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andauernd Versagensängste im Studium

A/nti5gonae


Was dir aber klar sein muss, dass ist auch nach dem Studium ein sehr stressiger Job, lange Arbeitstage, viele Dienste... da soll man schon ehrlich zu sich sein, ob man das sich vorstellen kann.

(wintersonne 01)

Das war mit ein Grund, warum ich aufgehört habe. :-(

E:hemalCiger )Nutzner (#4]671x93)


Was dir aber klar sein muss, dass ist auch nach dem Studium ein sehr stressiger Job, lange Arbeitstage, viele Dienste... da soll man schon ehrlich zu sich sein, ob man das sich vorstellen kann.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Nicht jeder der Medizin studiert praktiziert dann tatsächlich auch mal als Arzt.

Es gibt genug Jobs für Mediziner die abseits einer Klinik oder einer Ordination liegen. Pharmaindustrie, Versicherung, Erwachsenenbildung, öffentlicher Dienst - um nur ein paar mögliche Beispiele zu nennen.

L*u4cxi32


Man kann aber davon leben. Ich verdiene genau so viel wie ein Assistenzarzt.

A ngsptHaLse04


Hast du denn schon das Physikum geschafft? Danach wird es besser.

Ja, das habe ich bereits hinter mir, aber das ging auch nur mit 3 Monaten Durchlernen & ständigen Ängsten, vielen schlaflosen Nächten und Stress Stress Stress.. und jetzt kommen (für mich) teilweise noch schwerere Themen, an denen ich wirklich fast verzweifle, weil es so viel und kompliziert ist.

Es ging mir auch mal so und das waren die ersten Anzeichen dafür, dass ich auf dem falschen Dampfer war. Daraus entwickelten sich richtige Depressionen zum Teil. Die Noten waren sogar zum Teil noch gut, aber zu welchem Preis? Jedes Mal fühlte ich mich unwohl.

Ich glaube, dass bei mir der Grund für die Ängste ist, dass ich dieses Studium wirklich will und später unbedingt als Ärztin arbeiten möchte. Ich glaube, dass dieses Denken mich am Meisten stresst. Klar, ich bin noch jung. Aber meine ganze Familie und Freunde "glauben" an mich, dass ich das schaffe. Auch wenn ich mich zu 90% der Zeit überfordert fühle.

Mit dem Mitlernen während dem Semester klappt es bei mir leider nicht wirklich. Ich bin jemand, der nur unter viel Druck lernen kann, dafür dann aber auch effektiv.. Alles was ich lange vor Prüfungen schon lernen möchte, mache ich nur halbherzig und demnach nicht wirklich effektiv..

Nur wegen dem: "mal gut verdienen", wirst du ja sicherlich nicht diesen Beruf ergreifen wollen. Sonst wäre es echt das falsche für dich.

Das Gehalt ist mir (derzeit) wirklich völlig egal, und das war auch nie meine Motivation. Klar will man davon leben können und ich weiß auch, dass man als Arzt sehr viel arbeiten muss.Aber auch das stört mich nicht.

Wenn mir meine Eltern von ihrer Studienzeit erzählen, klingt es so, als wären das ihre besten Zeiten gewesen. Aber ich?! Ich kann den Tag meines Abschlusses kaum erwarten, und bin so froh, wenn ich nie wieder eine dieser Prüfungen machen muss. :|N

Und jeden Morgen nehme ich mir vor, mir nach dem Lernen etwas zu gönnen. Letztendlich sitze ich dann aber am Schreibtisch bis spät, arbeite zwar unkonzentriert (aber ich kann doch nicht schon nach 2 Stunden aufhören) aber denke mir, dass ich diese Pause jetzt eigentlich nicht verdient habe, weil ich mit dem Stoff nicht wie gewünscht vorangekommen bin..

Ach. %-| Vielleicht hätte ich doch etwas anderes studieren sollen...

m{cfuxndae


vielleicht bringt es dir was, dir realistischere Ziele für den jeweiligen Tag zu setzen, wenn du merkst, dass du *nie* das Pensum schaffst, das du dir vornimmst?

also vielleicht gibt es dir dann ein besseres Gefühl, wenn du merkst, dass du das, was du dir vornimmst, auch schaffst?

oder du fängst an, dich jeden Abend dafür zu loben, dass du überhaupt 2 Stunden dran sitzt und nimmst dir gar keine "Menge" vor, sondern sagst einfach "heute abend lerne ich 2 Stunden, egal, wie weit ich komme und danach treffe ich ne Freundin oder schaue mir nen Film an"?

ich studiere bei weitem nicht sowas anspruchsvolles wie Medizin und hab dennoch dieselben Probleme, die sind glaub unabhängig vom Studienfach im Kopf...

ich finds krass und sehr bewundernswert, dass du bisher noch keine Prüfung versemmelt hast :)=

e)swajrein*maleine


Das kommt mir sehr bekannt vor.

