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Alte und neue Probleme, ich will nicht mehr leben

LjaerOtexs hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

lange Beiträge sind glaub ich unbeliebt, aber ich fass aus meinem ersten Ausheulen alles nochmal kurz zusammen. Ich, 22, habe eine schizoaffektive Störung. Neu ist nur, dass ich letztes Jahr ein Studium an einer Universität begonnen habe, das lange angestrebt war, jetzt aber abgebrochen werde muss. Ich kam Probleme mit Realitätswahrnehmnung, komme mit dem Stoff nicht hinter her, hänge jetzt, Anfang 2. Semester, schon eines hinterher, habe verpeilt mich für meine Kurse einzutragen und will das alles gar nicht mehr. Ich will gar nichts mehr. Ich war seit Monaten nicht mehr auf dem Uni Gelände, seit gut 1-2 Wochen kapsel ich von allem ab und traue mich nicht mehr aus dem Bett. Wenn ich dann aufstehe, laufe ich im Zimmer herum, höre nicht mal mehr Musik, und rekapituliere, was ich mir im Bett ausmale. Meinen Tod. Mit Freunden kann ich nicht darüber schreiben, weil sie jetzt einer nach dem anderen alle offen legen, dass sie das nicht mehr können. Mein Inhalte belastet sie, zieht sie runter und meine ehemals beste Freundin meine jetzt, ich mach sie kaputt. Ein einziger schreibt, wenn er mal online bist, noch mit mir. Ein anderer Freund kommt persönlich vorbei, weil er im selben Ort wohnt, aber zuletzt hat er das Interesse verloren, obwohl ich ihm nichts über meinen Todeswunsch konkret gesagt habe. Aber ich bin halt ein Loser, Versager, Spinner, Querdenker, ein Wunder dass das so lange gehalten hat. Für meinen Vater ist alles nur gespielt, und auch wenn hassen ein großes Wort ist, ist jetzt klar, er verachtet mich. Er nimmt seit dem er merkt, dass das mit der Uni auch nichts wird, kein Blatt mehr vor den Mund. Ich muss von allen getrennt alleine im Zimmer essen, weil er nicht zu sehen will, wie ich fresse. Ich dachte, okay, er spinnt auch etwas, aber meine Mutter findet auch, dass ich fresse und seitdem esse ich freiwilligs unten. Wenn das mit der Uni dann vorbei ist, habe ich wieder nichts, weil ich ja schon mal 3 Jahre nichts hatte. Ich werde arbeitsloser Studienabbrecher ohne Perspektive sein, der null Anrecht auf irgendwelche soziale Leistungen hat. Ich hab schon länger nicht einmal Geld, um mir mal eine einzige Dose Bier zu kaufen, mal mit "Freunden" auszugehen und Mädchen kennen lernen. Mein letztes Date hatte ich im Mai letzten Jahres, weil ich eine Kassierin in meinem Alter angesprochen hatte. 4-5 Stunden Date, Eis essen, spazieren geehn, merken man ist seelenverwandt, beim 2. geht so krass auf Distanz, dass es richtig weh tut und sie macht Schluss. Befreundet sein will sie auch nicht, aber okay. okay.

Seit 1-2 Wochen habe ich Schlaf- und Essstörungen. Ich schlaf erst gegen 4-6 Uhr ein und kann nie länger als 10 oder halb 11 schlafen. Ich komm nicht mehr aus dem Zimmer, weil ich meinen Vater nicht sehen will, hab fast keine Kontakte mehr, die alte Einsamkeit verdichtet sich. Ich kann mit niemanden reden. Niemand hört mir zu. Ich hab mich eingehend über Suizid informiert und weiß, dass ich jedes Anrecht darauf habe, weil ich die Kriterien, ab wann es wirklich freiwillig ist, voll und ganz erfülle. Außer meiner Mutter würde niemand weinen. Ich müsste aber an Geld kommen, um vorher nochmal mit einer Frau zusammen zu kommen und meine Wunschtodesart ist nicht ganz billig. 50-70 Euro dürfte die Kosten, aber langsam kommt in mir so eine Scheiß drauf Laune hoch und ich tendiere zu einer Art, die mich nichts außer der Mut für einen qualvollen Tod kostet.

