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Ich schaff das nicht mehr!?

T)hatsH|owxItIs hat die Diskussion gestartet


Hallo, :)z weiß Gott warum ich hier schreibe aber vielleicht nimmt es mir ja ein bisschen von meiner Last, wenn ich darüber rede.

Ich bin noch recht jung, um genau zu sein 17, klar jetzt denk sich jeder, was kann man wohl für Probleme haben, wenn man noch so jung ist.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie lange ich das noch aushalte. ich gehe in eine Schule, wäre in 2 Jahren fertig, könnte danach studieren. aber ich will nicht, ich kann nicht. Ich will studieren, aber ich will nicht diese Schule machen. Ihr müsst wissen, dass diese Schule speziell für einen Beruf ausbildet. Ich wollte diesen Beruf mal unbedingt erlernen, allerdings stellte ich nach einem Jahr fest, dass es doch nicht so meins ist. Ich suchte mir etwas anderes, hatte Vorstellungsgespräche. Als ich es meiner Familie erzählte, wurde mir klar, wie sehr ich sie enttäusche. Den Blick meiner Oma werde ich nie wieder vergessen.Ich habs also gelassen, bin auf dieser Schule geblieben, dachte es war nur eine Phase. War es nicht.. mittlerweile bin ich öfter zu Hause als in der Schule, ich mache ständig auf krank nur um nicht hin zu müssen. Meine Lehrer merken es langsam, meinen ich habe psychische Probleme, ich soll zur Psychologin. Meine Noten werden immer schlechter, ich geh kaum noch raus, schaffe es nicht mich zu motivieren um den Haushalt oder sonst was zu machen. Ich hab mittlerweile schon täglich Panikanfälle. Mein leben sieht doch so harmlos aus, warum kann ich nicht glücklich sein?

Mit 8 hab ich mich versucht umzubringen, weil meine Eltern leider Alkoholabhängig sind, schon mein ganzes Leben, das ist mittlerweile mein kleinstes Problem. Ich weiß selbst nicht so recht was los ist. Ständig beginnt mein Herz zu klopfen wie verrückt, ich kriege Schweißausbrüchen friere gleichzeitig, bekomme kaum Luft, weine, aber nicht so richtig. Ich verletze mich selbst, schreibe absichtlich schlechte Noten nur damit endlich jemand aufmerksam wird und mir hilft. warum hilft mir keiner? Es ist keine Phase, ich habe das Gefühl es ist bald das Ende meines Lebens. Ich will Medizin studieren, eine Ärztin werde, die den Menschen hilft wieder ein gesunden Leben zu leben. Es gäbe noch andere Schulen, ich wär mit 20 fertig und könnte studieren. Was ist, wenn ich es bereue? Was ist, wenn es ein großer Fehler war? Es gibt dann kein zurück mehr, aber noch länger auf dieser Schule und es ist aus. Wie bringe ich das meiner Familie bei? Mein Cousin ist in einer psychologischen Einrichtung, hast ein Jahr vor dem Abschluss einfach nicht mehr gepackt, und jetzt ich auch noch? Klar es ist mein Leben aber ich kann ihnen das nicht antun? Ich schaff das nicht mehr!!?

Antworten
m`nb


Hallo...

mir fällt in deinen Worten vor allem eines auf: Du trägst die Last deiner Eltern und Großeltern. Indem du für sie Verantwortung übernimmst (indem du es ihnen recht machen willst). Und diese Last erdrückt dich. Vielleicht steckt dahinter auch ein Problem das mehrere Generationen zurück reicht, das könnte erklären, warum es deinem Cousin ähnlich geht wie dir. Ungelöste Themen/Probleme/Traumata vererben sich (auch nicht-genetischer Ebene) teilweise über viele Generationen hinweg, bis eine Person den Mut hat, sich ihrer Vergangenheit und Abhängigkeiten zu stellen und ihr persönliches Problem aufzuarbeiten. Nur so lässt sich der Teufelskreis durchbrechen...

