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Kontakt zur Mutter endgültig abbrechen?

E*hemalige'r Nutzer (#P5780x69)


Manchmal muss man Menschen eben so nehmen, wie sie sind. Du hast doch schon so viel versucht. Wenn dich ihr Verhalten weiterhin so belastet, solltest du den Kontakt abbrechen - auch wenn es weh tut.

M&isBsvarxga


Ja, vielleicht muss ich da dann durch. Ich stecke noch in der Wut-Phase und hinterfrage dieses Verhalten leider viel zu oft. Was ist denn das für ein Muster, in dem man seine eigenen Kinder erpresst? So perfide und blind kann doch niemand sein. Das begreife ich nicht. Wer nicht merkt, dass die eigenen Kinder einen lieben und vermissen würden, gehört eingewiesen und sonst nix mehr.

E8hema6liAger Nu\tzer] (#5w454x21)


Vermutlich fehlt mir oft noch die nötige Konsequenz. Sie ist ja immer noch meine Mama und ich hab sie lieb (auch, wenn sie mir das netterweise nicht glaubt).

Natürlich liebst Du sie, sie ist Deine Mama. Aber.. Du bist nicht verantwortlich für ihr Leben und schon gar nicht bist Du ihr seelischer Fußabtreter und ihr Spielzeug.

Nur Du kannst Dein Verhalten ändern, das Deiner Mutter änderst Du nicht. Klare Grenzen, konsequent eingehalten, sonst gehst Du kaputt.

Mhis~sv^axrga


"...und schon gar nicht bist Du ihr seelischer Fußabtreter und ihr Spielzeug."

Und warum verhält sie sich so?

Insgesamt möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal herzlich bedanken für die Ratschläge und die Bestärkung meiner selbst. Ich fühle mich nach jedem Telefonat wie der letzte Depp und meine Mama schafft es immer wieder, mich zu verunsichern und es so hinzudrehen, dass sie Opfer meiner egoistischen Machenschaften ist. Das müsste man mal aufnehmen, in der Familie kennt man ihr Verhalten schon, allerdings nur in dem Sinne, dass sie schnell beleidigt ist und empfindlich auf Kleinigkeiten reagiert.

wFin$te|rsonxne 01


Ich würde dir raten, ncht den Kontakt abzubrechen.

Alles was du im Eingangsbeitrag geschrieben ist ist vollkommen richtig, dass musst du nun nur noch verinnerlichen.

Ich würde weiterhin anrufen, aber eben konsequent auflegen, wenn sie Unsinn redet. Sag: Mama, so will ich dir nicht mit dir reden.... und lege auf.

Entweder sie lässt es mit den Vorwürfen oder du legst eben auf.

Wegen ihres hohen Alkoholkonsum würde ich auch deutlich sagen: wenn du getrunken hast, telefoniere ich nicht mit dir...klare Ansagen.

Ganz abbrechen würde ich den Kontakt nicht, damit du dir eben nicht irgendwann mal Vorwürfe machst...

Versuche dich innerlich noch mehr abzukaspeln, du weist doch, das vieles, was sie sagt falsch ist. :)*

S?ilwkPea6rl


Du versuchst ein paar Sachen gleichzeitig zu regeln, das macht Dich aber ganz konfus.

- Du möchtest Umgang mit ihr / keinen Umgang mit ihr

- Sie soll / muss Therapie machen / Du kannst sie nicht zwingen

- Du möchtest friedlich mit ihr reden / sie lässt das aber nicht zu

- Du hast sie lieb, aber sie setzt Dich unerträglich unter Druck

und etliches mehr.


Ich glaube, Deine Mama leidet unter einer Depression, und Du bist dabei, mit zu erkranken.

Aus diesem Durcheinander musst Du raus, wenn Du darunter nicht immer mehr in die Knie gehen willst. Vielleicht kannst Du ihr das sagen? Etwa: "Mama, ich hab Dich sehr lieb, aber wir brauchen beide eine Zeit, in der wir uns voneinander erholen. Wir können in 14 Tagen wieder telefonieren, aber wenn das nicht besser läuft als zur Zeit, sollten wir die Pausen noch weiter ausdehnen."

Und dann - EGAL was sie entgegnet - das durchziehen! Falls sie dann aus Trotz eine Verzweiflungstat begeht, kann das niemand auf die Dauer verhindern; erpressbar darf Dich dieser Gedanke nicht machen, denn dann bist Du jeder Laune von Ihr in Zukunft ausgeliefert.

Hole Dir so viel Hilfe, wie Du bekommen kannst. Und dann handle genau nach dem, was Du Dir überlegst.

Edhemali-g_er NNutKzer (#5454h2x1)


11.01.16 19:56

"...und schon gar nicht bist Du ihr seelischer Fußabtreter und ihr Spielzeug."

Und warum verhält sie sich so?

