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Depressionen, finde meinen Weg nicht mehr

Keljeio


Saviour

Es hat mir nicht geholfen. Was ist eure Antwort?

Dass es schade für Dich ist, aber die TE nicht Du ist. Es geht hier um ihr Problem und sie hat zumindest bisher den Wunsch geäußert eine Lösung zu suchen. Du bist nicht auf Lösungssuche, sondern Grundsuche. Meine Meinung: Wer Lösungen sucht, sucht Wege, wer keine sucht, sucht Gründe, warum es nicht funktioniert.

L[auren xB.


Wenn einem etwas nicht hilft, so kann es trotzdem einem anderen helfen (durch andere Voraussetzungen, die schon im Detail liegen und etwas ausmachen könnten, z. B. in der Bereitwilligkeit, Hilfe auch anzunehmen).

SYaPvYiour


Ich bin hier weg... entschuldigt.

@:) @TE

ERhemdaligecr Nu,tzer Z(#57806x9)


Saviour

Nicht unbedingt, weil ich zwar noch lebe, aber dafür dort beschlossen habe, bewusst auszuteilen - mit dem Ergebnis, dass ich nicht wirklich weit gekommen bin und viel Ärger hinterlassen habe. Ich würde es jederzeit wieder tun.

Bei dieser Lebenseinstellung wundern mich jahrelange Depressionen auch nicht mehr.

Und die hat die TE, denn sie ist eine Frau.

Die "Ressourcen", die bei der Behandlung psychischer Krankheiten eine Rolle spielen, haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Ich gehe nie wieder in eine Psychiatrie. Weist man mich gegen meinen Willen ein, wird es ein Nachspiel haben.

Rechtlich sicher nicht.

Ein Jahr. Ich war dort vor 15 Jahren.

Auch in dem Zeitrahmen eines Jahres finde ich die Anzahl nicht hoch. Vor allem im Vergleich dazu, wie viele sich eben nicht das Leben genommen haben.

Mir hat es geschadet.

Inwiefern?

Naja, ich fühle mich bis heute angelogen. Wenn du mir mit 20 erzählt hättest, dass das meine Zukunft ist, wäre ich heute tot.

Niemand kann in die Zukunft vorhersehen, das ist absolut unmöglich.

Abgesehen davon frage ich mich, warum du bisher keinen Suizid begangen hast. Es ist ja nicht so, als ob du nur damals die Möglichkeit dazu hattest. Das soll natürlich keine Aufforderung sein - ich wundere mich nur.

Dann sehe ich mich umsomehr bestätigt, das auch so anderen suizidgefährdeten Personen mitzuteilen, denn deren größte Sorge scheint es oft zu sein, wie sie andere zurücklassen. Wenn ich ihnen sagen kann, dass sie für andere sowieso keinen Wert haben, dann kommen wir der Sache schon näher.

Ich schrieb in keinen meiner Beiträge, dass suizidgefährdete Menschen keine Bedeutung für ihre Angehörigen hätten.

Das würde ich nicht unterschreiben. Mir scheint, dass nur hoffnungslose Fälle die Pension (in Österreich) bekommen.

Hoffnungslos, was eine Wiedereingliederung in das Berufsleben betrifft - zumindest in absehbarer Zeit. Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen keine Lebensqualität haben können - selbst wenn sie wirklich unheilbar krank sein sollten. Dass es psychische Erkrankungen gibt, die sehr langwierig sein können, hat niemand abgestritten.

Das stimmt. Mit Geld und einer Tätigkeit kann man sich wunderbar illusionieren (siehe mich).

Eine Arbeitsstelle kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf einen Menschen/eine psychische Erkrankung haben. Was das mit Illusionen zu tun haben soll, ist mir schleierhaft.

Auch hier will ich widersprechen bzw. sollte man das dann auch so mitteilen.

Es sollte offensichtlich sein, dass man sich auf eine Behandlung einlassen muss, damit sie Erfolg zeigt.

Offensichtlich wurde (dir) das sehr wohl mitgeteilt, allerdings siehst du es einfach als Schuldzuweisung.

Nur dass dieses Boulevard-Schundblatt eine landesweite Hotline zur Folge hatte, bei der Patienten anrufen konnten, um mitzuteilen, wie sehr sie mit der Behandlung zufrieden waren. Die Psychiatrie, in der ich war, erlitt einen Imageschaden sondergleichen. Ganz zu Recht, wie ich finde, denn denen ist jeder einzelne Patient egal und das sollte man einfach auch wissen.

