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Depressionen, finde meinen Weg nicht mehr

siunset_x2015


Sorry, der Rest kommt morgen. Weitere dreimal alles abgestürzt und der Lappi hängt... :(v %-| >:(

S1avi*ouxr


Ich leide auch schon seit meiner Kindheit unter Depressionen. Die Ärzte sind wirklich zu nichts zu gebrauchen. Wenn du es am Ende nicht schaffst, suchen sie die Schuld auch noch bei dir, aber sie können dich bei Eigengefährdung in die Psychiatrie einweisen, wo im Endeffekt auch nicht viel in Richtung Verbesserung passieren muss (aber kann), außer, dass sie dort rechtliche Handhabe (also Kontrolle) über dich haben.und dich erst entlassen, wenn es dir wirklich besser geht oder du so tust, als wenn dies der Fall ist.

Ich halte dieses System für die reinste Verarsche, weil ich genügend Leute kenne, die trotz Therapie nicht weiterkommen und am Ende eigentlich ein beschissenes Leben geführt oder die Konsequenz daraus gezogen haben und sich umgebracht haben.

Natürlich ist im Moment alles sch****, aber irgendwann wird es definitiv wieder besser.

Das muss nicht sein. Es kann genauso gut schlechter werden oder gleich bleiben.

Wie es scheint solltest du erst mal dringend medikamentös eingestellt werden, damit du die Depris los wirst.

Ich bin bei Medikament Nr. 30 angelangt und es geht mir nach wie vor sehr schlecht. Die Medikamente sind der letzte Scheiß und manchmal habe ich den Eindruck, dass sie nur darauf abzielen, bei Menschen zu wirken, die das auch glauben (Placeboeffekt).

Mach dir keinen Kopf - im Ernstfall kannst du dich natürlich an's Forum wenden und wir finden eine Lösung.

Welche denn? Dass ihr die Bullen ruft, die sie abholen, wenn es ihr richtig schlecht geht? Irgendwann kommt sie wieder raus und dann geht das Spiel von vorne los.

Irgendwann sagte sie "Ich kann Ihnen nicht mehr helfen."

Das ist wenigstens ehrlich. Meine Ärzte lügen mich seit fünfzehn Jahren an. Zu mir sagen die nur mehr:"versuchen sie es weiter". Dass das keine Hilfe ist, sollte selbst dem Dümmsten einleuchten.

Und wenn es in Richtung "keine Lust mehr zu leben" geht, versteht sie mich auch nicht mehr.

Ich verstehe dich. Dieses Leben ist für manche Menschen einfach nur eine Belastung. Tu dir das Unverständnis derjenigen, denen die Sonne aus dem Arsch lacht oder die es nicht verstehen wollen, nicht an. Ich weiß, wie hart das ist. Es ist wie, wenn man dir auch noch die Schuld geben würde, dass du so denkst.

Es gibt mir noch mehr das Gefühl, dumm, unfähig, nutzlos usw. zu sein, was ich ja eh sehr schnell habe bei mir selbst.

Ich habe einen Job, hatte aber lange Zeit keinen und ich kenne dieses Gefühl. Diese Gesellschaft macht ihre eigenen Leute kaputt, indem sie ihnen vermittelt, nichts wert zu sein, wenn man keinen Job hat. Wird einmal Zeit umzudenken, denn in meinem Land gibt es fast 500.000 Arbeitslose. Es ist nicht deine Schuld und ich hoffe, dass du noch lernen wirst, dass du auch etwas wert bist, wenn du keinen Job hast. @:)

Ich will und kann nicht mehr lange so damit leben.

Ich glaube dir, aber auch irgendwie wieder nicht. Ich lebe seit 35 ein total sinnloses Dasein. Es ist möglich, wenn auch nicht schön für den Betroffenen und ein echter Kampf zeitweise.

Fakt ist, dass ich an das Trauma muss und das ist in der Psychiatrie wohl nicht so möglich.

Oh, mein Gott - lauter Idioten. Typisch Psychiater. Du müsstest in eine spezielle Traumatherapie. DIE sagen, dass es Hilfe bei Depressionen gibt, also müssen auch DIE dafür sorgen, dass das die Realität ist. Nicht du. Du musst nur Interesse bekunden und so, wie es deinen Möglichkeiten entspricht, am Ball bleiben.

Mi****auch. Irgendwie habe ich es nie geschafft, das aufzuarbeiten.

Diesen Anspruch solltest du nicht an dich stellen. Es ist eine schwere Sache, die den Menschen in den meisten Fällen ein Leben lang begleitet, was nicht bedeuten soll, dass man nicht auch gut damit leben kann. Ich kenne einige Beispiele, aber auch die sagen, dass es schwer ist.

Hatte mir Unterstützung gewünscht und fühle mich total hängengelassen.

Aber im Krisennummern im Internet veröffentlichen sind sie Weltmeister. Wenn es darauf ankommt, wissen sie keinen Rat. Du bist nicht allein.

"Ich kann Ihnen nicht mehr helfen"

Gut, dass du das hier schreibst. Glaubst du, du kannst eine Bewertung veröffentlichen, damit andere Patienten nicht auch diesen Unsinn mitmachen müssen mit dieser unfähigen Person?

"manche Sachen müssen eben getan werden"

So würde ich gar nicht mir reden lassen. Da würde ich schon sagen:"dann muss ich mich eben umbringen" Mal schauen, was die darauf sagt.

wieso sie meint, Dir nun nicht mehr helfen zu können?

Sie können es einfach in manchen Fällen nicht.