Das wirkt auf euch jetzt so, als ob ich euch die Pistole auf die Brust drücke, aber ich will einfach irgendwen zum reden. Ich schwöre ich bin nicht so ein Versager, wie alle tun und ich kann zuhören, aber ich bin auch ehrlich und sage, dass dieser Entschluss steht. Ich bin grad am heulen, das erklärt die wirren Sätze. Mir ist auch schon seit Tagen schlecht. Ich glaube an irgendwas habe ich noch nicht gedacht. Soll ich wieder mit dem Ritzen anfangen? Würde man mir das erlauben? ich würde ja lieber trinken aber ohne Geld ist das sehr schwer. Ich ertrage es einfach keine Freunde, keine Perspektive, keine Familie, niemanden zu haben. Psychisch krank mit Aussicht auf Stimme hören bin ich auch. Kennt jemand diese Situation?

Antworten
E6hemalihger Nbutzeur y(#5780x69)


Warum ziehst du nicht die Reißleine und gehst in eine Klinik? Das scheint im Moment die einzige Möglichkeit zu sein, um aus diesen ganzen Schlamassel rauszukommen.

Lsaertexs


Hallo, danke für die Antwort. Ich war bereits zweimal in einer Klinik und es hat nichts geholfen, obwohl ich alles mitgemacht habe. Das würde mich beruflich auch nicht weiter bringen, aber bevor ich die Antwort gelesen habe, kam mir dieser Gedanke auch, aber das sind nur wieder Zuzahlungskosten von 10 pro Tag, die an meinem Vater hängen bleiben und er fand das das letzte Mal schon nicht toll.

Gerade hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter, die meinte, dass sie leiden. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihnen das Zugucken zumute, obwohl ich schon alles vor ihnen versteckt halte. Tut mir leid, ich will nicht wieder anfangen zu heulen, ich fühl mich nur so unter Strom, und ich habe einfach keine Zukunft. Ich werde mit 30 ohne null Job haben. Gehe ich jetzt in die Klinik und dann war es das. Dann wird das 4. Jahr ohne Lehre und Job anfangen, Kraft mir jetzt einen z besorgen hab ich aber momentan auch nicht ich bin na ehrlich.

P/lüschfbiesxt


Wenn du kein Einkommen hast, müsste es doch zuzahlungsfrei sein?

Bei Hartz 4 Empfängern bezahlt die Rentenversicherung doch auch alle Kosten einer Reha.

Warum tust du dir das zu Hause wohnen denn noch an?

Geh in eine Klinkik und dann lass dir vom Arzt der dich wegen deiner schizoaffektiven Störung behandelt bescheinigen dass das Wohnen zu Hause nicht mehr geht.

Es gibt Mittel und Wege für dich zu Hause raus zukommen.

Deinen Vater scheint es sehr zu stören, dass du ihm auf der Tasche liegst.

PSlüschBbiesxt


Lange Texte sind hier durchaus erwünscht, wenn denn der Schreiber Absätze einbaut.

elulex72


Dann hast du ebend erst mal keinen Job. Du bist nicht der einzigste. Das geht auch anderen so. Ich finde auch du solltest eine Klinik auf suchen.

AEbeOndseterxn33


Ich denke auch so. Kümmert dich zuerst um deine Gesundheit. Für Arbeiten hast später immer noch Zeit, du bist noch sehr jung.

Sei nicht so hart zu dir selbst . Du bist kein Versager. Du warst in der Uni, also hast du auch Abitur. Das bedeutet du hast früher schon was in dein Leben geleistet, du weißt wie es geht und das kannst du immer noch.

Ich wünsche dir viel Kraft!

L&aerHtexs


Als ich vor 2 Jahren arbeitslos und ohne irgendwelches Einkommen in der Klinik war, blieben die Kosten, da ich noch über meinen Vater versichert bin, an meinen Eltern hängen und bei 10 Euro pro Tag kommt da schon was zusammen. Ich hab noch in der Klinik alles in die Wege geleitet, dass ich freigestellt werde, was ich nicht wurde. Wäre diesmal nicht anders.

