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Mein Sohn ist Mittel-und Obdachlos

cUhaxbi hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir vielleicht mit ein paar Ratschlägen helfen könnt. Mein Erwachsener Sohn (32), sehr introvertiert und mit 1,5 Jahren adoptierte, ist vor ca. 8 Jahren wegen Arbeit von zu Haus ausgezogen (ca. 600 km weit weg).

Erst lief alles gut, aber schon bald veränderte er sich. Er war noch unnahbarer und liebloser als sonst. Lebensfreude war auch nicht zu erkennen. Dann verliebte er sich in eine 10 Jahre ältere Frau. Diese spielte ihm aber etwas vor und oder benutzte ihn. Immer öfter hörte ich meinen Sohn über die Wege zum Licht und andere esoterische Dinge erzählen. Weiter und weiter entfernt er sich von uns. Freunde hatte er keine und die Arbeit machte ihn fertig.

Vier Jahre ist es ca. her, da ging gar nichts mehr, es folgten Krankenhausaufenthalte in der Psychiatrie und lange Krankschreibungen. Er hat nie mit mir über die Befunde gesprochen.

Ich weiß nur, dass er verordnete Antidepressiva absetzte.

Vor drei Jahren, ich lag im Krankenhaus wegen einer Schilddrüsen OP - Mein Sohn kam mich besuchen und wollte mich einen Tag nach der OP esoterisch bekehren. Ich sagte ihm, dass ich nicht viel davon halte, er aber wenn er diesen Weg gehen möchte es tun solle.

Zwei Tage später am Tag der Entlassung kam er ins Krankenhaus um mich nach Hause zu fahren. Mit einmal, auf der Straße überkam es ihn, er sagte nein ich kann dich nicht fahren - ich fahre jetzt nach Hause.

Ich stand weinend auf der Straße! Trotz alle dem habe ich weiterhin zu ihm gehalten, den Kontakt nicht abgebrochen, liebevolle Briefe geschrieben und viel, viel geweint. Ein halbes Jahr später brach er den Kontakt zu mir ab.

Er kündigte seinen Arbeitsplatz, lebte von ALG 1 und dann von seinem ersparten. Vor ca. 13 Monaten wurde seine Wohnung geräumt, er zahlte keine Rechnungen mehr usw. usw..

Im Dezember 2014 kam er dann mit dem letzten was er noch hatte, seinem Auto und ein paar Sachen nach Hause zu seinen Eltern. ( wir sind geschieden, bewohnen aber aus finanziellen Gründen noch das gemeinsame Haus. Jeder hat seine Etage).

Er meint er hatte eine Vision die ihm sagte deine Mutter hilft dir jetzt weiter.

Er bekam Obdach und Essen. Ich war froh, weil ich annahm alles wird gut. Wir schaffen das!

Vier Wochen wohnte er bei mir und dann ging Garnichts mehr, weil ich ihn immer wieder auf seine Situation ansprach und meine Unterstützung und Hilfe anbot, machte er zu und zog eine Etage nach Oben. Ich war nur noch schlechte Energie für ihn, er könne nicht mehr mit mir in einem Raum sein waren und sind seine Worte. Seine obere Führung (Stimmen ) sagt ihm wie er durch leben kommt, er muss nicht arbeiten und diese obere Führung sorgt für ihn.

Sein Vater hat im weiter versorgt. Musste vergangene Woche in ein Krankenhaus eingeliefert werden wegen Bandscheibenvorfall, noch nicht mal ihn hat er in die Klinik gefahren. Er nimmt nur und ist überhaupt nicht bereit etwas dafür zurück zu geben.

Mich macht das alles krank ich kann nicht mehr, nehme Lase zum runter kommen. Ich möchte gerne helfe, aber er lässt nichts zu. Sein Auto wurde abgeholt und ständig kommt Post vom Gerichtsvollzieher. Er denkt es kann ihm nichts passieren.

ich brauch andere Denkansätze,, ich bin fix und fertig, ich verstehe ihn nicht.

(nur Nebenbei, ich habe noch einen Sohn bekommen. Dieser ist sehr strebsam und hat ganz viel Empathie)

Eigentlich wollte ich nicht so viel schreiben.

Ein paar Denkanstöße wären schön. Ich möchte auch gerne wieder Freude empfinden.

Danke!

Antworten
JPuOli-So/nne_


Dein Sohn ist alt genug und nutzt dich nach Strich und Faden aus. Da hilft wohl nur die harte Methode. Raus mit ihm. Niemand muss in Deutschland obdachlos sein. Er bekommt Hilfe vom Amt und dann soll er sehen, wie er alles auf die Reihe bekommt.