Angenommen diese Vorwürfe waren ausnahmslos berechtigt, lässt sich das trotzdem nicht verallgemeinern. Vor allem ist das 15 Jahre her. In dieser Zeit hat sich viel verändert.

Ich bin wenstens in ihrer Situation und kenen mich aus. Sie sollte die optimistischen, vor positiver und falscher Anerkennung, Provokationen und ebenso Selbstgerechtigkeit stotzenden Versprechungen der Psychiater glauben. :)z

Ich bin ebenfalls in ihrer Situation und kenne mich aus.

Aufgrund meiner Depressionen wurde mir vor einigen Wochen ein Medikament verschrieben. Mittlerweile geht es mir wesentlich besser und ich kann aktiv an meinen Problemen arbeiten.

Das habe ich auch gemacht und leide immer noch unter Depressionen und Suizidgedanken. Mir hat Rache wenigstens geholfen, sonst wäre ich heute doppelt gearscht. :=o

Wenn das für dich zählt. Auf mich wirkt es einfach nur unreif und verbittert.

Ich glaube, dass ich mehr mitgemacht habe, als andere oder gleichzeitig weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um mich aus dem Loch zu ziehen.

Jeder Mensch ist anders. Sich mit anderen Menschen zu vergleichen und die Ausgangssituation zu "werten" hat keinen Sinn.

Ich sage ja: die TE ist eine Frau - da sollte es leichter sein. Schon allein deswegen weil ich immer wieder lese: mein Partner hat mir in dieser schwierigen Situation geholfen.

Was für ein Blödsinn. Als ob nur ein weiblicher Partner bei Problemen unterstützt wird.

Und wenn man die Unterstützung Angehöriger als wichtige "Ressource" betrachtet, hat man ohnehin schon verloren.

Mir hilft kein Schwein - stattdessen versucht man mich immer wieder in das dumme Eck zu stellen.

Du hast genug Hilfsangebote. Dass du sie nicht annehmen kannst, ist dein Kaffee. Du bist dafür verantwortlich, dein Leben in den Griff zu bekommen, niemand sonst. Die Hilfe Angehöriger ist dabei nicht notwendig.

Genauso subjektiv wie man mir damals gesagt hat:"Och, nein, es gibt durchaus gute Erfolge". Vier Suizide habe ich erlebt und Menschen wie mich selbst, klammerte man bedenkenlos aus.

Vier Suizide bedeuten nicht, dass die Behandlung keine guten Erfolge erzielen würde. Wie gesagt, die Anzahl ist nicht hoch. Vor allem, wenn man sie in Relation betrachtet.

Sorry, die dumme Frage, aber hast du in deinem Leben schon einmal unter echter verzweiflung und Suizidgedanken gelitten? Schalte dein Gehirn ein! Stell dir vor, du triffst auf einen Menschen, der sich das Leben nehmen will. Soll der denken, dass ihm eigentlich ein Psychiater helfen könnte? Warum will er sich dann das Leben nehmen? Ist doch unlogisch. ":/

Ja. Es gibt genug Menschen, die sich in schweren Lebenssituationen von selbst psychiatrische Hilfe suchen.

Die, die es nicht tun, sind sich oft nicht bewusst, dass sie krank sind und ihnen geholfen werden kann.

Ich litt jahrelang unter Suizidgedanken und war der festen Überzeugung, dass das in meiner Situation normal wäre und mir niemand helfen könnte. Im Nachhinein betrachtet waren es einfach nur stinknormale Depressionen.

Das wissen um mögliche Hilfe verhindert übrigens keine Suizidgedanken. Was für ein dämliches Argument.

So du mir, so ich dir. Ich lasse mir auch keinen Blödsinn mehr reindrücken, denn ich war in Therapie, ich war in der psychiatrie, ich habe Medikamente gefressen und in hunderten Therapiestunden alles erzählt. Es hat mir nicht geholfen. Was ist eure Antwort? Mehr doer weniger: selbst schuld. Dann kann ich genauso schreiben: wäre besser, ich hätte mich gleich mit 20 umgebracht.

Wie du mir, so ich dir? Ernsthaft? Wie alt bist du - 5?

Gut, dir konnte bisher nicht geholfen werden - die Gründe dafür seien dahin gestellt. (Meiner Meinung nach liegt es an deiner mangelnden Reife und dem fehlenden Reflexionsvermögen.)

