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Depressionen, finde meinen Weg nicht mehr

Lva/urenx B.


Sunset,

in Deiner Situation die verbitterten, vor Negaivitiät, Ablehnung, Provokation und Selbstgerechtigkeit strotzenden, aber auch seiner eigenen Verzweiflung durchdrungenen Zeilen Saviours als Richtlinie für Dich anzunehmen - davon würde ich Dir dringlich abraten. :|N :(v

Ich weiß auch gar nicht, wo ich mich krankschreiben lassen könne da ich fast davon ausgehe, dass sie mich nicht krankschreiben wird. Klinik oder Job eben…

Ja, ich denke, genau das wollte sie sagen!

Sie hat sicherlich aus ihrer Sicht alles versucht, empfängt Deine Verfassung und Haltung ungefiltert, wenn Du ihr gegenüberstehst - und ihre knappen Sätze werden das Surrogar sein aus diesem Fühlen Deiner Ausstrahlung. Bedenke, sie hat viel Erfahrung und weiß vermutlich fast instinktiv, ob sie noch Hilfe für Dich hat oder nicht. Sie will Dir ja grundsätzlich nichts Schlechtes! Sondern das Gegenteil. Davon kannst Du wirklich ausgehen.

Sie sieht Dich, was Gesprächstherapie angeht, offenbar austherapiert. Und Du kannst Dich nicht klar zur Klinik entschließen. Also versucht sie Dir den entsprechenden, entscheidenden Impuls zu geben durch ihr vermeintliches "Unverständnis", denn für eine Klinik ist Deine Mitarbeit erforderlich, Dein echtes Einverständnis und Deine eigene Einsicht. Ich kann sie, so gesehen, verstehen!

L_aure=n Bx.


Surrogar = Surrogat

Spavixour


Sonst springst du von der nächsten Brücke? Selten sowas Dummes gehört. Du schadest letztendlich nur dir selbst.

Nein, eigentlich war ich wirklich verzweifelt. Ich kam aus der Psychiatrie und ging wieder zu dieser Institution, um denen zu sagen, dass mir der Aufenthalt nichts gebracht hat. Die haben gesagt:"Versuchen sie es noch einmal". Ich habe gesagt:"Was bringt mir das? Ich habe ihnen ja gerade gesagt, dass es mir nichts gebracht hat" Die Dame hat daraufhin nichts mehr gesagt, worauf ich aufgestanden bin und in der Verzweiflung zur nächstgelegenen Brücke gegangen und mich dort übers Geländer gestellt habe. Ein Streifenwagen fuhr zufällig vorbei und sie haben lange gebraucht, um mich zu überzeugen, wieder von dort herunter zu kommen. Ich habe ihnen das erzählt. Ein weiterer Streifenwagen ist gekommen und sind zu dieser Institution gefahren - sie werden höchstwahrscheinlich auch mit denen geredet haben. Der Leiter der Institution hat die besagte Psychologin wohl auch etwas unter die Fittiche genommen, denn zu mir sagte er später wortwörtlich (er hat mich in der Psychiatrie besucht):"einen verzweifelten Menschen schickt man nicht einfach weg. Ich möchte mich bei ihnen für das Verhalten der Mitarbeierin entschuldigen". Ich war 20 Jahre alt und es hat mir nicht geschadet: nach zwei Wochen Zwangspsychiatrie war ich wieder draußen und habe eine Berufsuabsildung angefangen. Und falls du wirklich noch immer der Meinung bist, dass man nur sich selbst schadet, dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich unsere Kommunikation mal Angehörigen zur Begutachtung schicke? ":/

Nur weil es Menschen gibt, bei denen Medikamente nicht wirken, gilt das nicht automatisch für alle Patienten.

Das ist wahr. :)^

Bessere Aussichten auf was? Wovon redest du überhaupt?

Auf Besserung/Heilung. Es ist tasächlich eine Frage der Ressourcen.

Einen Satz aus dem Kontext zu reißen und auf deiner These beharren?

