaft zu vertuschen, dass hinter mir so gar nichts steckt.

Ja, auch das ist mir nicht fremd. Teilweise läuft es auch immer noch so. Denn es gibt bestimmte Dinge in mir, die gehen einfach niemanden etwas an. Da halte ich etwas Schönmalerei nach außen für legitim. Wenn ich mich nach außen vollständig authentisch zeigen würde, fühlte ich mich äußerst angreifbar. Das sagt mir allerdings, dass da noch einiges an mir zu bearbeiten ist. Aber immerhin komme ich die meiste Zeit klar...

upvg41


Was ich von mir halte hängt zum Teil auch einfach davon ab, was andere von mir halten.

Wirklich nur zum Teil?

Aber genau das ist doch das Problem - was fehlt, ist eine art "Kern-Selbstwert", der von allen äusseren Meinungen und Anforderungen unabhängig ist. Alles andere baut darauf auf, und wenn das fehlt, wirds schwierig,bzw. es ist vorrangiges therapeutisches Ziel, genau das aufzubauen. Dies zu versuchen, indem man sich "objektiv verbessert", ist auch kontraproduktiv, weil es ja genau um einen Wert der NICHT von irgendwelchen Fähigkeiten/Erfolgen ist geht.

Leute, die ihren Wert von ihren Leistungen abhängig machen, leiden in der Regel genau unter dem Fehlen dieses besagten "elementaren Selbstwerts" und sind vor allem stark burnout-gefährdet.

B&orTlaxg


Das ist leider ein, dich von anderen abhängig machender Trugschluss .

Verstehbar , diese Gedanken sind mir auch nicht so fremd ,nur in abgemilderter Form .

Aber ich weiß, dass es eine Falle ist und ich weiß auch - oder glaube zu wissen, warum dieser Gedanke sich ins Hirn mancher Menschen einbrennt.

Du hast erzählt, dass du so gut wie nie - ehrliche Anerkennung als Kind bekommen hast.

Diese Anerkennung und Liebe sucht der kleiner Borlag in dir heute noch . Als Kind ist man abhängig von der Liebe und Anerkennung der Eltern .

Ich kenne das insofern , dass ich so ein Leistungsliebhabkind war. Hab ich nicht so funktioniert - gab es keine "Liebe" und da ich ein Trotzkind war , wurde die mir oft entzogen.

Zuerst war ich eine Verweigerin , dann hat man mich doch irgendwie gebrochen und ich wurde zur braven "Leisterin" - hach wie schön ]:D , bis ich viel später merkte, dass da was gewaltig schief läuft in mir .

Diese Unabhängigkeit von der Meinung anderer ist mir bis heute noch nicht sehr gut gelungen, doch ich bin mir dessen bewusst und ich mag mich selber trotzdem und immer öfter gern- unabhängig davon , wie mich andere mögen- sehen.

Gibt immer wieder Ausrutscher - mit denen kann ich noch leben, da ich die Kraft finde, immer wieder aufzustehen und daran zu arbeiten - momentan gehts leider nicht -aber das ist eine anderer Geschichte und gehört nicht hier her.

Ich wünsche dir, dass du die Kurve hinbekommst und auch, dass du einfach etwas zeichnest ohne dich selber unter Druck zu setzen und du dich freuen kannst - das ist so ein Minischritt, der sehr befreiend sein kann. :-)

Ich denke du hattest es da noch eine ganz Ecke schlimmer als ich in der Kindheit. Liebe habe ich nämlich immer unabhängig von Leistungen erfahren. Bedingungslose Liebe, die jedes Kind von seinen Eltern erfahren sollte. Ich habe aber schon früh gemerkt, dass dem so ist und das nur für die Eltern gilt. Im Endeffekt wurde alles was ich gemacht habe einfach hingenommen und wenn überhaupt gab es hier und da diese falsche Anerkennung, die ich schon angesprochen habe.