Warum ist es dir so wichtig, anderen Betroffenen dein Schicksal auf's Auge zu drücken und psychiatrische Hilfsangebote schlecht zu reden? Was bringt es der anderen Person?

Naja, warum kenne ich dann nur Leute in meiner Position, die entweder tot oder pensioniert sind?

Es gibt Gründe, warum ein Mensch jahrelang depressiv ist und mit seinem Leben nicht vorankommt. Die ändern sich in seltenen Fällen von selbst.

sYuns<et'_201x5


Hallo Ihr lieben,

ich wollte mich, wenn auch spät, für Eure zahlreichen Antworten bedanken. @:)

Die letzten zwei Wochen verliefen auf und ab. Anfangs hatte ich viel über das Gespräch mit der Psychiaterin nachgedacht. Habe versucht, es emotionslos und sachlich zu betrachten und - nicht nur zu meiner eigenen Verwunderung ;-D - hat es gut geklappt. :-o Ich habe Dinge erkannt, wo sie recht hat (wenn ich es auch gern anders gesagt bekommen hätte) und habe versucht, es anzunehmen. War etwas aktiver und auch mehr raus und es schien etwas in meinem Denken gebracht zu haben, wenigstens etwas. Ich habe versucht, von den Depressionen wegzudenken und in das Leben reinzudenken. Hab' Stellenanzeigen durchgeschaut und überlegt, wo ich mich bewerben könnte und ob ich doch einfach einen Job suchen soll... War eine etwas angenehmere Zeit. :)^

Dummerweise hielt es wieder nicht lange an und der Fall war tief. Nicht mehr rausgegangen, im Bett geblieben usw.. Alles wie gehabt. :(v

Nun sind es nur noch vier Wochen und dann bin ich arbeitslos… ich will es nicht wahrhaben. Ich habe Monate Freistellung hinter mir und könnte heulen, dass ich sie für nichts, aber auch gar nichts, genutzt habe. Das macht mich gerade enorm traurig. :°( Ich würde so gern die Uhr zurückdrehen und dann… ja, dann… wäre ich auch nicht in der Lage, was anders zu machen… ich hätte mir eben sofort Hilfe holen müssen, eine Therapie suchen und anfangen müssen… bin traurig, die Zeit so ungenutzt verstreichen gelassen zu haben… sowas werde ich nie wieder erleben, dass ich Geld fürs Nichtstun bekomme, nie wieder… :°(

Der Gedanke an Arbeit stresst mich schon in Gedanken… die Tagesklinik erscheint mir wieder wie ein Monster, mir graut davor wie vor Arbeit auch, ich möchte mich nur weiter verkriechen und das, obwohl ich weiß, dass es alles nur noch schlimmer macht.

Alles in allem ist alles unverändert, nur der Druck steigt enorm an, die Zeit drängt, eine Entscheidung zu treffen. :°(

sgunseCt_z2015


Abends spät, nachts, Fernseher läuft, alle schlafen, außer mir... dann hab' ich Angst einzuschlafen, weil dann so schnell wieder ein neuer Tag beginnt. Jeder neue Tag macht mir Angst. Wie ein Berg, zu steil, ihn zu besteigen... jeder Tag kommt mir beängstigend vor, groß, unüberwindbar... :°(

Eshemjalige!r NutQzer l(#5780x69)


Hallo liebe sunset! @:)

Toll, dass du den Termin - trotz unglücklichen Verlaufs - doch noch so objektiv reflektieren konntest.

Mach dir keine Vorwürfe, dass du die Zeit ungenutzt verstreichen hast lassen. Es ging damals eben nicht, sonst hättest du es doch anders gemacht. Wichtig ist, dass du jetzt etwas unternimmst.

Was überfordert dich denn an einem normalen Tag?

s0uns6et_20x15


Hallo liebe Antfortas @:) *:)

Ja, ich bin auch froh, dass mich ihre Art jetzt nicht persönlich verletzt hat - normalerweise bin ich da "gut" drin, alles persönlich zu nehmen. :=o

Heute habe ich mich mit meiner auch depressiven Freundin getroffen und ja, ich sagte dann auch: Ich würde gern die Zeit zurückdrehen, obwohl es jetzt wieder genauso laufen würde... und meine Freundin sagte dann eben auch, ich solle lieber nach vorn blicken und die Zeit JETZT nutzen, dass es besser wird...