Sein wir uns doch ehrlich. Einerseits sagt man schwer depressiven Menschen, die selbst keine Hoffnung sehen, sie sollen sich behandeln lassen und wenn die Behandlung nicht fruchtet, wird OFT die Schuld beim Patienten gesucht. Ich denke mir dabei immer: wozu sollte man sich das als Patient antun?

Diese Psychiatrie muss ja einen wahnsinnig schlechten Ruf haben.

Bei Gott: das hat sie.

Die haben sich alle das Leben genommen?

Nein, aber vier meiner Mitpatienten. Und das steht in keiner Zeitung oder sonst irgendwo, weil man das öffentliche Bild der großartigen Hilfe aufrecht erhalten will. Die werden nicht erwähnt - nur diejenigen, denen es (angeblich) geholfen hat.

Wer sich eine vollständige Genesung nach einer Therapie erwartet, ist vermutlich auf dem Holzweg.

Das weiß ich und es stimmt: ich habe mir mehr erwartet. Mehr, als dass ich nach 15 Jahren noch immer schwere Depressionen und Suizidgedanken habe. Du kannst einem depressiven Menschen aber durchaus sagen, dass das seine Zukunft sein könnte. Das schaue ich mir an. :-)

Das ist deine subjektive Meinung, keine Tatsache.

Zähle ich etwa nicht? Zählen die Toten nichts?

Warum hast du dann keine vernünftigen Gegenargumente?

Ich glaube, dass ich durchaus gute Gegenargumente habe. Wo sind deine? Was sagst du: warum hat es denn bei den Patienten nicht geklappt? Warum sind so viele in der Pension, obwohl sie eine Therapie gemacht haben? Warum leiden sie noch immer unter Depressionen, wo es doch so "gute" Heilungschancen gibt? Bitte: deine Gegenargumente sind gefragt.

Ja, für einen selbst.

Primär, aber es gibt angeblich auch (ab und an) Angehörige. Möchtest du denen das auch schreiben?

Durchaus. Vor allem, wenn er seid Jahren an Depressionen leidet und sich fortwährend über das böse, böse System beschwert.

Nein, sonst kann ich genauso gut herkommen und schreiben: du musst erst einmal so oder so sein, um überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Glaube mir, das ist keine gute Idee.

Wie gesagt, es geht um Verantwortung.

na dann sage das mal einem Typen ins Gesicht, der auf der Brücke steht und sich runterstürzen will. Viel Erfolg! ;-D

Für eine Traumatherapie muss man stabil genug sein, nicht umsonst gibt es dafür gewisse Auflagen.

Das ist gut möglich. :)^

Welche Zeitung denn? Etwa die Bild?

Ich komme aus Österreich. Es gibt eine auflagenstarke Zeitung - ja. Und: es gab bereits einen ähnlichen Fall, der für Aufsehen gesorgt hat. So wie ich das beurteilen kann, wollen die soetwas in keiner Zeitung lesen. Es hat hohe Wellen geschlagen.

Vor allem, wenn die vermeintlich unprofessionelle Beratung gar nicht so unprofessionell war.

Naja, wenn dir nichts einfällt, kann man es gleich sein lassen. Sonst könnte ich mich gleich als Krisennummer zur Verfügung stellen, denn auch ich kann sagen: (eigentlich) kann ich ihnen nicht helfen.

S]avwiouxr


So wie ich das beurteilen kann, wollen die soetwas in keiner Zeitung lesen.

Den Werther Effekt kennst du? ;-D

EFhemRaligZer NutzNer (#(5780x69)


