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ich bin so (lebens?)müde...

Lmi!an:-Jill


Warum wird hier immer von Verpflichtungen geredet? Ich naives Schaf habe das einfach vorausgesetzt. Wieso ist ein Partner plötzlich wichtiger als alles andere? Habe ich an mir selbst nie so ausmachen können. Ich kannte die Freunde meines Expartners, er hat mit ihnen Zeit verbracht und manchmal wir auch zusammen.

Waren da auch Frauen dabei, an denen er ein Beziehungsinteresse hatte und die er finanziell unterstützt hat?

ffarmerx37


Ich weiß ja nicht, welche anderen für Dich wichtigen Aspekte in seinem Verhalten ich nicht überblicke, deswegen ist mein Urteil natürlich nur ein vorsichtiges: Ich finde es offengestanden etwas egoistisch von Dir, von jemandem, der frisch mit jemand anderem zusammen ist, zu erwarten, dass er seine Sylvesterplanung (in meinen Augen ein völlig unwichtiger Tag, das mag man anders sehen) auf Dich abstimmt. Ich finde, dass zu ner Freundschaft auch gehört, jemand den Raum für eine Partnerschaft zu lassen, gerade am Anfang. Das bedeutet alles nicht, dass nicht genügend Menschen ihre Freunde sehr vergessen, wenn sie Partner haben, das ist richtig und das kenne ich auch, aber auf der von Dir eingangs geschilderten Grundlage kann ich noch kein ganz schlimmes Fehlverhalten erkennen.

Alias 716970


@ Monika65

Ich bin meistens Silvester mit meinem Sohn allein, das Problem kann ich auch nicht ganz verstehen, liegt aber auch daran, dass Silvester für mich kaum noch Bedeutung hat.

Das stelle ich bei mir auch langsam fest. Silvester 2015 war bedeutungsloser als noch einige Jahre davor. Aber das ist völlig in Ordnung und eigentlich auch ganz gut so.

@ Lian Jill

Hast du dich im Faden geirrt? Ich verstehe deine Frage nicht.

Alias 716970


@ farmer37

Es ist doch völlig normal, dass Menschen unterschiedliche Ansichten oder Auffassungen von Freundschaften haben. Deshalb muss man mich hier auch weder belehren, noch als egoistisch einstufen. Verständlich, aber auch etwas egoistisch fand ich sein Verhalten. Es ging mir nicht darum, mit ihm Silvester zu verbringen, sondern darum, dass er mich bei der neuen Partner (vermutlich bis heute) nicht mal zum Thema gemacht hat. Wir hätten doch mit ein paar Freunden zusammen feiern können. Mir ging es darum, dass er mich nach über 10 gemeinsamen Jahren, in denen wir immer zusammen gefeiert haben, einfach ausgeblendet haben. Warum darf ich darüber nicht enttäuscht oder verletzt sein? Jeder Mensch denkt und fühlt doch anders. Und bei mir ist es eben so gewesen.

Mxoni/kax65


Könnte es nicht sein, dass seine neue Liebe auf dich eifersüchtig ist bzw. wäre? Gibt nicht wenige Frauen, die so eine Freundschaft nicht tolerieren, jedenfalls nicht ohne Ärger zu machen.

Alias 716970


Das kann ich nicht beurteilen. Was er von ihr erzählt hatte, klang sehr sympathisch. Aber da ich sie nicht persönlich kenne, kann ich dazu nichts sagen. Denkbar wäre es aber in jedem Falle.

Ich weiß nicht, ob das ein Vorurteil ist, aber ein Bekannter, der sehr viel in der Welt herumgekommen ist und sich gut mit Menschen auskennt, hat mir erklärt, dass die Frauen aus dem Kulturkreis, aus dem sie auch kommt, sehr vereinnahmend und klammernd sein können. Halt nicht so gerne andere Frauen neben sich dulden. Aber das können deutsche Frauen auch. Es mag vielleicht auch auf sie zutreffen?

Kaleio


Alias 716970

Das Kind ist sieben Jahre alt und kennt somit den vermeintlich besten Freund der Mama schon von kleinauf an. Er ist durch die enge Freundschaft eine feste Bezugsperson für mein Kind geworden. Das wird bitter für uns beide. Auch wenn man das als Befreiungsschlag deklariert. Es ändert einfach nichts. Zumindest erst vorerst.

Ich denke, je besser und lockerer Du mit der Situation umgehst, umso besser wird Dein Kind auch damit umgehen. Im Moment hört es sich für mich sehr nach einer Abhängigkeit an. Du schreibst ja auch öfter, dass es jetzt so ausschaut, dass er Dich nicht mehr braucht. Es hört sich aber auch so an, als würdest Du ihn brauchen. Ich weiß natürlich nicht konkret, wie es Dir geht, aber so wie Du schreibst, klingt es, als hätte es Dich schon sehr getroffen, dass er jetzt eine Freundin hat und Dich nicht in seine Silvesterpläne mitbedacht hat. Wie eng waren denn Eure Wege miteinander verbunden?