Aber erst würde ich nochmal mit ihm sprechen und ihm sagen, was passiert, wenn er sein Verhalten nicht ändert.

Oder kann es sein, dass er eine Psychose hat?

E~hemaligegr NutzXer (#4J38245x)


Du solltest Prioritäten setzen, welches Leben dir wichtiger ist, entweder deines oder seines.

Du hast dich jahrelang so gut es dir möglich war, um ihn gekümmert. Er ist jetzt ein erwachsener Mann und selbst für sich verantwortlich. Es schmerzt sicherlich sehr, solch ein "Ergebnis" deiner Bemühungen zu akzeptieren.

Er soll sich selbst um seinen Untergang kümmern und du am besten um deinen eigenen Sohn, der wohl sehr viel dankbarer ist. Ich denke, es hat etwas mit Loslassen und Enttäuschung zu tun. Wofür du zukünftig deine Energie verbrauchst, würde ich mir gut überlegen.

R^ioh GrHanxde


Keiner erreicht ihn mehr in seiner Welt – bemüht euch bitte um einen Platz in einem "Wohnheim für psychisch Kranke".

Er benötigt evtl. längerfristig Hilfe.

E<hemOaligJer NutLzer !(#545421)


Seine obere Führung (Stimmen ) sagt ihm wie er durch leben kommt, er muss nicht arbeiten und diese obere Führung sorgt für ihn.

Dann soll die bitte auch waschen, kochen und seine Rechnungen bezahlen ... er nutzt Dich aus nach Strich und Faden, und selbst wenn eine psychische Erkrankung vorliegt.. bist Du nicht für ihn verantwortlich und dann kannst Du ihm erst recht nicht helfen, sondern er gehört dann in die Hände von Profis.

Du wirst sein Verhalten nicht ändern, also ändere Du das Deine.

Setz ihm eine Frist (4-6 Wochen als Beispiel) , um sein Leben zu ordnen, sich Wohnraum zu besorgen, seine Finanzen zu regeln. Biete ihm Hilfe an, zB bei der Suche nach entsprechenden Wohngruppen oder nach Ärzten. Wenn das nichts wird, setz ihn raus, Schlösser auswechseln nicht vergessen... er konnte das mit Dir ja auch, da darfst Du den Spieß ruhig umdrehen. Und dann darf sich gerne seine höhere Macht um ihn kümmern. Das klingt zwar hart... aber er macht Dein Leben kaputt.

EsheImaliger 4Nutze$r (#5,7441x3)


Er war doch schon in Behandlung. Der Fall klingt krass, zu krass als du da noch viel helfen kannst. Dein Sohn muss lernen sein Problem zu akzeptieren und dabei hilft es, wenn du dies ebenfalls tust. Dazu gehört auch die Helferrolle abzulegen und stützend nur als Mutter da zu sein. Versuch die Situation einer Hilfsstelle zu vermitteln. Du selbst kannst da leider wenig tun und wirst nur ebenfalls von der Situation zerstört.

W@alkijng4GhLost


@ chabi

Er meint er hatte eine Vision die ihm sagte deine Mutter hilft dir jetzt weiter.

Seine obere Führung (Stimmen ) sagt ihm wie er durch leben kommt, er muss nicht arbeiten und diese obere Führung sorgt für ihn.

Rausschmeißen und gerichtlich eine Betreuung anordnen lassen. Oder gleich in die stationäre Psychiatrie. Der hat sie wohl nicht mehr alle.

c=hacbxi


Hallo ihr lieben da draußen, ich bin sehr gerührt von so viel Anteilnahme und den vielen Denkanstöße. Ich danke euch erst einmal und melde mich morgen wieder zu Wort. ":/ ":/Muss erst einmal alles sacken lassen.

Danke!

EPhemaligeir NutDzer (i#57x8069)


Interessant wäre, ob sein Sohn überhaupt zurechnungsfähig ist. D. h. leidet er an einer psychischen Erkrankung, die ihn an diese Macht glauben lässt (z. B. Schizophrenie) oder möchte er einfach nur an diese Macht glauben?

Möglicherweise nutzt er dich und deinen Ex-Mann auch völlig bewusst aus.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde er adoptiert. Wisst ihr vielleicht, warum er zur Adoption freigegeben wurde und ob es psychische Auffälligkeiten in seiner Ursprungsfamilie gab?

