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Hilfe! Depression in der Schwangerschaft

H/l6x7 hat die Diskussion gestartet


Meine Frau hat leider sehr schwere Depressionen in der Schwangerschaft.

Meine Frau hat in dieser Schwangerschaft leider sehr viel durch machen müssen. Sie ist Lehrerin an einer Grundschule und ein Perfektionist. Sie arbeitet und arbeitet und ist nie mit sich zufrieden. Sie leistet mehr als die meisten anderen, gibt freiwillig Fortbildungen und gestaltet laufend große Teile des Schulhauses um. Sie achtet leider viel zu wenig auf sich selbst. Wir haben eine Tochter (4 Jahre) und unsere zweite ist gerade unterwegs (errechneter Geburtstermin 24.01.2016). Ich helfe ihr im Haushalt, damit sir dort möglichst wenig unterstützen muss, ich hab meine Arbeit so gelegt, damit ich nahezu jeden Tag um 15:00 zu Hause bin und verbringe viel Zeit mit meinen Beiden. Leider konnte Sie sich zu Beginn der Schwangerschaft in den Osterferien nicht erholen, da zuerst sie einen Magen-Darm-Virus und anschließend unsere Tochter und deren Tagesmutter krank wurden. Somit waren die Osterferien nur ein Lazarett. Ich konnte mir leider nur ein paar Tage freinehmen. Somit wurde anschließend der Schulstress noch größer, da sie die geplante Arbeit der Ferien nun zusätzlich während der Schule noch erledigen wollte und keine Abstriche bezüglich Arbeitsumfang machen wollte. So saß sie fast täglich bis spät in die Nacht am Schreibtisch. In den Pfingstferien haben wir im Garten weitergearbeitet und meine Eltern uns tatkräftig unterstützt. Meine Frau ließ sich nicht davon abbringen auch zu helfen und machte es mir zum Vorwurf. So dass ich mich mit meinen Eltern stritt, da sie es in der Situation nicht verstanden, warum sie nicht helfen durften. Dann gegangen sehr schlimme Wochen für meine Frau, da sie sich ca. 20 Wochen mehrmals täglich übergeben musste (sehr heftige Schwangerschaftsübelkeit). Sie ließ sich trotz wiederholtem flehen nicht krankschreiben und arbeitet bis drei Wochen vor dem Mutterschutz Vollgas weiter. Ich war am verzweifeln, da sie sich nicht helfen ließ. Zu allem Überfluss musste sie ab September als mobile Reserve arbeiten und im gesamten Landkreis an Schulen aushelfen, was die tägliche Ungewissheit des Einsatzortes sowie des zusätzlichen Stresses des Fahrens bedeutete. Zudem verharrte sie darauf täglich unsere Tochter zum Kindergarten zu bringen, da sie so starke Schuldgefühle hatte, dass sie sie dort abgibt. Ich hatte des öfteren angeboten, meine Arbeit so zu legen, dass ich ihr dies abnehmen könnte, was sie aber nicht wollte. Am Geburtstag unserer Tochter konnte Sie, auf Grund einer Schulischen Veranstaltung nicht dabei sein. Und sie hatte eine sehr heftige Depression. Nach einer stärkeren Erkältung konnte ich sie zusammen mit ihrer Frauenärztin überzeugen, sich die letzten Wochen vor dem Mutterschutz krankschreiben zu lassen. Ich hoffte, dass sie das ein wenig zur Ruhe kommen lassen könnte. Ich fuhr ein paar Tage mit ihr in den Urlaub um einfach den Stress abschütteln zu können. Von den vier Tagen waren zwei ganz in Ordnung und sie konnte sich einigermaßen erholen. Doch als unsere Tochter nicht auf sie hörte hatte sie erneut einen Anfall aus nicht-endendem weinen und schimpfen auf unsere Tochter. Nach einem halben Tag konnte ich sie wieder beruhigen. Ich bat sie, mit ihrer Frauenärztin darüber zu sprechen. Aber Sie wollte nicht. Während eines Anfalles wurde sie immer sehr verletzend und schrie stundenlang auf mich ein. Ich wurde oft sehr aggressiv und versuchte es runterzuschlucken. Leider verlor ich zweimal die Kontrolle und gab ihr eine leichte Ohrfeige. Das ganze hat mich innerlich zerrissen. Da ich das nie wollte und sie so sehr liebe. Bis Weihnachten hatte sie mehrere kleine Schübe, die nach 4 – 5 Stunden wieder vorbei waren. An Weihnachten waren meine Eltern bei uns und der Abend verlief schön. Am 2. Weihnachtsfeiertag fuhr sie zu Ihrer Mutter, und wollte mich aber nicht dabei haben. Ich entsprach Ihren Wünschen doch das sollte sich rächen. Leider hat sie zu Ihrer Mutter kein sehr gutes Verhältnis und sie redet meiner Frau seit Kindheitstagen immer nur Schuldgefühle ein. Dies war bereits bei der ersten Schwangerschaft so heftig, dass ichschützend einschritt und daraus ein Streit entstand, dass sich Ihre Mutter 1,5 Jahre nicht mehr bei ihr meldete. Zudem fragte bisher keiner ihrer Freunde nach, wie es ihr in der Schwangerschaft geht und nicht einmal Ihre beste Freundin, die auch Patin des zweiten Kindes werden soll. Dies führte wiederholt zu starken Selbstzweifeln und sie äußerte wieder holt den Wunsch dass sie bei der Geburt sterben wolle und unser zweites Kind nicht lieben kann. Ich bat sie wiederholt sich Hilfe zu suchen und dass ich sie bei allem unterstütze. Sie hat alles abgelehnt und mir gedroht, wenn ich es jemandem sage, dass sie mich verlässt und ich die Kinder nicht mehr sehen darf. Ich sprach erneut mit Ihrer Frauenärztin, die dann versuchte, sie davon zu überzeugen, in eine Klinik für Schwangere zu gehen, wo man sie auch psychologisch betreuen kann. Aber wir schafften es nicht. Seit Weihnachten vergeht kaum ein Tag an dem man mit ihr normal reden kann, ohne dass sie erneut in Depressionen verfällt. Ihr hass richtet sich gegen sich selbst und unser ungeborenes Kind. Sie bereut es anschließend wieder und hat mittlerweile zugegeben, dass sie ein Problem hat.