Saviour

Nein, eigentlich war ich wirklich verzweifelt. Ich kam aus der Psychiatrie und ging wieder zu dieser Institution, um denen zu sagen, dass mir der Aufenthalt nichts gebracht hat. Die haben gesagt:"Versuchen sie es noch einmal". Ich habe gesagt:"Was bringt mir das? Ich habe ihnen ja gerade gesagt, dass es mir nichts gebracht hat" Die Dame hat daraufhin nichts mehr gesagt, worauf ich aufgestanden bin und in der Verzweiflung zur nächstgelegenen Brücke gegangen und mich dort übers Geländer gestellt habe. (...) Ein weiterer Streifenwagen ist gekommen und sind zu dieser Institution gefahren - sie werden höchstwahrscheinlich auch mit denen geredet haben. Der Leiter der Institution hat die besagte Psychologin wohl auch etwas unter die Fittiche genommen, denn zu mir sagte er später wortwörtlich (er hat mich in der Psychiatrie besucht):"einen verzweifelten Menschen schickt man nicht einfach weg. Ich möchte mich bei ihnen für das Verhalten der Mitarbeierin entschuldigen".

Nun, das liest sich jetzt ganz anders. ;-)

Ich war 20 Jahre alt und es hat mir nicht geschadet: nach zwei Wochen Zwangspsychiatrie war ich wieder draußen und habe eine Berufsuabsildung angefangen.

Daraus kann ich wohl schließen, dass dir die Zwangseinweisung doch geholfen hat.

Und falls du wirklich noch immer der Meinung bist, dass man nur sich selbst schadet, dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich unsere Kommunikation mal Angehörigen zur Begutachtung schicke? ":/

Angehörige leiden natürlich durch den Suizid. Allerdings spielt das für mich in dieser Konstellation keine Rolle.

Auf Besserung/Heilung. Es ist tasächlich eine Frage der Ressourcen.

Alles ist eine Frage der Ressourcen.

Einerseits sagt man schwer depressiven Menschen, die selbst keine Hoffnung sehen, sie sollen sich behandeln lassen und wenn die Behandlung nicht fruchtet, wird OFT die Schuld beim Patienten gesucht. Ich denke mir dabei immer: wozu sollte man sich das als Patient antun?

Wenn Behandlungen nicht wirken, wird in der Regel etwas anderes ausprobiert. Wenn wirklich nichts hilft, ist auch nicht automatisch der Patient Schuld. In sehr seltenen Fällen gibt es das leider.

Wenn Patienten sich selbst im Weg stehen - z. B. weil sie in der Therapie nicht vernünftig mitarbeiten - liegt die Verantwortung für den mangelnden Erfolg aber eben auch bei dem Patienten. Das bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass sich der Patient bewusst nicht auf die Therapie einlässt.

Bei Gott: das hat sie.

Dann solltest du dir eine andere Psychiatrie suchen.

Nein, aber vier meiner Mitpatienten. Und das steht in keiner Zeitung oder sonst irgendwo, weil man das öffentliche Bild der großartigen Hilfe aufrecht erhalten will. Die werden nicht erwähnt - nur diejenigen, denen es (angeblich) geholfen hat.

In 15 Jahren psychiatrischer Behandlung haben sich nur 4 Mitpatienten das Leben genommen? Das kommt mir nicht unbedingt viel vor.

Ich habe nicht den Eindruck, dass eine psychiatrische Behandlung als "großartige Hilfe" dargestellt wird. Vor allem nicht von Ärzten und Therapeuten. Ganz im Gegenteil - auch dort wird immer auf die Eigenverantwortung und Notwendigkeit eigener Mitarbeit hingewiesen.

Das manchen Patienten nicht geholfen werden konnte (aus welchen Gründen auch immer), sollte logisch sein. Allerdings hätte es wohl keinen Sinn explizit darauf hinzuweisen.

Das weiß ich und es stimmt: ich habe mir mehr erwartet. Mehr, als dass ich nach 15 Jahren noch immer schwere Depressionen und Suizidgedanken habe. Du kannst einem depressiven Menschen aber durchaus sagen, dass das seine Zukunft sein könnte. Das schaue ich mir an. :-)

Wozu?

Zähle ich etwa nicht? Zählen die Toten nichts?

Was das betrifft nicht, nein.

Ich glaube, dass ich durchaus gute Gegenargumente habe. Wo sind deine? Was sagst du: warum hat es denn bei den Patienten nicht geklappt? Warum sind so viele in der Pension, obwohl sie eine Therapie gemacht haben? Warum leiden sie noch immer unter Depressionen, wo es doch so "gute" Heilungschancen gibt? **Bitte: deine Gegenargumente sind gefragt.