E7hem0aliger @Nut$zer (#578806x9)


sunset_2015

Allerdings, ja. Ich fühle mich noch mehr allein als vor dem Termin. Nun weiß ich, dass sie nicht unbedingt eine Ansprechpartnerin für mich und meine Probleme ist. :|N

Nur haben diese Kliniken auch immer so lange Wartezeiten... ich kann ja nun nicht über ein Jahr noch zu Hause bleiben... es ist alles so kompliziert und ja, es ärgert mich wirklich, dass ich mit ihr nicht darüber reden kann. Es ist schließlich ihr Job...

Mag sein, aber wenn du nichts unternimmst, wird sich auch nichts ändern. Lange Wartezeiten sind da das geringste Übel.

Was spricht dagegen 1 Jahr zuhause zu bleiben und sich um seine Gesundheit zu kümmern? Manchmal ist so etwas notwendig - und das ist okay.

Was deine Psychiaterin betrifft: Ich persönlich hätte mich durch ihre Reaktion auch im Stich gelassen gefühlt. Allerdings kann ich natürlich nur das beurteilen, was du aus dem Gespräch geschildert hast.

Denkst du, es hätte etwas verändert, wenn sie verständnisvoller reagiert hätte? Welche Reaktion hättest du dir gewünscht?

Wenn du dich bei ihr nicht gut aufgehoben fühlst, solltest du eventuell über einen Wechsel nachdenken. Allerdings haben auch andere Psychiater nur beschränkte Möglichkeiten dir zu helfen. Gut möglich, dass die Reaktion eines anderen Psychiaters zumindest inhaltlich nicht anders ausgefallen wäre.

L"aure"n B.


Da würde ich schon sagen:"dann muss ich mich eben umbringen" Mal schauen, was die darauf sagt.

Da das ganz deutlich erkennbar eine Wut- und Trotzreaktion wäre, würde sie daraufhin vielleicht sagen: "Dann müssen Sie das eben tun!"

Unerwartete Reaktionen von Psychiatern & Co. werden schnell übelgenommen; die Enttäuschung und der Zorn ist groß, wenn die Übertragung auf "Vater" bzw. "Mutter" nicht funktioniert. Manchmal ist aber die Intention eine andere: Es geht nicht nur darum, dem Patienten auf Dauer eine Schulter zum Anlehnen und Ausweinen zu bieten. Zielführender aus Sicht des Therapeuten kann sein, sein Denken und Fühlen in eine andere Richtung zu bewegen. Und dazu ist auch schon mal anscheindende "Härte" notwendig, wörtlich die "Not wendend"

E}hem%aliger Nutizer (#578p069)


Saviour

Die Ärzte sind wirklich zu nichts zu gebrauchen. Wenn du es am Ende nicht schaffst, suchen sie die Schuld auch noch bei dir

Psychiater diagnostizieren Krankheiten und verschreiben Medikamente. Das würde ich keinesfalls als "zu nichts zu gebrauchen" bezeichnen. ;-)

Bei psychischen Erkrankungen geht es nicht um Schuld, sondern um Verantwortung. Die wird bei einem Suizid auch nicht zwangsläufig nur dem Patienten zugeschoben. Manchmal gelingt es eben nicht, einem Patienten rechtzeitig zu helfen.

Ich halte dieses System für die reinste Verarsche, weil ich genügend Leute kenne, die trotz Therapie nicht weiterkommen und am Ende eigentlich ein beschissenes Leben geführt oder die Konsequenz daraus gezogen haben und sich umgebracht haben.

Es gibt auch genug Menschen, denen durch dieses "System" geholfen wurde. Was ist daran also Verarsche?

Dass manchen Menschen nicht geholfen werden konnte, liegt nicht zwangsläufig an den Ärzten, Therapeuten oder Therapien. Oft liegt es auch an den Personen selbst.

Ich frage mich allerdings, woher du diese vielen, gescheiterten Patienten kennst. Gibt es dafür einschlägige Foren, in denen man seinem Ärger Luft macht? ;-)

Natürlich ist im Moment alles sch****, aber irgendwann wird es definitiv wieder besser.

Das muss nicht sein. Es kann genauso gut schlechter werden oder gleich bleiben.

Das ist unwahrscheinlich. Ihre Depression scheint eine Reaktion auf den Verlust von Arbeitsplatz und Therapeuten zu sein. Das ist aber kein dauerhafter Zustand und darauf bezog sich auch meine Aussage. Abgesehen davon bin ich auch der festen Überzeugung, dass auch die schlimmsten Zeiten irgendwann vorüber gehen.

Ich bin bei Medikament Nr. 30 angelangt und es geht mir nach wie vor sehr schlecht. Die Medikamente sind der letzte Scheiß und manchmal habe ich den Eindruck, dass sie nur darauf abzielen, bei Menschen zu wirken, die das auch glauben (Placeboeffekt).

Medikamente lösen keine Probleme, sie stellen lediglich eine Unterstützung dar. Manchen Patienten helfen sie auch gar nicht, das kann passieren. Deswegen sind sie aber nicht "der letzte Scheiß".

Übrigens ist es auch zweitrangig aus welchen Gründen Medikamente wirken. Hauptsache ist, dass sie es tun.

Mach dir keinen Kopf - im Ernstfall kannst du dich natürlich an's Forum wenden und wir finden eine Lösung.

Welche denn? Dass ihr die Bullen ruft, die sie abholen, wenn es ihr richtig schlecht geht?

"Im Ernstfall" bezog sich auf den Termin und fehlende Unterstützung, nicht auf einen möglichen Suizidversuch. (Die TE wirkte auf mich bisher nicht suizidgefährdet.)

Irgendwann kommt sie wieder raus und dann geht das Spiel von vorne los.