Du, ich kann Dir nicht mal sagen, was genau mich überfordert an einem Tag. Es ist das Gefühl, wenn ich wach werde, als müsste ich Berge versetzen an diesem Tag... Es ist ein Gefühl und ich merke gerade, dass ich es gar nicht in Worte fassen, es erklären kann.

Heute war wieder ein besserer Tag. Ja, ich bin schon sieben Uhr auf, dann das Treffen, wir waren frühstücken und haben fünf Stunden gequatscht. Es tat so gut, weil wir uns gegenseitig verstehen, weil wir sogar oft über uns lachen, da wir beide die gleichen "Macken" haben... ;-D

Bin vor einer Stunde erst rein, bin müde und jetzt froh, mich gleich auf die Couch und dann ins Bett knallen zu können. :)z

Wünsche Euch eine gute Nacht :-)

EMhemasligerO Nutze*r (#5V7806x9)


Du, ich kann Dir nicht mal sagen, was genau mich überfordert an einem Tag. Es ist das Gefühl, wenn ich wach werde, als müsste ich Berge versetzen an diesem Tag... Es ist ein Gefühl und ich merke gerade, dass ich es gar nicht in Worte fassen, es erklären kann.

Das kenne ich! Meistens mache ich mir selbst so viel Druck, mit all den Dingen, die ich noch zu erledigen habe. Mir hilft es immer, wenn ich mir einen Plan mache, um einen Überblick zu gewinnen. Und natürlich sage ich mir auch selbst, dass ich eben keine Berge versetzen muss. Ich schaffe es nur Schritt für Schritt, in meinem Tempo.

Heute war wieder ein besserer Tag. Ja, ich bin schon sieben Uhr auf, dann das Treffen, wir waren frühstücken und haben fünf Stunden gequatscht. Es tat so gut, weil wir uns gegenseitig verstehen, weil wir sogar oft über uns lachen, da wir beide die gleichen "Macken" haben... ;-D

Das hört sich toll an! Vielleicht tut es dir gut, wenn du dich öfter mit dieser Freundin triffst. Und vielleicht könntet ihr euch auch gegenseitig helfen, hm?

s0unseAt._20x15


Einen Plan mache ich mir auch öfter. Mich spornt es meistens an, wenn ich dann ein paar Häkchen auf meiner Liste machen kann, gibt ein gutes Gefühl.

Manchmal allerdings mag ich manche Dinge gar nicht erst aufschreiben, weil mich schon der Gedanke an diese Tätigkeiten stresst... wie aktuell einige Telefonate. Vielleicht sollte ich jeden Tag einen Anruf erledigen.

Mit dieser Freundin treffe ich mich ca. alle zwei Wochen, manchmal öfter, aber wir haben sehr oft auch Mail-Kontakt.

Wir reden viel über unsere Probleme und versuchen auch, uns gegenseitig zu helfen. Mal klappt es nicht, weil wir beide durchhängen, aber oft eben doch... und es hilft uns beiden wirklich, dass die andere einen versteht und so ziemlich alles immer nachvollziehen kann. :)z

sBunseEt_)201x5


Bin am Ende.

Gerade die Tagesklink angerufen, Wartezeiten betragen ca. drei Monate... solange wird meine "verständnisvolle" Psychiaterin mich nie krankschreiben... halte dem Druck des AAtes nicht aus, wenn das in drei Wochen schon losgeht... :°( Wenn ich nicht suizidal bin, werde ich auch für stationär auf einen Platz warten müssen... weiß nicht mehr weiter... :°(

s+unsWet_2r01/5


Ich würde ja auch keinen neuen Psychiater "mal eben" finden... die haben auch so lange Wartezeiten...

E/hemaligaer NutzerH (#Y578x069)


Manchmal allerdings mag ich manche Dinge gar nicht erst aufschreiben, weil mich schon der Gedanke an diese Tätigkeiten stresst... wie aktuell einige Telefonate. Vielleicht sollte ich jeden Tag einen Anruf erledigen.

Bin am Ende.

Gerade die Tagesklink angerufen, Wartezeiten betragen ca. drei Monate... solange wird meine "verständnisvolle" Psychiaterin mich nie krankschreiben... halte dem Druck des AAtes nicht aus, wenn das in drei Wochen schon losgeht... :°( Wenn ich nicht suizidal bin, werde ich auch für stationär auf einen Platz warten müssen... weiß nicht mehr weiter... :°(

Bist du dir da sicher? Ich würde einfach mit ihr darüber sprechen.