Du hast auch erwähnt, dass er für Dein Kind eine wichtige Bezugsperson ist. Wie oft habt ihr Euch denn gesehen und was habt ihr alles zusammen gemacht?

Dass er Silvester mit ihr verbringen würde, war mir klar und auch kein Problem für mich. Dummer Weise habe ich gedacht, dass Freunde auch dann füreinander da sind, wenn sie eine neue Beziehung haben.

Ja, ich denke, das war etwas voreilig. So wie ich es kenne, so ist gerade die Anfangszeit einer neuen Liebe doch schon sehr auf diese konzentriert und alles andere verschwindet einmal im Nebel. Das konntest Du natürlich auch nicht wissen, da er bisher ja keine Beziehung hatte und Du das nicht so miterlebt hast.

Ich frage mich manchmal, wie einige Menschen ticken, dass sie dann nur noch den Partner sehen und alles andere vergessen.

Dass Du Dich fragst, heißt doch, dass Du ihn gar nicht so gut kennst. Du schreibst immer wieder, was Du nicht getan hättest. Aber er ist doch nicht Du.

Ich persönlich finde das eher befremdlich als normal. Nie und nimmer hätte ich zugelassen, dass er Silvester oder Weihnachten alleine zuhause wäre. Außer es wäre freiwillig so gewählt. Und das hat für mich auch nichts mit gesundem Egoismus zu tun. Und da kommen wir wieder zur fehlenden Empathie seinerseits.

Nicht unbedingt. Das hängt davon ab, wie die Freundschaft zwischen Euch definiert ist. So wie Du es schreibst, klingt das für mich sehr bemutternd und kümmern. Ich meine, ich bin nicht dafür verantwortlich, was meine Freunde zu Silvester machen. Man spricht sich zusammen und wenn nichts kommt, dann gehe ich auch davon aus, dass es ihnen gut geht, sonst würden sie ja etwas sagen.

Aber ich akzeptiere, dass er jetzt in seinem Leben nur noch diesen einen Menschen haben will. Ich habe mich zurückgezogen und es ihm leicht gemacht.

Wenn er immer mehr von Dir wollte, kann es auch sein, dass das für ihn immer eine schmerzvolle Beziehung war und er auch trotzdem darauf gehofft hat, dass irgendwann mehr daraus wird. Dann wäre es nicht so verwunderlich, dass er für sich irgendwann diese ungesunde Beziehung für sich beenden musste. Aber das könntest Du natürlich nur von ihm erfahren.

Warum darf ich darüber nicht enttäuscht oder verletzt sein? Jeder Mensch denkt und fühlt doch anders. Und bei mir ist es eben so gewesen.

Natürlich ist es legitim, dass Du darüber enttäuscht und verletzt bist. Es ist auch nachvollziehbar, wie Du Dich fühlst. Es ist nur recht ungewöhnlich, dass Du derart enttäuscht bist, wo es sich nur um eine Freundschaft handelt. Es gibt Liebesbeziehungen, in denen die Partner nicht miteinander Silvester verbringen und Du bist so enttäuscht, obwohl er frisch verliebt Silvester mit seiner Freundin verbringt und die Welt vergisst. Es gibt Menschen, die sich da für den Freund einmal gefreut hätten, vor allem, da er noch nie eine Beziehung hatte. Klar ist es schade, dass er jetzt mal kein Ohr für Deine Sorgen hat, aber Du hast ja ein soziales Netzwerk und könntest ausweichen, oder?

Alias 716970


Mir sind ein paar Dinge klargeworden. Zum einen wünsche ich meinem ehemals besten Freund alles Glück der Welt. Er hat es verdient, endlich glücklich zu sein. Auf der anderen Seite ist mir aber auch klargeworden, dass es tatsächlich keine normale Freundschaft zwischen uns war. Vielleicht haben wir uns gegenseitig gebraucht.

Die Sache mit Silvester hat mich wahrscheinlich deshalb so getroffen, weil ich wohl in einer Erwartungshaltung ihm gegenüber verfallen war.

Das war sehr dumm und naiv. Und ich habe mir vorgenommen, das abzulegen. Es ist nicht förderlich, weder für mich noch für meine Umgebung. Ich muss wohl meine Denkweise ändern. Es drängt sich mir immer mehr der Gedanke auf, dass es sich dann auch viel leichter lebt und man mit Enttäuschungen besser umgehen kann. Habe viel nachgedacht und hoffe weiter auf gewinnbringende Erkenntnisse.

Was meine Gefühle betrifft für ihn. Diese sind tatsächlich rein platonisch. Ansonsten würde es mir schwer fallen, mich für ihn zu freuen. Außerdem habe ich ja kräftig nachgeholfen, dass aus den beiden überhaupt ein Paar werden kann. :-D

Ich denke, ich bin gerade auf einem anderen, aber guten Weg, damit ich nicht mehr an einem solchen Abgrund stehe. Bzw. zu stehen glaube.

Es geht mir tatsächlich gut mit dem momentanen Zustand und zur rechten Zeit werde ich ihm das auch wissen lassen.