Allerdings ist es interessant zu lesen, dass es denjenigen, die dann (im Gegensatz zu mir) Leistungen bringen auch nicht immer gut geht. :-(

Ich kann es Dir auch nicht erklären. Dafür gibt es keine Worte. Oder anders: Ich finde keine. ":/

Am nächsten kommt da wohl noch die Erklärung von uvg41:

Aber auch das ist etwas, was nur wie leere Worte und Bla Bla klingt, wenn man nur mit dem Verstand versucht, es nachzuvollziehen. Es ist aber eigentlich eher eine Gefühlssache. Ich war mal wie Du. Irgendwann hat sich etwas verändert. Ich weiß aber nicht, wodurch. (Vom Idealzustand bin ich aber noch sehr weit entfernt.)

Ich denke da liegt bei mir das Problem. Mit "Gefühlssachen" konnte ich noch nie viel anfangen um ehrlich zu sein. Ich bin genau so jemand, der schnell etwas dieser Art für "Bla Bla" hält wenn ich die Logik dahinter nicht nachvollziehen kann.

Das soll nicht heißen, dass ich den Beitrag von uvg41 für Quatsch halte. Er wirkt auf mich nur surreal. Ein erhofftes Ideal, das nicht (meiner) Realität entspricht. Deswegen frage ich auch immer nach Erklärungen um zu sehen, ob sich solche konträren Vorstellungen vielelicht doch mit meiner Realität vereinen lassen.

Ja, auch das ist mir nicht fremd. Teilweise läuft es auch immer noch so. Denn es gibt bestimmte Dinge in mir, die gehen einfach niemanden etwas an. Da halte ich etwas Schönmalerei nach außen für legitim. Wenn ich mich nach außen vollständig authentisch zeigen würde, fühlte ich mich äußerst angreifbar. Das sagt mir allerdings, dass da noch einiges an mir zu bearbeiten ist. Aber immerhin komme ich die meiste Zeit klar...

Genau das!

Wirklich nur zum Teil?

Doch das würde ich schon sagen. Denn mein selbsterdachtes "ideales Ich" unterscheidet sich schon hier und da vom "Ideal der Allgemeinheit" (wenn es das überhaupt gibt). Aber einige Kernelemente decken sich dann doch mit den Ansprüchen anderer und kommen wahrscheinlich auch von Außen und nicht von mir selbst.

Aber genau das ist doch das Problem - was fehlt, ist eine art "Kern-Selbstwert", der von allen äusseren Meinungen und Anforderungen unabhängig ist. Alles andere baut darauf auf, und wenn das fehlt, wirds schwierig,bzw. es ist vorrangiges therapeutisches Ziel, genau das aufzubauen. Dies zu versuchen, indem man sich "objektiv verbessert", ist auch kontraproduktiv, weil es ja genau um einen Wert der NICHT von irgendwelchen Fähigkeiten/Erfolgen ist geht.

Leute, die ihren Wert von ihren Leistungen abhängig machen, leiden in der Regel genau unter dem Fehlen dieses besagten "elementaren Selbstwerts" und sind vor allem stark burnout-gefährdet.

Und ich weiß, dass ich mich wiederhole: Das kann (und soll) die Außenwelt aber nicht ändern. Ich werde weiterhin auf Ablehnung stoßen, weil ich Kriterien nicht erfülle. Die Welt in der jeder völlig losgelöst das sein kann, was er will und dennoch gut ankommt ist nicht die Unsere. Wenn Bekannte (und sogar Familie!) nicht mit mir Abends weggehen möchte, weil es aussieht als wären sie mit einem Minderjährigen unterwegs, was für sie beschämend ist . . . was bringt mir dann Kern-Selbstwert? Wenn ich als Trottel abgestempelt und abgelehnt werde, weil mir Grundkenntnisse im Alltag fehlen . . . was bringt mir dann Selbstakzeptanz?

upvg 4x1


tja, da stellt sich die Frage, was Dein Ziel ist.

Gut ankommen bei anderen?

Oder Dein Wohlbefinden davon unabhängig machen, ob Du gut ankommst?

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