11.01.16 19:30

2) Deine Mom ist in einer schwierigen Phase, die Kinder verlassen das Haus bzw haben sie aus ihrem Leben ausgeschlossen...sie hat einfach eine ScheißAngst vor dem Alleinsein - was alle ihren Verhaltensausfälle nicht entschuldigt, aber vielleicht erklärt.

Sie hat Angst, ist verunsichert, dass ihre kleinen Mädchen nun erwachsen sind und sie verlassen wollen bzw haben. Also tut sie alles, um Dich an sich zu binden, bis hin zur Selbstmorddrohung.

Das nennt man emotionale Erpressung.

Ich fühle mich nach jedem Telefonat wie der letzte Depp und meine Mama schafft es immer wieder, mich zu verunsichern und es so hinzudrehen, dass sie Opfer meiner egoistischen Machenschaften ist.

Klingt ein wenig nach bereits bestehender "Co-Abhängigkeit" ... Hab ich richtig gelesen, dass Du selber in therapeutischer Betreuung bist ?? Vielleicht kannst Du bei Deinem Therapeuten Hilfe und Unterstützung holen.

CTindxerellga768


Wir hatten mal so ein enges und gutes Verhältnis, waren wie Freundinnen. Vielleicht war das nur deshalb möglich, weil ich diese krankhafte Smybiotik nicht durchbrochen habe.

Missvarga, wann war das denn bzw. wie alt warst du da?

MMissAvarxga


Sorry, musste gerade meine Abschlussarbeit weiterschreiben (sehr passend neben dem ganzen Stress mit Mutti.)

Den Vorschlag von Silkpear finde ich ausgesprochen super. Das werde ich beim nächsten Telefonat genau so sagen, vielen Dank! :) So kann sie mir auch nix vorhalten und ne Lücke im System ausnutzen.

Weiterhin auch lieben Dank an diejenigen, die schreiben, ich solle konsequent slebst einfach mal auflegen. Da fehlt mir immer der Biss zu und ich will es richten und mich verteidigen und alles ausdiskutieren, was aber sowohl sinn- als auch zwecklos ist. Ich werds versuchen..

Dass sie Depressionen hat, ist mir schon seit dem Auszug miener Schwester bewusst, die ist übrigens vor fast 4 Jahren gegangen und das Prozerede war nicht minder tränenreich und voller Geschrei. Seither habe ich versucht, diese Lücke zu füllen und die "gute" Tochter zu sein, die bei Mama bleibt. Sowas Bescheuertes, damals hab ich meine Schwester scharf verurteilt, heute denke ich, dass sie es als Erste wirklich begriffen hat.

Co-Abhängigkeit ist ein leidiges Thema in meiner Therapie (ich bin übrigens wegen anderen Dingen dort hingekommen, die mittlerweile halbwegs in geordneten Bahnen laufen. Umso schlimmer, dass meine Mutter jetzt meint, in die alte Kerbe reinschlagen zu müssen). Ich war lange co-abhängig was den Alkoholkonsum meiner Mutter angeht, wie im Psychologiebuch. Ich habe gedeckt, entschuldigt, versteckt, gebettelt und gedroht. Gebracht hats nix, außer, dass ich nachhaltig gestört bin, was den normalen Konsum von Alkohol angeht (Angst vor Betrunkenen, Angst vor Kontrollverlust, rühre sleber keinen Tropfen an, noch nie.)

Wenn ich mir überöege, dass ich selbst nur langsam aus meinen depressiven Phasen (zum Glück waren es nur Phasen) rausgekommen bin, und dass jetzt alles wieder einbrechen soll, kommt mir die Galle hoch. Das will ich nicht. Ich bin mir wichtig, sorge für mich und gönne mir Ruhe und freie Zeit. Meine Mutter kennt sowas nicht. Sie opfert sich Zeit ihres Lebens auf, für alles und jeden, und das kann sie hervorragend. Selbstfürsorge kennt sie nicht. Sich Zeit für sich nehmen, schönes Wetter genießen, Freude an etwas haben. Sie ist komplett abhängig von der Liebe und der Aufmerksamkeit anderer.

Logisch, dass sie mich Teufelsweib als egoistischen Brocken hinstellt /ironie off.

M}isTsvarrgxa


Ups, Nachtrag:

"Missvarga, wann war das denn bzw. wie alt warst du da?"

etwa 18, das hielt sich bis 22 oder 23.