Kurz noch was hierzu:

Ich will Medizin studieren, eine Ärztin werde, die den Menschen hilft wieder ein gesunden Leben zu leben.

Da malst du dir allerdings einiges schön... auch im Bereich der Medizin geht es heutzutage fast überall um Geld und Gewinnmaximierung. Die meisten Ärzte haben auch gar nicht die Zeit, sich richtig um ihre Patienten zu kümmern. Und in manchen Arztberufen kann man finanziell gar nicht mehr überleben, wenn man tatsächlich die Gesundheit seiner Patienten an erste Stelle stellt (Stichworte: Frauenärzte und die Pille, Privatleistungen).

Ich wünsch dir trozdem alles Gute und dass du einen Weg findest, dich aus deinen familiären Zwängen zu befreien und die Entscheidungen für dein Leben zu treffen, die dir wirklich gut tun.

E2hemaligyer Ngutze6r (#57806x9)


Es gäbe noch andere Schulen, ich wär mit 20 fertig und könnte studieren. Was ist, wenn ich es bereue? Was ist, wenn es ein großer Fehler war? Es gibt dann kein zurück mehr, aber noch länger auf dieser Schule und es ist aus.

Du bist wesentlich älter und reifer geworden. Die Angst zu bereuen haben viele Menschen. Ich sehe das aber so: Das, was sich diesem Moment richtig angefühlt hat, war auch das Richtige.

Abgesehen davon ist es so gut wie nie zu spät. Vor allem in deinem Alter.

Wie bringe ich das meiner Familie bei? Mein Cousin ist in einer psychologischen Einrichtung, hast ein Jahr vor dem Abschluss einfach nicht mehr gepackt, und jetzt ich auch noch? Klar es ist mein Leben aber ich kann ihnen das nicht antun? Ich schaff das nicht mehr!!?

Welche Schule ist es denn genau? Und warum wollen deine Eltern unbedingt, dass du sie machst?

Es ist ganz einfach: Lebst du dein Leben nach den Vorstellungen anderer, machst du dich nur selbst kaputt.

P6iko1m234x5


Hallo,

als erstes möchte ich dir sagen, dass Du schon einen riesen Schritt in eine gute Richtung gemacht hast :)^ , weil du über dein Problem redest, bzw schreibst. Wie die anderen auch schon geschrieben haben, ist es dein Leben..NUR DEINS !

Höre auf deinen Bauch und gehe den Weg wie du es meinst.

Ich selbst habe 2012 meine 22 Jahre alte Tochter durch Suizid verloren. :°( Sie konnte sich leider nicht öffnen !

Von daher bist du auf einem guten Weg....

Wie ich gelesen habe, sind deine Eltern Alkoholiker. Bist du der Meinung, dass sie eine objektive Sichtweise haben, oder nur wollen, dass Du ihren nicht geschafften Traum leben oder sie nachher sogar aushalten sollst?

Hast du die Möglichkeit, durch verlassen der Schule, auch in ein neues Umfeld zu kommen?

Wo siehst du dich in naher oder mittlerer Zukunft?

Kennst du das Adenauer Kreuz ? (schriftlicher Wegbegleiter für schwierige Situationen )

Du nimmst ein Blatt Papier, zeichnest dort ein waagerechten Strich im oberen Bereich und einen senkrechten Strich in der Mitte von dem Oberen. Eine Seite Pro, die andere Seite Contra.

Darunter schreibst du für dich das Positive oder Negative deiner wichtigen Fragen oder Entscheidungen.

Glaubst du, dass deine Oma es möchte das es dir schlecht gehen soll, du Bauchschmerzen hast und du das selbe erleden sollst, wie dein Cousin?

Ich wünsche mir für dich, dass du die Kraft hast, dir Hilfe zu holen. Es gibt Möglichkeiten, in objektiven Gesprächen, deine schwere Situation aufzuarbeiten. Vielleicht ergibt sich daraus ein völlig neuer Weg für dich. Was war dein Kindheits-Berufs-Traum?