Sollte sie dich wirklich nicht krankschreiben wollen, könntest du ev. auch mit denen vom AA darüber sprechen. Wobei ich nicht glaube, dass das viel bringen wird.

Aber eine stationäre Therapie wäre im Ernstfall doch möglich.

EShem]alig$er Nut#z>er 3(#578x069)


Ups. Ich wollte eigentlich noch etwas bezüglich deiner Audgabenliste schreiben. |-o

Also: Wenn dich etwas stresst, dann tut es das auch, wenn du es nicht aufschreibst. Es zu notieren und einen "Plan" zu haben, macht es in der Regel eher besser. :-)

hSeutie_h/ier


Ich schreib ein bisschen strenger,

weil ich das Vorgehen deiner Psychiaterin sehr gut nachvollziehen kann.

Du hast hier sehr wertvolle Hinweise bekommen und bis auf einen Anruf in der Tagesklinik kaum etwas umgesetzt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass dich die Depressionen schon jahrelang begleiten, müsstes du wissen wie in einer solchen Situation vorzugehen.

Nr. 1 Tagesstruktur schaffen - nichts anderes passiert in der Klinik:

Stell den Wecker zu der Zeit, wie damals bei deinem Job. Wenn du das allein nicht schaffst aufzustehen, lass dich morgens von jemanden anrufen, der nicht aufgibt, bist du ran gehst.

Aufstehen ohne Nachzudenken, im Bad fertig für den Tag machen.

Nr. 2 jeden Tag Aufgaben erledigen, auch wenn sie keinen Spass machen. Die Couch ist tabu!

Also könnte dein Tag mit einem Spaziergang zum Bäcker beginnen, dabei kannst du vielleicht andere Dinge erledigen oder auch nicht. Zu Hause frühstücken (deine erste Pause), aber bitte am Küchen- oder Esstisch und nicht auf der Couch. Dieses Möbelstück hat leider magische Magneten, die dich nicht mehr aufstehen lassen ;-D . Nach dieser Pause geht es weiter und wenn es nur Sport, Briefe lesen&beantworten oder ein Anruf ist. Es muss nicht viel sein - aber Bewegung ist das A&O.

Danach machst du etwas, was dir Freude bereitet. Auf gehts zur nächsten kleinen Aufgabe: Küche sauber halten, Wäsche waschen oder Mittag kochen. Vielleicht lädst du auch jemanden, dann hast du einen Grund zum Putzen. So bitte bis zum Feierabend versuchen durchzuhalten, wo du hoffentlich erschöpft auf die Couch fällst.

Nr. 3 für jeden Tag etwas planen, was dir Spaß macht, auch wenn es manchmal schwer fällt

Früher hast du auch Hobbies gehabt und dich mit schönen Dingen beschäftigt.

Nr. 4 du darfst auch schlechte Tage haben, dir das nicht gelingt

Sie sollten die Ausnahme sein. Der überwiegende Teil der Tage sollte eine feste Struktur haben, auch wenn die erstmal langweilig erscheint.

Das Problem an deinem jetztigen Tagesverlauf ist viel zu viel Zeit, die du mit unsinnigen Grübeln verplemperst. Wie zum Beispiel die Angst vor dem Arbeitsamt. Wer sagt denn, dass sie dich unter Druck setzen wollen. Hier wurde von guten Angeboten berichtet. Dass du Angebote von denen bekommst ist nett und du bist nicht verpflichtet dich darauf zu bewerben.

Mit diesen kleinen Handlungsanweisungen kannst die Zeit bis zu deiner Therapie besser überstehen. Da ich selbst seit Jahren mit Depris kämpfe, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man da am besten gleich zu Anfang mit einer klaren Struktur entgegen wirkt. Es verhindert einen Abwärtsstrudel auf das Erste. Nichts anderes wird in der Klinik gemacht, da schläfst du nicht bis 15 Uhr ]:D

Zum Schluss noch eine ganz andere Frage: seit wann nimmst du die Medikamente. Wenn du gut eingestellt bist, müssten die auch mal endlich Wirkung zeigen ??? Vielleicht mal einen anderen Arzt konsultieren?

Gutes Gelingen und Durchhaltevermögen Dir @:)

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