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Alte und neue Probleme, ich will nicht mehr leben


Ich habe einen beleidigenden Beitrag gelöscht.

LzaeVrtexs


Tut mir leid, ja ich bekomme Medikamente gegen die Störung und ja betreutes Wohnen wäre bestimmt das Richtige, aber das mit dem Friede Freude Eierkuchen sollte wirklich kein Angriff sein. Wenn jemand mir antwortet, dass er meine Situation kennt und womöglich auch durchgemacht hat, möchte ich mich wirklich bedanken, dass mir diese Erfahrungen geteilt werden. Leben mit Störungen dieser Art sind bestimmt immer schwer, aber seit ich 15 bin, will ich die Richtige finden, mit der ich später mal Kinder haben kann. Ich hatte zwar ehrlich gesagt, noch nie eine richtige Freundin, feste Freundin, aber einige Liebschaften und obwohl ich eine zeitlang in der Schule im betrunkenen Zustand sehr rücksichtslos mit meinen Mitschülerinnen umgegangen bin (oder mit jungen Lehrerinnen, Refendarinnen etc), hat erst letztens wieder ein Mädchen meine Qualitäten als Liebhaber aufgezählt, ohne dass es dabei um Sex ging natürlich. Aber dass es für eine feste Beziehung nicht reicht, und nie reichen wird und das mit Ehe und Kinder zerplatzt... Das macht mich fertig, weil ich mit einer Frau an der Seite bestimmt mehr Lebenssin hätte. Ich würde mich niemals umbringen und eine Frau mit einem Kind hinterlassen.

Ich muss meinen Vater aber wirklich verteidigen. Der Mann macht seit 22 Jahren alles für mich und hat mich momentan halt etwas auf den kicker, aber in den letzten Tagen wo ich wieder aus dem zimmer gekommen bin, da verhält er sich mir wieder normal und wir können über Jobcenter-Termine und Co. reden. Das mit dem Studiumabbruch versteht er nicht ganz. Ich respektiere keinen Mann mehr als ihn, nur sind wir uns so ähnlich, dass wir sowas nicht einander zeigen oder sagen können. Meine jüngere Schwester ist mit 20 halt das Musterkind. Macht nie Probleme, hat einen echt tollen Freund (mein bester Freund) und hat eine Ausbildung und eigene Wohnung. Da komm ich her und versaue mir das mit dem Studium? Da ist man halt eine, zwei Wochen angepisst. Er will wirklich nur, dass ich ins Leben finde. Und ja ich fresse wirklich, das ist mir schon an mir selbst aufgefallen, nur war ich letztens deswegen sehr sauer, weil ich, als er mir das sagte, gedacht hatte, ich hätte normal gegessen.

Meine Mutter hat sich während all dieser Sache nichts zu Schulden kommen lassen. Sie ist der einzige Mensch, mit dem ich noch offen reden kann und ich habe die letzten Tage gemerkt, wie sehr es mir gefällt hat und jetzt wieder gut tut, abends den PC aus zu machen (ich zocke nicht, chatte nur) und zu ihr hochzukommen und TV zu gucken. Zu reden. Gestern zu viert, mit Eltern und Freundin der Familie, die ein paar Häuser weiter wohnt. Ich liebe meine Eltern und will auf keinen Fall im Streit mit ihnen auseinander gehen, aber ich sehe ein, dass ich mit 22 eine eigene Wohnung, und wenn es nur eine 1-Zimmer-Wohnung ist, anstreben sollte und auch raus von daheim will. Ich will in eine Kleinstadt in der Nähe ziehen, etwas weg, aber nicht 3 Autostunden entfernt, so wie mein Vater damals von seinen Eltern weggezogen ist, damit seine Söhne und Töchter reel eine Chance haben einen Ehepartner zu finden, der nicht ihre Kusine ist. Ich habe heute nach gedacht, die ganze Nacht über, weil ich nicht schlafen konnte, und ich will raus, aber nicht im Streit.

Zu Juli-Sonne, meine schizoaffektive Störung hat mir bisher oft im Weg gestanden, weil ich vom Medikament Olanzapin Augenkrämpfe bekommen habe und dann erstmal für ein paar Stunden völlig "kampfunfähig" war. An der Uni kamen jetzt Angststörungen dazu, die ich schon länger hatte, aber jetzt größer geworden waren, dass ich nicht an den Prüfungen teilnehmen konnte. Allgemein stehe ich mir auch selbst im Weg, weil ich eine vom Staat finanzierte Wohnung, ohne ein eigenes Einkommen zu haben, kein sicheres Dach überm Kopf ist. Ich habe wirklich Existenzängste, das dann zu verlieren. Ich will deswegen arbeiten, kann aber wegen der Störung und Symptomen nicht jede Arbeit annehmen. Können schon, aber nach 2 Wochen wieder rausfliegen? Aber ich bin bereit jetzt viel dafür zu tun und habe noch vor der großen Krise einen Antrag auf einen Ausweis für eine Schwerbehinderung gestellt und 30& zuerkannt bekommen. Jetzt stelle ich als nächstes den Antrag für die Gleichstellung zu einer Schwerbehinderung. Ist das ein Anfang? Für jemanden mit meinem Gesundheitsproblem? Meine Mutter findet, das könnte die Situation auf dem Arbeitsmarket ins positive komplett ändern. Hat da jemand vielleicht Erfahrung?

J}uli-(Sonnte_


Und die Medikamente helfen dir nicht? Mein Bruder hatte paranoide Schizophrenie und solange er die Tabletten einnahm, ging es ihm sehr gut und er war ein anderer Mensch.

L7aevrtes


Hallo Juli-Sonne, ich bin eben von der Apotheke heim gekehrt, weil ich doch glaube, dass die Medikamente helfen. Mit dem Olanzapin kann ich wenigstens irgendwie schlafen. Derzeit schrecke ich nur hoch, hab meine Libido überhaupt nicht mehr unter Kontrolle und verwarlose.

V1ersag2erin8x9


Hy.

Ich kann mich sehr gut in deine Lage rein versetzen.

Ich muss leider jeden Tag raus, weil ich eine kleine Tochter habe. Sobald sie aber im Kindergarten ist, is die Couch mein bester Freund.

Ich habe auch keine Freunde, werde hier auch als versagerin hingestellt.

Ich würde in eine Klinik gehen, aber davor mit deiner kk reden, wegen Befreiung.

Wenn was ist, du darfst mich gerne anschreiben.

EZhemal#iger N.utzer (P#578096x9)


@ Versagerin89

Ich kann dir nur an's Herz legen sofort Hilfe für dich und deine Tochter zu organisieren.

E$hemcalige3r# Nutzer (o#58+0649)


Laertes

Ich lese Deine Beiträge und hoffe, dass Du Deinen Weg irgendwie findest. Eine Lösung für Dein Problem kenne ich leider nicht. Mir ist Deine Situation vertraut, allerdings aus der Sicht einer Angehörigen. Gib nicht auf! Du bist Deinen Mitmenschen bestimmt viel wichtiger, als Du ahnst. Alles Gute Dir :)_

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