T6his TwizligSht \Gardexn


Das klingt sehr gut, was du schreibst :)z :)=

Erwartungen an andere Menschen sind immer scheisse, weil man eben enttäuscht wird... seimit dir selbst im Reinen, brauche niemanden und dann wirs besser :)z

Und ja, ihr habt euch gegenseitig gebraucht. Ist ganz oft so in Beziehungen (bestimmt zu 80%)... und wenn dann Einer der beiden den Anderen nicht mehr braucht, ist es aus mit der vermeintlichen "Freundschaft"...

Alias 716970


Brauchen bedeutet Abhängigkeit.

Das war ich scheinbar schon einmal in meinem Leben. Abhängig von einem Menschen. Das möchte ich nie wieder erleben, das war eine schwere Zeit für mich nach der Trennung vom Vater meines Kindes. Und die letzte Beziehung haben wir auch gemeinsam in den Sand gesetzt. Das hat mein ehemaliger bester Freund alles miterlebt.

K8l*eixo


Alias 716970

Mir sind ein paar Dinge klargeworden. Zum einen wünsche ich meinem ehemals besten Freund alles Glück der Welt. Er hat es verdient, endlich glücklich zu sein. Auf der anderen Seite ist mir aber auch klargeworden, dass es tatsächlich keine normale Freundschaft zwischen uns war. Vielleicht haben wir uns gegenseitig gebraucht.

Das ist auch völlig legitim. Ihr habt Euch eine lange Zeit das gegeben, was der andere jeweils gebraucht hat. Ich würde das einfach mal auch so stehen lassen und annehmen. Ihr habt Euch lange gegenseitig gut getan.

Die Sache mit Silvester hat mich wahrscheinlich deshalb so getroffen, weil ich wohl in einer Erwartungshaltung ihm gegenüber verfallen war.

Ja, auch das passieren, auch in guten Freundschaften.

Das war sehr dumm und naiv.

Du bewertest bzw. wertest schon ganz schön viele deiner Handlungen ab. Warum?

Und ich habe mir vorgenommen, das abzulegen. Es ist nicht förderlich, weder für mich noch für meine Umgebung. Ich muss wohl meine Denkweise ändern. Es drängt sich mir immer mehr der Gedanke auf, dass es sich dann auch viel leichter lebt und man mit Enttäuschungen besser umgehen kann. Habe viel nachgedacht und hoffe weiter auf gewinnbringende Erkenntnisse.

Das klingt doch gut. Wie geht es Dir mit dieser Erkenntnis?

Was meine Gefühle betrifft für ihn. Diese sind tatsächlich rein platonisch. Ansonsten würde es mir schwer fallen, mich für ihn zu freuen. Außerdem habe ich ja kräftig nachgeholfen, dass aus den beiden überhaupt ein Paar werden kann. :-D

Ja, so ist es. Du hast ihm da zur Seite gestanden. Es ist etwas herausgekommen, womit Du nicht gerechnet hast. Jo mei. Shit happens. ]:D Das wird nicht das erste und nicht das letzte Mal sein. Gerade solche Situationen sind ja auch immer die Chance etwas zu ändern.

Ich denke, ich bin gerade auf einem anderen, aber guten Weg, damit ich nicht mehr an einem solchen Abgrund stehe. Bzw. zu stehen glaube.

Es klingt auf jeden Fall mal so.

Es geht mir tatsächlich gut mit dem momentanen Zustand und zur rechten Zeit werde ich ihm das auch wissen lassen.

Langjährige Beziehungen ändern sich auch mal. Je mehr Distanz Du bekommen wirst, umso besser wirst Du entscheiden können ob und welche Art Beziehung Du zu ihm willst. Umgekehrt wird es bei ihm auch sicher viel Neues geben. Es muss nicht alles heute entschieden werden.

Brauchen bedeutet Abhängigkeit.

Ja, das sehe ich auch so.

Das war ich scheinbar schon einmal in meinem Leben. Abhängig von einem Menschen. Das möchte ich nie wieder erleben, das war eine schwere Zeit für mich nach der Trennung vom Vater meines Kindes. Und die letzte Beziehung haben wir auch gemeinsam in den Sand gesetzt. Das hat mein ehemaliger bester Freund alles miterlebt.

Vielleicht ist es noch zu früh dafür, aber eigentlich könntest Du ihm dafür dankbar sein. Du hast jetzt die Chance zu mehr Selbständigkeit zu gelangen, etwas, was Du damals nach der Trennung vom Vater des Kindes nicht gemacht hast.

M8onixka65


Ich weiß nicht, ob man intensivere Beziehung führen kann, ohne sich zumindest ein bisschen zu "brauchen"?

Tmhis0 Twilighti GarCden


Naja, es ist ja ein Unterschied, ob man sich "braucht" weil man sich gegenseitig sehr mag und wichtig ist oder ob man sich braucht, um etwas eine Zeitlang zu kompensieren...

M?oni$ka6x5


Ja, den Unterschied sehe ich schon, aber den empfinde ich eher als graduell. Kann man völlig unabhängig leben? Sich so vor Trennungsschmerzen und Verlusten schützen?

Tchi<s Twviligh"t Gaxrden


nein ;-)

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