Meines Wissens ist für eine frühzeitige Pensionierung keine abgeschlossene Therapie nötig.

Es gibt doch offensichtlich einen Mangel an Psychiatern und Therapeuten, die von der Kasse finanziert werden. Die Behandlung selbst zu finanzieren, kann sich leider nicht jeder leisten.

Teilweise hat auch der Beruf/die Arbeit einen Einfluss auf die Depressionen.

Und so weiter.

Primär, aber es gibt angeblich auch (ab und an) Angehörige. Möchtest du denen das auch schreiben?

In diesem Fall geht es um eine mögliche Zwangseinweisung, nicht um einen Suizidversuch.

Nein, sonst kann ich genauso gut herkommen und schreiben: du musst erst einmal so oder so sein, um überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Glaube mir, das ist keine gute Idee.

Ich würde es umformulieren: Du musst erst einmal so oder so sein, um überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

na dann sage das mal einem Typen ins Gesicht, der auf der Brücke steht und sich runterstürzen will. Viel Erfolg! ;-D

Auch hier: Wozu? Das weiß er doch hoffentlich selbst. Abgesehen davon würde es dieser Person nicht weiterhelfen.

Ich komme aus Österreich. Es gibt eine auflagenstarke Zeitung - ja. Und: es gab bereits einen ähnlichen Fall, der für Aufsehen gesorgt hat. So wie ich das beurteilen kann, wollen die soetwas in keiner Zeitung lesen. Es hat hohe Wellen geschlagen.

Boulevard-Schundblatt bleibt Boulevard-Schundblatt.

Naja, wenn dir nichts einfällt, kann man es gleich sein lassen. Sonst könnte ich mich gleich als Krisennummer zur Verfügung stellen, denn auch ich kann sagen: (eigentlich) kann ich ihnen nicht helfen.

Eben, weil es in dieser Situation deine eigenen Möglichkeiten übersteigen würde. Insofern ist es legitim eine Patientin an eine Klinik zu überweisen und hat nichts mit Unfähigkeit zu tun.

Den Werther Effekt kennst du? ;-D

Natürlich.

E#hemalUi[ger NuKtzer p(#57o80F69)


sunset_2015

Ich bin zerrissen nach wie vor. Es sind zwei Extreme, Job oder Klinik… ich hab' mir gewünscht, dass sie als Fachärztin meine Situation mal konkret einschätzen kann – aber gut, zuviel verlangt. Fühl' mich grad total allein und weiß nicht, was ich noch machen soll, zu wem ich gehen soll... :°(

Warum nicht erst Klinik und dann Job?

Du könntest dich ev. an eine Beratungsstell wenden. Hoffentlich können sie dich dort besser unterstützen.

Dennoch schaffe ich Anruf nicht, da ich zusätzlich so ungern telefoniere...

Ich kann dich da total verstehen. Aber um manche Sachen kommt man nicht herum, dann ist es immer besser, wenn man sie sofort macht.

Ja, es hätte etwas geändert… ich hätte gern mit ihr besprochen, was ich nun tun kann/soll… das war aber nicht mehr wirklich möglich.

Was ich mir gewünscht hätte. Also keine so spitzen Kommentare auf jeden Fall. Ein bisschen Mutmachen wäre mir sehr wichtig gewesen. Finde das in ihrem Job auch mehr als nötig. KEIN Mitleid/Bemitleiden oder sowas in der Art, nur Mutmachen. Kann auch nur von mir sprechen, aber bisher hat mir sowas sehr geholfen.

Es tut mir leid für dich, dass der Termin so gelaufen ist. :°_

Dass sie mir nicht helfen kann momentan, kann ich sogar noch nachvollziehen. Sie macht hauptsächlich die medikamentöse Schiene und da ist anscheinend alles gut. Aber wie gesagt, ein bisschen Verständnis und nicht solche Kommentare, das hätte mir schon gereicht. Und ich finde es irgendwie echt Sch***e, so ein Gespräch, in dem ich von Suizidgedanken sprach, mit dem Satz "Ich wünsche Ihnen Glück" zu beenden. :(v

Ich würde das bei ihr ansprechen, vielleicht könnt ihr beide euch aussprechen.