Du solltest jedenfalls auf Abstand gehen, da es dich - wie du selbst merkst - kaputt machen wird. Setze ihm klare Grenzen, prinzipiell ist er alt genug. Jeder mündige Bürger muss den Konsequenzen seines Handelns in's Auge sehen - auch wenn es euch als Eltern weh tut.

Ich würde allerdings auch eine Zwangseinweisung in Betracht ziehen, wenn sich der Verdacht auf eine Erkrankung verhärten sollte.

Alles Gute! @:)

Z;itro~ne8x6


Vier Jahre ist es ca. her, da ging gar nichts mehr, es folgten Krankenhausaufenthalte in der Psychiatrie und lange Krankschreibungen. Er hat nie mit mir über die Befunde gesprochen.

Klingt als hätte er vielleicht eine Psychose (ist er vielleicht mansich-depressiv?)? Wenn er in der Psychatrie war wird das ja einen Grund haben.

cXhaxbi


Hallo Zitrone86, ich weiß es nicht! Er spricht nicht mit mir darüber. Er sagte mir damals nur, das er verschiedene Ärzte ablehnte weil die Diagnosen nicht nach seinen Vorstellungen waren. Schließlich hatte er sich ja belesen. Der Grund war wohl Erschöpfung/Stress.

c:habi


Zuerst einmal vielen Dank für die Ratschläge.

Weil ich ja nicht weiß wie ob mein Sohn krank ist oder nicht ist es um so schwieriger Hilfe zu bekommen. Ich war schon 2x beim psychologischen Dienst und 1x bei einer Psychologin, aber so richtig helfen konnte keiner. Beim psy. Dienst wurde mir gesagt " so lange von ihm keine Gefahr ausgeht, d. h. er keine Gefahr für andere ist, kann man nichts machen". Die Psychologin sagte mir im Juni," der wird auch im Oktober oder Dezember noch bei ihnen bzw. dem Ex sein, weil es ihm gut geht und warum sollte er was daran ändern.

Gespräche mit meinem Ex führten zu keinem Erfolg, weil er denkt so -" setze ich den Sohn vor die Tür und der nimmt sich dann das Leben, damit kann ich nicht Leben". Nun liegt der Ex seit einer Woche im Krankenhaus und ich weiß nicht wie der Sohn reagieren wird, wenn ihm das Geld ausgeht. Bis jetzt war er noch nicht im Krankenhaus seinen Vater besuchen.

G>.T'reten


Der Sohn scheint in einer Art Dauerpsychose zu sein, falls es sowas gibt. Ich kannte auch mal einen Mann im Netz, der sich "von oben" leiten ließ. Er sagte immer, es seinen seine Geistführer und der hörte NUR auf sie. Da war absolut nichts dran zu machen. Er befragte diese Geistführer sogar für andere Leute, wenn diese Hilfe brauchten. So wurde dieser Typ (warscheinlich war er schizophren) auch noch zum Guru für andere. Das war absolut absurd.

Will sagen: solche Typen kann man nicht zur Vernunft bringen.

Der Typ, den ich kannte, glaubte bis in seinen Tod an diese Führer, obwohl er mehrmals hätte erkennen müssen, dass diese "Führer" Mist geredet haben, weil so viel, was sie sagte, dann nie eintrat. Trotzdem wurde er nicht schlau. Letztendlich starb er an einer Krankheit, weil er sie nicht behandeln ließ, weil er glaubte, das machen seine geistigen Ärzte. Tja, und nun liegt er im Grab. War wohl ein "ärztlicher Kunstfehler".

Ich war auch ssoooo oft wütend auf diesen Typen, weil der einfach nicht kapieren wollte.

Der hatte auch alles zerstört, seine ganze Familie alles....keiner hatte Einfluß auf den.

Lange Rede, kurzer Sinn: schmeiß den Jungen raus, es hat keinen Sinn. Der muß in einer Einrichtung untergebracht werden, womöglich gewaltsam, denn von allein geht er ja nicht hin.

Aber vielleicht kommt er auf der Straße ja klar. Ich halte nicht viel von Gewalt. Nur wenn es wirklich nicht mehr anders geht.

c6ha5bxi


Ist ja schlimm was ich gelesen habe. Man kann sich das gar nicht vorstellen und es macht so wütend. Ich fühle mich hilflos! Ich weiß ich könnte helfen sein Leben zu ordnen, aber er hört nur auf seine obere Führung. Jetzt bin ich auch hin und her gerissen, weil ich nicht weiß - spielt er das nur um uns auszunutzen oder ist er wirklich krank. Ich fühle mich zerrissen!

PRlüsc^hbiFesxt


Er wird wohl krank sein.

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