Tnhhats!HowItRIs


Hallo Piko12345 ,

zunächst tut es mir sehr leid wegen deiner Tochter.

Ich weiß, dass es mein Leben ist aber ich habe das Gefühl ich habe völlig die Kotrolle darüber verloren. Meine Oma wollte diesen Beruf immer machen, freut sich extrem wenn ich aus der Praxis erzähle. Ich habe ihr schon oft gesagt, dass es mir nicht gut geht und ich das ganze anzweifle, es war ihr jedoch egal. Aus mir soll das werden, was sie nicht geschafft hat. Ich weiß es ist total dumm, dass ich das trotzdem deswegen mache, aber ich weiß selbst nicht warum.

Das mit der Zukunft kann ich nicht wirklich sagen, das ist das Problem. Ich rede manchmal mit einer Lehrerin darüber, würde mir auch Hilfe holen nur irgendwie habe ich das Gefühl, ich darf nicht unglücklich sein, weil es Leute gibt denen es viel schlechter geht. und ich will niemanden nerven. Wie soll mir geholfen werden, wenn ich nicht mal selbst weiß was ich will oder was los ist?

Ich habe einfach viel zu sehr Angst vor falschen Entscheidungen, ich habe angst dass das Leben zu kurz ist, ich keinen Beruf finde, kein Geld hab. Ich hab einfach so angst, auch angst dass ich mein Leben nie wieder auf die Reihe bekomme..

Mein Kindheits-Berufs-Traum war vieles, unter anderem Ärztin, weil ich immer wieder gemerkt hab, dass mir das einfach liegt. Aber ich habe dennoch angst, dass ich das nicht schaffe oder nicht versuche und dann mit 40 da sitze und alles total bereue..

ajuch;soeinxe


Meine Oma wollte diesen Beruf immer machen, freut sich extrem wenn ich aus der Praxis erzähle...

Aus mir soll das werden, was sie nicht geschafft hat

Ich glaube, genau da liegt der Knackpunkt.

Dass es "total dumm" ist, schreibst du selber. Aber du bist Du und nicht deine Oma! Du musst den Beruf erlernen und ausüben, der DIR Spaß macht und nicht die verlorenen Träume und nicht erreichten Ziele einer außenstehenden Person umsetzt.

Es wäre in meinen Augen eher die falsche Entscheidung, den von dir eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Du merkst schon jetzt, in der Ausbildung, dass es nicht dein Ding ist, dass du etwas anderes möchtest. Entsprechend reagierst du drauf - körperlich und seelisch.

Du solltest dir selbst am wichtigsten sein. Deine Oma wird irgendwann nicht mehr da sein - aber du bist dann noch da und hast noch 30 oder 40 Jahre Berufsleben vor dir, in einem Beruf, der dir keinen Spaß macht, der dir schlimmstenfalls total zuwider ist?

l_ivinMgSonlinxe


@ ThatsHowItIs

Es ist DEIN Leben. Strebe an, Ärztin zu werden, wenn Du es möchtest.

Ok, der Blick deiner Oma...aber Du wurdest nicht geboren, um anderen gefällig zu sein und anderer Leute Wünsche zu erfüllen. Klar bringt einen das emotional blöde Gefühle, wenn andere enttäuschen muß. Aber das ist immer noch besser, als wenn Du nach den Wünschen anderer lebst. Du würdest kreuzunglücklich.

Und ob man mitten im Studium die Sache bereut, weiß man vorher nie. Die anderen Studenten können da auch keine Sicherheiten abgeben.

Und wenn Deine Oma ok ist, wird sie sich für Dich freuen, wenn Du DEINEN Weg einschlagen kannst.

Wenn sie auf Dauer die Beleidigte spielt, weil Du nicht nach ihren Vorstellungen lebst, hast Du sogar ehr noch das Recht sauer auf sie zu sein, denn das ist megaegoistisch, soetwas zu erwarten.

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