Nachdem sie dir nicht helfen kann und du wohl nicht sofort einen Therapieplatz bekommen wirst, ist die Klinik doch die beste Lösung. Meinst du nicht? Dort würdest du auch Unterstützung für deine weitere Behandlung bekommen.

K5athy1x980


Hallo sunset,

leider kenne ich Depressionen auch und auch unsensible Psychiater.... Leider liegt es auch bei uns in der Familie. Meine Mutter hat 6 Geschwister und sie leiden alle an Depressionen, so auch meine Cousins usw. Also ist zumindest bei mir auch erblich was dabei. Irgendwann saß ich dann mal wieder in so ner Sitzung, wie nennt man diese Therapieform? Da sitzt/liegt man da und man soll alles sagen, was einem so durch den Kopf geht (war mein 3. Therapeut) und irgendwann kam mir der Gedanke, was machst du eigentlich hier. Ich konnte nichts sagen, also 1 Stunde schweigen und dann tschüß. So ein Scheiss. Ich hab dann für mich gedacht, ich muss mich selbst therapieren....

Was mir sehr hilft (zum Glück hab ich keine extremen Momente mehr) ist natürlich mein Sohn, aber auch der Gnadenhof für Tiere und der Besuch in der freien evangelischen Gemeinde. Wäre das evtl. etwas für dich, wenn du Kräftemäßig wieder etwas besser drauf bist? Ich miste Ställe aus, es ist super anstrengend, aber hinterher geht es mir richtig gut und einfach nur bei den Tieren zu sein und zu helfen, da sieht man wenigstens was man schafft.

Ich wünsche Dir alles alles Liebe.

Kathy

SdavAiouxr


Daraus kann ich wohl schließen, dass dir die Zwangseinweisung doch geholfen hat.

Nicht unbedingt, weil ich zwar noch lebe, aber dafür dort beschlossen habe, bewusst auszuteilen - mit dem Ergebnis, dass ich nicht wirklich weit gekommen bin und viel Ärger hinterlassen habe. Ich würde es jederzeit wieder tun.

Alles ist eine Frage der Ressourcen.

Und die hat die TE, denn sie ist eine Frau.

weil sie in der Therapie nicht vernünftig mitarbeiten - liegt die Verantwortung für den mangelnden Erfolg aber eben auch bei dem Patienten.

Das stimmt.

Dann solltest du dir eine andere Psychiatrie suchen.

Ich gehe nie wieder in eine Psychiatrie. Weist man mich gegen meinen Willen ein, wird es ein Nachspiel haben.

In 15 Jahren psychiatrischer Behandlung haben sich nur 4 Mitpatienten das Leben genommen?

Ein Jahr. Ich war dort vor 15 Jahren.

Allerdings hätte es wohl keinen Sinn explizit darauf hinzuweisen.

Mir hat es geschadet.

Wozu?

Naja, ich fühle mich bis heute angelogen. Wenn du mir mit 20 erzählt hättest, dass das meine Zukunft ist, wäre ich heute tot.

Was das betrifft nicht, nein.

Dann sehe ich mich umsomehr bestätigt, das auch so anderen suizidgefährdeten Personen mitzuteilen, denn deren größte Sorge scheint es oft zu sein, wie sie andere zurücklassen. Wenn ich ihnen sagen kann, dass sie für andere sowieso keinen Wert haben, dann kommen wir der Sache schon näher.

Meines Wissens ist für eine frühzeitige Pensionierung keine abgeschlossene Therapie nötig.

Das würde ich nicht unterschreiben. Mir scheint, dass nur hoffnungslose Fälle die Pension (in Österreich) bekommen.

Teilweise hat auch der Beruf/die Arbeit einen Einfluss auf die Depressionen.