Sie hält ihrem gesamten Umfeld vor, dass wir alle ihre glücklichen Momente im Leben zerstört haben und es keiner mehr gutmachen kann. Am 3.1.2016 hatte ich so strake Schmerzen im Fuß, dass ich am 5.1.2016 eine Zyste entfernt bekam und meinen Fuß schonen sollte. Dies, sowie ein Gespräch mit ihrer Mutter, an dem sich die beiden so stark stritten (vorwürfe ihrer Mutter) und ich nicht fähig war einzugreifen und meine Frau zu schützen, war der letzte Auslöser. Gestern Abend war der bisherige Höhepunkt. Nach dem sie mir mehrere Stunden Beleidigungen der übelsten Art an den Kopf geworfen hatte musste ich rau. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich weiß, dass das während einer Depression der falsche Weg ist, aber ich kann nicht mehr. Ich fuhr 1,5 h mit dem Auto weg. Das hätte ich nicht tun sollen. Als ich zurückkam sagte sie, dass ich sie allein gelassen habe und sie mir das nie verzeihen wird. Sie schrie so übel auf mich ein, dass ich mehrere Stunden dauer-weinte. Sie stachelte mich so lange an, bis ich sie auch anschrie und auch Dinge sagte, die ich nie im Leben so meinen könnte. Ich sagte, ich werde uns alle töten. Ich wurd so aggressiv, dass ich sie fast geschlagen hätte. Ich zittere am ganzen Körper. Ich liebe sie doch so sehr. Es ist so schlimm, zu sehen, wie sie leidet und wie hilflos man ist. Ich nehm seit einer Woche Neurexan, aber es hilft nichts. Sie ist gestern in der depressiven Phase die alles übersteigt. "Sie muss ihr Kind alleine auf die Welt bringen…." " Sie kann das Kind nicht lieben und ich bin schuld." Ich weiß nicht mehr weiter….. ich stand heute eine Stunde in der Garage und wollte mich aufhängen. Ich konnte mich Gott sei Dank soweit beruhigen, dass ich davon abließ. Ich kontaktiere ihre Frauenärztin und bat um Hilfe. Sie meinte, dass sie zum Psychologen muss und Hilfe benötigt, aber sie kann da nichts tun. Ich weiß nicht mehr weiter. Sie steigt mit mir in kein Auto und wird mich dafür hassen....