Kannst du hellsehen? Es gibt durchaus Menschen, denen eine Zwangseinweisung das Leben gerettet hat.

Ich verstehe dich. Dieses Leben ist für manche Menschen einfach nur eine Belastung. Tu dir das Unverständnis derjenigen, denen die Sonne aus dem Arsch lacht oder die es nicht verstehen wollen, nicht an. Ich weiß, wie hart das ist. Es ist wie, wenn man dir auch noch die Schuld geben würde, dass du so denkst.

Den wenigsten Menschen lacht die Sonne aus dem Arsch. Dass manche Menschen die Gefühle und Gedanken depressiver Menschen nicht nachvollziehen können, ist verständlich. Mit Aufklärung kann man sein Umfeld aber trotzdem zugänglicher für das Thema Depressionen machen.

Diese Gesellschaft macht ihre eigenen Leute kaputt, indem sie ihnen vermittelt, nichts wert zu sein, wenn man keinen Job hat.

Die Menschen sind die Gesellschaft. Übrigens ist die gesellschaftliche Ansicht wohl eher, dass Menschen, die nicht arbeiten wollen, nichts wert sind. Ein Verlust des Arbeitsplatzes kann jedem passieren.

Oh, mein Gott - lauter Idioten. Typisch Psychiater. Du müsstest in eine spezielle Traumatherapie. DIE sagen, dass es Hilfe bei Depressionen gibt, also müssen auch DIE dafür sorgen, dass das die Realität ist. Nicht du. Du musst nur Interesse bekunden und so, wie es deinen Möglichkeiten entspricht, am Ball bleiben.

Die Realität ist, dass es Hilfe bei Depressionen gibt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Patient zurücklehnen kann und "DIE" dafür sorgen, dass man psychisch gesund wird. Die Verantwortung, notwendige Hilfe zu bekommen und zu nutzen, liegt letztendlich bei jedem selbst.

Mi****auch. Irgendwie habe ich es nie geschafft, das aufzuarbeiten.

Diesen Anspruch solltest du nicht an dich stellen. Es ist eine schwere Sache, die den Menschen in den meisten Fällen ein Leben lang begleitet, was nicht bedeuten soll, dass man nicht auch gut damit leben kann. Ich kenne einige Beispiele, aber auch die sagen, dass es schwer ist.

Ich bin sehr wohl der Ansicht, dass sie diesen Anspruch an sich selbst stellen kann und soll. Natürlich ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit ein langwieriger Prozess, aber es ist durchaus machbar und erstrebenswert.

Wenn es darauf ankommt, wissen sie keinen Rat. Du bist nicht allein.

Was für ein Blödsinn.

Gut, dass du das hier schreibst. Glaubst du, du kannst eine Bewertung veröffentlichen, damit andere Patienten nicht auch diesen Unsinn mitmachen müssen mit dieser unfähigen Person?

Einem Patienten an einem gewissen Punkt nicht mehr weiterhelfen zu können klassifiziert einen also als "unfähig"?

(Das ist übrigens eine rhetorische Frage.) :=o

"manche Sachen müssen eben getan werden"

So würde ich gar nicht mir reden lassen. Da würde ich schon sagen:"dann muss ich mich eben umbringen" Mal schauen, was die darauf sagt.

Das wirkt wie die Reaktion eines trotzigen Kindes. Unabhängig davon ob diese Aussage der Ärztin im Fall der TE unsensibel war oder nicht, ist so eine Reaktion - nur um zu provozieren - wohl mehr als unreif.

wieso sie meint, Dir nun nicht mehr helfen zu können?

Sie können es einfach in manchen Fällen nicht.

In seltenen Fällen kann einem Patienten nicht (sofort) geholfen werden.

In diesem Fall hat die Ärztin einfach nicht die notwendige Handhabe und empfahl der TE deswegen einen Klinikaufenthalt. Jeez.


Ich war heute ziemlich geschockt, als ich diesen Beitrag gelesen habe. Vor allem verstehe ich nicht, inwiefern dieser negative, gramerfüllte Beitrag der TE weiterhelfen soll. Das einzige Motiv, dass ich dahinter erkennen kann, ist der eigenen Verbitterung Luft zu machen. Widerlich.

So wie du in deinen Beiträgen auf mich wirkst, wundert es mich auch nicht, dass dir bisher niemand weiterhelfen konnte. Einfach mal so, zum nachdenken.

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@ Kleio

Könnte Dir jemand dabei helfen, die Bewerbungen zu schreiben?

Ja, eine Freundin würde mir helfen, sie kennt sích da gut aus.

Könnte Dir denn die Therapeutin keine Empfehlung geben oder für eine ambulante Therapie überweisen? Ich weiß, Du bist vom letzten Gespräch enttäuscht, aber bis dahin warst Du ja zufrieden.

Nein, sie kennt keinen, sagt sie, der freie Plätze hat. Ich soll die Krankenkasse wg. einer Liste anrufen und rumtelefonieren. Ihr Wortlaut "Das ist aber auch wieder Arbeit". Als ich sie fragte, ob sie mir ggf. eine Bescheinigung schreiben würde, dass die Therapie nicht aufzuschieben ist, falls ich eine Privatpraxis finden würde meinte sie "theoretisch ja, praktisch können Sie einen Kassentherapeuten suchen"…

Hast Du denn Dinge gelernt, die Dir dann geholfen haben, stabil zu bleiben.

Erstmal hat mir mein Job auch geholfen. Tagesstruktur, das Gefühl, gebraucht und geschätzt zu werden und das Gefühl nach Feierabend, etwas geschafft zu haben, das alles tat mir (meist) sehr gut.