Eyhemali!ger Ncutzer (#9578069x)


Deine Mutter ist wirklich arm dran. Aber anders, als sie denkt.

qquacksa4lberei


Missvarga, ja, Scheißsituation. Hatte ich ähnlich mit meiner Mutter, auch wenn die Umstände teilweise ganz andere waren. Einen ganz wichtigen Schritt hast Du ja schon getan, indem Du ausgezogen bist. Was das Konsequentsein bei Telefonaten angeht, wurde ja schon einiges geschrieben. Ich möchte noch anfügen, dass Du hoffentlich trotzdem ein bisschen sanft mit Dir bist, wenn Du es nicht immer schaffst, konsequent zu sein. Ich habe das weiß Gott auch nicht immer hinbekommen und danach habe ich mich manchmal noch zusätzlich selbst genervt mit: "Wieso war ich jetzt wieder so "weich"?" Besser ging es, wenn ich nach Inkonsequenz gedacht habe: "Okay, nächstes Mal wieder, heute konnte ich es einfach nicht."
Noch ein paar andere Gedanken, die ich öfter hatte, eher, was das Emotionale angeht. So "halbe" und "richtige" Suizidankündigungen gabs von meiner Mutter auch - zum Glück nicht ganz so häufig. Und ja, ich habe es manchmal einfach laufen lassen, nichts unternommen, einfach nur gehofft, dass sie es nicht tun wird. Du hast ja angesprochen, dass Du Angst hast, Dich schuldig zu fühlen, sollte sich Deine Mutter tatsächlich das Leben nehmen. Diese Angst hatte ich auch. Und ich glaube, Schuldgefühle hätten da sehr viele Menschen. Was mir in diesen "Suizidandrohungssituationen" ein bisschen geholfen hat, mich nicht in diesem Gefühlsstrudel (Angst, Traurigkeit, Wut, ...) zu verlieren, waren Gedanken wie "Ihr geht es seit Jahren schlecht, sollte sie sich tatsächlich umbringen, dann ist das für sie ganz offensichtlich der "leichtere" Weg, dann ist es auch irgendwie okay so".
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ob Du denkst, dass Du "versagst", wenn Du Deiner Mutter nicht hilfst/nicht helfen kannst. Bei solchen "Versagensgefühlen" habe ich mir immer wieder klar gemacht, dass ich ganz offenbar durchaus Willens und in der Lage bin, anderen Menschen (Freunden etc.) Hilfestellung zu geben und das auch lange Zeit auf verschiedenen Wegen bei meiner Mutter versucht habe - wie Du ja auch -, es aber ganz klar an der Mutter lag, dass es nicht fruchtete. Und manchmal konnte ich auch ein bisschen lachen bei dem Gedanken, dass ich ja verdammt überheblich wäre, wenn ich von mir glaubte, selbst einem extrem schwierigen Menschen, in dessen Gefühlswelt ich noch dazu seit der Kindheit verstrickt war, helfen zu können. Auch wichtig war für mich eine "ganz einfache" Rechnung: Wenn ich mich nicht genügend abgrenze, dann geht es zwei Menschen scheiße.
Dass Du gerne ein ganz normales Verhältnis zu Deiner Mutter hättest, ist ja absolut verständlich. Ich habe mich recht früh mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass das wohl nie der Fall sein wird. Ist nicht einfach, tut aber gut, da ein bisschen Druck rauszunehmen. Auch wenn es sehr traurig macht.

Noch kurz was hierzu:

Wenn ich mir überöege, dass ich selbst nur langsam aus meinen depressiven Phasen (zum Glück waren es nur Phasen) rausgekommen bin, und dass jetzt alles wieder einbrechen soll, kommt mir die Galle hoch. Das will ich nicht. Ich bin mir wichtig, sorge für mich und gönne mir Ruhe und freie Zeit. Meine Mutter kennt sowas nicht. Sie opfert sich Zeit ihres Lebens auf, für alles und jeden, und das kann sie hervorragend. Selbstfürsorge kennt sie nicht. Sich Zeit für sich nehmen, schönes Wetter genießen, Freude an etwas haben. Sie ist komplett abhängig von der Liebe und der Aufmerksamkeit anderer.

Logisch, dass sie mich Teufelsweib als egoistischen Brocken hinstellt /ironie off.

Ich finde es unglaublich (negativ) egoistisch, wenn sich ein Mensch (scheinbar selbstaufopfernd) sein Leben lang nicht ausreichend um sich selbst kümmert und dann die Fürsorge von anderen erwartet und mit Manipulation zu erzwingen versucht. Da kann ich Deinen Zorn und Deine Ironie so was von nachvollziehen.

T\heB)lack{Widoxw


Vielleicht solltest du auch mal egoistisch werden. Nur an dich denken.

Jede Mutter kommt irgendwann an den Punkt, wo die Kinder das Nest verlassen. Und dann muß die Mutter loslassen, so schwer es ihr auch fällt. Man sollte sich für die Kinder freuen und kann sich jetzt ganz auf sich selber konzentrieren. Was einem selber guttut, was man schon immer machen wollte, welche Ziele man noch stecken kann. Und genau das hat deine Mutter nicht hinbekommen.

Du schreibst nichts über neue Männer im Leben deiner Mutter (oder ich habe es überlesen). Hat sie keinen Freundeskreis oder Hobbies?

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