Das stimmt. Mit Geld und einer Tätigkeit kann man sich wunderbar illusionieren (siehe mich).

um überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Auch hier will ich widersprechen bzw. sollte man das dann auch so mitteilen.

Boulevard-Schundblatt bleibt Boulevard-Schundblatt.

Nur dass dieses Boulevard-Schundblatt eine landesweite Hotline zur Folge hatte, bei der Patienten anrufen konnten, um mitzuteilen, wie sehr sie mit der Behandlung zufrieden waren. Die Psychiatrie, in der ich war, erlitt einen Imageschaden sondergleichen. Ganz zu Recht, wie ich finde, denn denen ist jeder einzelne Patient egal und das sollte man einfach auch wissen.

S8adviouxr


in Deiner Situation die verbitterten, vor Negaivitiät, Ablehnung, Provokation und Selbstgerechtigkeit strotzenden, aber auch seiner eigenen Verzweiflung durchdrungenen Zeilen Saviours als Richtlinie für Dich anzunehmen

Ich bin wenigstens in ihrer Situation und kenen mich aus. Sie sollte die optimistischen, vor positiver und falscher Anerkennung, Provokationen und ebenso Selbstgerechtigkeit stotzenden Versprechungen der Psychiater glauben. :)z

S\avciouxr


Das habe ich auch gemacht und leide immer noch unter Depressionen und Suizidgedanken. Mir hat Rache wenigstens geholfen, sonst wäre ich heute doppelt gearscht. :=o

Lza&urenx B.


Ich bin wenigstens in ihrer Situation und kenen mich aus.

Ach ja? Und das beinhaltet auch das Wissen, dass andere wie z. B. nie in einer ähnlichen Situation waren und sich nicht aus dem Loch am eigenen Kragen herausziehen konnten?

Sie sollte die optimistischen, vor positiver und ... (das Wort "falscher" von mir, Lauten, entfernt!) Anerkennung, Provokationen und ebenso Selbstgerechtigkeit stotzenden Versprechungen der Psychiater glauben. :)z

Ja! Genau das sollte sie. Das hat nämlich nach dem Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung nicht weniger Wahrheitsgehalt als alles andere auch.

Falls der Ausdruck nicht geläufig ist: Schon mal was von Erwartungshaltung gehört? Dass die Erwartung das Ergebnis stark beeinflusst, weiß man nachgewiesen seit "objektiven" Studien, die eben nicht objektiv sind, sondern deren Ausgang von der Erwartung der Ersteller geprägt sind - woraufhin die randomisierten Doppelblindstudien entworfen wurden - bei denen gefärbte Ergebnisse endlich rausfallen.

So beeinflusst auch die eigene Erwartung an einen Psychiater etc. das Ergebnis, wie die Erwartung an Frauen usw. usw. Jemand, der NUR Negatives in den Blick fasst, kann kaum annehmen, dass er dann etwas anderes als Negatives erleben wird!

S%av]iour


dass andere wie z. B. nie in einer ähnlichen Situation waren und sich nicht aus dem Loch am eigenen Kragen herausziehen konnten?

Ich glaube, dass ich mehr mitgemacht habe, als andere oder gleichzeitig weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um mich aus dem Loch zu ziehen. Ich sage ja: die TE ist eine Frau - da sollte es leichter sein. Schon allein deswegen weil ich immer wieder lese: mein Partner hat mir in dieser schwierigen Situation geholfen. Mir hilft kein Schwein - stattdessen versucht man mich immer wieder in das dumme Eck zu stellen.

Das hat nämlich nach dem Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung

Du weißt aber schon, dass depressive Menschen dazu neigen, alles schwarz und negativ zu sehen. In meinem Fall hat es sich bewahrheitet. Ich habe niemals gelogen. Psychiater haben mir erzählt, dass das einfach nur von der Krankheit kommt und das schon wieder wird (mit ihrer Behandlung). Nichts ist geworden - ich bin nach wie vor schwer depressiv und mein Leben ist einfach nur sinnlos.