Sonst… Aktivitäten, raus, Freunde treffen… das alles hilft bis zu einem bestimmten Zeitpunkt – ab dem geht dann gar nichts mehr. Vorteil des Jobs ist natürlich, dass ich gar keine Chance hatte, überhaupt im Bett zu bleiben und mich zu isolieren.

Welche Art der Sicherheit hat dir die Theapeutin gegeben? Die Arbeit hast ja eigentlich Du gemacht.

Ich hätte sie jederzeit anrufen können, wenn es ganz schwarz wurde. Ich habe es nie gemacht, aber das Gefühl, dass ich es könnte, dass sie mir helfen würde, gab mir Sicherheit. Wenn ich im Alltag unsicher war wg. irgendwas, haben wir es kurz besprochen und ich hab' mich meist besser gefühlt. Sie gab mir das Gefühl, normal zu sein. Daran zweifel' ich oft, wenn ich anders denke/fühle, als Nicht-Depressive…

Wie könnte der Tagesablauf ausschauen? Ich meine jetzt kein Ideal, sondern wo könntest Du Verbesserungen machen, die Dir auch Energie geben? Also ein kleiner Schritt zur Verbesserung Deines Tagesablaufes?

Mehr rausgehen tut mir gut… kann sein, dass es auch gut wäre, Sport anzufangen (hoffe ja grad auf genug Motivation in meinem anderen Faden, dass ich den Hintern hochkriege), unter Leute… es fällt eben unglaublich schwer, mich zu überwinden… jeden Abend denke ich, dass es nächsten Tag aber besser wiird. Und? Nichts wird besser. :-(

Was wäre denn realistisch? Was könntest Du schaffen? Was willst Du schaffen?

Ich bin zerrissen nach wie vor. Es sind zwei Extreme, Job oder Klinik… ich hab' mir gewünscht, dass sie als Fachärztin meine Situation mal konkret einschätzen kann – aber gut, zuviel verlangt. Fühl' mich grad total allein und weiß nicht, was ich noch machen soll, zu wem ich gehen soll... :°(

Ja, das stimmt und das möchte ich auch wirklich angehen. Früher hatte ich so eine Angst vor dem Thema, ich dachte immer, es zieht mich völlig runter, wenn ich darüber spreche und es an mich heranlasse. Zum Glück ist das nicht mehr so und ich will es rauslassen.

Das kannst Du zum Teil ja auch hier machen, oder?

Puh… theoretisch schon… ich hab' immer Angst, darüber zu schreiben, wenn dann keiner da ist, der mich auffangen könnte… so war es oft. Aber vielleicht ist die Angst auch unbegründet.

Willst Du es denn tun? Muss ist halt schon in der Redewendung etwas, das einen selbst stressen kann. Du möchtest es ja doch auch tun, oder? Das wäre auch ein positiverer Zugang.

Eigentlich mag ich das Wort Muss auch gar nicht und es gibt mir auch eher ein schlechtes Gefühl. "Ich muss gar nichts, ich muss nur sterben". Wobei es mir hier gar nicht aufgefallen war. :-o Ja, ich weiß, dass es wohl der einzige Weg ist nochmal zu probieren, ob es mir nicht besser gehen kann, also möchte ich es wohl probieren. ;-) Dennoch schaffe ich Anruf nicht, da ich zusätzlich so ungern telefoniere...

sHuOnseyt_2x015


@ nothofaga

Warum bist du (noch) nicht krankgeschrieben? In deiner jetztigen Verfassung bist du doch gar nicht arbeitsfähig

Ich wollte das am Freitag mit ihr besprechen, wollte sie fragen, ob sie mich ggf. krankschreiben könne, bevor ich arbeitslos werde, damit der Druck von der Arbeitsagentur mich nicht zusätzlich fertig macht. Aber dazu kam ich ja gar nicht. Se sagte dann "Ich wünsche Ihnen viel Glück". Heute macht mich dieser Satz fast wütend, weil ich mich gar nicht ernstgenommen fühle. Ich weiß auch gar nicht, wo ich mich krankschreiben lassen könne da ich fast davon ausgehe, dass sie mich nicht krankschreiben wird. Klinik oder Job eben…

Bin in fast exakt der gleichen Situation: Im März 2015 habe ich meinen Job unverschuldet verloren. Bin dann allmählich wieder in die Depression gerutscht ( mein treuer Begleiter seit ca 15 Jahren, hab das mal mehr mal weniger gut im Griff).

Mich begleitet die Depression auch schon 13 Jahre… ich wollte sie fragen, wie sie meine Chancen sieht, nochmal gesund zu werden, weil ich oft daran verzweifle, dass ich eben denke, es wird nie besser werden. Das war mir wichtig, aber es war ja nicht möglich, mit ihr weiter zu reden.

Der Druck vom Arbeitsamt war in der Situation nicht gerade hilfreich. Es gibt allerdings beim Arbeitsamt für "Fälle" wie uns auch Hilfe: Psychologischer Dienst (dazu kann dir ggf. dein Vermittler was sagen) oder die sog. Ganzheitliche Integrationsberatung. Bei diesen Mitarbeitern kann man evtl mit etwas mehr Verständnis rechnen.

Hast Du das Angebot angenommen und mit so jemandem gesprochen?? Sind sie denn auf der Seite der Arbeitssuchenden, bringt es was?

Aber- so wie du deine Situation schilderst, bist du z.Zt. nicht arbeitsfähig. Wenn du dich jetzt krankschreiben lässt, bekommst du noch 6 Wochen lang Lohnfortzahlung und danach Krankengeld. Ich würde nicht bis zum Bezug von ALG 1 warten, denn sonst wird das Krankengeld danach bemessen. Aber da würde ich mich an deiner Stelle nochmal konkret schlau machen.