Antworten
P lacLebo+0906


oooh.. ganz schön heftig was dabei euch abgeht..

zum einen von der Seite deiner Frau aber auch von deiner Seite muss ich sagen..

verlor ich zweimal die Kontrolle und gab ihr eine leichte Ohrfeige

Das ist ein absolutes No-Go.. egal ob leicht oder nicht, du hast deine Frau geschlagen.. :(v und das in einer Situation in der es ihr eh schon mehr als schlecht geht..

Leider ist es bei vielen so, dass sie sich ihre Probleme nicht eingestehen, und wenn sie es tun immer noch nicht sofort bereit sind sich helfen zu lassen.

Das ist natürlich nicht nur für die betroffene Person schwer sondern auch fürs Umfeld, somit eben auch für dich.

Da du momentan auch mehr als am Limit bist, wäre auch für dich eine psychologische Betreuung nicht schlecht. Einfach damit du mit jemandem drüber reden kannst und dir Wege gezeigt werden wie du dich selbst schützen kannst in solchen Situationen, wie du dich verhalten könntest usw..

Zu deiner Frau, gibt es irgendeine Person in eurem Umfeld die noch "Einfluss" auf deine Frau haben könnte bzw sie mit ihr ruhig und normal reden kann über das Thema Depression? Eine Freundin/Schwester/Tante/..?

Es wäre so so wichtig, dass sie ganz schnell Hilfe akzeptiert, nicht nur für sie und dich sondern auch für eure Kinder. Eure Tochter bekommt das Ganze ja auch mit und euer Ungeborenes ebenso. Es kann soweit kommen, dass euer Ungeborenes an Anpassungsstörunge nach der Geburt leidet und eben dadurch nur noch größere Probleme entstehen, weil das Kind dann häufiger schreit usw. :-(..

Kannst du vl. mit einem Psychologen oder mit der oben genannten Klinik für Schwangere Kontakt aufnehmen und dort mal dein/euer Problem schildern und um Hilfe bitten? Vl. gibt es ja auch die Möglichkeit, dass ein Psychologe mal zu euch nach Hause kommt..

Sie steigt mit mir in kein Auto und wird mich dafür hassen

Vermutlich wird sie dich erstmal dafür hassen, ja.. aber sobald sie Hilfe annimmt und sieht das es ihr wieder besser geht und sie aus der Depression raus kommt, wird sie auch dich verstehen und dich nicht mehr hassen..

Wichtig ist aufjedenfall, dass ihr Beide Hilfe bekommt.. da deine Frau dazu anscheinend noch nicht bereit ist, hol zumindest dir schnellstmöglich Hilfe, vl findet sich so auch ein Weg deiner Frau zu helfen/sie davon zu überzeugen, dass die Hilfe benötigt.

P:laceb1o09x06


[[http://www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/klinikadressen.php?hs=id4&display=none]]

[[http://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/]] (nicht wundern, hier geht's großteils um die postnatale Depression, die kennen sich aber auch mit der pränatalen Depression aus)

[[http://marce-gesellschaft.de]]

[[http://www.mutter-kind-behandlung.de]]

vl. hilft dir das ja weiter ;-)

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