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Angststörung und Halswirbelsäule im Zusammenhang

AAlmanOder hat die Diskussion gestartet


Hallo beinander,

Bei mir wurde wegen den Symptomen der letzten 8 Jahre schon vor 5 Jahren ne Angststörung und Panikstörung diagnostiziert. Das habe ich auch angenommen und versucht zu therapieren, mach seit 5 Jahren fast am Stück PT erst Tiefenanalystisch, jetzt verhaltensbasiert. Das hat mir alles schon was gebracht, wenn ich dadurch bisschen runter komme und entspanne. Aber genau da hängt mein Problem. Ich finde dass alle meine Symptome (siehe unten) von der Verspannung der Halswirbelsäule kommen. Ich habe die Probleme im Nacken auch schon vor der massiven Flut der Symptome vor 8 Jahren gehabt, daher wäre für mich der Nacken der Auslöser für die Psyche.

Nur was ich auch versuche Sport, Entspannung, Verhaltensänderung, gesunde Lebensweise etc. es geht nicht weg. Medizinisch sind lauter "kleine Diagnosen" im Nacken gestellt worden (auch unten) aber so ein richtige Behandlungsansatz ist nicht gefunden worden. Der eine sagt Sport, Physios haben alles ihr "eigenes" Konzept von welchen mit ein paar kurzzeitig (paar Stunden) geholfen haben. Aber eben nix auf Dauer.

Ich frag mich warum es mir zu 90 % besser geht nach eine Cranio Sacral Therapie, warum ich meine Symptome beim abwaschen wenn ich den Kopf nach unten neige auslösen kann, oder wenn ich lange in einer Position sitze, oder wenn ich im Restaurant gerade sitzen muss und den Kopf immer nur ein wenig in Richtung Gabel bewege... warum löse ich in den Situationen (gibt noch xxx weitere) so ziemlich alle meine Symptome aus, vor denen ich so Angst habe (Auslöser der Angststörung?)?

Hat von euch wer ähnliches bei sich beobachtet? Warum wird da von ärzten nicht akribischer im Nacken oder dessen "Verhalten" gesucht, anstatt mich dauernd überreden zu wollen AD's zu mampfen?

Grüße Almander

Anhang:

Beschwerden (Symptome):

- Nackenversspannungen vom Schultergelenk bis in den Hinterkopf hinein, Bereich um C7/Th1 akut betroffen

- Benommenheitsgefühle. Starke Schwindelattacken, meist mit Linksdrall beim Spazieren oder langem Sitzen oder den Kopf längere Zeit zu einer Seite schräg halten (z.B. Präsentation mit Projektor zur linken Seite) dabei Gefühl wie "Blutleere" im Kopf

- In beiden Händen Feinmotorikstörungen (Tastaturschreiben nicht mehr so flüssig, teilweise verkrampft) am schlimmsten jeweils vom kleinen Finger bis zum Mittelfinger. Häufig ist auch ein Kribbeln zu spüren und noch häufiger ist eine Art "Nervenschmerz" im Rücken der Finger sowie der Fingergelenke zu spüren.

- Beim Greifen (Stift beim Schreiben, Axt beim Holzhacken oder Schraubendreher) habe ich nach kürzester Zeit solche Schmerzen im Handgelenk-Unterarm-Übergang bis in den Unterarm hinein, dass die Tätigkeit meist unterbrochen oder abgebrochen werden muss.

- Leise schwankende (fast pulsierende) Ohrengeräusche (ständig) gefühlt eher rechtsseitig, manchmal ein hohes lautes Pfeifen oder ein Brummen/Vibrieren was nicht länger als 3-7 Minuten anhält.

- Ständiges Gefühl unausgeschlafen zu sein, erschöpft, Konzentrationsschwäche

- Augen: lichtempfindlich, Schwierigkeiten etwas zu fixieren, oft diese Glaskörpertrübungen im Blickfeld bei hellen Hintergründen, sehr trocken. Das rechte Auge ist deutlich stärker betroffen.

- Migräneanfälle. Ca. 3 mal im Monat, mit Aura und neurologischen Symptomen. Meist das Gefühl dass davor immer besondere Nackenschmerzen im Bereich C7 linksseitig zu spüren sind.

- Schmerzen im LWS und BWS Bereich bei einseitiger Belastung (z.B. Spazieren, sitzen) aber erträglich

- Häufig erschwerte Nasenatmung.

- Panikattacken bei akuter Steigerung der Symptome

- Extreme Empfindlichkeit auf sämtliche Reize (diverse laute Geräusche, grelles Licht, starke Düfte) auch emotionale Reize wenn mir z.B. jemand extrem auf die Nerven geht oder einfach etwas Simples nicht begreifen kann.

Diagnosen:

- Orthopädie: Streckfehhaltung HWS angedeutet kyphotisch, fragliches diskretes Knochenmarködem bei HWK 5 (Knochenmark ansonsten unauffällig), flache Protusionen C3/C4 + C4/C5 sowie Unkovertebralarthrose bei beiden, bei C4/C5 rechtsseitige Neuroforamenstenose. Kleiner dorsomedialer Prolaps C5/C6 mit mäßiger Einengung des rechten Neuroforamens.

Sonst: Prolaps L4/L5+L5/S1, leichte Beinlängendifferenz (0,5cm) daher auch leichter Beckenschiefstand

- Neurologie: leichte Abweichungen bei der NLG im Arm (evtl. beginnendes Kaparltunnel+Ulinarissyndrom),Migräne mit Aura, sonst keine Befunde, EEGs in Ordnung. MRT Kopf 2012 unauffällig.

- Kardiologie: Mitralklappenprolaps mit geringer Mitralinsuffizienz, offenes Foramen Ovale. Es werden Verlaufskontrollen durchgeführt, es besteht kein Krankheitswert und keine Leistungseinschränkung kardiologischer Sicht.

- Psychisch: Diagnostiziert wurde ein Angst/Panikstörung die entwickelt wurde da sich durch die Symptome ein starkes Vermeidungsverhalten eingestellt hat. Verhaltenstherapie wird gemacht, Tagesklinik hat an der Symptomatik nichts geändert.

- Augenarzt: Weitsicht (L +2,5, R+4,0 Dpt.), rechts leichte Hornhautverkrümmung, rechts leichte Gesichtsfeldausfälle, minimaler Nystagmus festgestellt,

- Endo/Internist: latente SD – Unterfunktion TSH bei ca. 3,5-4 (mit Thyroxin behandelt, Wert nun normal), chronische Vergrößerung der zervikalen Lymphknoten (ca. 1,5 -2 cm) – Lymphom ausgeschlossen, Verlaufskontrolle, Ursache unklar

- HNO: schiefe Nasenscheidewand, geringe Abweichungen im Gleichgewichtstest (ohne Krankheitswert)

- Zahnarzt: Zähne alle behandelt, Fehlbiss nach vorne wird durch Bisschiene korrigiert

- Blutwerte: Abgelaufene frühere Borreliose und EBV Infektion erkannt, beide aber wohl nicht aktiv, Vitamin D Mangel (nehme nun Vit. D), Cholesterin am Grenzwert, sonst alles unauffällig.

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