Ja, hatte mich da im Internet schon reingelesen. Momentan weiß ich nicht, wer mich krankschreiben soll, sollte ich nicht n die Klinik gehen, s.o..

Ich bin z.Zt. in einer psychosomatischen Akutklinik (keine Psychatrie) und obwohl es hier auch wenig Einzelgespräche gibt, tut mir einfach der Tapetenwechsel und die Struktur (morgens aufstehen, geregelte Mahlzeiten etc) gut. Erkundige dich doch evtl. mal nach spez. Traumakliniken.

Diese Traumakliniken haben leider so lange Wartezeiten (bis zu einem Jahr) und dann müsste ich ja mal einen neuen Job haben… lässt sich grad ganz schwer vereinbaren. Aber eigentlich wollte ich das Gespräch in die Richtung bekommen, zu besprechen, was ich tun kann und soll… aber gut. :-(

Ich wünsch' Dir jedenfalls viel Erfolg bei Deiner Therapie und dass es Dir bald besser geht!! :)* :°_

sKuns<etu_201x5


@ Saviour

Wenn du es am Ende nicht schaffst, suchen sie die Schuld auch noch bei dir, aber sie können dich bei Eigengefährdung in die Psychiatrie einweisen, wo im Endeffekt auch nicht viel in Richtung Verbesserung passieren muss (aber kann), außer, dass sie dort rechtliche Handhabe (also Kontrolle) über dich haben.und dich erst entlassen, wenn es dir wirklich besser geht oder du so tust, als wenn dies der Fall ist.

Das mit der Einweisung kenne ich auch. Meine ehemalige Psychiaterin sagte damals "Entweder Sie gehen freiwillig, oder ich muss Sie zwangseinweisen." Also bin ich "freiwillig" und war im Nachhinein froh, dass es so gelaufen ist. Man sagte mir, wenn man freiwillig kommt, kann man freiwillig gehen.

Ich halte dieses System für die reinste Verarsche, weil ich genügend Leute kenne, die trotz Therapie nicht weiterkommen und am Ende eigentlich ein beschissenes Leben geführt oder die Konsequenz daraus gezogen haben und sich umgebracht haben.

Aber welches System würde "uns" sonst helfen ???

Welche denn? Dass ihr die Bullen ruft, die sie abholen, wenn es ihr richtig schlecht geht? Irgendwann kommt sie wieder raus und dann geht das Spiel von vorne los.

Puh… also ehrlich gesagt hoffe ich ja manchmal noch, dass es sich mal bessert…

Ich lebe seit 35 ein total sinnloses Dasein. Es ist möglich, wenn auch nicht schön für den Betroffenen und ein echter Kampf zeitweise.

So, wie es jetzt ist, würde ich definitiv kein Jahr mehr weiterleben. Aber in der Vergangenheit gab es immer wieder bessere Zeiten… und darauf hoffe ich noch und ich hoffe auch immer noch irgendwie, dass es sich auf Dauer bessert.

Gut, dass du das hier schreibst. Glaubst du, du kannst eine Bewertung veröffentlichen, damit andere Patienten nicht auch diesen Unsinn mitmachen müssen mit dieser unfähigen Person?

Dazu muss ich sagen, dass ich bis jetzt mit ihr zufrieden war. Jetzt bin ich verärgert über ihr Verhalten, weiß aber auch, dass sie in manchen Dingen einfach recht hat. Wie gesagt bin ich verärgert, aber als unfähig o.ä. würde ich sie nicht bezeichnen.

Da würde ich schon sagen:"dann muss ich mich eben umbringen" Mal schauen, was die darauf sagt.

"Dann kriegen Sie jetzt eine Zwangseinweisung".

Ich möchte immernoch ein bisschen Hoffnung bewahren und darauf setzen, dass es, wenn ich den Knackpunkt allen Übels bearbeitet habe, besser werden kann und wird!!

Wenn ich keine Hoffnung mehr habe… dann würde ich Schluss machen… die Hoffnung, auch wenn sie oft nicht mehr da ist, ist sooo wichtig… :)z

s(unsetu_2015


@ Antfortas

Mag sein, aber wenn du nichts unternimmst, wird sich auch nichts ändern. Lange Wartezeiten sind da das geringste Übel.

Mit diesem Satz müsste ich meine Wohnung tapezieren… ;-)

Was spricht dagegen 1 Jahr zuhause zu bleiben und sich um seine Gesundheit zu kümmern? Manchmal ist so etwas notwendig - und das ist okay.

Das stimmt und ich habe es auch schon gemacht… wenn es helfen würde, wäre es das wert!!

Denkst du, es hätte etwas verändert, wenn sie verständnisvoller reagiert hätte? Welche Reaktion hättest du dir gewünscht?

Ja, es hätte etwas geändert… ich hätte gern mit ihr besprochen, was ich nun tun kann/soll… das war aber nicht mehr wirklich möglich.

Was ich mir gewünscht hätte. Also keine so spitzen Kommentare auf jeden Fall. Ein bisschen Mutmachen wäre mir sehr wichtig gewesen. Finde das in ihrem Job auch mehr als nötig. KEIN Mitleid/Bemitleiden oder sowas in der Art, nur Mutmachen. Kann auch nur von mir sprechen, aber bisher hat mir sowas sehr geholfen.

Wenn du dich bei ihr nicht gut aufgehoben fühlst, solltest du eventuell über einen Wechsel nachdenken. Allerdings haben auch andere Psychiater nur beschränkte Möglichkeiten dir zu helfen. Gut möglich, dass die Reaktion eines anderen Psychiaters zumindest inhaltlich nicht anders ausgefallen wäre.