LPeya688


Da muss ich plüschbiest recht geben!

Ich war 7monate in der Psychiatrie stationär und hab von dem arzt ein schreiben mitbekommen das ich daheim raus muss wegen der psychischen Belastung daheim! Kam in eine Wohngruppe und konnte von dort aus mein leben neu starten mit job und wohnung

Aber konzentriere dich auf deine Gesundheit und geh in eine Klinik

Weil suizid ist feige! Sorry für die worte aber ich war selber 8mal an dem punkt mein leben zu beenden :°( und muss sagen ich bin glücklich es nicht gemacht zu haben. Hab einen Job eine kleine Tochter und mir geht es wieder gut.

Und ich weis das du es auch schaffen wirst :)z

L[awetrtes


Ehrlich gesagt, traue ich mir das Leben in einer WG nicht zu. Das wäre dann wie hier oder in der Schule oder in der Klinik. Man akzeptiert mich einfach nicht. Alleine zu wohnen in einem 1-Zimmer-Apartment kann ich mir schon eher vorstellen. Sorry aber ok.

Ich hab die letzten Tage viel nachgedacht und um Internet recherchiert und glaube, dass ich viel noch nicht ausprobiert habe, aber glücklich werden würde ich mit diesem möglichen Leben trotzdem nicht. Ich weiß, sowas will niemand hören, weil alle immer sagen, dass das Leben ja ach so schön ist, nur sagen das komischerweise immer nur Leute, denen es vielleicht früher schlecht ging, die aber jetzt verheiratet sind, einen Job haben etc. Das ist mir schon früher aufgefallen und bezieht sich nicht auf diese Diskussion hier, ich wollte es nur zur Sprache bringen. Die meisten Menschen führen als eine ihrer größten Ängste Einsamkeit vor, nur mache ich das jetzt schon mein ganzes Leben durch und fühle mich wie ein Monster, von dem alle weg rennen, wenn es nur näher kommt. Woher wissen die alle von Anfang an, wie ich bin? Aber egal, der Gedanke, was an meinem Leben zu ändern, wird die letzten Tage größer, nur habe ich extrem große Angst davor und traue mir nichts mehr zu.

fLalco| pele\grinoi%des


Bist du in Behandlung?

Lmaertxes


Ja ich bin in Behandlung. Seit bald 5 Jahren bei einer Psychiaterin. Medikamente nehme ich auch und bis vor kurzem habe ich einen Therapeuten nach dem anderen durch probiert.

L:eya&8x8


Das was man ich mit einer Wohngruppe meine keine wg sonder ein betreutes wohnen.

Auch wenn ich einen hob und eine Tochter habe( meine tochter lebt aber in einer pflegefamilie) ist mein leben auch bet so friede freude Eierkuchen. War jetzt wieder 4wochen in der klinik weil mir alles zuviel wurde

J3uli-Stonnex_


Steht dir deine schizoaffektive Störung im Weg oder meinst du das allgemein? Bekommst du Medikamente für diese Störung?

Haben dir die Ärzte Möglichkeiten gezeigt, wie du wieder zu einem normalen oder wenigstens akzeptablen Leben zurückfinden kannst?

Viel Kraft für dich.

GC.Tret)en


@ Laertes

Es ist hundsmies, so richtig hundsmies, wie Deine Eltern sich verhalten. Das ist menschenverachtend und erniedrigend. Nicht sehen wollen, wie Du "frisst"....

Auch wenn Du es nicht annehmen kannst, sage ich Dir, dass Du Dein Gesicht nicht verloren hast, aber Deine Eltern.

Du bist ok, nur hast Du halt diese psychischen Schwierigkeiten.

Klinik ist nichts, sehe ich ein. Aber wenn Du von den Todeswünschen abrückst, machst Du insgesamt auch nicht den Eindruck, dass Du es nicht auch ohne KrkH packen könntest.

Nur: Du muß daheim raus. Da gehst Du ein. Da muß ein Weg gefunden werden!!! @:) @:) @:) :)* :)* :)* :)*

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