Als ich damals anfangen habe zu Studieren, hatte ich das gleich 3 Semester. Ich hatte immer sehr große Versagensängste. Ich wollte gut sein und gute Noten haben. Daraus entwickelte sich eine sehr schlimme Depression, und Neid - den anderen gegenüber die immer gut waren.

Ich habe mein Studium irgendwann abgebrochen und bin danach für 3 Monate in eine Stationäre Therapie.

Ich kann dir nur empfehlen es nicht zu weit gehen zu lassen, denn es wird nicht besser :°(

Alles Gute!

m*cf#u~ndxae


Eine andere Idee wäre vielleicht, mal ein Semester etwas langsamer zu machen und eine Prüfung weniger zu schreiben, um mal bisschen durchzuatmen? Das kannst du dir sicherlich gönnen, wenn du bisher alles bestanden hast oder?

PXes a\nsexrinus


Eine andere Idee wäre vielleicht, mal ein Semester etwas langsamer zu machen und eine Prüfung weniger zu schreiben, um mal bisschen durchzuatmen? Das kannst du dir sicherlich gönnen, wenn du bisher alles bestanden hast oder?

Das ist im Fach Medizin aus den verschiedensten Gründen nicht unbedingt die beste Idee. Weniger wirds dadurch auch nicht. Der Druck in dem Fach ist von Haus aus hoch und wird auch durch das Prüfungen reduzieren idR nicht geringer. Manches braucht man auch zwingend um im Folgesemester an Kursen teilnehmen zu können. Prüfungen zu verschieben bedeutet, dass Problem zu verschieben. Und hier sind die Prüfungen ja nicht unbedingt das Problem, sondern der Umgang mit dem hohen Druck und generell mit der Masse des Stoffes.

Ich empfehle Dir, Dich mal in einem anderen großen Forum umzuschauen (sollte unter Medizinern bekannt sein ;-))

Da gibt es super viele Beiträge zu Deinem Problem - Du bist damit nicht allein.

Jeder der dieses Studium durchlebt hat, kennt diesen Druck und Stress.

A0ntigwone


Mit dem Mitlernen während dem Semester klappt es bei mir leider nicht wirklich. Ich bin jemand, der nur unter viel Druck lernen kann, dafür dann aber auch effektiv

So ein Typ bin auch, schon immer gewesen.

Manchmal ärgere ich mich über mich selbst (studiere gerade berufsbegleitend und noch parallel an der Fernuni Hagen), aber richtig ändern konnte ich das bisher nicht.

Irgendwie schaffe ich es immer und das sage ich mir in Zeiten, wo es stressig wird.

Wenn ich mein Verhalten nicht ändern kann oder will, änder ich meine Einstellung dazu. ;-)

w*intersxonne 01


Mit dem Mitlernen während dem Semester klappt es bei mir leider nicht wirklich. Ich bin jemand, der nur unter viel Druck lernen kann, dafür dann aber auch effektiv.. Alles was ich lange vor Prüfungen schon lernen möchte, mache ich nur halbherzig und demnach nicht wirklich effektiv..

na dann hast du doch schon mal etwas, wo du ansetzen kannst. Klar ist der Druck und daher die Effektivität vor Prüfungen noch mal größer.

Wenn du aber im Semester kontinuierlich gelernt hast, wirst du merken, dass du vor den Prüfungen auch schon mehr weist.

Im Semester bei einem Medizinstudium jeden Abend Zeit zum weggehen zu haben ist sicherlich nicht drin, das ist leider normal.

Wenn du so gerne Ärztin werden willst, wirst du es schaffen.

Um den Versagensdruck abzubauen stell dir vor: was ist wenn ich durchfalle?...o.k. dann wiederhole ich die Prüfung...vielleicht baut das etwas den Druck ab.

Aber viel und anstrengend wird es bleiben. Vielleicht hilft dir auch die Statistik: von denen die das Physikum geschafft haben, schaffen auch die allermeisten das Examen ;-)

Und drei Monate durchlernen ist vor dem Examen leider auch der Normalfall...du hast sicher schn vom 100 Tage Lernplan gehört.

Viele sind dann disziplinierter beim Lernen, fangen wirklich früh zeitig an, gehen in die Bibliothek um wenig Ablenkung zu haben und haben dann auch mal abends frei.

A9ngsqtHasxe04


Ich habe mein Studium irgendwann abgebrochen und bin danach für 3 Monate in eine Stationäre Therapie.

Ich kann dir nur empfehlen es nicht zu weit gehen zu lassen, denn es wird nicht besser :°(

Oh nein, das tut mir total Leid. :°_

Hast du denn inzwischen deinen Weg gefunden?