Dass sie mir nicht helfen kann momentan, kann ich sogar noch nachvollziehen. Sie macht hauptsächlich die medikamentöse Schiene und da ist anscheinend alles gut. Aber wie gesagt, ein bisschen Verständnis und nicht solche Kommentare, das hätte mir schon gereicht. Und ich finde es irgendwie echt Sch***e, so ein Gespräch, in dem ich von Suizidgedanken sprach, mit dem Satz "Ich wünsche Ihnen Glück" zu beenden. :(v

Bin erst ein Jahr bei ihr. Sie hatte damals gar keine Wartezeit, wo ich woanders bis zu einem Jahr hätte warten müssen. Also so schnell kann ich nicht wechseln, aber ich beschränke es auf nur noch Rezepte abholen.

Seavixour


"Dann müssen Sie das eben tun!"

So eine ähnliche Situation hatte ich bereits und hinterher hat sich der Psychiater bei mir entschuldigt. Glaube mir, es wäre kein guter Umgang mit mir.

Und dazu ist auch schon mal anscheindende "Härte" notwendig

Trotzdem muss man wissen, mit welcher Person man es zu tun hat, glaube mir. Ich kann dir verraten, dass die Gesundheitsbeauftragte der Stadt der Institution ordentlich eins über den Deckel gezogen hat, als sie das erfahren hat. Kein Wunder, wenn einem die Bullen wenig später von der nächsten Brücke runterholen müssen. Zu mir ist man als Psychiater am besten nicht dumm ;-)

Psychiater diagnostizieren Krankheiten und verschreiben Medikamente. Das würde ich keinesfalls als "zu nichts zu gebrauchen" bezeichnen.

Was hat der Patient von einer Diagnose und nicht wirksamen Medikamenten? Hmmm?

Manchmal gelingt es eben nicht, einem Patienten rechtzeitig zu helfen.

Das sehe ich genauso. Manchmal können sie nicht mal helfen, wenn es rechtzeitig ist.

Was ist daran also Verarsche?

Weil das meistens die sind, die bessere Aussichten haben. Die hat nicht jeder.

Oft liegt es auch an den Personen selbst.

Wobei wir wieder bei der Schuld sind. Hilft die Therapie nicht, ist der Patient Schuld. Die Selbstgerechtigkeit ist wirklich ein Hund.

Ich frage mich allerdings, woher du diese vielen, gescheiterten Patienten kennst.

Aus der Psychiatrie. Echtes Leben.

Das ist unwahrscheinlich.

In meinem Fall sogar sehr wahrscheinlich. Ich war schon in psychiatrischer Behandlung.

Abgesehen davon bin ich auch der festen Überzeugung, dass auch die schlimmsten Zeiten irgendwann vorüber gehen.

Wenn der Tod eintritt, sind diese Zeiten hoffentlich endgültig vorbei. Du kannst mich nicht verarschen. Am Ende bilde ich mir auch noch die Depression ein.

Deswegen sind sie aber nicht "der letzte Scheiß".

Du entschuldigst - für mich sind sie das und ich bin real.

Es gibt durchaus Menschen, denen eine Zwangseinweisung das Leben gerettet hat.

Wie du meinst. Andere bringen sich direkt in der Psychiatrie um.

Den wenigsten Menschen lacht die Sonne aus dem Arsch.

Wenn sie die Gefühle und Gedanken von depressiven Menschen nicht nachvollziehen können, lacht ihnen die Sonne relativ gesehen aus dem Arsch. Dann sollte man lieber den Mund halten und sich freuen.

Die Menschen sind die Gesellschaft.

Ja, das ist ja das Fatale. Am Ende ist es meistens egal, ob du nicht arbeiten willst oder arbeiten willst und keine Arbeit hast.

Die Verantwortung, notwendige Hilfe zu bekommen und zu nutzen, liegt letztendlich bei jedem selbst.

Das ist klar, aber man darf sich nicht wundern, wenn sich der Patient verabschiedet, wenn's mal wieder länger dauert.

Ich bin sehr wohl der Ansicht, dass sie diesen Anspruch an sich selbst stellen kann und soll.

Aber nicht mit dem Wörtchen "irgendwie", das sie eingebaut hat, denn ohne professionelle Unterstützung geht da meistens nichts weiter.

Was für ein Blödsinn.

Ist meine eigene Erfahrung Blödsinn? Sind die Menschen, die sich trotz Therapie umgebracht haben und sich Rat geholt haben, Blödsinn? Ich glaube eher deine Argumente sind blödsinnig.

Einem Patienten an einem gewissen Punkt nicht mehr weiterhelfen zu können klassifiziert einen also als "unfähig".

Stimmt.

Das wirkt wie die Reaktion eines trotzigen Kindes.

Und trotzdem eine Reaktion, die Folgen haben kann.

wohl mehr als unreif.

Darüber muss sich der Patient keine Gedanken machen.

In seltenen Fällen kann einem Patienten nicht (sofort) geholfen werden.

Manchmal können sie überhaupt nicht helfen. Überliest du meine Erfahrungen gefliessentlich oder willst du einfach nur nicht verstehen?

So wie du in deinen Beiträgen auf mich wirkst, wundert es mich auch nicht, dass dir bisher niemand weiterhelfen konnte.

Tja, dann wäre ich wohl jemand, dem man nicht helfen kann, oder? (Ich rieche übrigens wieder eine Schuldzuweisung).

S]avioxur


@ sunset_2015

Man sagte mir, wenn man freiwillig kommt, kann man freiwillig gehen.