Schon mal was von Erwartungshaltung gehört?

Kannst du oder willst du es nicht verstehen? Ich habe mich mit 20 mit letzter Kraft zu dieser Stelle geschleppt. Ich wusste, dass die mir nicht helfen können. Lies bitte jetzt ganz genau: "KEIN PROBLEM" sagte man mir. Du kannst von keiner Person, die bereit ist, sich das Leben zu nehmen, erwarten, dass die Erwartungshaltung groß ist, sonst würde sie nicht den letzten Ausweg wählen, sondern gleich eine Therapie machen.

seit "objektiven" Studien

Genauso subjektiv wie man mir damals gesagt hat:"Och, nein, es gibt durchaus gute Erfolge". Vier Suizide habe ich erlebt und Menschen wie mich selbst, klammerte man bedenkenlos aus.

Jemand, der NUR Negatives in den Blick fasst, kann kaum annehmen, dass er dann etwas anderes als Negatives erleben wird!

Sorry, die dumme Frage, aber hast du in deinem Leben schon einmal unter echter verzweiflung und Suizidgedanken gelitten? Schalte dein Gehirn ein! Stell dir vor, du triffst auf einen Menschen, der sich das Leben nehmen will. Soll der denken, dass ihm eigentlich ein Psychiater helfen könnte? Warum will er sich dann das Leben nehmen? Ist doch unlogisch. ":/

L3aurexn B.


Sorry, die dumme Frage, aber hast du in deinem Leben schon einmal unter echter verzweiflung und Suizidgedanken gelitten? Schalte dein Gehirn ein! Stell dir vor, du triffst auf einen Menschen, der sich das Leben nehmen will. Soll der denken, dass ihm eigentlich ein Psychiater helfen könnte? Warum will er sich dann das Leben nehmen? Ist doch unlogisch. ":/

Du bist unverschämt!

Ich HABE einen sehr ernst gemeinten Suizidversuch hinter mir. Und ich hatte mehr Probleme, als sich der hochwohlgeborene Saviour offenbar vorstellen kann.

Wir können gern auf gleicher Ebene weiterdiskutieren, aber nicht, indem Du mich hier als nichtsahnendes Dummchen hinstellt. So viel Großkotzigkeit bei der Exklusivität eigenen Leidens ist mir noch nicht begegnet.

SMavLiour


der hochwohlgeborene Saviour

Der im Ghetto unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, eine gewalttätige Borderlinemutter hatte und dem man Zeit seines Lebens das Gefühl gegeben hat genau gar nichts wert zu sein ... nur weiter. Ich bin amüsiert.

indem Du mich hier als nichtsahnendes Dummchen hinstellt

So du mir, so ich dir. Ich lasse mir auch keinen Blödsinn mehr reindrücken, denn ich war in Therapie, ich war in der psychiatrie, ich habe Medikamente gefressen und in hunderten Therapiestunden alles erzählt. Es hat mir nicht geholfen. Was ist eure Antwort? Mehr doer weniger: selbst schuld. Dann kann ich genauso schreiben: wäre besser, ich hätte mich gleich mit 20 umgebracht.

Großkotzigkeit bei der Exklusivität eigenen Leidens ist mir noch nicht begegnet.

Naja, warum kenne ich dann nur Leute in meiner Position, die entweder tot oder pensioniert sind?

L'aure n B.


So du mir, so ich dir. Ich lasse mir auch keinen Blödsinn mehr reindrücken, denn ich war in Therapie, ich war in der psychiatrie, ich habe Medikamente gefressen und in hunderten Therapiestunden alles erzählt. Was ist eure Antwort? Mehr doer weniger: selbst schuld.

So ich Dir? Das empfundene Reindrücken ebenso wie das "Selber schuld" ist deine Interpretation und nicht das, was Dir hier wirklich gesagt wird. Überwiegend sprechen die User Deine eigene Beteiligung und Dein Festgefahrensein an, und das hat mit Schuld gar nichts zu tun. Du liest, was Du lesen willst.

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