Ja, deswegen schaue ich schon "prophylaktisch" nach einem Weg, mein Leben irgendwie grundsätzlich zu ändern..

Eine andere Idee wäre vielleicht, mal ein Semester etwas langsamer zu machen und eine Prüfung weniger zu schreiben, um mal bisschen durchzuatmen?

Ich kann mich eigentlich nicht über zu wenig Freizeit beschweren, oder zu wenig Erholung. Ich führe eine Fernbeziehung und war letztes Semester beispielsweise mehr bei ihm als in der Uni. ;-D Also hab ich mir für dieses Semester sozusagen eine Pause genommen, aber jetzt stehe ich kurz vor der nächsten, größeren Prüfung und fühle mich so gestresst und jetzt schon ausgelaugt obwohl ich erst seit ein paar Tagen lerne. Da ärgere ich mich dann über mich selbst. Und dass mein Gehirn manchmal nicht so will, wie ich. >:(

Um den Versagensdruck abzubauen stell dir vor: was ist wenn ich durchfalle?...o.k. dann wiederhole ich die Prüfung...vielleicht baut das etwas den Druck ab.

Ich habe einfach wirklich panische Angst vor dem Durchfallen. Also die Angst ist größer vor der Angst des Durchfallens als dem eigentlichen Durchfallen. Klingt total verrückt, oder?

Ich habe nur Angst, dass ich dann die Panik entwickle, dass die Prüfung zu schwer für mich ist und ich sie auch beim 3. Antritt nicht schaffen würde, das wäre meine größte Angst.

Und eben auch, dass wenn ich das Studium nicht schaffe, ich nichts habe, außer ein Abitur. Aber ich wollte eigentlich immer als Ärztin arbeiten, bzw. einen sicheren Job und ein fixes Einkommen haben. :-(

Das sind hald alles so meine Ängste....

eoswafreinmXalexine


das kann ich leider nicht sagen ob sich das geändert hat.

Da ich damals in der Therapie erst mal meine grundsätzlichen Probleme erörtert habe. Aber meist führt ja die eigene Vergangenheit dann zu diesem Perfektionismus / die Angst zu versagen.

Ich habe bis jetzt nicht mehr studiert, ich arbeite und bin momentan - so wie es ist - zufrieden. Aber auch auf der Arbeit gibt es Situationen da läuft es dann einfach schlecht oder mehrere Dinge laufen schlecht und das Belastet mich dann sehr, weil ich einfach alles richtig machen will - ich kann es mir selber nicht immer recht machen.

Ich habe damals so ein extremen Blackout, dass ich in der Klausur so müde war und fast schlafen konnte während die anderen schwitzten ":/ und ich saß dran und schaute in die Luft.

Du kannst es ja erst einmal mit einer Ausbildung versuchen. Berufserfahrung in jeglicher Art in der heutigen Zeit ist das A und O.

Acngs;t.Ha{se04


Ich habe damals so ein extremen Blackout, dass ich in der Klausur so müde war und fast schlafen konnte während die anderen schwitzten ":/ und ich saß dran und schaute in die Luft.

Du kannst es ja erst einmal mit einer Ausbildung versuchen. Berufserfahrung in jeglicher Art in der heutigen Zeit ist das A und O.

Bei der Prüfung selber geht es mir dann eigentlich gut, also ich habe das Gefühl, dass ich dann meine Leistung zu fast 100% abrufen kann, das bereitet mir weniger Sorgen..

Und gearbeitet hatte ich während der Schule schon ständig und auch dann in meinem freien Jahr.. Also ich sage dieses Beispiel jetzt nur, damit ihr wisst, dass ich schon weiß was arbeiten bedeutet und dass das auch sehr anstrengend ist.

e}swa@reinNmaleixne


Wenn ich die Klausuren schrieb konnte ich auch immer alles abrufen und ich war von den Noten her gut, dass was ich schrieb war aber das Endstadium quasi. Danach habe ich aufgehört.

Aber da ist ja dann jeder anders.

Sagt ja keiner das du nicht weißt was arbeiten ist ;-) leider ist es aber in unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft so, ohne "was schriftliches" wie eben Ausbildung etc. kommt man nicht wirklich weit.

w{inters1onne x01


war letztes Semester beispielsweise mehr bei ihm als in der Uni.

glaube nicht, dassich das nicht verstehen kann, aber ob man sich das bei einem Medizinstudium leisten kann wage ich stark zu bezweifeln ":/

Also auch in dieser Hinsicht hast du noch Reserven.

Ingesamt erscheint es hier nach dem, was du ehrlicherweise hier schreibst, eben dir eben noch klar zu sein, dass ein solches aufwendiges Studium eben so schwer zu schaffen ist...daher resultieren dann ev. auch die Versagensängste.

Vielleicht lassen diese nach, wenn du disziplinierter herangehst. ;-)

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