Das stimmt, aber in meinem Fall waren die Psychiater froh, dass ich wieder draußen war.

Aber welches System würde "uns" sonst helfen

Ich glaube, dass dir mehr geholfen wäre, wenn es da jemanden geben würde, der dir praktisch eine helfende Hand gibt, ohne dir Angst machen zu müssen. Es müsste viel schneller geholfen werden. Du müsstest schneller einen Platz in einer Traumaklinik bekommen und auch das Gefühl haben, jederzeit wieder gehen zu können. Eine nette Ärztin, die dich darin unterstützt, einen Platz zu bekommen, wäre die richtige Wertschätzung, anstatt dieses furchtbare "ist mir eigentlich egal", was deine Psychiaterin praktiziert.

Puh… also ehrlich gesagt hoffe ich ja manchmal noch, dass es sich mal bessert…

Nein, ich hoffe es und wünsche es dir.

So, wie es jetzt ist, würde ich definitiv kein Jahr mehr weiterleben

Das sollte man ernst nehmen.

Aber in der Vergangenheit gab es immer wieder bessere Zeiten… und darauf hoffe ich noch und ich hoffe auch immer noch irgendwie, dass es sich auf Dauer bessert.

Ich hoffe es auch für dich.

"Dann kriegen Sie jetzt eine Zwangseinweisung".

"Danke. In zwei Wochen sehen wir uns wieder"

die Hoffnung, auch wenn sie oft nicht mehr da ist, ist sooo wichtig…

Das wissen auch die Ärzte. Du bist noch nicht soweit komplett hoffnungslos zu sein.

nSotho4faga


@ sunset

Krankschreiben lassen kannst du dich doch auch vom Hausarzt. Der sollte dir dann eine Überweisung zum Neurologen geben, der dir sicher auch deine Fragen bzgl. Klinik und "Werde ich jemals die Krankheit wieder los?" beantworten kann.

Ich bin seit Mitte Januar in der Akutklinik, da mein Neurologe es für erforderlich hielt. Ärgerlich ist nur, dass ich bereits seit Mitte Juli krankgeschrieben bin, ich mich auch bereits dann um einen Termin beim Neurologen bemüht hatte, diesen aber erst im Dezember bekommen habe (willkommen im ländlichen Fachärztemngel... :-(.... !!!). So habe ich eben recht viel Zeit "verschenkt", denn nach dem Termin beim Neurologen war ich ruck-zuck hier in der Klinik.

Hm....du fragst nach den Möglichkeiten beim Arbeitsamt. Ja, ich habe beides schon in Anspruch genommen.

a) Psychologischer Dienst: Man bekommt 3 Termine, in denen man seine Situation /Probleme schildern kann. Einmal habe ich diesen Dienst sogar in Anspruch genommen als ich noch im Arbeitsleben war und ich wegen der Depression schon merkte, dass es an dem Arbeitsplatz damals Probleme gab. Gut, auch die Psychologen dort können nicht zaubern und einen von der Depression befreien ("Versuchen sie es mit Achtsamkeit und Meditation...!".... na ja....), aber zumindest bekommt das Arbeitsamt auf diese Weise mit, dass man willig ist und sich um eine Verbesserung der Situation bemüht.

b) Integrationberatung: Die sind beim Arbeitsamt eben zuständig, wenn man nach einer gewissen Zeit signalisiert, dass man trotz vorhandener Vermittlungsvorschläge keine Arbeit findet/-n kann (eben wegen der Depressionsproblematik). Meine Erfahrung damit war gut. Meine Beraterin zeigte Verständnis und nahm mir auch den Druck, dass ich auf Teufel komm raus so-und-so-viele Bewerbungen schreiben musste. Letztendlich war es sie, die mir zur Krankschreibung geraten hat (ist ja besser für die Statistik {nein, Scherz ;-).....}.....).

Soll unterm Strich heißen : Meine Erfahrung mit diesen Angeboten beim AAmt waren durchaus positiv. Muss aber auch dazu sagen, dass ich im ländlichen Bereich bei den "kleineren" Arbeitsämtern eher das Gefühl habe, als Mensch und nicht als Nummer behandelt zu werden.

Danke für deine Genesungswünsche, die ich dir natürlich auch zurückgebe :)*

n:othGofaga


@ sunset

Krankschreiben lassen kannst du dich doch auch vom Hausarzt. Der sollte dir dann eine Überweisung zum Neurologen geben, der dir sicher auch deine Fragen bzgl. Klinik und "Werde ich jemals die Krankheit wieder los?" beantworten kann.

Ich bin seit Mitte Januar in der Akutklinik, da mein Neurologe es für erforderlich hielt. Ärgerlich ist nur, dass ich bereits seit Mitte Juli krankgeschrieben bin, ich mich auch bereits dann um einen Termin beim Neurologen bemüht hatte, diesen aber erst im Dezember bekommen habe (willkommen im ländlichen Fachärztemngel... :-(.... !!!). So habe ich eben recht viel Zeit "verschenkt", denn nach dem Termin beim Neurologen war ich ruck-zuck hier in der Klinik.

Hm....du fragst nach den Möglichkeiten beim Arbeitsamt. Ja, ich habe beides schon in Anspruch genommen.

a) Psychologischer Dienst: Man bekommt 3 Termine, in denen man seine Situation /Probleme schildern kann. Einmal habe ich diesen Dienst sogar in Anspruch genommen als ich noch im Arbeitsleben war und ich wegen der Depression schon merkte, dass es an dem Arbeitsplatz damals Probleme gab. Gut, auch die Psychologen dort können nicht zaubern und einen von der Depression befreien ("Versuchen sie es mit Achtsamkeit und Meditation...!".... na ja....), aber zumindest bekommt das Arbeitsamt auf diese Weise mit, dass man willig ist und sich um eine Verbesserung der Situation bemüht.

b) Integrationberatung: Die sind beim Arbeitsamt eben zuständig, wenn man nach einer gewissen Zeit signalisiert, dass man trotz vorhandener Vermittlungsvorschläge keine Arbeit findet/-n kann (eben wegen der Depressionsproblematik). Meine Erfahrung damit war gut. Meine Beraterin zeigte Verständnis und nahm mir auch den Druck, dass ich auf Teufel komm raus so-und-so-viele Bewerbungen schreiben musste. Letztendlich war es sie, die mir zur Krankschreibung geraten hat (ist ja besser für die Statistik {nein, Scherz ;-).....}.....).

Soll unterm Strich heißen : Meine Erfahrung mit diesen Angeboten beim AAmt waren durchaus positiv. Muss aber auch dazu sagen, dass ich im ländlichen Bereich bei den "kleineren" Arbeitsämtern eher das Gefühl habe, als Mensch und nicht als Nummer behandelt zu werden.

Danke für deine Genesungswünsche, die ich dir natürlich auch zurückgebe :)*

SLavioxur


Und ich rate dir dich bei weiterer unprofessioneller Beratung an eine Zeitung zu wenden, um auf den Misstand aufmerksam zu machen, denn der Staat kann Krisennummern veröffentlichen, Suizidforen sperren und das Blaue vom Himmel runter lügen. Dann soll er gefälligst auch etwas tun und nicht nur blabla betreiben. In meinem Fall konnte man plötzlich viele Dinge sehr schnell tun, die davor nicht möglich waren. @:)

E9hemRaliger 'Nutzevr (#57x8069)


Saviour

Kein Wunder, wenn einem die Bullen wenig später von der nächsten Brücke runterholen müssen. Zu mir ist man als Psychiater am besten nicht dumm ;-)

Sonst springst du von der nächsten Brücke? Selten sowas Dummes gehört. Du schadest letztendlich nur dir selbst.

Was hat der Patient von einer Diagnose und nicht wirksamen Medikamenten? Hmmm?

Nur weil es Menschen gibt, bei denen Medikamente nicht wirken, gilt das nicht automatisch für alle Patienten. (...)

Weil das meistens die sind, die bessere Aussichten haben. Die hat nicht jeder.

Bessere Aussichten auf was? Wovon redest du überhaupt?

Wobei wir wieder bei der Schuld sind. Hilft die Therapie nicht, ist der Patient Schuld. Die Selbstgerechtigkeit ist wirklich ein Hund.

Das ist deine Argumentation? Einen Satz aus dem Kontext zu reißen und auf deiner These beharren? Ahja.

Aus der Psychiatrie. Echtes Leben.

Wirklich? Die haben sich alle das Leben genommen? Diese Psychiatrie muss ja einen wahnsinnig schlechten Ruf haben.

In meinem Fall sogar sehr wahrscheinlich. Ich war schon in psychiatrischer Behandlung.

Manchmal reicht eine Therapie eben nicht aus. Wer sich eine vollständige Genesung nach einer Therapie erwartet, ist vermutlich auf dem Holzweg.

Du entschuldigst - für mich sind sie das und ich bin real.

Das ist deine subjektive Meinung, keine Tatsache.

Ist meine eigene Erfahrung Blödsinn? Sind die Menschen, die sich trotz Therapie umgebracht haben und sich Rat geholt haben, Blödsinn? Ich glaube eher deine Argumente sind blödsinnig.

Ahja? Warum hast du dann keine vernünftigen Gegenargumente? ("Deine Argumente sind blödsinnig" ist übrigens keines.)

Und trotzdem eine Reaktion, die Folgen haben kann.

Ja, für einen selbst.

Darüber muss sich der Patient keine Gedanken machen.

Durchaus. Vor allem, wenn er seid Jahren an Depressionen leidet und sich fortwährend über das böse, böse System beschwert.

In seltenen Fällen kann einem Patienten nicht (sofort) geholfen werden.

Manchmal können sie überhaupt nicht helfen. Überliest du meine Erfahrungen gefliessentlich oder willst du einfach nur nicht verstehen?

Das schrieb ich doch.

Tja, dann wäre ich wohl jemand, dem man nicht helfen kann, oder? (Ich rieche übrigens wieder eine Schuldzuweisung).

Wie gesagt, es geht um Verantwortung.

Es müsste viel schneller geholfen werden. Du müsstest schneller einen Platz in einer Traumaklinik bekommen und auch das Gefühl haben, jederzeit wieder gehen zu können.

Therapieplätze sind eben begrenzt.

Für eine Traumatherapie muss man stabil genug sein, nicht umsonst gibt es dafür gewisse Auflagen.

Eine Traumatherapie sollte man auch nicht während der Behandlung abbrechen. Das bedeutet aber nicht, dass es unmöglich wäre.

Und ich rate dir dich bei weiterer unprofessioneller Beratung an eine Zeitung zu wenden, um auf den Misstand aufmerksam zu machen, denn der Staat kann Krisennummern veröffentlichen, Suizidforen sperren und das Blaue vom Himmel runter lügen. Dann soll er gefälligst auch etwas tun und nicht nur blabla betreiben. In meinem Fall konnte man plötzlich viele Dinge sehr schnell tun, die davor nicht möglich waren. @:)

Welche Zeitung denn? Etwa die Bild?

RTL ist auch ein guter Tipp, wenn man sich lächerlich machen möchte. Vor allem, wenn die vermeintlich unprofessionelle Beratung gar nicht so unprofessionell war. ;-)

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